Buch 
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
JPEG-Download
 

bis

(a) Wertn, epist. 8?· 8?· M Ast. XX. 17. & 28. 1. Tim.III. a. ia. Tit. I. 5. 6 . i. Petr. V. 1.2. Loca Patrum cöllegitBlonilel . apol. pro Hieron. s. 2. (c) Hieran, d. 1 . Chrysost.hom. 11. ad 1. adTim. Blonde! . 1 . c. (d) Cyprianus , sib. I.epist. 3. 4. 6g. & 89. Marca , lib. VI. c. 2. §. Pe-tav. de Hierarch. eccl. lib. I. (?) L. 4 6. C. Theod. de de-cur. e. litera c. !t. Valentinianus dist. 6;. (/) Corning, d.const. Episc. §. 16. (g) L. 42. C. d. Episc. Nov. 123. c.i.it. Nov. 137. c. 2. (-) Can. 3. Constant. VIII. c. 22. ( i )Conring. lib. VI. §. 36. (Je) Marca , lib. VI. C. 3. (/) Zoßm.lib. II. c. 33. (»-) Corning. §.17. ubi loca auctorum. (»)Priefat. I. Alemanof. («) Hetmold. lib. I. c. 4. ( p) Corning.

5 - 3 S- (<?) Diplomata apud Buchei. in not. ad Hecke bist.Episc. Ultraj. p. 154. (r) Panviniw , ad Platin, in vita Ale-

xandri III. (r) Platina , in vit. Ionif. IX. (/) Insignis lo-cus apud Gobel. Personam. Cosinodr. set.VI. c. 84. ad an. 1389·Krantz. in Metrop. pasiim. («> Sess. 43. (*) Seff. 12. (y)

Duaren. de S. eccl. Minist, lib. V. c. II. ( 2) L. 16. deElect. in 6to. (aa) Epist. ad Evagr. (bh) Euseb. de vitaConst. lib. IV. c. 27. Sozomen. lib. I. c. 9. Vicephor. lib. VII.c. 46. conf. 1. 7. & 8- C. d. Episc. audient. ( cc ) Vid.Nov. 12. Valent. III. Baron, ad an. 452. n. 32. conf. 1 . 13.C. d. Episc. and. quaeest Martiani Imp. de an. 456. (dd) L.29. C. d. Episc. aud. Nov. 79. & 83· conf. Ziegler. d.Episc. lib. III. c. 3. (ee) jinfegisus , lib. V. c. 23. 39. lib. V.c. 227. lib. VII. c. 102. (js) Apud Bened. Levitam , lib. VI.c. 281. (gg) Corning, de jud. Germ. §. 36. seq. (bh) Idemj. 33. A/teserra, de feudis c. 13. (ii) Gail. de pace publ. c. 1.n. 13. c.g. n. 8- Corning, de judic. §.73. (kk)L. 29. C. d. Episc.(II) Lib. XII. c. 234. (mm) Instr. p. Osnabr. art. 3. §. 21. *

* Bischoff, (Melchior ) eines schusters söhn vonPößneck,war an. 1347. gebohren, wurde an. 1363. Schulmeister zuRudolstadt , sodann Cantor zu Altenburg , nach diesem an.1374. Pfarrer zu Geckenheim , und nach 3. jähren zu Thun-dorf, nach 6. jähren zu Pößneck , nachgehends Hof-Prediger zuCodurg, und an. 1397. Superintendent zu Coburg . Von feinermusicalischen arbeit findet man in Badenschatzes Elorilegio.printt Mus. bist. 12. §. 3. wetzcls lieder-historie, P. I. pag.11 6 . scqq. Er schrieb auch kurtze fragen über die Sonn-undFcsttagS-Evangclia, Schmalkalden 1600. in 8. den kleinen Cate-chifmum Lutheri in fragen, ib. 1399. in 8. ZwölfOster-Pre,digten, Coburg 160S. Leipzig 1627. in 4. Acht Predigten vomewigen leben der auserwehlten, Coburg in 8. Sechs Predigtenvom ewigen tobe, Coburg 139?. in 8. Sechszehen Paßions-Pre-digten über Es. LIII. Coburg 1603. in 4. Jena 1613. in 4. VonChristlicher taufe eines Jüden rc. Hendrehh.

Bischoff mit seiner Clerisey, auf Englisch tbe Bishopand his Clerks, werden von den schifflenthen gewisse sehr ge-fährliche klippen geuennet, ivelche bey den Sorlingischen insuln,an dem westlichen ende des zwischen Franckreich und Engel,land befindlichen canals, in der fee anzutreffen sind. Von demansang des aprils bis zu ausgang des jnlii, wie auch acht odermehr tage um Weyhnachten herum, pflegen diese klippen, nebstden umliegenden infuln, mit einer nnzehlichen menge von aller-ley vögeln bedeckt zu seyn , welche bey nächtlicher weile miteinander ankommen, auch auf eben solche art wieder hinwegfliegen, und zu andern zeiten sich gar nicht sehen lassen. Indieser gegend hatte an. 1707. in dem nov. der Englische Ad-iniral, Cloudesly Shovel, das Unglück, daß er mit seinemschiff scheiterte, und nebst 900. Personen um das leben kam.

Camdeni Britannia. Mercure kißorique de lan. 1707.

* Bischoffberger, (Bartholomaus) war an. 1622. zuSt. Gallen in der vchweitz gebohren, wurde an. 1643. Pfar-rer der Refvrmirten gemeine zu Trogen, und an. 1637. Deca-nus im Canton Avpenzell, hierauf verfiel er in eine Melancho-lie , und muste deswegen sein amt niederlegen, kam aber her-nach wieder zu völligem verstände, und starb an. 1698. Er hateine Appenzeller-chronick geschrieben. Scheuchzer. nova Btter.Helvetica.

* Bischoffheim, ein grosser marckt-flecken in Ober-Elsaß,welcher dem Bißthum Straßburg gehöret. Allhier haben dieHerren von Landsberg und Hugen ädeliche fchlösser. Oberhalbdiesem ort auf dem Bischoffsberg geschehen zu der dasigen Fran-ciscaner-kirche viele wallfahrten. Es wird sonsten hierunter einalter Gow verstanden, davon Juncker in der anleit. zur mittl.geogr. II. 3. p. 203. handelt.

* Bischoffhoffen, ein geringes städtgen im Ertz - StiftSaltzburg, an dem fluß Saltzach, unter der stadt und schloßWcrffen gelegen. In diesem städtgen haben vor dem gegen-wärtigen auszuge an. 1732. 742. Lutheraner gewöhnet. Historieder Emigranten aus dem Ertz-Bißthum Saltzburg, I. p. 4.

Bischoffshausen, Bischhausen , eine ädeliche familie inFrancken , von welcher Anna an. 1444. Aebtißin zu Ursprunggewesen. Johann Philipp von Bischvffshausen aus Bischhaü-sen, war an. 1686. Sachsen-Coburgischer geheimer Rath undHvf-Marschall. Um eben diese zeit that sich einer, als Kay-serlicher Oberst-Lieutenant in belagerung der stadt Ofen her-vor. Höims Coblirgische chronick. Ricaut. OttomannischePforte, P. II.

Bischoffsheim, ist 1.) eine dem Stift Würtzburg gehörigestadt, nebst einem amte in Francken, unweit Fladungen undOstheim , an dein gebürge Röhn gelegen, r. ) Eine kleineHistor. Lexicon li. Theil.

bis 37

stadt, welche ebenfalls in Francken, 3. Meilen von MiltenbcrgHegt, und nebst dem dazu gehörigen amte dem Ertz-Stift Mayntzzustehet. 3.) Ein städtgen in Schwaben , und zwar in dein Krei-chow, welches den Herren von Helmstadt zngehöret. Zeiitr.

* Bischoffsheim , ein altes adeliches geschlecht in Schle.sie», wohin es sich allem ansehen nach in dem XIV. soculo auSdem Elsaß begeben. Reinhard von Bischoffsheim, welcher ver-muthlich der Schlesischen familie Ur-Anherr gewesen, war an.»334. bey Boleslao, Hcrtzvge zu Münsterdcrg, Rath, und stundnoch an. 1342. bey dessen söhne, Nicolao , in besonderm anse-hen. Hans war an. 1370. Hof-Richter zu Liegnitz , und einanderer gleiches nahmens an. 1480. Hauptmann zu Franckstein.George von Bischoffsheim, Latowskv genannt, bekleidete an.1301. bey denen Hertzogen Albrecht George und Carolo I. diestelle eines Raths. Er war bey dem an. 1303. zu Francksteingehaltenen Ritter-Rechte Marschall; Thammo aber und Bal-thasar Bischoffsheim von Glambog bey demselben Adsciscres.Christoph kaufte an. 1622. von der Frau Schellendorffin undihren erben das guth Dittmannsderff im Münsterbergischenvor 24000. thaler. George Heinrich von Bischoffsheim florirtean. 1639. als Chur - Sächsischer Maior. Nach ansang deSXVIII. soculi lebte einer von Bischoffsheim aus Seiffersdorfim Grotgauischen, welcher Annam Hedwig von Pfeil undDirschdorf zur ehe gehabt, aber mit derselben keine kinder ge.zeuget. Sinapii Schief, curios. tom.'I. p. 263. tom. II. p. 328.

Bischoffslac, Lacopolis, eine stadt nebst einem schlösse undHerrschafft, in Oder-Crain, zwischen den wassern Pollent undZäyer 3. meilen von Laudach gelegen. Sie hat vor diesem Lackeheissen, und ist das stamm-haus des im XV. feculo abge.vrbenen berühmten geschlechts derer von Lack gewesen, hataber den jetzigen nahmen bekommen , nachdem sie von demKayser Henrico II. dem Bischoff zu Freysingen geschencket wor,den. Die Herrschafft hat 10. meilen in ihrem bezirck, und hält200. dörfer in sich. Valvasors Crain, lib. XI.

* Btschoffsroda, ein flecken in Thüringen , bey welchem ei»kleines flül'stein vorbey fliesstt, welches bey dem walde Kronickelentspringet, und bey Myla in die Wcrra fällt. Schneidersbeschreibung des alten Sachsenlands, p. 33.

Bischoffswerda, eine stadt in Meissen , in dem amte Stol-pe 4. meilen von Dreßden an der Weferitz gegen die Ober-Laliß-nitz gelegen. Sie hieß vormals werd» , und war ein geringermarckt-flecken; nachdem aber Benno, Bischoff von Meissen, umdas jähr 107Ü. eine schöne kirche daselbst angelegt, und zu fbf,cher starcke wallfahrten ausgebracht, ist es davon zu einer stadterwachsen , und mit dem jetzigen nahmen belegt worden. Indiesem orte haben die Hußiten an. 1429. undan. 1306. Georg,Freyherr von Guttenstein, nebst Eberharden von Brandensteinübel gehauset. Suist er auch an. 1396. fast gantz abgebrannt,und hat im 30. iährigen kriege viel erlitten. Er gehörte ehe-mals unter das Bißthum Meissen , ist aber an. 1339. nebst demschloß und amt Stolpe durch Churfürst Auqustun» von demBischoff Johanne IX. gegen die stadt Mühlderg und das klo-ster Güldenster» eingetauschet worden. Sonsten hat diese stadtschöne güther und freyheiten, besonders auch das Ritter-guthPickau, welches an. 1344. erkauffet worden, ingleichen eineSuperintendnr, darein 17. Haupt-kirchen und 6. filiale gehö-ren. Vor diesem sollen auch bergwercke hierum gewesen, aberdurch der Hußiten einfall an. 1428. ins stecken gerathen seyn.Der weisse gärn - Handel bringt der stadt gute Nahrung, wiedenn arich ein besonderer aarn-marckt allhier gehalten wird.Busch, chron. von Bischoffswerda. Knaut. prodr. Misn. p.142. Peckenjiein. theatr. Sax. P. III. p. 148. Zeileri top. Sax.scp. p. 30. Schöttgens hist. von Wurtzen.

Bischoffswerdt, oder Bischoffswerder, eine ädeliche fa-milie in Schlesien , welche sich in die Häuser Groß - Petcrwitzund Pedersdvrff, so beyde in dem Fürstenthum Jauer liegen,vertheilet hat. Heut zu tage floriret sie vornemlich in der Ober-Lausitz, und besitzet daselbst die güther Tredus und Spreeham-mer. Sigismund war an. 133°. Hertzoglich-MünsterdergischecHofmeister, Arnold aber an. 1388. Ober-Steuer-Einnehmerder Fürsten und Stände in Schlesien. Heinrich bekleidete an.1630. die stelle eines Raths bey dem Fürsten zu Lignitz . HanSRudolph auf Creba < Chur -Sächfifcher Rath und Landes-Ael-tester in dem Budißinischen kreise, florirte an. 1696. LucäSchlefis. thron. Muiieri annal. Sax. (Frosters Lausitz, merckw»

BischoffZell, Episcopi cella, eine stadt in dem Thurgöw,an dem fluß Sitter, wo derselbe in die Thür fliesset. Sie hatein schloß, darinnen der Bisthöfflich - Costantzische Obervogtwohnet, und ein reiches Coüeqiat - Stift zu St. Pelagia ge-nannt , wiewolen die meisten bürger Reformirter religion find»Die stadt hat ihren Ursprung und nahmen vom Benedictiner-kloster , welches Abt Salomön zu St. Gallen und Bischoff zuCostantz an. 891. allda gestiftet und gebauet hat, so aber her-nach in die heutige Stift verwandelt wokden. Sie wurde imio. jahrhundert mit mauren umfangen und verwahret. An.1113. wurde sie an einen reichm Edelmann vom Bischoffver-setzet, aber nach hundert jähren wiedrum eingelöset; die Bi-schöffe fowol, als die Römischen Kaysere haben die stadt vonzeit zu zeit mit ansehnlichen srevheiten begäbet. An. 1272. danach absterben Abt Bertholds die Convent-brüder des klosters

D St. Gal-