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mit ihm Carolum Printzen von Talmond gezeugt , welcher inder schlacht bey Marignano an. i9; i. geblieben. Sie war von«»gemeinem verstände, liebte die wistenschafften, und machteunterschiedliche dücher , starb aber endlich auf dem schlösseTouars in Poitou den;i. dec. an. i?i6. Ihre schriften sind: In-struktion des Jeunes Pucelles; Ic Temple du Saint Esprit; leVoyage du Penitent; les Contemplations de l’Ame devote fürles Mysteres de l’Incarnation & de la Paflion de Jesus-Christ.Beuchet La Croixßu Maine. Vojfius. De Coßa.Sammarthanui&c.
Gabrielle ä'Estreeo, siehe Estrees.
Gabrielle de JEsus - Maria d'ubbeville, ist eine stifte»ein bes ordens der Minimarum in Franckreich gewesen, und inihrem ersten kloster ju Abbeville den?. dec. an. i6;y. gestorben.
Gabrielli, eine von den alten adelichen familien zu Venedig .Sie hat unterschiedene Procuratores di Sän Marco gehabt, alsAndream an. 1510. Zachariam an. 19 16. und Laurentium, wel-cher in währendem Candiotischen kriege solche würde gekauft.So ist auch aus diesem geschlecht ein Bsschvff zu Bergamo an.,912. gestorben. Die Gabrielli sind Grafen von Sän Polo undvon Aviano. Amelot de la HouJJ'aye , tust. du Gouv. de Venisep. 54 ?·
Gabrielli, (Johannes Maria) ein Cardinal, war in derItaliänischen stadt Castello gebohren den 10. jan. an. 1694. Sei-ne eitern waren nicht nur geringe, sondern auch sehr arme leu-the; bannenhero er, um seinen unterhalt zu finden , sich end-lich, da er schon ziemlich zu jähren gekommen, in den orden derFeuillantiner von der reforme des heiligen Bernhardt begab.So bald er diese lebens - art ergriffen, legte er sich mit ungemei-nem fleiß auf das studium der Philosophie, Theologie, Canoni-schen Rechte, der Conciliorum , und vornemlich der Kirchen-Historie, worinnen er es so weit brachte, daß man ihn hernachin unterschiedenen klöstern zum Gebore der Novitiorum verord-nete.Wcil er neben solcher gelehrsamkeit auch einen sehr guten po-litischen verstand sehen ließ, so beförderte man ihn in seinem or-den zu unterschiedenen ämtern, bis er endlich zum General-Pro-curator, und etliche jähr hernach gar zum General desselben er-wehlt ward. Nachdem er in. dem Collegio de propaganda fidezum Praside studiorum gemacht worden, erlangte er des Fabro«ni absonderliche freundschafft, welcher ihn so nachdrücklich beyJnnocentio Xll. recommendirte, daß derselbe ihm nicht nurauftrug, des Ertz - Bifthoffs von Cambray, de la Mothe-Fene-lon, Opiniones in einer öffentlichen schrift zu erklären und zu wi-derlegen , sondern auch durch seine vernünftige und tugendhaffteaufführung zu einer solchen gewogenheit gegen ihn sich bewegenließ, daß er ihn den 14. nov. an. 1699. mit dem Cardinals - Hutbeehrte. Ausser dem oberwehnten tractat wider den Ertz - Bi-schoff von Cambray hat er auch ein buch geschrieben, worinner die werckc des Cardinals Sfondrati vertheidiget. Er starb den17. sept. an. 1711. zu Caprarola , nachdem er vorhero einige tagedaselbst an einem fieber und an stein - fchmertzen kranck gelegen.
State of the Court o/Rome , p. j 14. Mer eure hißorique.
Gabrini, (Nicolaus) von andern Nicolao di Rienzo ge-nannt, sieheLaurentio, (Nicolaus.)
Gabrinus Fundulus, schlug sich zu der partey der Caval-cabos, welches eine mächtige familie aus Cremona war, die sichnach dem tode Johannis, Hertzogs von Mayland, umS jähr1411. meister von Cremona machten. Hernach strebte er selbstnach der Ober - Herrschasst, lud bannenhero Carolum Cavalca-bos, das Haupt der familie, nebst andern neun oder zehen aufeine gasterey, ermordete daselbst alle mit einander, maßte sichalso der höchsten gewalt in dieser stadt an, lind unterließ keinegrausamkeit, um sich in seinem stände vest zu setzen. Allein Phi-lippus Visconti, Johannis bruder und Nachfolger, ließ ihn,nachdem er ihn gefangen genommen, nach Mayland fuhren,und daselbst enthaupten. Als er nun, da dieses geschehen sollte,von seinem Beicht - vatter zur busse angemahnet wurde, gab ermit einer frechen mine zur antwort, daß ihn nichts gereuete, alsallein dieses, daß er nicht Papst Johannem XXIII. und den Kay»ser Sigismundum von der spitze seines thurns herunter geschmis-sen, da er sie beyderseits einmal zu gaste gehabt. Fulgofus ,üb. IX. c. 2.
. Gaces Brule;, dem man den tituLMonseigneur gab, war«in Ritter und guter Poet seiner zeit. Er lebte an. 12,9. undwar bey Theobaldo, Könige in Navarra , sehr beliebt. Du Ver-di» Vauprhas. Du Maine , bibi. kräng.
Gachnang , ist ein dorf und Pfarr - kirche samt einem schlöß-lein in dem Thurgöw, eine halbe meile von Frauenfelden gele-gen,welches vor diesem seine eigene Edelleuthe gehabt. An. iüio.den 2v. may hat sich allhier bey einer Hochzeit zwischen Ir. He-ctor von Beroldingen, Landmann zu Ury , und etlichen Perso-nen aus der Grafschafft Kyburg , ein so grosser zanck erhoben,daß man stürm zu läuten sich genöthiget fände; dem von Bervl-dmgen gieng es sonderlich übel; er wurde ziemlich bleßirt, sei-ne capelle und Haus wurden mit ungestüme durchrennet, undder Statthalter des Landvogts im Thurgöw wurde selbsten,ohn-geachtet seines hohen tragenden characters , mit streichen undstemwürffen ungebührlich mißhandelt. Als nun die CatholischeOrte eine solche that, wie leicht zu erachten, hoch aufgenommen,ruheten sie nicht, bis bald daraufeine Tagsatzung auf Frauenfel-dcn ausgeschrieben wurde; wie säur aber dieser Handel in der er-sten hitz ausgesehen, wurde derselbige doch nach einigen zu Lu-
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crrn und Baden gehaltenen conferentzien so glücklich geschlich-tet , daß nichts als etlich weniger beulel hierüber einen kleinenichaden erlitten. Stumpf, üb. V. p. 100. b. Haller, contin. Bul.iing. chron. MSc. Üb. LXIII. Stettler , P. II. p, 449. *
* Gacon , (Franciscus) ein Französischer Poet, der sich un-ter dem nahmen le Poete sans fard durch verschiedene schriftenin der weit bekannt gemacht. Er war zu Lyon den 16. ftdr. an.1667. gebohren , studirte in seiner jugend bey den PatribusOratorii, und wurde darauf eiere in der capelle des Hertzogsvon Orleans , welche stelle er aber aus liebe zur freyheit selbstwiederum niederlegte. Nach diesem folgte er feiner Neigung zurPoesie, und schrieb insonderheit viele satyren, wodurch er sichaber viele feinde erweckte, wie ihm denn auch die Academie Fran-«joise , als sie ihm an. 1717. den preis der Poesie zugetheilet,nicht erlaubte, daß er gegen selbige sich öffentlich bedanckte, weiler zuvor fast alle ihre Mitglieder durchgezogen, und angepackethatte. Fast um eben diese zeit erlangte er auch durch den Ertzr-Bischoff Villeroi eine stelle in der Academie zu Lyon , wiewol ersich sehr wenig in deren Versammlungen eingefunden, und wardnoch letztlich an. 172;. Prior von Nötre-Game de Baillon, Nichtweit von Beaumont sur Oise, allwo er auch an. 1729. den 19.nov. mit tode abgieng. Aus seiner gesichts - bildung war nichtsungemeines abzunehmen; immittelst besaß er viel verstand, undinsonderheit ein sehr vortrefliches gedächtnrs, wobey ihm aberfast nicht möglich war, sich über ernsthafften dingen lange auf-zuhalten. Seine schriften sind : le Poete sans Fard, ou DiscoursSatyrique en Vers, worinn er den berühmten BrschoffBossuet,und andere ziemlich angestochen; daher die exemplarien zu Pa ris verboten, und er selber in verhafft gezogen worden ; Antl-Rousseau , den er an. 1712. der zu Rotterdam besorgten auflä-ge von des Rousseau Oeuvres als den dritten tomum beygefügt;Pioniere vange; und les Fables de Mr. de la Mothe trad. enVers Franqois, welche beyde Wider den Herrn Houdart de laMothe gerichtet sind ; le Secretaire du Parnasse ; eine überst«tzung von den oben desAnacreon und derSappho in FranzösischeVerse ; und Emblemes OU Devises Chretiennes . über dieseshat er auch als Secretarius des sogenannten Regiment de laCalotte viele schertzhaffte Brevets vor die Personen, so in dassel-be aufgenommen worden, ausgefertiget, davon ein theil in denMemoires pour servir a l’Histoire de la Calotte anzutreffen.Niceron , memoir. tom. XXXVIII. Titon du Titlet , Parnafs«Franqois.
Giad, scheint bey den Syrern und Chaldäern eine gewissegottheit des guten glücks, ober zum wenigsten ein stern vomglücklichen einflusse gewesen zu seyn. Lea hat bey der geburt ih-res sohns von der Silva geruffen Ba - Gab oder Be - Gab, dar-aus einige gar Baal - Gab gemacht, und sind viel ausleger inden gedancken, daß sie sich damit nach der bey den abergläubi-schen völckern gebräuchlichen anruffung dieser gottheit gerichtet.
Seldenus, de diis Syrissynt. I. c. 1. Kircherus , Oedip. iEgypt.
/ war der nähme des siebenden sohns, den Jacob mitSilpa , der Leamagd, gezenget, welcher A. M. 2196. A. C. 1788.gebohren, und dessen stamm in der wüsten Sinai auf 49690.Personen, die geschickt waren ins Heer zu ziehen, gerechnet wur-de. Weil dieser stamm einer von denen war, so das meiste viehhatten , so erhielt er von Mose sein erbthcil in der gegend derKönigreiche der Amoriter und Sihons des Königs zu'Hcsbonjenseit des Jordan-, von dem meere TrbcriaS, bis an das Todtemeer, allwo 28. städte waren, und unter denselben das König-liche Rabba. Genes. XXX. XXXV. Num. I. & XXXIII. J„sXIII. Salianut. Tornieü. ad an. 2287. 2991.
Gad, war der nähme eines Propheten zu König David-zeiten A. M. 2998. A. C. 1026. zu welchem er von GOtt gesandtwurde, als derselbige das volck hatte zehlen lassen. Desgleichenwar er auch einer von den dreyen, welche die Historie von Da-vids thaten verfertigten. 1. Sam. XXII. 2. Sam. XXIV. 1. ChroniIII. BeOarm. de script. eccl.
* (8ad, (Cilla) ein gelehrtes Frauenzimmer aus Bergenin Norwegen , lebte an. 1708. auf der Universität zu Coppcnha-gen, und war wegen ihrer besondern gelehrsamkeit bey allen be-liebt und berühmt. Sonderlich war sie in der Lateinischen Poe-sie sehr geübt, davon sie auch einige proben zu Coppenhagen dru-cken lassen. Sie wollte einsmals in einer disputation opponiren,es gieng aber nicht vor sich. Thura , Gynaec. Danise ütterat.
p. 6?.
Gadara, oder Gadaris, nach heutiger benennung Gad.di genannt, war eine alte stadt im gelobten lande im stammeManasse, jenseit des Jordans, auf einem berge nahe bey demflusse Gadara, wo selbiger in den see Genezareth fällt, welcherzu Hieronymi zeiten wegen der bäder berühmt war. Auf demselbe um die stadt war zu einer gewissen zeit eine heerde schweine,welche von den teufeln, so in den besessenen gewesen waren, aufZulassung Christi, in das meer gesturtzct wurden. Worbey zumercken ist, daß der see Genezareth , welcher sonst das meer Ti-berias und das Galiläische meer genennet wird, auch bisweilender see Gadara heisset; wiewol einige ausleger den see Gadaravon dem Galiläischen meere gantz unterscheiden wollen, denenaber alle Geograph! und Hieronymus sehr widersprechen. Auchist zu mercken, daß diese stadt Gadara eine Griechisiche stadt war,deren sich die Jüden mit gewalt bcmeistert, ja sie gar verstörethatten, welche aber Pompejus seinem freygelaffenen Demetrio
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