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den ; feine gantze that aber bestünde bannn, daß er über einigepartryen den Vortheil erhielte, und als ihm das Haupt der re-belten auf den leib gegangen, wurde er alfobald bis aussert Peru getrieben. Nachdem er sich endlich zum dritten mal darein ge-nüget , und , fo viel ihm möglich , volck zusammen gerastet,so lieferte er mit weit mehr hertzhafftigkcit als klugheit beyQuito eineschlacht; und als er unter sein vferd gestürtzet, haueteihm ein Indianer, aus beseht des Doctor Carvaial,eines brudersdessen, welchen Blafco, wie wir oben gesehen, ungerechter weiseums leben bringen lassen, den köpf ab. Blasco war ein lieb-haber der gerechtigkeit, blieb seinem Herrn sehr getreu, undmachte ihn nur allein seine grausamkeit unerträglich. Daer wiedrum in Peru getreten war, ließ er unterschiedlicheseiner getreuesten dienern ums leben bringen; war im redensehr ungestüm und trotzig, welches sich für leuthe, welchebis dahin als ungeschränckt gelebt haben, nicht wohl schickte.Die ihm beygegebene Auditoren trugen sehr vieles bey, seineregierung verhaßt zu machen; weilen sie die ersten waren,welchedie gefetze brachen, wurde er genöthiget, sie deswegen hartiglichzu tadeln, weswegen sie einen haß auf ihn warfen, und allefachen in Verwirrung setzten. Er war nicht über sieben monatin Peru , als sie ihn gefangen setzten; in dem jähr 134;. gienger zum zweyten mal, und das folgende >ahr zum dritten malbarein, da er dann ums leben kam. Man hangele seinen köpfan einen galgen; Pizarro aber ließ solchen davon wegnehmen,und mit seinem leichnam so ehrlich, als es möglich wäre, be-graben. Loses de Gomara , Kilt. gen. des Indes Occid.
Blascus Nonius , ein Herr aus Spanien , entdeckte, nach-dem er vielmals die küsten des iandes Paria und Darien in Süd-Ameria untersuchet hatte, nahe dem meer-busen Uraba, einenIliKmum, durch welchen man in einigen tagreisen von dem uferdes Mexicanischeil oder grossen Atlantischen meers an dasgrosse Süder-meer oder Mare Pacificum kommen konnte, wel-cher also die beyden grossen meere von einander schiede. Erließ deswegen vier vestungen aufwerffen , und brachte die Für sten dieses Iandes theils durch geschencke, theils durch die Waf-fen unter sich. Weil er aber dadurch gar zu aufgeblasen ward,klagte man ihn an, als wenn er sich einer souverainen herr-schafft habe anmassen wollen. Da er nun dessen auch über-wiesen worden, ließ ihm der König in Spanien den kovf ab-schlagen. Sonst hat er dem Franciseo Pizaro und Diego Al-magro den weg nach Peru geöfnet, welche an. 1525. in diesesland eingedrungen sind. P. jovius, üb. XXIV. oeza, tom. II.C. 62. Herrera, &c. *
* Blasere, (Ludwig de! von einem vornehmen geschlechtvon Gent, war in allen wissenschafften sehr erfahren, und lei-stete seinem vatterland sehr wichtige dienste. Er hat eine reisenaher Jerusalem gethan, und sich allda zum Ritter machen las-sen. Bey feiner zurückkunft gab er die beschreibung seiner reiseunter folgendem titul an das licht : Itinerarium profectionis äLudovico Blaferio fufceptae in terram fanctam, lEgyptum,Syriam, aliasque Afiaticas & Europaeas Regiones. (Btojfallgem. Holl. Lepicon.
St. Blasn- und St. Mariä-orden, soll in dem gelobtenlande, unter der regul des H. Basilii, aufgekommen seyn,wiewolman nicht eigentlich weiß, wenn und von wem er gestiftet wor-den. Man sagt, er sey zu den zeiten der Könige aus dem hauseLusignan, in sonderlichem flore, und dessen absehen auf die be-schützung der Catholischen kirche gerichtet gewesen. Die Rittersollen einen blauen babit, und auf der brüst ein rothes (odergüldenes! creutz, mit dem bildnisse des H. Blasii getragen ha-ben. Besagter Blafius hat an. 316. oder noch zuvor, unterDiocleliano, die Märtyrer-crone erlanget. Gryph. von Ritter-orden. Bonani , de ord. equ.
St. Blasius, Bsschoff zu Oreto in Spanien , welche stadtnicht mehr vorhanden ist, soll unter Nerone, als ein Märtyrer zuCifuentes gestorben, und daselbst seyn begraben worden. SeinHaupt wird zu Lerma und Toledo gezeigt. Surius , 3. febr.
St. Blasius , Bischoff zu Sebasta in Klein-Armenien, litteunter Licinio den Märtyrer-tod. Seine reliquien werden anvielen orten gezeigt, und hat man ihm zu ehren in Franckreich,Spanien , Italien und Deutschland viel kirchen erbauet. Su -
rius, 3. febr.
* Blasius , (Gerhard! ein berühmter Medicus und Profes.sor zu Amsterdam am Gymnafio, war ein söhn Leonhardi,hat um die mitte des XVII. feculi gelebet, und ist gegen dasende desselben gestorben. Er hat geschrieben Adnotatt. in Rico-lami Enchiridion Anatom. & Patholog. Lyon 1649. Paris 1638. Augspurg 1677. in 8. Gotnm. in Syntagma Anatomi-cum Jo. Veslingii, Amsterdam 1659. und 1666. in 4. Oratio-nem de noviter inventis, ib. 1639. in 4. Orationern de iis,quse homo natura , qute arti debet, ib. 1660. in fol. Medici-narn generalem , ib. 1661. und 1665. in 12. Novum Ductumsalivalem, so von Nic. Hobcken zu Utrecht 166;. heraus gege-ben worden ; de Renibns monltrofis, so in Bellini exercit. Ana-tom. mit befindlich ; Anatomen contractam, Amsterd. 1666.in i2. Anatomen medullae fpinalis, ib. eod. Initiurtionum Me-dicarum compendium tlt 12. Difpp. ib. 1667. in 12. Ohfer-vata Anatomica in homine variisque brutis, ib. 1678. in 8.Obfervationes Medicas & naturales , ib. 1677. in 8. Medici-nam curatoriam, ib. 1680. in 8. Anatomen animalium , ib.1673.167 6. 1681. in 8. Solisten aber hat er Pulveeini Medi-
Histor. Lerncm ll. Theil.
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cinam practicam; Petri Morelli Methodum praferibendi for-mulas remediorum \ Phil. Mulleri miracula Chymica; Joh.Beguini Tyrocinium Chymicum und Thom. Wallis Operatheils verbessert und vermehrt heraus gegeben. HendreUh.Stollens anleitung zur Historie der mcdicinischcn gelehrtheir,
P. I. c. l. tz. 35. p. 4S3.feqq.
* Blaspill, (Wernerus Wilhelmus, Freyherr von! geboh-ren den 26. Horn. des jahrs 1623. bekam eine stelle i» dem Re-gierungs-Rath von Eleven in dem jähr 1643. ein , als er nichtmehr als zwey und zwanzig jähr alt war. Er war kaum zweyjähr in diesem berühmten Corpore , so wurde er zu den aus-wärtigen fachen gebrauchet, welches amt er bis in seinen tobversähe. In dem jähr 1636. ernannte ihn der Churfürst vonBrandenburg, sein Herr, als ausserordentlichen Abgesandten zuden Herren General-Staaten der vereinigten provintzen. Erwohnte denen zu Breda in dem jähr 16S6. errichteten friedens-traetaten bey, und wurde in gleichem jähr zu einem mitglieddes geheimen Staats-Raths des Churfürsten ernannt. In demjähr 1670. wurde er mit dreyen andern zu der grossen zu Biel-feld gehaltenen cireular-versammlung abgesandt, allwo sich dieAbgesandte von allen Machten in Europa befanden. In demjähr 1673. wurde er als ein bevollmächtigter Abgesandter mitdem Herrn von Somnitz gesandt. Er starb den 23. Wintermo-nat 1680. als er zum bevollmächtigten Minister zu den HerrenGeneral - Staaten der vereinigten provintzen ernannt wurde.
Memnir. manuscrit.
Blasienburg, siehe Lulmbach.
Blastares, (Matthäus) ein Mönch des ordens St. Bast-ln, machte an. 1333. eine collection von Coniiitutionibus ec-clesiafticis, mit hinzugefügten legibus civilibus , nach ordnungdes Griechischen alphabets, welche von Wilhelmo BeveregioGriechisch und Lateinisch Mit den notis ad Pandectas canonumzu Oxford an. 1672. heraus gegeben worden. Man hat auchvon ihm Opulculurn de Causis feu Qtuestionibus matrimonii,welches sich in des Leunelavii Jure Gratco-Romano befindet.Doujat. hist. canon. IVbar ton. in append. ad Cave hift. lit.
* Blastemir, ein König in Servien, lebte um das jähr 880.nach Christi geburt. Constantinus Porphyrogeneta, welcher un-ter den Alten allein von ihm redt, sagt uns nichts anders da,von, als nur, daß als der Bulgarische König Presiam zu sei-ner zeit in Servien eingefallen feye, habe er schier all sein volckdarinnen verlohren, und aussert drey männlichen leibes-erben, welche ihm nachgefolqet seyen, eine tochter gehabt, wel-che sich an Crainan Iupan von Trepigno vermahlet, und vonihm die Ober-Herrschafft seines Gubernaments erlanget habe.Es dienen aber diese wenige worte zu erklärung einer stelle derDalmatischen Historie, welche man bisher für unauflöslich ge-halten hat. Dann wie es auf einer feiten gewiß ist, daß Dal-matien, dessen Trepigno ein theil war, zu zeiten ConstantiniPorphyrog. unter Servien gehörte; und man auf der andernseilen von dem Priester von Dioelea vernimmt, daß nach demabsterben des Königs Paulimir, welcher um das jähr 870. lebte,alle Iupans aus Dalmatien seinen nach dem tod des vattersgebohrnen söhn Tieseemir zu erkennen verweigerten; und daßdieser Fürst und seine kinder während unterschiedlichen jährengar nichts oder dennoch sehr wenig in Dalmatien befessen ha-ben ; so siehet man, daß dieser König der erste König in Servienist, welcher Dalmatien unter seiner Ober-Herrschafft gehabthat. Blastemir hinterließ nach seinem absterben fein Reich sei-nen drey söhnen, Montimir, Stroimir und Goinic; der erstehatte auch drey söhne; Prieslas, welcher ihm nachfolgte, Bo-rene und Stephanum: Prieslas war ein vatter des Zachariä,welcher einige zeitlang regierte; und Borene, des Pauli, einesvorfahrn Zachariä. Goinic hatte einen söhn, nahmens Petris-las, welcher Prieslas des throns beraubete: Stoimir war einvatter des Clonimir, dessen söhn Tzeestlas zu zeiten ConstantiniPorphyr, regierte, von dem man diese genealogie Hergenom-men Hat. Morfri.
Btaftus , ein schüler Valentins im II. feculo, behauptete,daß man Ostern am 14. tag des monats, nach art der Iüden,feyren sollte. Der Papst Eleutherius entsetzte ihn deswegen fei-nes Prtcsterthiims, und St. Irenäus widerlegte ihn. Eufib.
lib. V. c. 14. & 19. Irenaus , lib. III. c. 3.
Blatna, eine stadt nebst einem feinen in einem see liegendenschlösse in dem Prachenser-kreis, von den Teinpelherren erbauet,hat einen schönen lust-garten, fisch-teiche, eine grosse kirche, undwerden 2. säulen daselbst gewiesen, auf welchen vor alters gö-tzen-bilder sollen gestanden seyn. Baibi» mifcell. dec. I. lib.111 . c. 8· §. 2. p. 87· vogtens jetzt!. Böhm. p. 77.
Blattenberg, ist ein berg im land Glarus , allernächst beyMath in dem kleinen that gelegen, der den nahmen von dcuschwartzen schiefer-blatten hat, welche allda ausgehauen, poliret,in höltzerne rahme» eingefasset, und alsdann von den Glarnernweit und breit, in Teutschland, Polen , Moscau, llngarn,Franck-reich, Holland , Engelland, Spanien und Pormgall verführtund verkauft werden» Joh. Hemr. Tschudy , chron. Glar.pag. 21. *
Blalten-fee , lat. Lacus Balatinus, üufUngr. Balathon, eingrosser see in Nieder-Ungarn, welcher den Vespriner-Comitatvon dem Simigier entscheidet, erstrecket sich in die länge aufrr. in die breite an manchen orten auf;, bey Tihan aber,
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