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big gegen ihm erwiese, und ihm , wann er sich in dem ftld be«fand , täglich sieben francken über seine ordentliche bestallungbezahlen ließ. Blok hatte bey Berge St. Vinox das unglücr,von dem pferd zu fallen , und sich übel zu verwunden. DerErtz-Hertzog befahl alle ersinnliche Mittel anzuwenden, um ihnwiederum herzustellen. Es war aber alles vergebens; erstarb an seinen wunden, und wurde in der Prediger-kirche all-da begraben. Seine Wittib begab sich in Trabant, allwo sielebenslang eine pension genösse. Houbrake» , tom. II. Großallgem. Holl. Lexicon.
* Blökhovius, ( Gisbert) soll von Utrecht gebürtig gewe-sen seyn. Er ward ein Mönch, und begab sich nach Coln indie Carthaus, allwo er noch an. i;; 7 - gelebt. Es ist von ihm
eraus gegeben worden : Brevis Apologia pro operibus PetriLeida, cognominati Bloemevenne , Welche zu Cöln an. 1998.an desselben Petri tractat de Bonitate clivina angedruckt wor-den» C. Burntanni Traject. eriidit.
Dlom , siehe Blum.
Blomart, (Abraham) ein künstlicher berühmter mahlervon Gorcum in Holland , gebohren an. 1967. Er hat die zei-chen - und mahler - kunst zu Utrecht erlernet. Im io. jähr sei-nes alters reifete er naher Paris , allwo er sich gegen die dreyjähr aufgehalten, endlich aber zu Utrecht gesetzet hat. Er warin Historien und landschafft-mahlen fürtrefftch, und ist an. 1647.gestorben , hinterlassende einen söhn Adrian , der gleichfallsein guter mahler gewesen, aber zu Saltzburg von einem stu-denten unglücklicher weise erstochen worden. Sandrarts Aka-demie, Pore. Il.p. 297. *
Blomart, (Cornelius) war ein söhn Abraham Blomarts,und wurde in feiner jugend von feinem valter gleichfalls zurMahlerey angehalten ; er verließ aber solche, und legte sich aufskupferstechen, darinnen er hoch gestiegen, und zu Paris viele schö-ne arbeit verfertiget hat. Von dar gieng er an. 16;;. nachRom , und arbeitete in deS Printzen Giustmiani pallast zu dessensonderbarem vergnügen. Er ist auch alldorren endlich gestor-ben. Sandrarts Akademie, P. II. p. ,62. *
* Blome , (Richardus ) ein Engelländer, gab in solcherspräche eine beschreibung derer Americanischen insuln und län-der, so die Engclländer allda besitzen, heraus, Londen 1672.welche hernach an. 1688. in 12. zu Amsterdam Französischnachgedruckt worden. , Vielleicht ist er auch der Verfasser desbuchs, so den titul führet : DePcriptio Britanni® & "Walli®.
IJendreicb.
* Blomendal, (Ioh.de) ein Minorite, welcher zu Kay-sers Ludovici Bavari zeiten an. i;;o. floriret, in der Theologieund Philosophie erfahren gewesen, und geschrieben: Sermo-nes de Tempere lib. I. Sermones quadragesimales üb. I.Sermones de Sanctis &c. Trithemius, de illustr. vir. Gertn.
* Blomius, (Johannes) ein Teutscher von gebvrt, warBMorbeearins zu Hamburg , und starb an. 1672. Er hat ge-schrieben Hexaemeron, Hamburg 1664. in 8. Diff. de Navi-gatione Salomonis in Ophir, ib. 1667. in 8. de Purpurn &cocco, ib. 1659. 1667. in 8. Mercurium; de Baculis vete-rum ; de Nobilis Juventutis institutione; Oratorem rePorma-tum und de Causis corruptarum Scholarum. Hemireic *>.
* Llommevenna, (Petr.) gebohren zu Leiden an. 1447.trat im 22. jähre seines alters zu Cöln in den Carthauser-or-den, wurde nach der zeit Magister Theologie und Visitator sei-nes ordens am gantzen Rhein , bis er endlich zu Cöln an. iz 16.einige setzen 1990. und 1996. verstarb, nachdem er kurtz zuvordas leben des heil. Brunonis , stifters seines ordens, in druckgegeben. Ausser diesem hat man von ihm: Tr. de Naturadiv. de Bonitate Dei libr. V. Cöln 1958. in 8. Hendr. hatnur vier bücher °, de Authoritate EcclePi®·, de InvocationeSanctorum; Enchiridion Sacerdotum , ib. 1932. in 8· Ad-sertionem purgatorii; Comm. in V. libros Mofis ; Exposit. inPs. CXXVl. in Sacramentale in fol. und andere kleine schristenMehr. Andrea bibl. Belg. Hendreicb.
Blond, (Michael le) ein künstlicher zeichnn und kupfer-ste-cher zu Franckfurt, dahin sich seine eitern, von Mons durchkrieg vertrieben, begeben haben. In seiner jugend wurde erzu einem goldschmied gethan, allwo er in dem grab-stichel sichalso geübt, daß er zu einem sürtreflichen Meister worden,wie er denn verschiedene büchlein von laubwerck, allerley fe-stinen , Helm und wapen, in den druck gegeben. Er konntesich auch bey grossen Herren durch feinen verstand und wohl-redenheit also beliebt und werth machen, daß die Cron Schwe-den ihn zum Agenten beym Könige Carolo I. in Engelland ge-macht hat, der ihn sehr gnädig angesehen. Nach desselbenunglückseligem fall und enthauptung hat er sich nach Amster dam begeben, allwo er an. 1696. gestorben. Sandrarts Aca-demie, P. II. üb. III. p. ,98. *
* Blondeau, (Claudius ) ein Parisischer Parlements-Advo-cat, hat seines Collegen, Bouchelli, buch, Somme beneficialegenennet, in alphabetische ordnung gebracht, hin und wiedervermehrt, und unter dem titul : Bibliotheca Canonica in 2.toI. zu Paris an. 1689. in fol. heraus gegeben. Henareich v
* Blonde!, (Lorentz) ein gelehrter Franzose, war den 28.jul. an. 1671. zu Paris gebohren. Er besaß eine grosse kennt-nis von büchern, und war in der gelehrten Historie sehr erfah-
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ren. Unter seinen verschiedenen schriften ist insonderheit die ge-schichte der leben der Heiligen, welche an. 1726. in fol. ge-druckt, und hernach viclmal wieder aufgelegt worden. Erstarbzu Paris den 29. jul. an. >74°. Gelehrte Zeitungen 1741.n. XXV.
Blondellus, (David) war von Chalvns in Champagne ,und wurde von dem Synodo in Isle de France an. 1614. zumgeistlichen stände aufgenommen, worauf er sein amt zu Houdanbey Paris verwaltete. Bald darauf gab er an. 1619. zu Sedanseine Dechration de la verite des EgiiPes rePormees de Franceheraus, worinnen er einigen scribenten von der andern partey,sonderlich dem Bischoff von Lucon , nachmals Cardinal Ri chelieu genannt, antwortete. Hieraufwurde er in den Syno-dis zu allerhand Verrichtungen gebraucht, ihm auch anbefoh-len , die religion ferner schriftlich zu vertheidigen, insonderheitaber Baronil annales zu widerlegen. Doch das letztere hat ernicht zu stände gebracht, ausser daß man nach seinem tobe ei-nige noten gefunden, die er in den annalibns Baronii auf denrand geschrieben, davon hernach Andreas Magendel oder Ma-gendie in seinem Ami - Baronio eine probe heraus gegeben.An. 16z I. kam er in Vorschlag, Professor Theolog,® zu Sau-mur zu werden, es gieng aber nicht von statten. Dock, gabihm der National-Synodus zu Charenton den eharaeter einesProPefforis honorarii , nebst einer ansehnlichen pension, undder freyheit, sich zu Paris aufzuhalten. Er hat sich mit vielenschriften bekannt gemacht; doch aber auch durch seinen tractatde Joanna Papissa , einige scharfe censuren über sich gezogen,als darinnen er beweise» wollen, daß dieses mit unter die fa-beln zu zehlen sey. Jedoch war es leichter diesss falls einen Un-willen gegen Blondellum zu zeigen, als dene recht zu widerlegen.Endlich wurde er nach Amsterdam zur ProPeffione Historiaruman die stelle Gerhardt Johannis Voßii beruften, wohin er sichan. 1690. begab, und seine arbeit mit gewöhnlichem fleiß con-tinuirte; worüber er endlich sein gesicht verlohren, doch abernicht unterlassen, dabey das grosse werck von der genealogie derKönige in Franckreich, wider Chifietium zu dictrren, welches.an. 1694. und 99. zu Amsterdam gedruckt worden: Erstarbden 6. apr. an. 169 9. im 64. jähr seines alters. Über die bereitsgemeldten schristen sind bekannt: de la Primaute en I'Egliie ;PPeudo-IPidorus & Turrianus vapulautes , darinnen er die Epi-ftolas Decretales verwirft; Apologia pro Pententia Hieronymide Presbyteris & EpiPcopis; de Formal® , Regnante Christo ,in veteris monumentis uPu ; de Sibyllis ; de Jure Plehis inRegimine EcclePiastico, &c. Alles sind wercke von einer gantzungemeinen geschicklichkeit, und zeugen zugleich von des mannsscharfsinnigen Critic. Nur ist die schreib-art verworren, undnichts neues, daß man da parenthePes antust, welche gantzeblatter durchwähren. Auch ist noch zu mercken, daß er unterdem nahmen Amandi Flaviani, Jnnocentii X. bulle wider denMünsterischen friedens-schluß widerleget hat. Sonst hat dieserBlondellus noch zwey brüder gehabt, so beyderseits Predigergewesen, der eine hat Moses und der andere Aaron geheissen,davon jener erstlich zu Meaux , hernach zu London Prediger ge-wesen , und von theologischen controversien einen tractat ge-schrieben , auch mit seiner gelehrsamkeit seinem bruder biswei-len soll gedienet haben. Perrault , hom. ill. de France. Witte ,in diar. biogr. Bayle. *
Blondellus , (Francifcus) ein Professor Medicin® zu Pa ris , war ein gelehrter mann, hatte aber eine obskure schreib-art , und bey feiner grossen lectur kein gar gutes und sattes ur-theil. Er widersetzte sich sehr der Chymie, und dem gebrauchdes antimonii , worüber damals von den Medicis in Paris scharf disputirt wurde, und ob es zwar in dem letztern PunctGuido Patinus mit ihm hielt, ließ er ihn doch, in ansehungder obgemeldten mänaeln, nicht unangetastet. Er starb im sept.an. 1682. Man muß ihn mit einem andern Medico dieses nah-mens , welcher eine beschreibung des Aachischen bades herausgegeben, nicht verwechseln. Bayle. *
Blondellus, (Francifcus) war anfangs Hofmeister Ludo-vici Henrici von Lomenie, Grafen von Brienne, welchen er aufder reise von an. 1692. bis 1699. begleitet, wovon die Lateini-sche relation an. 1660. und 62. gedruckt ist. Er hatte auch wich,tige bedienungen im kriege, und ward endlich Marechal de campund Staats-Rath. Den Dauphin unterrichtete er in der Ma-thematik , machte auch den entwurf zu den neuen thoren , undzu allen auszierungen, welche man an. 1672. zu Paris an-legte. Es finden sich auch von ihm einige inPcriptiones an denneuen thoren ; denn er war ebenfalls in den Humanioribusversiret, wie solches aus seiner vergleichung Pindari und Ho,ratii erhellet. So war er auch Director von der Akademie derbau-kunst, und ein mitglied der Königlichen Akademie derwissenschaftten. Er starb den 1. febr. an. 1S86. und hinterließunter andern Püstoire du Calendrier Romain ; de Annis apudAffyrios, TEgyptios , Gr®cos , Jud®os , &c. l’Art de jetterdes bombes ; Nouvelle Maniere de Portifier; RePolutionemquatuor principalium problematum Architeclur® ; Cours d’Ar-chitecture &C. Bayle. Hendreicb.
* Blondellus , (Petrus ) ein Königlicher Französischer Leib-Medicus, hat Hippocratis Prognosticon ins Lateinische über-setzt, und zu Paris an. 1479. in 4. heraus gegeben. Hendreich.
* Blondin, (Petrus ) ward gebohren in Vimeu in Picar-die den i8. christmvnat an. 1632. Nachdem er seine Humanio-ra