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von ihm, als: daß er von der braut des Königs in AustrastenSigederti den teufet ausgetrieben, und anders mehr. Guiüs-mawius , de rebus Helvetior. IV. i. n. 9. seqq. GtUMpf.Schweitzer-chronick, P. II. üb. V. p. 10. Gobelin. Person«,Cosmodrom. apud Meibom. script. rerum Germ. tom. I.p. 226. Engelbus. chronic. apud Leibnitz. script. rerumGerm. tom. II. p. 1052. Crußm , Schwäbisch , thron. P. I.Üb. IX. c. 9. p. 214. üb. X. c. 4. p. 229. seqq.
* Gallus, < Herennius) ein Römischer Feldherr, welcherdie erste legion commandirt, und bey Bonn wider die Bata-vier gestritten, da er aber unglücklich war, und von den Ba»laviern aufs Haupt geschlagen wurde. Tatim , bist. V. 20.Eben dieses unglück begegnete ihm auch bey Gelduba , da erein auf dem Rhein ankommendes getreyde-schiff beschützen woll-te. Denn weil es die Teutschen an daS jenseitige ufer, wel-ches sie inne hatten, ziehen wollten, schickte er einige mann-schafft ab, welche das schiff beschützen sollten. Allein, da dieanzahl der nach dem ufer hinzulauffenden Teutschen sich ge-mehret halle, schickte Gallus immer einen succurs nach demandern, da es denn endlich zu einem Handgemenge kam, inwelchem Gallus den kürtzern zog. Die Römischen soldatenMassen alle schuld dem Gallo bey, und beschuldigten ihn, daß erein heimlich Verständnis mit den Teutschen hätte, ja sie warenso erbittert , daß sie ihn mit gewalt aus seinem zelte zogen,ihm die kleider vom leibe rissen, und mit harten schlügen tra-ctirten, damit er gestehen solle, wie viel er geld von den Teut-schen genommen, und wer um diese verrätherey wiffenschaffthabe ? Da denn Ggllus den Hordeonium vor den Urheberangab. Tacitw , bitt. IV. 29. von Bünaus TeutscheReichs-historie, P. I. üb. I. p. 269.
* Gallus, ( Io.) aus Erfurt gebürtig, trat an. 1994. seineAcad. studicn daselbst an. Nachmals an. 15*7. wurde er ßacca-laureus, unt> an. 1999. Magister. Hierauf wurde er an. 1963.nach Weimar ins Predig-amt bernffen, und scheinet fast, daßes im vatterlande mit seiner beförderung etwas schwer haltenwollen. An. 1567. ward er Pastor daselbst bey den Regulern,auch qn. 1569. den 18. vct. zum Rectore Univerlitatis erweh-hti welche wähl unterschiedene Unruhen verursachet. Er warPastor Nonarius , und ferner nach dem tvde Aurifabers an.1379. Professor der Augspurgischen Confeßivn , wie auch desMinisterii Senior, dahero er an. 1577. zu Jena pro Licentiain der Theologie disputirte, und einige jähre darauf auch dievoötor-würde darinnen erhielte. Zwar waren nicht alle seineConfratres mit ihm zufrieden , sonderlich wollte Melchior Wed-mann, Pastor zum Kaufmännern, der vorher Superintendentin Gotha gewesen war, nicht unter ihm stehen; weil nun aus-ser dem noch andere mißheiligkeiren und streite unter den glie-dern des Ministerii sich hatten spüren lassen, so wollte derRath allem fernern zu besorgenden unheil bey zciren vorbauen,und richtete also an. 1380. die sogenannte Formulam Paciftca-tionis auf, worinnen unter andern Gallus in dem Seniorataufs neue bestätiget wurde. An. 1986. berief man ihn als Pa-stor an die Prediger - kirche, welches er aber eine gar kurtzezeit verwaltete. Er starb den 17. ober 27. jun. an. 1937.und hatte sich zweymal verehelichet : Das erste mal mitWalpurgis Macken , das zweyte mal mit Eatharina Fömelia.Die schrtften sind folgende gewesen : Intimationum Liber,1971. in 8. Hymnorum Liber, Erfurt 1978. in 8. PietatisChristian* Enchiridion Poeticum , Erfurt 1578. in 8. Doctri-n* de Coena Domini fimplex Methodus, loco Confeffionis edi-ta, Erfurt 1578. in 8. Erklärung von dem Hochwürdigen Sa-kramente des wahren leibs und bluls Christi, samt erklärungetticher nothwendigen fragen, Erfurt 1473. in 8. welche fchriftSprocovius inö Lateinische übersetzt; Zvtosis , h. e. Enarra-tio brevis Ps. XVI. ib. 1980. in 4. Carmina, ib. in 4. Sagst-tarius, progr. funebr. MotschmaNNS Erford. litt. III. 2.n. 32. p. 412. seqq. suppl. p. 977. Oiear. syntagm. rer.Thuring. tom. II. p. 24. seqq.
* Gallus, (Laurentius) ei» gelehrter Dominicaner von sei-nem vatterlande zugenannt, dessen zwar von keinem einzigenscriptore gedacht wird, der aber doch in grossem ansehen gestan-den. Er fiorirte ums jähr 1232. und war Königs Philippi III. inFranckreich Beicht-vatter, wie auch einer von dessen brubers,Petri, Grafen von Alenqon, Testaments-Erecutvrn. Er hatauf Königl. defehl ein buch geschrieben, welches überaus wohlaufgenommen worden , und in den zwey folgenden feculis,sonderlich am Hofe bey den Grossen sehr beliebt und im ge-brauch gewesen , es führte den titul : Livre des Vices & desVertus, insgemein aber wurde es nur la Somme le Roi ge-nannt. Man hat es in viele sprachen übersetzt, auch befindetsich dasselbe, doch ohne beysetzung des iahrs, zu Paris in 4. beyAnt. Berard. gedruckt, welcher von an. 148°. bis 1904. flori.tet hat. Echard , bibl. Domin. tom. I. p. 3 86.
Gallutius, (Angelas) gebürtig von Macerata in Italien ,trat an. 1606. in die Societät JEsu, und war seiner verse undberedlsamkeit wegen sehr beliebt,wie er denn die Rhetoric zu Rom 24. jähr lang gelehrt hat. Er war über 80. jähr alt, als er den28. febr. an. 1674. starb,, und hat eine Historie von dem Nie-derländischen kriege von an. 199z. bis zum stillstände an. 1609.wie auch einige Orationes geschrieben. Bayle.
scher Aströrtomüs in dem XVI. feculo, hat ein besonderes mstrument erfunden, die himmlischen ph*nomena Desto besser-»observiren, auch verschiedene astronomische und mebicimsrfleschritten hinterlassen. Er ist einer von den Academicis VerSgewesen. Bayle. neas
Gallutius, (Tarquinius ) war an. 1974. gebohren, undtr" an. - 99 °. zu Rom in die Societät JEsu. Nachdem er da.selbst die Rhetoricm die 10. ,ahr, und die Moral 4. iabraelebr.starb er allda in dein Griechischen Goliegio, wovon er iz labeDirector gewesen. Seine schuften sind Leich-Sermones und an.derc reden, 2. vol. Vindtcationes Virgilian*; Lommemariitres de Comcedia, Tragoedia & Elegia. Jugemem des Suvmde l’art poetique an. 1706. Sormel, bibl. S. J. Bayle.
Gallway, siehe Galloway.
* Galope, oder Gulpe, ein kleiner fluß in den Niederlan-den. Er durchläuft das Hertzogkhum Limburg um Sl. Croirherum , und fället hernach in den fluß Geul bey nahem einemeile über Fauquemont. Mxty , Dict.
* Galowkin, ein berühmtes Gräfliches geschlecht in Ruß ,land. Iwan Semenowitz Galowkin war ein naher anverwanb-ter der Ezaarin Nataliä, des Rußischen Kaysers Petri I. inul-ter, und stund bey diesem Monarchen in solchem ansehendaß derselbe ihn mit seinem gantzen hause in den Rußischen Gra.fen-stand erhub, worauf ihn auch der Kayser Josephus mitder würde eines Grafen des H. R. Reichs beehrte. Semsöhn Gabriel Jwanowttz , Graf von Galowkin, so an. 1660,im mertz gebohren, wurde an. 1684. Cammer-Herr, und thatsich auch rm kriege hervor, wie er denn an. 1704. den Schwe den einige schiffe nahm, und davor den Ritter-orden St. An-drea empfieng ; nach der schlacht bey Pultawa ernennele ihnPetrus I. zum Groß-Cantzler, der König von Polen AuguswsII. aber ertheilte ihm den orden des weissen Adlers. An. 1729,bestätigte ihn die Kayserin Catharina in der Grvß-Cantzler-wur.de, und erklärete ihn zu einem mitgliebe des Reichs-Senais,in welchen ehren-steüen ihn der Kayser Petrus II. an. 1727.und die Kayserin Anna an. 17,0. bekräfftigte. Er starb an. 17,4.den 6. febr. lind wurde in sein erb-begrädnis nach dem klo,ster Wuyssotkoy, so 90. werste von Moldau entfernet, abgefüh-ret. Mit seiner gemahlin hat er unterschiedliche kinder gezeu-get, davon folgende 3. sonderlich bekannt sind : r.)Joha».nes Alexander Gadrielewitz , Graf von Galowkin, von demsogleich. 2. ) Michael Gadrielewitz, Gras von Galowkin, wel-cher noch an. 17; 8. als ein mitglied des Regierungs - Rathsflorirte, und mit einer tochter des an. i7;o. verstorbenen Für,sten Romadonowski vermählet war. 3.) Eine tochter, welchedem Grafen Jageuzinsky ehelich beygelegt worden. Vorbesag,ter Johannes Alexander Gabrielewitz, Graf von Galowkin,war an. 1687. den 20. julti gebohren, begab sich an. 1704.studirens wegen nach Berlin und Leipzig , und wohnte sodannin Flandern 2. feldzügen bey. An. 1703. langte er wieder inseinem vatterlande an , und wurde von Petro I. erstlich zumOberst-Lieutenant, nicht lange hernach aber zum Obersten überdas Resanische regiment, und zum Cammer - Herrn bestellet.
t ierauf muste er alS Envoye zu dem Könige von Preussen,riderico 1 . nach Berlin gehen, woselbst er sich einige,ahreaufgehalten, und an. »721. von Friderico Wilhelms den Ril-ler-orden des schwartzen Adlers empfangen , nachdem er dasjähr vorher Rußlscher Gevollmächtigter bey dem Braunschwei,glschen friedens-congreß gewesen. An. 1729. erhielt er den tituleines geheimen Raths, und an. 1727. begab er sich als ausseroe,dentlicher Ambassador nach Holland , von dar er an. 172«. alsGevollmächtigter auf den friedens-congreß zu Soissvns gieng,u»dals Rußifcher Gesandter in Franckreich blieb, bis ihn die Kayse,rin Anna an. 1730. nach h>mse rufte, die ihn sodann zum wurck,Uchen geheimen Rath, und an. 1731. im dec. zu einem milgliebrdes Regierungs-Raths verordnete. Er starb an. 1734. den 31.jan. zu Petersburg , sechs tage vor feines vatters ableben, undhinterließ von Catharina Henriette, einer tochter Johannis Fei-dcrici, Burggrafen von Dohna, die er sich an. 1719. in Ber,lin beylegen lassen, unterschiedliche kinder. Ex mamjh.
* Galspach , ein in Ober-Oesterreich gelegenes schloß, wel,ches von den Golspeckcn, einem vorlängst abgestorbenen ge,schlechte, erbauet worden. Heinrich Geymann erkaufte es an.1394. von Eberhardo von Walsee , und seine nachkommenbrachten es dahin, daß der Kayser das dabey liegende dort zueinem marckt erhub , und mit einem wvchen-marckk versähe.Seit an. 1633. ist eö in unterschiedene Hände gerathen, bis eiendlich Johann Georg Adam, Freyherr von Hoheneck, an.1709. dem Grafen Liedgott von Kuffstein abgekauft. VonHoheneck, beschr. von Ober-Oesterreich tom. II. p. 379 -
Galsuintha, Galfonle, oder Guelesuinte, Königin vonFranckreich, war eine tochter Athanagildi, Königs der Äolhenin Spanien , und Brunichildis , Sigeberti Königs in Auüuvsien gemahlin schwester. Sie wurde an. 944. an Chil^ricum l.König in Franckreich vermählt, welcher sie von dem Arianische»zu dem wahren glaube» brachte, und anfangs sehr wohl hielt,bis er sich in Frebegondam verliebte. Hierüber beschwerte ,iesich zum öftern, und bat um urlaub, wieder in ihr valleriaudzu kehren, welches sie aber nicht erhalten konnte. Nach emigcrzeit fand man sie in ihrem bethe erdrosselt, und weil des Komgsmaitresse Fredegvnda gleich darauf Königin und gemahnn