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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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lib. I. p. 495. Spondanus, ad an. i?oo. MabiDonus, itin. Ital. che in eben diesem Thesaum befindlich ; de Epifcopis Afgcntl- ^

P. I. p. 19.20. Bayle. nenübus; de Orieine & Stemmare CnnraiU 11 i e-i:-: itW

«'-ttur r t?ATi'TL'o ..».tiT... . tnoIHbi»· Svntas

P. I. p. 19. 20. Bayle,

GUILLEMITES , ein gewisser orden, welcher auch der Sy-mag..-.. 7 r . ^ v .. ,»««, ocictus jun* · ·.

Weißmantler genennet wird. Einige sagen, baß Wilhel- «ndtoriarum wm. III. emverlcibel, und andere mehr. Gtm<u f l

mus X. Hertzog in Aquitanien , solchen gestiftet, und indem Se»cke»berg. m prafationib. cc. 11 . W

er von sich ausgeben lassen, daß er auf einer wallfahrt nach St. Guimaranes , oder Guimaraens, eine stadt im König« ?!1

Jacob an. n, 6 . gestorben sey, habe er sich in das Florentinrsche reiche Portugall, und zwar in der zwischen dem Duero und £.

retiriret, und darinnen bis an. 1157- gelebek. Die auäores Minho gelegenen provmtz, welche den tttul eines Lertzoqthums » 5 ,

aber selbiger zeiten sagen das gegentheil. Dieser orden folgte führet. Sie liegt nächst bey Bragacm einem flusse, der von L

der regul St. Auqustini. Albertus und Renaldus, oder wie den Portugiesen Aves genennet wird. Schauplatz von JL

andere sagen , Johannes der gute von Mautua, soll selbigen Spanien , p. 794. ^

gouvernirt haben, nachdem lhn Wilhelmus gestiftet gehabt. Guimaranes, (BernhardiM ein berühmter Cvmmenda. X

Sabeüicus. Onuphrtus & Genefoardus , in chromco. tor von den Malthefer-Rittern , in der mitten des XVI. lsculi

* Guillery, der nähme von drey brüdern aus einem ade- Er war aus einem vornehmen Spanischen geschlechte cntfpcofi Eiti

lichen Hause in Bretagne , welche nach vielen schonen thaten sen, und hatte in seinen ersten mhren mehr als dreißig see. «

endlich zu straffen - räubern geworden sind. Sie folgten der. schlachten mit solchem muth und mit so grosser kluqheit beyqe-

partey der Ligisten unter dem Hertzoge von Mercour, und wur- wohnt, baß ihn der Großmeister seines ordens, 1 » Valette, vor

den da als tapfere soldaten bekannt ; da aber der friede gema- andern erwehlte, mit dem Könige von Spanien , Philippo 11 Jf:

chel worden , begaben sie sich in einen wald auf der hohen straf- gewisse lractaten wider die Barbarische see-räuder zu fchlieffe»

se von Bretagne nach Poitou, und baueten daselbst eine kleine zu welchem ende er unterschiedene mal als Ambassador seine-

vestung auf, dahin sie sich siilvirc» konnten; daraus thaten sie ordens nach Madrid gieng , allwo er durch feine qefchicklichkeit

einfalle bis in die Normandie und gegen Lyon. An den bau- in ncgotiiren sich nicht weniger, als vorhin durch feine tapfer-

men auf den grossen land-strassen liessen sie anschlagen: Frio- kcit, in ansehen brachte. Er gieng auch an. 1560. selbst mit ^

de für die EdeUeuthe; der tod aber für die Häscher zu schiffe, um dasjenige, was durch ihn geschlossen worden,

und »Iut - Richter , und von den kaufleuthen der se« bewerckstelligen zu helffcn. Wiewol nun anfänglich (woran .

ckel. Wider diese freveln Banditen wurden siebenzehcn Blut- vornemlich der eigensinn des Hertzogs von Medina-Celi, Vice- W

Vögte mit fünftausend mann ausgeschickt, welche auf beseht Königs von Neapolis, schuld war,) der anfchlag auf Gerbes ls«>

des Königs sie in ihrer redoute angreiffen, und daraus treiben sehr unglücklich ablief, auch das unternehmen wider Susa »s®

sollten; man schoß die vestung mit canonen in den gründ, und nicht von statten gieng, so wurde dennoch das schloß Moni- bl 1

fieng also diese das saust - recht liebende Zwing - Herren samt ih- stero, ingleichen die stadt Africa , den Barbarn abgenommen, M

rem anhang, da sie denn an. 1608. lebendig gerädert wurden, zu welchen Vortheilen, insonderheit zu dem letztern, die gute

Louis Coalon , hilt. universelle. anführung und saust des Guimaranes ein grosses beytrug. Als

* GuiUet, (George) gemeiniglich de St. George zuge- nachmals der Türckische General, Sinan Bassa, und der be,

nannt, ward zu Thiers in Äuvergne um das jähr 1625. geböh- rühmte see-rauber Dragut, einen versuch wider die insul Mal- l

ren. Er ward an. 1682. in die Königliche Mahler-unb Bild- tha thaten, contribuirte er viel zu deren schleunigen wiederab-

Hauer-Academie, als derselben erster Historiographus , aufge- zuge. Allein zwey jähr hernach, da er als General von den ^

nommen, da er in der nach gcwohnheit gehaltenen antritts- Sicilianischen galeeren auf dem meere von Sicilien kreutzte, ließ »W

rede sich zwar anheischig gemacht, derselben geschichte dereinst er sich (ungeachtet der vorher gegebenen Nachrichten, deren inn- 8 £

zu beschreiben, aber sein Wort nicht gehalten, ob er gleich bis halt er entweder nicht geglaubt, oder vor nicht gefährlich ange. M

auf den 6 . aug. an. 1705. gelebet. «seine vornehmste schrift sehen) von dem erwehnten Dragut, welcher nur mit zwey

jst die, welche er an. 1678. zu Paris unter dem titul: les Arts g.aleazzen zum Vorschein kam, hinter der insul Stombvli aber **>

de lHomme dEpee, ou Dictionnaire du Gentilhomme, heraus kilfandere starcke schisse verborgen hatte, in einen schädlichen vi!

gegeben. Man weiß eigentlich nicht, ob der Verfasser des be- Hinterhalt locken, wvrinnen, nach einem langen und blutige» iiu

fanntcn wetdEö, Athenes anciennes & nouvelles & iEtat pre- widerstände , seine sieben galeeren in der ungläubigen Hände sie« »W

lenc de l'Empire de« Türe« , ingleichen Lacedemoine ancienne len , er selbst aber nnt vielen wunden getödtet wurde. La Spa · «

& nouvelie, mit diesem George Guillet eine Person , oder best da, dOrione di Primo Damaschini P. I. p. 6 ;. rj«

sen verwandter sey , indem er sich daselbst Guillet de Guillettiere Guimene, oder Guemene, ein kleiner ort in der Franzö- »mnennet. So viel erzehlet dieser letztere von sich selbst, daß er fischen provintz Bretagne , zwischen Blavet und St. Bricux ge- «2«

aus Äuvergne gebürtig sey, und, nachdem er die studien ver- legen, hat an. 157»- von König Carolo IX. mit beygefügter

lassen, kriegs-dienste angenommen habe, da er denn an. 1652. verification des Parlcments, den trlul eines Fürstenthums be-

to; Casal gefährlich verwundet worden. Er habe darauf in kommen, und ist den Hertzogen von Rohan zuständig. a ciiii

P'emont und Catalonien, und zuletzt in Ungar» gedienet, da Guindano, ( Sigismund ) ein Poet von Crcmona, mach-ihn dre Turcken gefangen bekommen , und an einen Corsarn te ein getichte von Kaysers Caroli V. thaten, welches er ihm aber

nach Tunrs verkauft hatten. Er wäre endlich an. 1669. wie- «, unrechter reit überreichte. als er eben i den .edmeren :sar

daß er sehr zweifle, ob Guillet jemals würcklich i» diesen siegen-den gereiset. Es sind daher einige sireit-schriften unter ihnengewechselt worden, bis sie Ale. Charpentier mit einander verei-niget. Carpenteriana, p. 571. Bibl. du Ricbelet.

r," vv . .7. |u,di im« uuimum lum. *ytu u nun leinen ycucr varur cr-

than, und die daselbst gesammelte Nachrichten m ermeldclen h,elte, ergrimmte er dergestalt, daß er sem getichte ins feucrwcrcken vublicirt habe. Jacodus Svonius, der um eben diese schmiß. Lanceüot, HoggidiP. I. c.27. p. 257. Bayle.

Guinea , ist ein A.fricanisches Königreich, welches Nigri-

Guinea, ist ein Africanisches Königreich, welches Nigri-tien nordwärts^ die Königreiche Congo und Biafara ostwärts,

»I» «»> oevnigecill), weilyes yllgri-

tien nordwärts^ die Königreiche Congo und Biafara ostwärts,

unv wciiwnriv y«l. Lias tano ilt leyr groß von ölten gegen

Westen zu , wie man dann die länge auf 357. und die breite auf

t« * Hlsli ItfH rti «avtS 4.. . . /1 _

©u«Uim , (Johannes ) ein sehr b-rühmter Heraldicus in h^del d^

Engelland , ist gedohren zu Hereford an. 1565. hat studlrt m 1.) die kornckusse, welche von der maginette oder den para-Opford «n dem Gollegio Lnei Xasi, m,d gute progreyen IN dies-körnern den nahmen hat, und sich von dem Lapo de Lai.^f^olopb. gethan. Weil er sich hernach insonderheit auf die X08 bis an das Capo das Palmas erstrecket. 2.) Die zahn«Herald-c gelegt, wurde er m die Societät der Office« ot Arms rüste, von den elephanten-zähnen genannt, welche allhier vcr-aufgenommen, und bekam zum titul Portsmourk, und her- handelt werden ; diese gehet von dem Gapo das Palmas bis annach rouge croix, starb an. 1621. und hat heraus gegeben zu das L:>pc> Eaböe. z.) Die quaaua-küste, so von demLonden an. 1610. für das erste mal Öilpla^ usPIeraldry in fol. grüß quaqua , womit dasiqe einwohner einander anreden, al-oder Heraldtc, welches werck sehr wohl aufgenommen, und so betitelt wird; diese erstrecket sich vom Lapo Eaböe bis zuoft aufgelegt, auch von andern als Nowers und Blome vermehrt dem Gapo Triangulo. 4 .) und 5 ) Die aold-küsse, vonworden; doch sollen diese neuen zusatze dem wercke mehr hin- dem gold-staube, der allda in den flussen unk bergen gefundenderlich als beförderlich seyn , weil dadurch des authons wird ; sie langet bis an Akre, und hat in sich gegen di? saftigtrefllcher metbodus confus gemachet wird. Wood U ipf meilen. Die tust dieses landes ist sehr heiß und ungesund , so,

Tt· r« . r daß sonderlich den Europäern grosse lange würme zwischen haut

* Gmllimannus, (Franciftus ) ein berühmter Plittoricus, und fleisch wachsen. Der Winter fällt in den april, mav und

war aus dem Canton Freyburg in der Schweitz , oder wol junium, da dann das feld voller früchte ist, auch starcke donner-

selbst aus der haupt-stadt dieses nahmens gebürtig. Er erwarb und regen-wetter entstehe», dessen Wasser gantz rötbllcht, scharf,sich «ne gründliche wtffenschafft in Rurnanioribus, und beson- Heiß , und deswegen Höchst schädlich ist, darum sich auch d eders m der Historie, daher er auch zu Freyburg im Brißgau einwohner mit palm-öl befchmieren. Zu sommers ieit ist das

zum Professore dieser letztern bestellet, und von Rudolpho II. feld gantz leer und öde. Ihr gewöhnliches qetränck ist der valm-

um das iahr 1609. zum Kayserlichen wie auch Oesterreichifchen wein, welcher wie das Wasser aus den bircken-bäumen ber-Rath und liittonograpbo ernennet wurde. Er starb nach eini- aus gezapft!, und meinen kruq gesammelt, aber nach vierger meynunq um das jähr 1612. andere aber wollen, daß er und zwanzig stunden zu eßig wird. Es giebt in dem landenoch an. i 6 zj. am leben gewesen. Seine schriften sind: Hei- schlangen bis fünf und zwanzig spannen lang, auch nach vro-vetia, ssve de Rebus Helvetiorum hbn V. welche Nicht allein Portion sehr dick, welche aber Nicht giftig sind, sondern von denvon N. H. Gundlingio Mit des AventlNt annal. kojorurn zu- einwohnern mit grostem appetit gegessen werden. Die ^ranro-gleich wieder ans licht gestellet, sondern auch in dem The- sen waren die ersten , welche es um das jähr 1,46 entdeckten,sauro hist. Helvetic* von neuem aufgelegt worden;»ferner und einige colonien dahin sandten. Nachdem aber die einbeimirHabspurgiaca, seu de Origrne Domus Austri* lib. Vll. wel- schen kriege in Franckreich unter Caroli VE und VII. regicrnng

die

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135. meilen rechnet, und die Europäer treiben einen starcken

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