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kleiner, doch ebenfalls sehr hoch und weit; die dritte ;6. dieaber, wie leichtlich zu erachten, weder so hoch noch so brettsind , als die andern. Die unterste brücke ist 150. die andere27 6 . und die dritte ;oo. schritte lang. Oden auf dieser brückenist ein canal, so mit breiten ausgehauenen steinen bedecket ist ,und das wal^er von einem berge zum andern bringet. Jovin.
voyage d’Europe. *
* Gareilvin, eine alte Africanische stadt in der provintzCuzh des Königreiches Fez, an dem susse der gebürge gegen mit-tag gelegen , hat ihren ansang gewissen Afrikanischen völ-ckern zu verdancken, welche sie an dem flusse Zis angebauet ha-ben. Die Almohaden haben sie verheeret, da sie die Almorg-viden daraus gejaget. Nach der Hand baueten sie die Benime-riner wieder auf, bevölckerten dieselbe, und zierten sie mit präch-tigen gebäuden aus. Nun ist sie sehr zerfallen, und hat nurnoch etliche wenige Häuser , und sehr wenig einwohner darin-nen übrig. Nach dem tode Abdulac, des letzten aus dem ge-schlechte der Benimeriner, war das land für etwas zeit ohneKönige, und zu derser zeit waren die Araber derselben sehr aus-sätzig , dieweil sie ihrem rauben und plündern etwas einhaltthäte. Die, so diese stadt und land nun zur zeit bewohnen,sind sehr arme leuthe , welche kaum das vermögen haben,etwas weniges vieh zu ihrem unterhalt zu ernchren. Diealten Magaroer aus dem stamme Zeutelas bemächtigten sich end,lich dieser stadt, und bevestigten sie, um den Lumptunernihren burchgang zu verwehren; es war aber vergebens , danndiese fanden einen andern weg, ihren durchmarsch zu vollziehen.An. im. nahm sie der CherisMuley Hamad dem Könige vonFez ab, und verlohr sie wieder durch die Hände des Königs ,dem er sie entrissen hatte. Endlich aber blieb er dennoch da-selbst Meister, und verstärckte die garnison dermassen, daß sieder König von Fez ihm nunmehro lassen muste. Marmoi. de-script. du Royaume de Fez , tom. II. liv. IV. c. 118. Tb. Cor-neille , Dict. Geogr.
*Garelianus, ein berg in Italien , welchen die Saracenen,da sie aus Aftica gekommen, eingenommen haben ; sie bevestig-ten denselben an. ?io. und plünderten darab Apulien «ndCa-labrien. Der Konig Berengarius verjagte sie hernach, und daer von dem Papst und den Griechen unterstützet war , erhielter einen vollkommenen sieg wider sie. Die tradition meldet,daß GOtt sich der bedrängten Christen sichtbarlich wider dieseungläubige Barbarn angenommen, und in der Hitze des ge-fechts dem Berengario und seinen leulhen Petrum mit seinemschwerdt, und den Apostel Paulum zu hülsse geschickt, um siedurch die tapferfeit des ersten und das ansehen des andern be-hertzt zu machen, welches an. 915. da dergleichen wunderöfters erzehlet werden , soll geschehen seyn. Sigomus , de Regn.Italiae lib. VI.
Garet, eine Africanische provintz in dem Königreiche Fez,welche sich längst dem Mittelländischen meere gegen das gebiethevon Algier erstrecket. Die lieget zwischen dem flusse Mulvia, dersie von dem Königreiche Algier absondert, und dem,fluffe Nv-cor, der sie von der provintz Errif scheidet. Nordwärts stössetsie an das Mittelländische meer, südwärts an das gebürge vonNumidien . Die Africantschen scribenten unterscheiden dieseprovintz in ;. theile; das erste begreift die städte nebst ihren rer-ritoriis in sich; das andere die bewohnten gebürge, und dasdritte die wüsten. Die vornehmsten städte darinnen sind Melilaund Gosasa, so dem Könige von Spanien gehören; desglei-chen Tezota und Meggea, rc. Marmoi. lib. IV. c. 16.
* Garet , (Johann) ein Französischer Benedictiner, warzu Havre de Grace in der Normandie gebohren, begab sichan. 1647. im 20. jähre seines alters, zu Vendome in die Cvn-greqation de St. Maur, und starb zuletzt den 24. scpt. an. 1694.in der Abtey zu Iumieges. Er hat mit bevhülsse des ?. IeNourri an. 1679. die gesamten wercke des M. Aurelii Caßiodoriheraus gegeben. Le Cerf, bibl. de S. Maur.
* Garfagnana, eine Italiänische gegend in den gebürgen,gegen dem Genuesischen, Lucca und Toscana, ist ohngesehr15. Italiänische weilen lang und 10. breit; Castel Nuovo wirdfür den vornehmsten ort darinnen gehalten. Die geringern heis-st» Terrazano, 8anto Domino , und das fort Verrucola. Wei-ter in dem gebürge Apennino liegen noch die städte Metello ,Rocca, Vila, Peruco, und Campo grande. Das gantze landist in dem Modenesischen eingeschlossen. Davity. De Seine ,nouveau voyage d'italie. Tbornai Corneille , Diction. Geo-graphique.
Garganus, il Monte Gargano , ist ein gebürge in der vro-vintz Apulien , im Königreiche Neapolis, ohnweit der Bischöffli-cheii stadt Siponto oder Monte di 8an-Angelo. Die einwohnergeben vor, es habe sich zu den zeiten des Papsts Gelasii I. derErtz-Engel Michael auf selbigem sehen lässen, und den Bischoffvon Swvnto versichert, daß dieser ort unter seiner besondernprotection stehe. Mt-gifo-i beschreibung Neapolis, p. 22z.
Gargara, ein berg in Mysien , auf der spitze des berges Ida,nicht weit von der gegend, wo vor zeiten Troja gestanden. Auchliegt gleich am Kuß desselben eine stadt gleiches nahmens, derenumliegendes seid von Virgilio , Ovidio und Claudianv wegenseiner fruchlbarkeit gerühmt wird. Strabo , lib. XIII. Plinius ,lib. I. c. }o. Ceüarit orb. antiq. lib. III. c. j. *
Oargt, Mehemet Vezier, hernach Caimacan oder Gou-verneur von Constantinopel, welche charge er an. 1626. be-diente , leine conduite aber stund den Janitscharen und Spahisnicht an, weswegen sie von dem Groß-Sultan seinen köpfverlangeten. Selbiger, damit er nicht etwan eine empörui.üunter seinen trouppen erregen möchte, ließ sein sieget von ihmabfordern, und ihm , weil er ein verschnittener war, andcu,ten, sich in das Serrail zu retiriren, woselbst man ihn wenigezeit hernach im 68. jähre seines alters strangulirte. Sein cör«per wurde an das grosse thor des Serrails gebracht, und derJanitscharen wüth überlassen , die ihm nase und ohren ab,schnitten, und ihn in 1000. stücken zerhieben. Mercure Fran-gois.
Gargilius Martialis , ein Römischer geschicht-schreiber,welcher un III. feculo gelebet , und das leben Alexandri Severibeschrieben. Es gedencket seiner Lampridius und Vopiscns, wcl,cher ihn unter diejenigen rechnet, so das leben der Kayser mitgrösserer Wahrheit als anmuthiqkeit aufgezeichnet haben. So»,derlich aber giebt Lampridius zu erkennen, daß dieser scribent gaczu viel kleintgkeiten in dieses leben eingebracht. Pallabius undServius gedencken eines dieses nahmens, welcher von dem gar»tenbau soll geschrieben haben; es ist aber ungewiß,ob es eben dervorige sey. Lampridius, inAlexandr. c. ,7. Vopifcus , Proboc. 2. Fojjius, de Hist . Lat. lib.II. c. 2. *
(gargoris , ein Konig der Cureter, wird vor den ersten er,finder des Honig-baues gehalten. Als er sahe, daß seine tochterausser der ehe ihm einen enckel gebohren halte, versuchte er allemitte!, ihn aus dem wege räumen zu lassen. Allein, da derselbealler gefahr glücklich entgieng, verwunderte er sich über diesessein gutes glück, gab ihm den nahmen Habis, und machte ihn zuseinem Nachfolger in der regierung. Jußin. lib. XL 1 V.
* Garguiez , ein geringer ort in Provence in Franckreich,welcher an einem berge unweit St. Baume lieget. Er istschon bey den Alten bekannt gewesen, wie aus einer inscriptionerhellet, da er Focus Gargarius genennet wird. spo », voyage
Garidaldus, war der eilfte König der Longobarben in Ita lien , und fuccedirte an. 67,. seinem vatter Grimoaldo. Alleinder von diesem letztem eine zeitlang vertrieben gewesene König,Pentharil, oder Pcrtarith, kam alSbald aus Franckreich zurück,und vertrieb Garibaldum, welchen auch, m ansehung seineskurtzen regiments, einige gar nicht mit unter die LongobardischeKönige zehlen. In dem VI. und VII. feeufo haben auch dieBayern 2. Regenten, des nahmens Garibaldus, gehabt. Paul.Diac. hist. Longob, Brunnen annal. Boj.
* Garibaldus, ein Hertzog in Bayern , Thaßtlonis söhn,lebte tm sechsten iahrhundert, und hatte Vuldetradam , desLongobardische» Königs Waconis tochter, zur gemahlin, mitwelckzer er eine tochter, Theudelindam, gezeuget, die Audaris,König der Longobarder, zur ehe bekam; wodurch er sich Chil»deberlum zum feind machte, der deswegen in Bayern einfiel,und die Vermählung zu verhindern suchte, welches doch nichtangieng. Paulus Diaconus , Langobard . III. ji. Von Bu,nauv Teutsche Reichs-Hist. ?. II. lib. I. p. iz i. 77.
Garibay, (Stephanus) genannt Zamalloa, ein SpanischeeHiitoricu8, war von Mondragone in Biscaya gebürtig, und pu»blicirte an. 1571. zu Antwerpen eine gencral-historie von Spa nien in 40. büchern, unter dem titnl: Eos quatenta libtos delcompendio historial de las cronicas y universal historia de to-dos los Reinos de Espanna. Nachmals, als er zu Madrid war,ließ er seine genealogische erklärung drucken , unter dem titul:Illustraeiones Gcnealogicas de los Catholicos Reyes de laEspannas, y de los Imperadores de Constantinopla hasta elRey D. Filippe II. y sos hijes. Er hatte noch andere fachen vor,die aber nicht an das licht gekommen sind. Mimus , de script.fec. XVI. Antonii bibl.
Garibertus, siehe Aripertus II.
Garigliano , ein fluß in Italien , welcher das land di La,voro von der Campagna di Roma scheidet. Er ergießet sich indas Toftanische meer, nicht weit von den ruderibus der altenstadt Minturnä, an dem orte , welchen die leuthe daselbst Barcadel Garigliano nennen. Die ufer dieses flusses sind in den krie,gen zwischen Franckreich und Spanien zum öfter» mit trouppenbesetzt gewesen. Bey den Alten wird er Liris genennet, dessenStrabo und andere zum öftcrn Meldung thun. Strabo , üb. V.Geogr. Plinius , lib. III. c. Livius , lib. IX. c. 25. Cellarius ,not. orb. ant. lib. II. c. 9.
Gariglianus, (Pompejus ) ein Canonicus von Capua , zudes Papsts Pauli V. und Urbani VIII. zeiten, war ein mannvon grosser aelehrsamkeit, und in der alten Philosophie wohlerfahren. Er kam um das jähr 161;. nach Rom , und wurdevon dem Cardinal Perretti und Barberino aufgenommen, beywelchem letzten er sein glück gemacht hätte, wenn inan ihn nichteinsmals des morgens in stinem bethe todt gefunden,da er gesundwar zu bethe gegangen. Er hat viel fachen geschrieben, wovonaber nichts gedruckt worden, als ein tractat von dem Adel inItaliänischer spräche, und ein Commentarius Über einige Dia.logos Platonis , welcher aber so obscur ist, daß der CardinalBellarminus einsmals sagte: er verstünde wohl etwas von Pla-tonis terte , aber Garigliani Commentarios zu verstehen, wäreihm unmöglich. Erytbraus , pinae. I.
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