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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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circa illas, ib. 1685. ili 8. de Podagra & Arthritide vaga, ib.1684. in 8. de Efficacia Lactis inprimis in his morbis dequecura eorundem & aliorum morborum per inustionem, mox* ,puncturam acus aures , fb an. 1689. ins Teutsche übersetzetworden; de Hsu & Abusu herb* Thee &Coffee , Haag 1686.in 8. Laboratorium Medicum , welches r«r Dreßden Teutschaus licht getreten ; de Dista & ciborum qualitatibus , so Dr.Kunäus ju Hannover unter dem titul: Speise-und Tisch-büch-lein, an. 170;. in 8. Teutsch heraus gegeben; Academiam Car-tesianam, Amsterdam 168;. in 8. davon die Übersetzung insTeutsche zu Leipzig heraus gegeben worden, und nichts andersals dasjenige buch ist, das auch sonsten die Überschrift Medici-n* Institutiones hat ; de Scorbuto ejusdemque symptomatisnec non de fermentatione seu intestino corporum motu, Am­ sterdam 1684. in 8. de Insectis; de Lue Venerea, so jU Leipzigan. I Ü89. in 8. unter dem titul: Die belagerte und entsetzte Ve-nus, Teutsch heraus gekommen; Anatomiam, Amsterd. 1679.in 8. und vermehrter 1689. in 8. inaleicheu Tr. de Balsama-tione corporum , weiset zu Wolffenbuttel in Teutscher sprächebekannt gemacht worden ; Anatomiam practicam rationalem ,Amsterdam 1687. in 12. Tr. de Circulatione sanguinis , ibid.1676. und 1678. Pharmaceuticam , ib. 1678. in 8. Collecta-nea Observationum Medico-Physicarum ab an. 1680. inchoata,ib. 1681.82· 8?· Notas in Lanciloti Chymiam, in ejusdem Tr.de Vitriole &c. ib. 1680. in s. Ausser dem hat er geschrieben,Lexicon Medicum Grsco-Latinum, Amsterdam 1679. inJena 168J. in 8. Leiden 1702. in 8. und Praxeos Medie* ideamnovam , Amsterdam 168?. in 8. Nicht minder hat er einige'Chymische schriften , Amst. 1678. in 8. und Thvm. Willisiitractat de Eebribus, ib.1681: in die Niederländische spräche über-setzet. Es sind auch Blancardi Opera Medica Theoretica, Pra-ctica & Chirurgica zu Leiden an. 17o1.il» 4. zusammen in zweyentornis gedruckt worden; in dem ersten sind : Diatribe de Fer-mentatione ; Manuductio ad Chymiam; Medicin* Institutio-nes ; Pharmacopcea ad normam hujus operis adornata, im an-dern aber : Praxis Medica ; Institutiones Chirurgie* undAphorisini quidam ad Praxin Medicam & Chirurgicam spe-ctantes enthalten. Hemirekb. Stollens anleitung zur Historieder medicinischen gelehrtheit, p.3??· §.261.

* Blancas, (Francifcus) welchen Nic. Antonius in bibi.Hisp. nur Blanco nennet , war ein Dominicaner-Mönch, ge-bohren zu Tarracona an. 1560. Er hatte 7. schwestcrn, davon3. den geistlichen stand erwehlten , die beyden andern aber sichverheuratheten. Weil er nun der einzige söhn seiner eitern war,wandten diese desto grössere sorgfalt auf seine erziehung. Sieschickten ihn also bereits in seinem 1;. jähre nach Älcala de He-nares, um die höher» studien daselbst fortzusetzen. Zwey jähredarnach bewegte ihn ein dasiger Dominicaner-Mönch durch sei-ne predigt, in diesen orten zu treten, da er dann den nähmenä St. Joseph annahm. Hierauf ward er bessern studirenshalber nach Segovia gethan, wo er sich in kurtzer zeit so sehr her-vor that, daß man ihm die Philosophie zu lehren auftrug. Erwurde sodann als ordentlicher Prediger nach Iepes geschickt,wie auch nach Alcala de Henares , und setzte sich durch seine be-sondere geschicklichkeit überall in Hochachtung. An. 1594. gienger als Miffionarius mit nach den Philippinischen insuln, lerntedie Taigalische spräche in drey monaten gantz fertig, und bekehrteviele Heyden. Er wurde endlich Vice-Provincial allda , undals er hörte, daß man Prediger nach Segovia la Nueva ver-langte, begab er sich nebst noch einem selber dahin. An. 1614.wurde er nach Spanien geschickt, um mehrere Miffionarios ab-zuholen. Eben nun als er mit ihnen abfchiffen wollte, ward erplötzlich kranck, und starb. Er hat geschrieben : Arte per ap-prender lalenguaTagala ; Arte para apprender los Indios Ta-galos la lengua Espannola ; Memorial de la vida Christiana ;de las quatro postrimerias del Hombre ; un Confeflionario;de los Mysteriös del Rosario ; Cantares e spirituales ; Sermo-nes de Domingos ; Sermones para todo el anno de harta im-portanda. Dtd. Aduarte , hist. prov. Philipp. II. 2. pag. 8-Leptz. hist. gener. P. V. lib. II. c. 69. Ecbard , script. 0 . P.tom. II. p. ? 9 °- seq·

* Blancas, (Hieronymus de) ein gelehrter Spanier , vonSaragossa gebürtig, ward nach Suritä tobe Aragonischer Hi-storiographus. Er starb den 2. dec. an. 159°. und verfertigtezeit seiner bedienung Aragonenstum rerum Commentarios, Sa­ ragossa 1 s 88 . in sol. Tabulam in Fastos Magistratuum justiti*Aragoni*, ibid. 1$ 87 · Icones Regum positas in regia C*sar-Augustana aula , ib. eod. nebst noch einigen Spanischen zur Hi-storie von Aragonien gehörigen schriften. Anton. bibl. Hisp.

Jiendreicb.

* Blancat, (der Herr von St.) ein Lateinischer Poet, wel,cher unter dem König Ludovico XIII. lebte , schrieb Sylvas,welche zu Toulouse in 4. in dem jähr 16;;. mit demjenigen, soer über die Französische Historie gemacht, zum Vorschein kamen.Er schrieb annoch ein gettcht über die geburt des Dauphin Lu-dovici XIV. den der Himmel in dem jähr 1638. Franckreich be-scherete. Dieses geticht gehet so hoch, daß es endlich gantz un-gereimt heraus kommt.. Ein erempel dessen können diese zweyverse seyn, welche anfänglich einem wunderlich vorkommen ,und nachgeheuds ein lachen verursachen.

Ille ore horrendum lituis respondet aperto,

Obscuratque tubas vagitu, & tympana terret.

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Diß ist eine etwas förchterliche Vorstellung eines Dauphins in derwiege; und hatte Rabelais , wann er ein heroisches geticht übersein Gargantua oder sein Pantagruel machen wollen, keine förch-terlichere Worte erdencken können, wodurch sie alle ihre säugam-men hatten in die flucht treiben können. Es hat niemals ei-niger Poet sich so weit hinaus gelassen, weder von Hercule inder wiegen, noch von Alexandra, noch von Annibale, wiewolSilius Italiens von diesem letztern sagte; man habe in seinemgeschrey den von seinem vatter wider die Römer gehegten haßwieder entstehen gesehen. Blancat war ein Gascognischer Poet,voll eifer, und von ossentlicher und allgemeiner freude gantz ent-zücket ; und geriethe allem ansehen nach in eine wahrhaffte poe.tische raserey. J. L. Gue2. de Balzac , lettre XIV. du III. livrea Chapelain du 20. decemb. 1638. p. 122. & 123. de ledit.Holland. Item lettre XVI. p. 125. Item lettre XVII. &c.BaiOet , jugemens des Savans für les Poetes modernes, to-me VIII.

. * Blanch , (Josephus) ein Carmelite, von Valentia gebür-tig , war daselbst Doctor Theologis und Professor Philosophieprimarius. Er starb an. 1613. und schrieb: Institutiones Sum-mularum, Valentia 1611. in 8. wie auch einen Cursum Philo-sophicum , ib. 1612. in 4. Anton. bibl. Hisp. Hendreicb.

* Blanchard, (Wilhelm) ein Advocat bey dem Parlementzu Paris , und ein söhn Francisci Blanchard, welcher wegenseinen Eloges des Prestdens ä Mortier du Parlement de Parisdepuis lan 1331. jusques en 1647. wieanch wegen seinenEIo-ges des premiers Prestdens sehr bekannt ist. Nachdem Wil-helmus Blanchard unter die zahl der Advvcaten war aufgenom-men worden, an. 1674. legte er sich etliche jähre hindurch einigund allein auf das advociren, und stund in einer starcken kund-same. Er starb von vieler arbeit gantz erschöpfet den 28. sepk.an. 1724. Er hat geschrieben : Table Chronologique, conte-nant un recueil en abrege des ordonnances, edits , declara-tions & lettres patentes des Rois de France, qui concernentla justice, la police & les finances, avec la date de leur en-regitrement depuis 1113. jusquen 1668. Dieses werck, so daserste mal an. 1688. an das licht getreten, erschiene an. 171;.fürs zweyte mal in 2. vol. in fol. Er hatte noch verschiede-nes geschrieben , welches annoch in manuscript in seines hin-terlassenen sohns Händen liegt. , Le Lang , biblioth. hist. deFrance. Journal des Savans, fevrier 1725.

Blanchart, Planchart, eine adeliche familie, welche vor zel-ten in dem Hertzogtbum Lothringen gewöhnet, sich aber zu Lu­ xemburg niedergelassen, nachdem das Bißthum Metz, worinnensie insonderheit ihre güther gehabt, an. 1332.runter Französische botmäßigkeit gekommen. Hugo, Herr in Crespy, lebte um dasjähr 1218.; dessen söhn, nahmens Theodorus, starb an. 123g, alsAbgesandler des Hertzogs von Lothringen . An. 1386. gieng An-tonius, Herr von Arch, Königlicher Spanischer Minister, mittode ab, und hinterließ unter andern i.) Casparum, der sich indie Societät JEsu begab, 2.) Antonium 11 . welcher um das jähr1670. Ertz-Hertzoglicher Oesterreichischer Rath gewesen, und 4.söhne gezeugel hat, als 1.) Johannem Wilhelmum, der sei-nes vettcrs Cafpari lebens-art erwehlte ; 2.) ReinerumMelchiorem, 3.) Casparum Antonium, und 4.) JohannemFerdinandum. Bucel. stemm. P. III. IV.

* Blanchart, (Jacobus) ward in dem jähr 1600. zu Paris gebohren. Er war ein söhn Gabriels Blanchart von Coin-drieu gebürtig, welcher wegen den geschäfften seiner stadt naherParis abgesandt wurde , allwo er ohngefehr bey HieronymoBoleri, dem besten mahler seiner zeit, wohnete, und sich mit sei-ner lochter verheuralhete; von welcher er drey kinder erzeugte,Jacobum, Petrum und Johannem. Da nun Jacobus beyseinem Meister Hieronymo Boleri einigen fortgang in der mah-ler-kunst gemacht hatte, nahm er sich vor, eine reise in Italien zu thun. Er hielte sich zu Rom eine zeitlang auf, machte, sichallda vollkommen, wurde aber sich »daraus zu begeben genöthi-get, weilen man alldort den Franzosen nicht günstig wäreEr begäbe sich von dar naher Venedig , allwo er sich einig undallein auf das studiren und die Nachahmung der wcrcken Titii,Tintoreti und Pauli Veronesi legte. Er machte darinnen sogrosse progrcssen , daß man ihm den nahmen des neuen Titiigäbe. Er machte auch zu Venedig unterschiedliche stücke, welcheman daselbst annoch aufbehaltet. Als er über Turin seinenweg in Franckreich nehmen wollte, wurde er alldvrten durchden Hertzog von Savoyen aufgehalten , welcher ihm siebenbis acht gemählde von den liebes-geschichten der Veneris undAdonis machen liesse. Diese stücke wurden aus den Überbleib-seln des pallasts der Favoriten enthoben , und befinden sich je«tzund zu Paris . Von Turin begab er sich naher Lyon , allwoer unterschiedliche gemählde machte, deren die meiste von denVerwandlungen handeln. Er hatte einen sonderbar guten pcnselfür die blosse leibes-theile, und druckte die natürliche färbe sehrgut aus. Nach seiner rückkehr aus Paris mahlte er einen vor«faal für den Herrn Morin, berühmten Floristen, darein er 4.grosse gemählde machte, welche das Bacchus-scst vorstellen; undran dieses stück unket die anzahl eines seiner schönsten wercken ge.setzt werden. Er machte ebenfalls ein gemähld, die göttin Venus,welche sich wärmet, indem die Ceres und Bacchus sich von ihroentfernen, vorstellend; stne Cerere & Baccho friget Venus. Ermahlete annoch zu Paris zwey gänge; der erste befindet sich indem Haus, welches dem Präsidenten Perraulk zugehörte, und