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ein zänckischeS und Pvaleristhes gemüth beylegen. Seine stensind zu Basel an. i<n8. in V. tomis bey Cratandro, so
Seine fthrif,
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in VII. tomis an. ιό2<;. zu Venedig , und letztlich zu Paris inI;. vol. in fol. zusammen gedruckt worden. Charterius , in vi-ta Galeni operibus praemissa. Job. Martin. Eußachiut , in vitaGaleni. Labbi, elogium Chronolog. Galeni. Linden. bibl.Med.Jonsius , de script. hist. Phil. lib. III. c. u. LtClerc , bist. dela Medecine liv. III. ch. i. *
Galenus , oder Galten, (Matthäus) Probst zu St. Am«,ti von Douay und Cantzler der Universität in dieser stadt, wargebürtig von Westcapel, einet kleinen stadt auf der insul Wal«chern in Seeland. Er studirle zu Gent, und nachdem er Bac-calaureus worden, predigte und lehrte er die Theologie mit gros-sem zulauffe. Hernach da er den gradum eines Licentiati ange,nommen, folgete er auf der Universität zu Dillingen dem Wil-helme Ltndano. Drey jähr hernach empfieng er den Doctor-Hut, und vermehrte den rühm dieser Academie, welche kurtzzuvor aufgerichtet war. Auf recommendation des volcks zuDouay verliehe ihm der König in Spanien die Probstey St.Petri, und hernach die Probstey St. Amati, ja auch die wür-de eines Cantzlers dieser neuen Academie. Er schrieb einenCommentarium de Christiano & Catholico Sacerdote ; deOriginibus Monasticis; de Mssfe Sacrificio; de Saeculi nostriChoreis, &c. Er edirte noch an. r^ü;. das leben des heiligenDionysii, welches Hilduin gemacht hatte , nebst einigen andernstücken, und starb an. I57Z. Siveert. Ath. Beig. Andr. bibl.Mirans, de script. saec. XVI. Freber.
Galeota, so unter dem nahmen Fabius Capicius Galeo-la bekannt ist, ein berühmter Rechtsgelehrtcr, war aus ei-ner der edelsten familien in Neapolis entsprossen. Er kamunter Philippo IV. Könige in Spanien , nach Madrid , undwurde daselbst Regent des grossen Raths von Italien , gicngaber nachgehends wieder nach Neapolis , und starb daselbst an.1 645 . Er hat Controversias Juris und Responsa Fiscalia hinter-lassen. Lorcn20 CrajJ'o.
GALEOTiE, sind gewisse leuthe in Sicilien gewesen, wel«che sich der kunst zu weissagen beflissen. Bochartus führetdiesen nahmen von dem Syrischen Worte Gala her , welches soviel heisset , als offenbaren. Die Mythologi, welche diesen Ur-sprung nicht gewußt, haben ihre zuffucht zur fabel genommen,und vorgegeben, der nähme habe seinen Ursprung von einemgewissen Galeote, einem söhne des Apollinis und der Themiste,deren Stephanus Byzantinus gedencket. Man sagt, daß dieseWahrsager die stadt Telmessus in Lycia , auf einrathen des Ora-culi erbauet. Cicero , lib. de divin. AElian. lib. XII. c. 46.
Galeoli , (Albertus) aus Parma , ein berühmter Jurist,und Professor Juris Canonici. Er lebte um das jähr 1240.lind soll gegen an. 128;. gestorben seyn. Unter feinen sthriftten befindet sich Margarita Quaestionum , und ein buch Decla-rationum. Arrigi , hist. di Parma. Forßerus, hist. Juris Rom.lib. III. c. 18· Fichard. Alberti, Ital.
Galeolo , (Raphael) siehe Riario.
Galeolla, (Iacobus) ein Neapolitaner , aus der familiederer von Capece, war ein berühmter General in dem XV. fe.culo. In den kriegen, welche Renatus von Anjou, und dessensöhn Johannes, mit den Königen von Aragonien , wegen desKönigreichs Neapolis, führten, hielt er es mit der ersten partey,und erwies sich sehr tapfer. Nachmals gieng er mit dem er-wehnten Johanne in Franckreich, und commandirte eine ziem-liche anzahl Italiänischer trouppen zu pftrde wider König Lu-dovicum XI. zum besten des bundmsses, welches la Gigue dudien public genennet ward. Nach Johannis todc diente er dessen söhne, Nicolao , und nachdem auch dieser gestorben , trater in kriegs-dienste bey Carolo dem kühnen, Hertzoge von Bur gund , welchem er in seinen vielfältigen expeditione» getreulichbeystund, bis endlich derselbe an. 1477. in der unglücklichenschlacht bey Nancy getödtet ward. Nach diesem gab ihm derKönig von Franckreich, Carolus VIII. eine stelle unter seinenGeneralen. Da er nun den 28. jul. an. 1488. sich in derschlacht befand, welche den trouppen des Hertzogs von Breta gne , Francisci ll. bey St. Aubin geliefert ward, half er zwareinen völligen sieg beftchten, verlohr aber selbst sein leben, undward zu Angers in der capelle der Printzen von Anjou begra-ben. Caprioio , ritratti di cento Capit, illustri p. 9. Mezeray,hist. de France tom. II. p. 767.
Galeotus, (Martius) gebürtig von Narni in Umbrien ,soll anfangs zu Bononien von an. 1462. bis 1477. gelehret ha,den. Nachdem er in Ungarn gegangen, ist er Matthiä Corvi-ni Secretarius , auch über die auferziehung seines sohnes gesetzet,und Bibliothecarius zu Ofen worden. Er schrieb de jocose di-ctis & factis Matthias Corvini. Nach dem soll er nach des Pie-rii Valeriani erzehlung von Ludovico XI. in Franckreich seyn be-ruffen worden , da er aber alldort dem Könige aus Lyon her-aus reutende unvermuthet begegnet, als er gleich in die stadt Hin din wollte, und dahero eilete, von dem pftrde geschwinde her-ab zu steigen, weil er ein sehr schwerer und fetter mann war,auf den köpf gefallen, und an. 1478. an dem empfangenenschaden gestorben seyn. Worgegen jedoch Paulus Jovius undScardeonius melden, er wäre vor grosser fettigkeit ersticket,Und zwar nicht zu Lyon , sondern in Italien zu Monte Amanounfern Este. Er hat auch einen tractat de Homine interiore &
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Corpore ejus hinterlassen t darinnen sich einige irrige nieynun.gen befinden sollen. Auft wenigste hat man ihn selbiger beschul,dtget, und deswegen zu Venedig veste gesetzet, da er denn einenwiderruf thun muffen , und glaubet man, daß er so leicht nicktwurde losgekommen seyn, wenn nicht Papst Sixtus IV. sein d.ftipul gewesen wäre, und sich seiner angenommen hätte, jl
vius , elog. doct, c. 44. Alberti , Ital. Valerianus , de lit infelVojjtus , de Hist . Lat. Scard, de reb, Patav. *
* Galeotus, ,(Stephanus) ein enckel Martii Galevti, ausMontagnana gebürtig, war ein berühmter Medicus und Ora.tor im XVL sieculo. Er hat zu Padua die Humaniora mitgrossem rühm gelehret, ist aber in seinen besten jähren gestor-ben , nachdem er viele orationes gehalten, darunter injonder,heit diejenige ästimiret wird, so er im nahmen der philosophi-schen Facultät vor dem Cardinal von Pisa , Francisco, als erzu besitznehmung seines Bißthums zu Padua in diese stadt kam,abgeleget. Scardeonius , de dar. Patav. II. p. 24;.
* Galera, ein flecken im Patrimonio Petri am fluß Aro«ne zwischen Bracciano und Rom . Unwerfai-Lexictm.
* Galera , (Puma della) lat. Promontorium Triremis , einvorgebürge auf der insul Mindano, einer von den Philippini-schen. Üniversal-Lexicon.
* Galerato, Gallara, Gallarato, lat. Galeratum oderGallorum Area, eine ziemlich grosse stadt im HertzvgthumMayland , 8. weilen von der stadt Mayland, an der grentzeder Grafschafft Angheria, nicht weit von Sesto gegen osten.Der König in Spanien Philippus II. schenckte sie Jacobe Han.nibali, Grafen von Hohenembs, welche familie sie auch noch
bis jetzo besitzet. Universal-Lexicon.
Galerius , (Valerius Maximianus) mit denn zu nahmenArmentarius , war in dem sogenannten Dacia Ripenfi , un-fern Sardica gebohren. Nachdem er von dem Kayser Dio.cletiano neben Constantio Chloro zum C-esar gemacht worden,verstieß er sein erstes eheweib, und heurathete Valeriam,des Kaysers tochter. Er führte erstlich für Diocletianumkrieg ums jähr 294. wider die Gothen und Sarmatier, wo.durch er insonderheit die Carpos zwang, sich unter die Römi-sche botmäßigkeit zu begeben. Als er in einer schlacht widerden König von Persien , mit nahmen Narses, gar schlechtstück gehabt, wurde er von Diocletiano zu Antiochia sehraltsinnig bewillkommet. Dieses Unglück rechte ihn an, daßer neue trouppen warb, womit er seinen feind schlug, dessel-ben weib und kinder gefangen bekam» den Königlichen schätzraubte, und ihn aus gantz Mesopotamien , auch nochan.dern provintzen mehr, jenseit des flusses Tigris, vertrieb. Nach-dem Diocletianus und Maximianus an. 304- die regierungübergeben, theilten Galerius und Chlorus das Reich unter sich.Als er nun für sich allein Kayser war, übte er seinen alten haßwider die Christen mit desto mehr grausamkeit aus, wozu ihnsonderlich seine Mutter heftig soll angestiftet haben. Mittler,weile machte er Severum und Maximinum, seiner schwcstersöhn , zu Cassaribus, und suchte seinen anschlag, de» er aufConstantini antheil hatte, auszuführen. Nachdem aber Se-verus von Maxentio getödtet worden, setzte er Licinium andessen stelle, und war willens Maxentium zu bekriegen , der»gestalt, daß er sich auch stellete, ob achtete ers nicht, daßConstantinus sich in der stille von ihm weggemacht, und wi,der seinen willen die regiernng angmommen hatte. Alleinda brachte ihm hingegen Maximinus grössere Hindernis, wel»chen es schmertzte, daß man mit vorbeygehung seiner, derwürcklich Caesar war, den Licinium zum Augusto ernennet hät-te. Dahero er dann dem Galerio auf alle weise so viele Hin-dernisse machte, daß er endlich gezwungen, sowol ihm, alsauch Constantino diese höchste würde mittheilen muste. Mitdiesem allen nahm sein ansehen nothwendiger weise sehr ab,wie er auch nichts wichtiges ferner mehr verrichtete, bis er an.zu. im may an einem geschwüre, worinnen würmer wuchsen,und welches einen gräßlichen gestanck von sich gab, starb, alser 7. jähr nach seines schwieger - vatters addanckung regierethatte. Eutropius , üb. IX. Orofius , lib. VII. Ammtan. Mar-cell. lib. XVI. EuJ'eb. lib. VIII. Zofim. lib. II. Socrat. lib. ITbeod. lib. V. Last. de mort. pers. *
Gales, (Johannes de) Galois, Gaules, Galenfis oderGäulen, ein Engelländer, war ein Barfüßer - Mönch undDoctor zu Paris , allwo er an. 1276. prvfitirte, und mit stt-ner wissenschafft sich den zunahmen Arbor Vitae erwarb. Mausagt, er habe in 20. vol. unterschtedliche philosophische undtheologische wercke über den Magistrum Sententiarum, überApocalypsin, &c. verfertiget. Pitseus , de script. Anal. Wod.dingus , in annal. & biblioth. Minor. Du Maine, bibl. Franq.
Gales, Galois, (Johannes) ein alter Französischer Por-te, lebte an. 1260. und war von Aubepierre gebürtig, f«*-chet, des anciens Poet. Franq. La Croix du Mähte, bibl. Franq.
* Galtst, ein edles geschlecht, welches sich von undenckli-chen jähren her zu Final aufgehalten, und daselbst du vor-nehmsten bedienungen bekleidet hat. Es stammet eigentlich ausSicilien her, und ist beständig dem Hause Oesterreich getreuverblieben. In ansehung dessen ertheilte der Kayser CarolusVI. Carolo von Galesi, welcher bey dem Marquis de Pri-sowol im Haag, als zu Rom Gesandtschassts-Secretanus ge-wesen, nicht nur an. 17-8. den titul eines Kavstrl. Seaetam ,