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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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ein söhn Thsmä, heurachete an. i,. Agneten, eine tochterN. Spencer von Esser, und zeugte mit ihr unter andern zwey

söhne, Robertum und Thomam.

I. Der jüngste, Thomas , ließ sich zu Granchester m derGrafschafft Cambridge nieder, und war ein vatter Henrici,welcher zu Cambridge als Doctor Juris gelebet , und unter-schiedliche söhne nachgelassen, von welchen N. zu des KönigsJacobi I. zeiten Professor der Hebräischen spräche und Cantz-ler, Johannes aber Doctor und Professor Juris Civilis auf derUniversität zu Cambridge gewesen.

II. Der älteste, Robertus, war um das jähr 159;. Ober-Scheriff der Grafschafft Kent, und zeugte mit seiner ersten ge-mahlin Francisca, einer tochter und erbin Richardi Hill, dreysthne; mit der andern aber, so eine tochter Wilhelmi May-nard war, Wilhelmum, welcher Gouverneur des fchloffes Dealgewesen. Von den söhnen erster ehe war der älteste, Geor-gius, an. 160;. wegen des hasens Dover ein Parlements-glied,und starb an. 1616. Sein söhn gleiches nahmens , den ihmJohanna Crowmer gebohren, heurathete Catharinam, eine toch-ter Johannis Hewet von Headly-Haü, und wurde durch die-selbe ein vatter Johannis, welcher sich von Wrotham wegbe-

f ab, und mit Philadelphia , einer tochter N. Johnson vonoans, unterschiedliche kinder bekam. Von denselben hat sichabsonderlich Georgius , wie aus dem folgenden artickul erhel-let, hervor gethan, und ist deswegen an. »721. zum BaronByng von Southill in der Grafschafft Bedfort und zum Vi-comte Torrington erhoben worden. Er starb an. 17;;. nach-dem er mit Margarekha , einer tochter des Esquire Jacobi,Herrn von East-Langden in der Grafschafft Kent, fünf söhne,und eine tochter, nahmens Sara , die mit Johanne Osbornvcrheurathet gewesen , und an. 1726. im wiltwen-stande gele-bet, gezcuget hatte. Die söhne waren Pattee, Georgius, Ro-bertiis, Johannes und Eduardus, von denen sich der älteste an.1724. mit Charlotte, einer tochter Caroli Mountagu, Hertzogsvon Manchester , vermahlet hat. An. 17*4. den 7. febr. giengCarolus Byng, Königl. Groß-Britannischer Oberster, ein vetterdes Vicomte Torrington , mit tobe ab. The Brit. comp. tom.

I. p. 164.

* Byng, (Georgius) Vicomte Torrington, Baron Byngvon Southill und Baronet, Ritter vom Bade, Königlicher ge-heimer Rath, Admiral von Groß-Britannien rc. war ein söhnJohannis Bvng, und Philadelphiä Johnson, die ihn an. 1662.gebohren hatte. Nachdem er in allen Ritterlichen leibes-übun-gen eine besondere geschicklichkeit erlanget, suchte er sein glückauf der see zu mache», und brachte es in kurtzer zeit dahin,daß man ihn zum Capitain über ein kriegs-schiff ernennete, mitwelchem er an. 1690. und 1691. unter dem Admiral Eduar-ds Ruffel zu stehen kam , und sich an. 1692. in dem treffenmit dem Französischen Admiral von Tourville dermassen wohlhielt, daß ihn der König Wilhelmus davor mit einer güldenenkette und Medaille beschenckte. An. 169;. segelte er mit demVice-Admiral Rooke nach der küste von Bretagne , da man derstadt St. Malo warm einheitzte. Nach geschlossenem friedenbefand er sich meistentheils bey Hofe, und besuchte das arsenalfleißig; an. 1700. aber half er Coppenhagen mit feuer beäng-stigen , worauf er an. 1702. bey der escadre unter dem Ad-miral Rooke Contre-Admiral wurde, und an. 170;. auf der kü-ste von Bretagne den Franzosen nicht wenig schaden zlifügte.An. 1704. begleitete er, nebst dem mehr-erwehnten Rooke, denKönig von Spanien , Carolum III. nach Portugall, und giengvon dar nach Gibraltar , welches er im aug. zur Übergabe zwang,und den 26. dieses monats in dem see-treffen bey Malaga un-gemeine proben von seiner tapferkeit ablegte. An. 1705. und170Ü. that er unter dem Admiral Schovel dienste; im folgen-den jähre aber segelte er mit 22. kriegs-schiffen nach Alicante ,Und setzte daselbst einige mannschafft aus. An. 1708. nöthigteet, als Admiral von der blauen flagge, den Ritter von Fourbin,der im mertz eine landung auf Schottland unternehmen wollte,die flucht zu ergreiffen, und ein schiff von 72. canonen im stichezu lassen, wovor ihm die stadt Edendurg das bürger-recht , dieKönigin Anna aber die würde eines Raths von der Admirali-tät ertheilte. In eben diesem jähre bedeckte er 200. nach We-sten segelnde kauffarthey-schiffe, brachte hernach etliche tausendmann nach Ostende , und begleitete sodann die neu-verinählteKönigin von Portugall nach Lisabona . An. 1709. ward erAdmiral von der weissen flagge , und nahm den Franzosennicht nur auf der küste von Languedoc und bey Toulon vielemit körn beladene fahrzeuae weg, sondern reinigte auch diestraffe bey Gibraltar von den feindlichen schiffen. Nach seinerzurückkunfl erhielt er die charge eines Commissarii von der Ad-miralität , und war in folgenden jähren wegen Pleymouth einParlements-glied; allein an. 1717. mnste er mit einer flottenach der Ost-see gehen, da er nichts sonderliches ausrichtete,als daß er die schwedische insul Oeland ausplündern ließ. An.1718. den i i. aug. warf er den Spanischen Admiral Casta-gnetta unweit Cavo Passaro auf der höhe von Syracusa gäntz-lich über» hauffen , bedeckte an. >719. die communicationzwischen Sicilien und Reapvlis, und zwang dadurch die Spa-nier , daß sie an. 1720. Sicilien und Sardinien räumten, wor-auf er im julio zu Portoloaqone an das land stieg , und den 1.scpt. zu Herrenhausen bey feinem Könige anlangte, mit dem ernach Engelland übergieng, und daselbst zum Schatzmeisterbey dem sec-staat bestellet wurde. An. 1721. im jan. legte er

als Königlicher geheimer Rath den eyd der treue ab ; den fol-genden 21. fept. aber ward er zum Baron Byng von Sout-hlll und zum Vicomte Torrington erhoben. An. 1725. beehr-te ihn der Konig Georgius I. mit dem Ritter-orden vom Ba.de, und Georgius II. bestätigte ihn an. 1727. nicht nur in al-len ehren-stellen , sondern erklärte ihn auch an. 1730. zum er.stell Admivalltntö-OommillLrio, worauf er endlich an. 17) r.den 28. jun. das zeitliche gesegnet«. Von seiner gemahlin undkrndern siehe den vorhergehenden artickul. The Brit. comp.

tom. I. p. 364. seq. Lamberti memoir.

* Byrgi, ( Jobst oder vielmehr Justus) gebohren in derSchweitz an. 1332. war sowol in den mechanischen ausübun-gen, von welchen er eigentlich profeßion machte , als in derMathematic ein gar habiler mann. In ansehung dieser me-chanischen erfahrenheit, berief der hohe beförderer der Astro-nomie Wilhelmus IV. Landgraf von Hessen -Caffel, ihn nach an.i;6o. zu sich, und nahm ihn unter dem prädicat seines Hof,Uhrmachers in seine dienste , woselbsten er viele zu astronomi-schen observationen und andern gebrauch destinirte instrumen-ta, auch allerhand künstliche »ihren , von denen man noch un-terschiedliche zu Cassel in der Hochfürstlichen kunst-cammer auf,weisel, auf die ordre dieses vvrtreflichen Fürstens, und auf an-geben seiner KlarliematiLorum, Christophori Rothmanni, undPauli Wittichii, mit vielem fleiß ausfertigte. In Mathemati-cis liesse er ebenfalls verschiedene proben seiner geschicklichkeitsehen, da er zu deren beförderung ein und anders nützlichesausfande und verbesserte. Er geriethe mir bevhülffe der Al-gebra , von welcher er einen tractat noch nicht heraus gegebenhinterliesse, auf eine invention, wie man einen jeden theil inauch 3. gleiche theile, welches Problema Geometricum zu sei«ner zeit schon desideriret worden, theilen könnte. Stellte fernerzu der Trigonometrie Verbesserung , die Joh. Keplero in einemgewissen cafu auch sehr wohl zu statten käme, vieles rühmlichdar. Calculirte die Tabulas Sinuum nicht allein in graden undMinuten, sondern auch von 2. zu 2. secunden mit grosser ar-beit. Fände auch die Logarithmos lange jähre zuvor, ehe sieNeperus pudliciret, am ersten glücklich aus. Zum nutzen dergeometrischen Praxeos brachte er den drcy-schencklichten zirckel,ferner einen neuen proportional - oder doppelten theil - zirckel,denn auch ein neues geometrisches triangular-instrument, daserst an. 1648. Benjamin Bramcr mit seiner erklärung herausgegeben, am ersten an das licht. In Praxi Astronomica zeigteer ebenfalls eine schöne erfahrenheit, wie seine zu Cassel vonan. i;88. bis 1597. gehaltene Obfervariones an den tag legen,verfertigte auch immittelst einen grossen Globum ccelestem vonsilber, welchen er an. 1592. dem Kayfer Rudolpho II. nachWien zu einem präsent überbringen mnste, worüber er ein sognädiges Wohlgefallen bezeuget , daß Byrgi nachdem , und;war einige jähre nach des Wilhelmi tob, um an. 1604. da erüber 40. jähr in Cassel gedienet, zu seinem, auch weiter vonKayser Matthia und Ferdinando II. zu ihrem Cammer-Uhr-macher bis an. 1632. bestimmet worden, in welchem jähr erwieder nach Cassel zurück gekehret, das folgende aber darauf indem 81. iahre seines alters daselbst gestorben. Doppel,mayers Nürnberg . Mathematici und künstler.

Byron, (Lords) in Engelland. Zu des Königs Wilhel-mi I. zeiten fanden sich zwey dieses geschlechts , welches da-mals auch Burun genennet ward, nemlich Ralph, welcheracht Herrschafften in Nottinghamshire , und fünf in Derbys,hire besaß, und Ernysius, welcher in Jorckshire zwey unddreißig, in Lincolnshire aber acht und zwanzig Herrschafftenunter sich hatte. Von dem ersten stammte her Hugo, wel-cher den Mönchen von Leuton in Nottinghamshire sehr viellandereyen verehrte. Sein Nachfolger, Roger de Bnrun, gabden Johanniter - Rittern die stadt Oscynton. Von dieser altenfamilie hat sich in den Krafschaffien Nottingham und Derbyeine ansehnliche linie beständig erhalten. Aus derselben warJohannes Byron von Newsted in Nottinghamshire , welchender König Carolus I. bey seiner crönung zum Ritter des Ba-des , und hernach zu seinem Feld-Marschall in den Grafschaff,ten Worcester, Salop und Ehester, ingleichen in Northwales ,machte. Weil er nun in des gedachten Königs diensten sich un-gemein tapfer erwies , so erhub ihn derselbe den 24. oct. an.1643. zum Pair von Engelland , mit dem titul eines LordsByron von Rochdale in Lancashire , mtt der verfüqung , daß,in ermangelung seiner männlichen leibes-erben, diese würde,nach der orbnung des alters, auf seine sechs brüder, nahmensRichard, Wilhelm, Thomas, Robert, Gilbcrt und Philipp,die sich insgesamt in den wassen vor das Königliche Interessegar sehr hervor gethan hatten, und aus deren männliche nach-kommen fallen sollte. Oderwehnter Johannes, Lord Byron,heurathete zwar anfangs Cäciliam , eine tochter Thomä, Lords1 a War, und hernach Eleonoram, eine tochter Roberti, Vi-ce-Graftn Killmurrey in Jrrland, starb aber an. >632. inFranckreich ohne leibes-erben. Also succedirte ihm sein ande-rer brnder Richard, welcher mit seiner andern gemahlin , Eli-sabeth , einer tochter des Baroncts Gcorgii Booth, kein kindzeugte, von der ersten aber, gleichfalls Elisabeth genannt, ei-ner tochter Geormi Rosels von Ratcliff, einen söhn und einetochter bekam. Die letztere, nahmens Catharina, heuratheteder Ritter Wilhelm Vtanhope von Shelford. Der söhn, nah,Mrns Wilhelin, vermählte sich mit Elisabeth, einer tochter Jo,

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