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bros qnackiomim geschrieben, wer er aber gewesen, weiß maneigentlich nicht. Cuiacius observ. 1 . 9. muthmasset, daß er der-jenige sey, dessen Cicero in Bruto 29. gedenckct , und an wel-chen Marcus Scaurus drey bücher de Vita sua geschrieben,yliu. hiit. nat. XXXIII. I. obwol bey diesem letztem einige L.Fusidius lesen. Hingegen erweiset Wilhelmus Grotius in vita^Ltotum II. 4. .daß er nicht vor Vespastano könne gelebet haben.
Heineccius , hist. Jur. IV. §. aoi.
Hugger. Das berühmte geschleckt der Grafen von Fuggerund Freyherren zu Kirchberg und Weissenhorn , wird insge-mein von Johanne, einem einwohner des dorfs Gegginaen ,oder, wie andere wollen, Graben, welcher an. 1370. nach Äug-spnrg gezogen, tm£> daselbst durch Heurath das burger-recht er-langet, angefangen. Dieser starb an. 1409./ und hinterließ 2.söhne, Agdrcg m und JacMim, so beyderseits durch die kauf-mannschafft zu grossem reichst) um gelanget. Von Andrea sinddie Fugger von dem Rehe entsorossen, welche aber wiederumerloschen, Iacobus hat in seinen nachkommen sich weit aus-gebreitet. Er starssaber an. 1469., und hinterließ von Bar-bara , einer gebohrnen Beßingerin, verschiedene kinder beyder-ley geschlechts. Von den söhnen wurde Marcu s zum Dom-Herrn von Augstmrg ernennet, welche wurde aber anzutretenihn der tod verhinderte, welcher an. 1478. erfolgte. Ulricu s,Georgius und Iacobus bereicherten sich noch weiter durch diestame kanfmannschafft, und pflantzten die zwey erstern auchdas geschlecht fort; wiewol Ulricus in seinen kindern wieder-um erloschen. Hingegen erhielt Georgius eine desto gesegneterepvsterität. Beyderseits söhne bekamen nach dem tobe Iacobiein sehr ansehnliches erb-guth. Denn dieser brachte sich unge-meinen reichthum zuwege, davon er an. 1307. die Grafschaff-ten Kirchberg und Maurstetten, wie auch die HcrrschaffrenWeissenhorn , Pfaffenhoven und Wulenstetten, desgleichen an.1309. Schmiechen , und an. ,314. Biederbach erkauffet. DerPapst Leo X . machte ihn zum Equite aurato und Comite 8.Palatii Lateranensis , der Kayser Maximilianus aber zli seinemRath, und ertheilte ihm und seinen brüdern zugleich den Adel.Eben dieser hat auch die 106. Häuser zu Augspurg, so man dieFugaerey nennet, vor arme leuthe erbauet, und bey St. An-nen-kirche die vortrefliche capelle samt dem gantzen chor unddem künstlichen orgel-wercke, so über 160000. gülden gekom-men , gestiftet. Georgius nun ist von seiner gemahlin ReginaJmhof der gemeine stamm-vatter des noch heutiges tags blü-henden Fuggerischen geschlechts worden. Denn diese gebahrihm nebst andern kindern R aimu ndum und Apw.fl ium, welchezwey Haupt-stämme, so von ihinden nahmen bekommen, auf-gerichtet. Raimundus war ein sehr gelehrter Herr , und be-mühet« sich » die vortreflichsten antiquitäten aus Griechenland ,Sicilien und andern orten anzuschaffen. Der Kayser Caro-lus V. machte ihn , gleichwie seinen bruder An tonium , zu sei-nem Rath, und erhub ihn in den Frenherrn-stand. Er erkauftean sich die dörfer Winterbach , Dierlabingen, und andere mehr,worauf er an. 1333. gestorben, nachdem ihm seine gemahlinCarharina Thurzonia n. kinder gebohren. Von diesen hatRab annes iaco bus den Pfyrtischen äst, gleichwie sein bruderGeorgius h'en Weißhornischen aufgerichtet. IobanneSIaco-
« ahmte seinem vatter in der gelehrsamkeit nacy, unv «uchlealle weise die studien zu befördern , wie er denn auch selb-sten die geschichte des Hauses Oesterreich in Teutscher sprächebeschrieben. In der theilung mit seinen geschwistern bekamer die Grafschafft Pfyrt, die Herrschafften Altkirch und Jssen-heiin nebst der Vogtey Senheim , im Ober-Elsaß , darzu er dieschlösser Bußnang und Weinfelden , Hohenkrechen, und denschönen flecken Tauffkirchen in Bayern , durch kauf an seinHaus gebracht. Zu Augspurg bekleidete er die stelle eines Bür-germeisters, und bey Hertzog Albrechten V. in Bayern einesRaths und Cammer-Präsidenten. Erzeugte mit zwey gemah-linnen 2i. kinder, davon ihn, als er an. 1373. gestorben, 18.überlebet. Von den söhnen wurde Sigisinundus FridericuL-an. 1342. gebohren, welcher sich nachgehends in den geistli-chen stand begeben, und endlich Bischoffzu Regenspurg wor-den. Sein nächster bruder Carolus erwehlte das kriegs-lebe»,und diente dem Könige Philippo II. in Spanien . Alexander, Vi-ctor Augustus und Maximilianus folgten ihrem ältern bruderin dem geistlichen stände nach. Hingegen pflantzten Severi-nus, Alexius, Constantinus und Trajanus das geschlecht fort,und richteten besondere zweige auf, davon aber der Alexischeund Trajanische eingegangen, und von dem Severinischenblieb nur Maria Johanna übrig, welche an. 1636. den ir.jan. gebohren, und erstlich An den Freyherr« von Lösch , nachdessen tobe aber an Graf Franciscum Sebastianum von Taxisvermählt worden. ColiMitinus hatte das glück, daß er indreyen söhnen, Francisco Bennone , Constantino und Jo-hanne Friderico, eine grünende nachkommenschafft erhielte.Denn Franciscus Benno I., Graf von Kirchberg und Weis senhorn , zeugte mit Engelburga , Freyin von Fränckingen,Franciscum Bennonem I., welcher von Anna Regina, Freyinvon Hörwarth , ein vatter Maria Concordiä worden , die Fer-dinands dem jünger» Baron von Puch sich vermählte; fernerVitum Adamum, welcher an. 1637. gebohren, und sich mitMaria Catharina, Graf Johannis Friderici von Fugger toch-ter, verheurathete; und endlich Mauritium , nebst verschiede-nen töchtern. Francisci Bcnnonis 1. mittlerer bruder, Con,
stantmus, wurde an. 1604. den 10. oct. gebohren, undm,^»mit zwey gemahlinnen eilf kinder, beyderley geschlechts u!ter den söhnen ist Fridencus Ferdinandus und Carolus Con'üantmuS zu mercken. Der erstere hat an. 1S30. den 13 2 'das licht der weit erblicket, und mit seiner ersten gemch mMar.a, Francisca , Frey.n von Stein zum Rechtenstem , Anam ^ranciscam, Maxinulianam Renatam und Raimun'dum Josephum Antomum gezeuget, gleichwie sein bruder?!-rolus Constantlnus, der an. 1640. gebohren worden, vou Ma.na Concordiä , FreymvonUlm zu Erpach, ein vatter Machmrliani Constanlrn, Anlonn wurde. Johannes Friderm,«ein söhn Constanttni und bruder Franstsci Bennonis „SbConstantlnt, kam an. 1609. den 14. oct. aufdie weit, und vmahlte sich mit Maria Jacobe, Freyin von Gumpcnbera. d^'hm. an. 1643. Johannem Paris , Grafen von Kirchberg undWeissenhorn zu Zunenberg, Chur-Bayerischen Cammer-berrn.und zwey jähr hernach Adamum Constantinum gebohrenwelcher sich an. 1672. mit einer Freyin von Fräncking ver-mählet, und mit ihr, nebst andern kindern, Ferdinand,Carolum Antonium Felicem, Canomenm zu Regensvurgund Maximilianum Josephum gebohren. Raimundi anderersöhn, Georgius , ein sehr gelehrter und in den mathemati-schen wisseiifchäfften erfahrner Herr , hat, wie bereits m.dacht, den Weissenhornischen äst aufgerichtet. Er war an1317. den 21. novemb. gebohren, und vermähltesich an. 1340'mit Ursula von Lichtenstein, die ihm 14. kinder beyderleyschlechts gebohren. Unter den söhnen haben Philippus Eduar-dus, Octavianus Secundus und Antonius das geschlecht fc«.gcführet. Mlippus Ednardus, von welchem unten ausführ-lich soll gehandelt werden, wurde von seiner gemahlin, Ma ria Magdalena , Freyin von Königscck , ein vatter verschie,dener kmder, unter welchen Hugo mit Maria Juliana Vöh.lin, Alberkum Fugger, Grafen zu Kirchberg und Weissenhorn ,Herrn zu Maurstetten, Pfaffenhofen , Brandenburg , Stellen, ,cgezeuget, welchem seine erste gemahlin Maria Francifca,Graf Ottonis Henrici Fuggers von Kirchheim tochter, an.1661. den 13. nov. Franciscum Sigismundum Josephum ge.bohren, welcher sich an. 1691. mit Gräfin Maria Anna The-resia von Muggenthal vermählet, und an. ,693. vonlhreinensöhn bekommen. Alberti übrige kinder aus erster ehe sind:Paris Georgius , Graf zu Kirchberg und Weissenhorn , so an.1689. ohne erden von seiner gemahlin zu haben, gestorben;Maria Victoria; Anna Johanna Francifca, Canonißin zuBuchau; Tiberius Albertus , Ritter des Teutschen ordens;und Margaretha Elisabetha Juliana; und aus der andernehe Johannes Leopoldus Albertus, und Albertus Antonins.-Octgpianus Secundu s, Philipp! Eduardi bruder, wurde desK"tyjers Ruövlpht II. Rath, und Stadt-Pfleger zu Augspurg,und erlosch in seinem enckel Octaviano , gleichwie dessen bru.der Antonius in seinem enckel Antonio Ferdinand» Rudolpho.Ob sich nun gleich der Raimundische Haupt - stamm ziemlichausgebreitet, so hat sich dennoch der Antonische noch vielmehrvergrosscrt. Denn Antonius, Georgii anderer söhn, so an.1493. den 10. jan. gebohren worden, vermählte sich an. 1317.mit Anna, Johannis Rehlingeri von Horgaw tochter, die ihm,nebst andern kindern, Johannem, Jacobnm und Marcum ge.bohren, welche allerseits besondere linien aufgerichtet; Mar-cus, von dem die Norndorfische linie ihren Ursprung hat,wurde an. 13-9. den 14. febr. gebohren. Der Kayser Rudvl-phus II. machte ihn zu seinem Rath , und die stadt Augspurgzu ihrem Stadt-Pfleger. Er starb an. 1397., nachdem er vonseiner gemahlin Sibylla, Graf Wilhelmi von Eberstein toch-ter , ein vatter verschiedener kinder worden. Unter den lohnensind Philippus und Albertus gleich in dem ersten gliede wie-derum, erloschen; Antonius aber und Georgius haben sich et-was länger in ihren nachkommen erhalten; denn Antoniushinterließ zwey söhne, Maximilianum und Franciscum, davonder erstere an. 1669. gestorben, nachdem ihm sein söhn Ferdi-nandus Jgnatius, welchen er mit seiner gemahlin Maria Fran.cifca , Gräfin von Törring , gezeuget, bereits i» der sterblich-keil voran gegangen; Franciscus aber blieb an. 1664. bey St.Gotthard, da er in dem treffen wider die Türcken die aufsichtüber die artillerie mit grossem rühm geführet. Antonii bru,der , Keoraius , wurde an. 1360. gebohren, und hinterließ vonHelena, ForMnati Barons Madrnzzi tochter, unter andernNicolaum, so mit Juliana, des Fürsten Gundakari von Lich-tenstein tochter, keine erben erzeuget, und daher» mit seinemtobe die Marcus-Fuggerische oder Norndorfische linie beschlos,sen. Marct bruder, Johannes, richtete die Kirchhetmischelinie auf; er war an. 1331. gebohren, und starb an. 1398.,von feiner gemahlin Elisabetha Sebastiani Nothhaffl in Weis--senstein tochter, Marcum, Christophorum und Jacobum hin-terlassend. Iacobus, von dem unten mit mehrern soll ge-handelt werden, begab sich in den geistlichen stand. Marcus ,welcher zu Kirchheim eine ewige Caplaney und ein neuesklo-ster gestiftet, auch zu Augspurg die Capnciner eingeführet, unddie abgegangene Brüderschafft des Fronleichnams Christi wicdcr.um erneuert, hatte die Herrschafft Kirchheim in besitz, undhinterließ von seiner ersten gemahlin Maria, Graf Carolt vonHohenzollern tochter, unter andern Johannem, dessen söhnJohannes Eusebius Kayser.'ichcr Cammer-Prästdent z» Speverworden, und in seinem söhne Francisco Lcopoldo wiederumverblichen. Der dritte bruder, Christophorus, wurde an.
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