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(Tüte augenfchein, daß Galatinus gantz und gar den Porchet, des.stn buch, Vidoria adversus Jvdseos , an. i; 20. zu Genua ge-druckt, ausgeschrieben habe. Wiewo! auch Porchet selbst dasftinige aus des Raymundi Martin» Pugione Fidei genommen
hat. Sixt. Senenf. Pojfevinus , in apparatu sacro. Mir aus.PFaddmgus. Carl Wright , pries. not. in Genes . *
Galatrezza, der auch unter dem nahmen Petrus Garziadi Galarza bekannt ist, war ein Spanier , gebürtig von Bonilla,einem städtlein bey Cuenca in Neu«Castilicn. Er studirte zuSiguenza , und nachmals zu Salamanca , allwo er die Philoso-phie lehrte, und in Nodorem promovirte. Daraufwurde erLanoniLus oder 8ebolastieu8 der kirche zu Murcia , folgends aberernannte ihn Philippus II. zum Bischoffe von Coria in Estrema»dura. Seine vornehrnsten bücher sind: Evangelien Instit. undde Clausura Monialium. Er starb den I4.MÜY an.iüoü. AntoniusSc. Scbottus , bibl. Mir aus , de script. saec. XVI.
* Galaveys, Africanische völcker, und Unterthanen dersogenannten Quojas; sie wohnen um den Ursprung des flussesMavah herum, ;o. oder 40. stunden von der see - kuste, vor ei-nem grossen »valde, welcher sich bey zehrn tag - reisen in die län»gc erstrecken soll. Sie heissen sich felbstcn Galaveys, nach ei.nem gewissen Galas, von welchem sie entsprungen sind. Die-ser Galas wurde aus seinem lande von den benachbarten völ«ckcrn Hondo verjagt, daher ward er mit den seinigen genölhi-get, sich flüchtig zu machen, und liesse sich in dem lande Veysnieder, so daß dieses land, welches diese zwey völcker also miteinander bewohnet haben , nach der Hand ist Galaveys genen-net worden. Jenseits des gemeldten grossen Waldes, ohnfernden grentzen Hondo und Manoe, wohnen, die GalaS » welcheunter einem Statthalter stehen, den der König Manovey dahinschicket. De la Croix , bist. d’Afriq. tom. II. Tbom. Corneille ,Dich Geogr.
Galaup, eine alte familie, welche ihren Ursprung aus demKönigreiche Neapolis hat, von bannen sie sich in dem XIV. fe-culo, im währenden kriege der Königin Johanna I. nach Franck-reich gewendet, und in Guienne niedergelassen. Antonius vonGalaup I. war Capitain unter dem Marschall de Thermes, kaman. 14??. mit seinen trouppen in Provence , und heirrathete inder stadt Air aus einer adelichen familie Mariam Desandreas.Er schrieb eine Historie seiner zeit, nebst einem kurven begriff vonder Historie Franckreichs bis auf Ludwig XII . Er starb den 9.jul. an. i;;o. und ließ einen einigen söhn hinter sich, AntoniumII. welcher eben wie sein vatter sowol zum kriege als zum studi-ren lust hatte. Er machte verse, welche nach der beschaffenheitseiner zeiten nicht ungeschickt waren. Er hatte sich ein stück lan-des von Chateuil erworben, und König Carl gab ihm die Hcrr-schafft des schlosses. Dieses Antonii anderer söhn, Ludwig, isteiner von den gelehrtesten seiner zeit gewesen, und hat die Psal-men in verse gebracht, so zu Paris unter dem titul: la PenitenccRoyale, an. i;y;. gedruckt worden. Er hat auch unter demtitul: des Amours d’Apollon & de Cassandre, eine genealogi-sche Historie von Savoyen in Versen gemacht. Er that dem Staatgute dienste in »vährendem kriege der Ligisten, und starb an. rzyz.im 40. jähre seines alters. Johann von Galaup, Herr vonChateuil, General - Procurator der Rechnungs - Steuer - undReut - Cammer in Provence , verstund das Jus Civile und Ca-nonicum nebst den sprachen, i nd hatte sich eine grosse wissen,schaffl der antiquität zuwege gebracht, daß ihn auch die gelehrte-sten zu rathe zogen, absonderlich bey infcriptionen und alten Me-daillen. Er war beredt, machte gute verse, und gute inscriptio-nes. Er starb an. 1646. Unter seinen söhnen hat Franciscus,Ritter von Chateuil, Major des regimentö de la Croix Manebevon Savoyen, gute verse und ungebundene reden gemacht, auchden Petronium, ohne Nachtheil seiner annehmlichkeit, übersetzt.Er starb zu Vercelli an. 1678. Hubertus, General-Advocat beydem Parlemente von Provence , wurde im 19. jähre seines al,ters General - Proeurawr bey der Rechnungs-Cammer, wie seinvatter gewesen war. Er verwaltete auch das amt eines General-Advvcaten bey dem Parlemente mit grosser geschicklichkeit, undwird auch wegen seiner gelehrsamkeit gerühmt. Fauchet, ant. deFrance. Noßradamus , histoir. de Prov. Gaffersdus , vit. Peirese.De Cojie , elog, de Dauph. Guesitay , bist. de Marseille . Bauche ,histoir. de Provence. Fitton , bist. d’Aix. Meynier , de la guerrecivile de Prov. Bejjon , Syrie sainte. Philippus de S. Trinitate ,myst. Theol. sensus. Marchety & Augery , vie de Franq. de Ga-laup. Sammarthanus. Malherbe. Colomby , &c.
Galaup de Chateuil, (Franciscus) ein söhn Ludovici,Herrn von Chateuil, gebühren zu Air den iq. aug. i$88. warDodor Juris, und in der Philosophie wohl grübet. Er verstundauch die Hebräische spräche,»ngleichen dieMathematic undAstro-logie, doch ließ er hernach alle andere wissenschafften fahren, undlegte sich auf die Theologie und erkenntnis der heiligen Schrift.Darauf begab er sich mit Nicolao Claudio Fabritio von Peiresc ,seinem fteunde, aufs land, und machte daselbst über den Pen-tateuchum Samaritanum, welchen Theophilus Minutius, ord.Mmimorum, aus Orient mitgebracht, sehr gelehrte anmerckun-gen. Dieselben schickte »nan dem Gabriel Sionita , daß sie mitin die Polyglotta eingerückt würden; allein, weil die bücher Mo-st°> tchvn gedruckt waren, konnte solches nicht geschehen. End-lich entschloß er sich, auf dem berge Libanon ein einsames buß-Hirttges leben zu führen, und reisete an. x6;i. mit dem Ambas,ftvvr Mr.de Marcheville nach Constantinvpel, aüwo er sich mitHistor. Lenktm lll. Theil.
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den besten Rabbinen und gelehrtesten leuthen unterredete, unddarauf nach Said, von dar aber nach dem berge Libano gieng.Er war den Maroniten so angenehm, daß, als ihr Patriarche,
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strengeres leben'. Er starb den 15. may an. 1 644. Sein lebenhat Augery, unter dem nahmen Provencal solitaire , ingleichenMarchety, ein Priester von Marseille , beschrieben.
* Galaure, lat. Galaber, ein kleiner fluß in Dauphine inFranckreich, der sich nahe bey Andante gegen lüden in die Rho ne ergeußt.
Galba , (ScrviuS Sulpitius) ein Römischer Kayfer, warauö dekssberühinlen geschlechtc der 8 ulpitiorum, und kam zu derKavserlichen würde, nachdem das geschlecht der Cadarum mitbetn Nervne ausgegangen. Denn nachdem Nero sich bey allensehr verhaßt gemacht, und die soldaten selbst an unterschiedene»orten rebeüirten, wurde Galba von ihnen in Spanien zum Kay»ser aufqewvrffen, da er schon 7;. jähr alt war. Es war ihmdurch unterschiedene zeichen zuvor angedeutet, daß er wurdeKamer werden, und soll Augustus selbst, da Galba noch ei»knabe gewesen, zu ihm gesagt haben: er wurde dermaleinst dieKayserlichc würde erhalten; wiewol alle andere Römische ge«schicht - schreiber, ausser Suetonio, diese rede dem Kayser Ti-berio zuschreiben, und zwar in einer zeit, da Galba schon et-was mehr bey jähren war, welches in der that auch viel wahr.scheinlicher ist. Unter andern, da ihm einsmals eben derglei-chen angedeutet wurde, daß cr, wiewol bey hohem alter, zndieser Hoheit gelangen wurde, antwortete er: das wird gesche-hen , wenn ein maul - esel gebühren wird. Da nun dergleichenaeburt eben zu der zeit erfolgte, als sich die soldaten wider Nero. nem empörten, ließ sich Galba dadurch am meisten anfrischen,sich des Reichs anzunehmen, wiewol er solches mit grosserm ver-änügen der Unterthanen und soldaten erlangte, als verwaltete.Borherv hatte er unterschiedene ehren - stellen in dem RömischenReiche bekleidet, und wurde von dem Kayser Caligula an stattdes Lentuli Gntulici in Gallien geschickt, die Römische armee zucommandiren. Er verwaltete auch Africam 2. jähr als Procon-sul, und legte unterschiedene proben seiner tapferkeit, jönderlichauch einer grossen ernsthafftigkeit in Wiederherstellung der zerfalle,nen kriegs-zucht ab , worinn er auch den soldaten beständigmit seinem ercmpel vorgegangen. Wie ihm dann wegen seinenin Aftica und vorhero in Gallien wider die einfallende Teutschenausgerichteten thaten, nach der unter den Kayser» üblichen mwohnheit die ornamenta triumphaha , oder zlerrakhen undmerckmahle des triumphs zuerkannt worden. Nach diesem hielter sich sehr eingezogen, bis man ihm die administration von Hi-soania Tarraconenfi auftrug, wobey er letztlich der fache sichnicht sonderlich annahm, damit er sich, w,e einige meynen, beydem Nervne nicht möchte verdächtlß machen. Im übrigen,nachdem er zur regierung gelanget, führte er sich zwar in etlichenstücken als ern löblicher Kayser auf, versähe eS aber darin», daßer stets drey Personen um sich hatte, von welchen er sich gantzremeren ließ, nrmlich T. Vinium, Cornelium Laconem undseinen frrygelassenen Jcelum. Diese mißbrauchten die authori-tät des Kaysers zu allem demjenigen, worzu sie ihre bosheit undlist antrieb. Er machte sich auch durch seinen allzugrossen geitzsebr verhaßt, und wollte den soldaten das von den Officirernihnen versprochene geschencke, da sie ihm abwesend gehuldigthatten, nicht geben'. Da dieses die soldaten vernahmen, em-vörte sich zuerst die armee, welche in Ober - Teutschland stund,mit weichem nahmen man dazumal die gegend am Ober,Rhein , wiewol zu Gallien gehörend, und auf der lincken feitedieses stroms liegend, benennete, schickte eine Gesandtschafft andie leib - garde, und ließ selbiger wissen, sie möchten keinensolchen Kayser haben, der in Svanien wäre erwehlet worden;sie sollten einen andern erwehlen, welcher allen armem anstän.dia wäre. Galba , da er dieses erfuhr^ hielt dafür, daß er wegenseines alters, und weil er keine linder hatte, verachtet wäre, nahmalso Pisonem Frugt Licinianum zu seinem söhne an, und führtedenseldigen ins lager der Pnetorianorum oder Kayserllchen leib,wacht ·' wodurch er aber nichts weiter ausrichtete, als daß M.Salviüs Otto, der schon längst nach dem Reiche gestrebet, abersich immittelst mit der Hoffnung geschmeichelt hatte, daß Galbaibn zum Nachfolger im Reiche bestimmen werde, daskenige zuvollziehen suchte, was er im sinne hakte. Dieser nun wiegeltedie Prletorianos wider den Kayser auf j welcher auf ein falschesaerüchte, als wenn Otto getödtet wäre, sich zu ihnen begab,aber von einigen alsobald angegriffen und ermordet wurde, oh.ne daß von den gegenwärtigen sich jemand seiner angenommenhätte Dieses geschahe an. 69. im i\. >ahre seines alters, da ernur 6. monat regieret hatte. Suetomus. Plutarcbus. Tadtus,lib V histor. Dio. Aurelius Vtnor, de Cselar. Henricus Sa -vilius ', deNeronis excessu & Galb* Princip. *
* (Kalbst, war ein König der Sueßionen, einer Belgischennation, Teutscherankunst, zu Julii Cäsariszeiten. Erwirbals ein sehr kluger und gerechtigkett liebender Herr beschrieben»weswegen ihm auch die sämtlichen Belgier bey dem A. ü 697.wider den Cäsar errichteten bunde die oberste Feldherrr- stelleauftrugen ; dagegen Galba allein vor seinen antheil zoooo.mann Sueßionische kriegö - völcker zu diesem kriege n»der dt«Römer inS feld zu stellen verfpmch. Cafar aber giem >bm ge«