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Herr von der stadt Crac in Arabien, welche er hernach dem Rit-ter-orden gab. Er iaß in beineidter würde nur 2. monat unvetliche tage, gestalt er an einer wunde starb , die er in einerschlacht wider Saladiuum empfangen, worinnen der KönigGuido von Lusignan, nebst den meisten vornehmsten seines Kö-nigreichs gefangen wurde. Dann als er sahe, daß die arnieefast gäntzllch ruinirt war, schlug er sich mitten durch die feindemit dem degen hindurch, und kam nach Ascalon, allwo er ic>.tage hernach starb. Emengardus Daps succcdirte ihm. B«ßiRitter-orden Ct. Ioh. Naberat, privileges de l’ordre &c.
Garnier , aus dem Hanse Rochesort, war Prior und nach-malü Abt zu Clairvall, endlich aber Bifchoff zu Langres , undlebte in dem XII. feculo. Seine meritcn machten ihn bey vie-len vornehmen Herren gar beliebt, und vornemlich bey Ri-chards I. Könige in Engelland, welcher an ihn sehr gnädig zuschreiben pflegte. Er hat einige homilien verfertiget , welcheder P. Bertrand Teißier in seiner bibliotheca Clarevallenst auslicht gestellet hat. Einige confundiren ihn mit Gothofredo, soebenfalls Bifchoff zu Langres war, wovon an seinem orte.Aibtricus , in. chron. TeiJJier, bibl. Clar. tora. II. p. 7$. Sam-met) tb. Gall. tom. II.
Garnier, (Johann) war zu Paris an. 1612. gebohren, undtrat alt iß'iS. in die Societät IEsu. Nachdem er nicht ohnerühm die Humaniora nebst der Rhetorik daselbst profitiret, lehrteer sowol zu Paris als anderswo 10. jähr die Philosophie, undr6. jähr die Theologie, darinnen er die schwersten fragen mitbesonderer bercdtfamkeit erörterte, denn er war ein vortreflicherCasuiste 1 dergestalt, daß er von allen orten consulirt wurde. Erpflegte jährlich, auch in seinem hohen alter, zu fuß und nüchterneine wallfahrt zu der kirche de Xötre-Dame des Vertu» zu thun,welche r. meilen von Paris gelegen. An. 1681. ward er vonseiner Societät nach Rom geschickt, starb aber unterweges zuBononien den 26. oct. an. 1681. Unter seinen schriften sindbekannt: Organ! Philosophie Rudimenta ; Regulae Fidei Catho-licae de Gratia Dei per Jesum Christum; Julian» EclanensisEpiscopi Libellus missus ad Sedem Apostoiicam notis illustra-tiv ; Opera Marii Mercatoris cum commentariis; LiberatiDiaconi Breviarium cum notis & dissertationibus; SystemaBibliothece Collegii Parisiensis Societatis Jesu. Die letzte schriftso er ediret, ist Fiber diurnus Romanorum Pontificum cumDissertationibus de Causa Honorii, de Usu Pallii. Nach seinemtvde hat Harduinus noch sein Amstariurn 'sheodoreti Cyrenüsheraus gegeben. Memoires du tems.
Garnier, (Robertus) gebürtig aus dem HertzogthumMine, war anfangs Königlicher Rath, hernach General -Lieu-tenant von Mans, und endlich geheimer Rath. Er lebte zuden zelten der Könige Earoli IX. Henrici lll. und IV. Seine do-mestiquen nahmen sich einst zur zeit der pest vor, seine famiiiedurch gift hinzurichten, und sein haus zu plündern, brachtenauch wückltch seiner frau gift bey; worüber sie aber in gefäng-liche hasst genommen , und gebührend abgestraft wurden. Erbegab sich darauf nach Mans, allwo er im ;6, jähre seines al-ters starb, und bey den Francifcanern begraben ward. Er warein guter Pvete, und liebte sonderlich Senecä tragödien, wieman denn auch 9. tragödien von ihm hat, welche grossen deyfallgefunden. Sammartb. elog. üb. IV. Maine, bibl. Gall. TeiJJier,elog. ür. II.
* Garnier, eine Freyherrliche familie, welche ihre ankunftaus dem Elfaß herführet, und in Schlesien schöne güther ansich gebracht hat. In der mitte des XVII. steculi lebten folgendezwey brüder: 1.) Leopoldus Henricus , Freyherr von Garnier,auf Riegel und Lichteneck in dem Brißgau, starb alsKayferli-cher General in dem Reiche, und hinterließ einen söhn mit ihmgleiches nahmens, welcher als Kayserlicher Munb-Schenck,Vorber-Oesterrcichischer Regiments-Rath und Fürstlicher Lob-kowitzischer Amts-Verweser im Fürstenthum Sagan, an. 1721.ohne erben verstorben. 2.) Johannes Ehristophorus, Freyherrvon Garnier, auf Leubel rc. war Kayserlicher Oberster, undan. 16S2. Fürstlicher Lobkowitzischer Amts-Verweser im Für-stenthum Sagan. Er hat drey Earmeliter-klöster, nemlich zuGroß-Strentz, Freystadt und Wolau gestiftet, seines bruderssöhn aber seine in Schlesien gelegene güther Leubel, Exau ,Tfchipkowitz, Groß-Strentz, Tscheplin, Grauß-Baulwitz undGlumbowitz vermacht; doch mit der bedingung , daß, wenner ohne erben verstürbe, dieselben an die Jesuiten zu Breßlau fallen sollten, welches auch an. 1721. erfolget. LucäSchle-sische dcnckwürdigkeiten , p. 290.472. n86. sinapi Schles. cu-riosi P. II. p. iZ4.
* Garnier, (Anton.) gebürtig von Besancon , war erst beydem Bifchoff zu Arras , hernach bey dem Kayser Earolo V.Lecretarius , zuletzt aber bey der Eathedral-kirche zu Arras Ca-nonicus und Schosasticus. Er starb an. 1578. im 60. jähre sti-lles alters, nachdem er Earoli V. leben und thaten heraus ge-geben. Andrea bibl. Belg.
*.Garnier, (Julianus) ein Französischer Benedictiner-Mönch, von Eonveray in der Dioeces von Mans gebürtig, be-gab sich an. 1690. in seinem 20. jähre zu Rennes in die Con-gregarion von St. Maur , und machte sich so dann in allen nöthi-
S i wisscnschafften, besonders aber in der Griechischen spräche,r geschickt, dahero er auch an. 1699. von seinen Obern nachParis berußen wurde. Hiestldst arbeitete er mit deyhülffe des
P. FaverolleS seit an. 1701. an einer neuen aufläge der gesam-ten wercke des Ba»lii, womit er auch sehr grosse ehre eingelegt,ob er gleich wegen seines darzwifchcn gekommenen todes dirausarbettung, und Herausgabe des dritten tomi dem P. Marattüberlassen müssen. Er starb den z. jun. an. 172;. Le Cerf %bibl. des aut. de la Congreg. de St. Maur. it. pref. ad tom.III. oper. Basil.
*GAROCELI, waren vor zelten gewisse völcker in GalliaNarbonenfi. Sie wohnten zwischen den Alpen im Dauphine,an der grentze von Piemont, in der gegend des berqes Gene-vre, nahe bey Briaugon. Wiewol einige davor halten, daßsie im thal de Maurienne in Savoyen , am fuß des bergesEenis, ihren sitz gehabt. Stumpfms Schweitzer-chron. lV.
14. p. 27;.
Garon, lat. Garona oder Calarona , ist ein kleiner fluß in derFranzösischen landschafft Lionnois, welcher bey den örtern Vlin,Francheville und Yseron vorbey läuft, und endlich unweit derstadt Vienne in die Rhone fällt.
Garonne, lat. Gammna, einer von den 4. grossen flüssen inFranckreich, entspringet indem Pyrenäifchen gebürge an dengrentzen von Aragonien , ohnweit der kleinen stadt Salarde, undfliesset durch das Aranische thal, so noch Spanischen gebieths,nach St. Beat, St. Bertrand de Cominges, Valentine, Rieupund Toulouse der Haupt-stadt in Languedoc . Unter selbiger em-pfanget er den kleinen fluß Lers, nachdem er schon zuvor durchden einfluß verschiedener bache angewachsen. Endlich nimmt erauch unterhalb Moissac den Tarn zu sich, und hernach denGers, welcher von Lectoure kommt, gehet ferner nach Agen zu,da er dritthalbe stunden unterhalb bey Thouars die Baize ver-schlinget , und lauffet von dar auf Aiguillon, da er mit dem Lotzusammen stoßt. Von dar fliesset er bey Tonneins , Marmandeund Reole vorbey, nimmt den fluß Drot zu sich, gehet aufCadillac, fliestet an den Mauren der stadt Bourdeaux weg, dannverschlingt er 5.stunden unter dieser stadt den fluß Dordogne,undbekommt den nahmen Gironda , gehet ferner auf Blaye , fliestset längst bey der provintz Taintonge vorbey, welche dieser flußauf der rechten feite berühret, und zugleich die örter Cosnac,Mortagne, Tallemonb hat, auf der lincken feite hat er die pro-vintz Guienne, die stadt Pouillac und Castillon, bis er sich endlichin das mcer ergiesset. Sein ausfluß ist überaus breit zwischenRoyan in Taintonge, und Souillac in Guienne, allwo auch laTour de Cordovan stehet, zwischen welchen und Taintonge aufder einen feite les pas des Asnes , und auf der andern zwischendem thurn und Guienne die land-strasse ist, welche man les pasde Grave nennet. Die ebbe und fluth des meers steigt aufdje;o. meilen in die Garonne hinauf, bis an Langon und St. Ma-caire. Casar. Plinius . Pomponius Mela , Aujonius. Majjon.descript. Francie .
* Garraf, eine stadt in Catalonien, 6. meilen von Barcello-na. Sie giebt dem unweit davon gelegenen gebürge den nah.men, welches vor des Melä II. 6. Seals Hannibalis gehaltenWird. Ceilarius , not. orb. ant. II. 1. §, 108.
Garreßio, oder Garrezzo, eine kleine stadt in der Piemon-tesischen Marqgrafschafft Ceva, nicht weit von den Genuesischengrentzen, an dem fluß Tanaro . Die umliegende gegend ist sehrbergicht, hat aber gute vieh-weyde und einen Überfluß an casta-nien.
G-rß, eine Probstey und Archidiaconat der reaulirtenChor-Herren St. Augustini, liegt nebst dem marck-flecken glei-ches nahmens im Ertz-Äißthum Saltzburg und dem Bayeri schen Pfleg-GerichtNeumarck, und soll »man. io;o. von GrafConrad von Medling und Frontenhausen gestiftet worden seyn.Lhur-Bapern, p. 297.
Garsia» I. König von Navarra , wurde zugenannt des Jnni-go söhn, Garsias Enoconis. Er wurde nach feinem vatter In-nig» Timenez, um das jähr 860. aufden thron erhoben, vermahl-te sich mit Urraca aus dem Äragonischen stamme, und starb an.870. Es sind einige, die verschiedene dieses nahmens noch vorihm in Navarra setzen, allein andere halten davor, daß Jnnigo,Graf von Bigorre, Arista oder Aristot zugenannt, welches in derlandes-sprache so viel als kühn heisset, der erste König gewesensey, daß also die erster» 6. so man vor ihm anmercken will, fabel--hasst sind. Vasaus , chron. Hisp. Hiß. de Bearn. Oibenart , not.Vase.
Garsias II. ein söhn Sanctii von der andern gemahlin Tu-ba, succcdirte seinem vatter an. 90;- und starb um das jähr 92;.nebst seinem söhne Sanctio, mit dem zunahmen Abarca. Ma -
riana, bist. Hisp.
Garsias III. dieses Abarcä söhn , bekam den zunahmen Trc.mulus , (Michael Ruins nennet ihn Übel Temulentum) weil erbey dem anfange einer schlacht über den gantzen leib zu zitternpflegte, in der schlacht aber war niemand tapferer als er. Vonseiner gemahlin Constantia zeugte er Sanctium Majorem , denKayser von Spanien genennet. Vasaus, chron. Hisp. ad an.927.
Garsias IV. bekommt von einigen den zunahmen de Nagera,weil er in einer stadt dieses nahmens gebohren und erzogen 'wor-den. Er half anfänglich seinem bruder wider Bermondum,König von Leon, aber nachdem er sich mit ihm veruneinigt, kamer an. 1054. in einer schlacht um, als er 20. jähr regiert hatte.Mariana, Üb. III.
Garsia»