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auf in Holland , Franckrcich und Italien, . jähr lang umfahe.Als er wieder in seinem vatterlano angelanget, wurde er zumLandsbestellten in dem Liegnitzischen Fürstenthun», und hernachvon selbigem zum Abgeordneten bey den Fürstcn-tagcn verord-net, wie nicht weniger 2. mal an den Kanser Lcopoldnm abge-schickt, bey welchem er sich dergestalt beliebt machte, daß er ihnund seine nachkommen in den Freyherrcn-stand erhöbe. Erstarb an. 1699. den 22. april, und hinterließ z. sehne, WolffAßmann, Heinrich Wentzeln und Hans Caspar», die 2, letztemfind ohne erben verstorben, von dem erster» aber ist cinssohn,Hans Aßmann , übrig geblieben. Er lebte zu der zeit, da Schle-sien 2. seiner besten Poeten, den Herrn von Hoffinannswaldau,und den von Lohenstein hatte, welche durch ihren Vorgang ihn zueiner glücklichen nachfolge aufgemuntert. Sein vornehmsteswerck ist die Übersetzung des Gvarini Pastor fido, den Stalins A-ckermann schon »üS,. zu Weimar übersetzt,aber schlechte ehre da-mit eingelegt hatte. Des Herrn von Abfchatz arbeit hingegengerietst so wohl, daß sie Hoffinannswaldau seiner eignen Über-setzung vorzöge. Diese und alle andere getichte von seiner Handsind 1704. m Leivzig zusaminen gedruckt worden. MorhoffsTeutsche spräche. Tcnzels unterrcd. an. 1689. ,
* Absdorff, (Matthäus) von Bernburg , war in Quedlin burg , hernach in Goßlar, und darauf im ersten orte wieder,Rector, darnach Pastor , Superintendens und Hof-Prediger,starb 160;. und ließPoemata Theologica in druck ausgehen.Ludiwici bist. Rector.
Abselius, ( WilhelmuS) von Breda, ein gelehrter und be-rühmterCarthauftr-Mönch, ist Prior zu Brügge in Flandern ge-wesen, und an. 1471. gestorben. Er hat unterschiedliche geistli-che schriften hinterlassen. Pojüus , de illust. Carth. c. ;o. Vofs.lib. III. de hist. Lat. Dorlandus, in chron. lib. VII .Vetrejus, bibl.Carth. Andr, bibl. Belg.
* Abfephe, ein fluß in Klein-Asien , lvelcher bey Lampfacus,der wegm ihren vortresiichen weinen und dem dienst des Priapiberühmten stadt, vorbey flieffet. Plinius nennet diesen fluß E-fepe. lib. V. c. j2.
* Adseus, ein rieft, der erde und des Tartari söhn. Hygin -
in praefat. fabul.
* Abste, eine Abtey in Poitou, in der Dioeces von Rocheüe.Sie ist Benedictiner-ordens, und an. n 20. durch die Herrenvon Parthenay , von Chabot, Chataigncr, von Apelvoistn undandere gestiftet worden, und hat zuerst unter das ehemaligeBißthum Maiüezais gehöret. Ein einsiedler, nahmens Peterde Bunt hat den ersten gründ dazu gelegt. Sie liegt zwischendenen städten Thouars und Fontenay-Ie-Comte. Davity. Sam-te Martbe.
Absimaras, oder Tiberius Apsimarus, Kayftr in Orient,war ein guter Kriegs-Obrister, und von allen soldaten geliebt.Leontins hatte damals den jungenIustinianuin, mit dein zunah-men Rhinotmctus, von dem thron verdrungen, und darauf eineflotte wider die Saracenen in Africa ausgeschickt; als aber diesesee-macht nichts ausgerichtet, und die Schiff-Capitaine sich nichtgetraueten solches vor dem Kayftr Leontio zu verantworten,warfen sie Adsimarum an. 698. zum Kayftr auf, der ließ Leontionase und ohren abschneiden, und verstieß ihn in ein kloster. Alser nun ziemlich glück wider die Saracenen in Syrien hatte, unddarüber stoltz wurde, auch Italien sehr beunruhigte, nahm derjunge Iustinianus gelegenheit, sich mit der Avaren Könige, Ca-gano, dessen tochter er geheurathet, zu verbinden. Er bekamvon ihm eine ziemliche armee, mit weicher er an. 705. vor Con-stantinopel rückte, und durch die wasser-Ieitungen in die stadt ge-langte, allwo er Leontium, Absimarum und Heracliuin, des letz-tern bruder, mit andern mehr aufdem grossen renn-platz zumspott herum schleppen, und ihnen die Häupter abschlagen ließ.
Cedren. Zonar. Tbeopb.
* ABSINTHII, die Absinthier, völcker inThracien, welchein der gegend des Ponri Puxini wohneten. Herodotus geden-cket derftlben, und sagt, es finde sich in ihrem land ein berg, Ad-synthus genannt.
Absorus, siehe Osero.
* Abstede, ist eine schr lustige gegend, gerad vor der zollstegs-pforte der stadt Utrecht , allwo sich zur sommers-zeit sehr viele leu-the in den dasigen schönen gärten, grünen wiesen, und fruchtba-ren kornfeldern zu belustigen pflegen. Sie war schon bekanntan. n;7.daFlorentius derGchwartze,ein druderGrafmsThev-dorici V. von Holland , allhier von den HerrenCuyck und Arents-bergen, als er nach seiner täglichen gewohnhcit nur mit wenigenbedienten auf die jagt ritte, gctödtet wurde. Den nahmenAbtsftede hat sie bekommen von einem kloster, darinnen sich Be-nedictiner-Nonnen unter einer Priorin befunden, welche abervon Bifchoff Willebrando, der an. 12;6. gestorben ist, und nuracht jähr regieret hat, von hier aus nach Utrecht sind versetzetworden in das kloster des heil. Servatii, welches von ihme ge-stiftet, und nachgehends zu einer Abtey ist erhaben worden, daindessen die Aebtißin ihre güther und lust-häuser zl« Abstede be-hielte. Matthai analeda.
Abstemius, (Laurentius) von Macerata in der Anconita-nischen Marck gebürtig, hat zu Urdino die jugend in humanio-ribuz unterrichtet, und ist des Hertzogs Guldonis Udaldi Biblio-thecarius gewesen. Er hat unterschiedene bücher hinterlassen,
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worunter sonderlich eines berühmt, welches den titul Hecatomy-thion führt, darinnen er 100. fabeln zusammen getragen, welcheanzahl er hernach verdoppelt. Es pfleget dieses werck mit denfabeln Aesopi, Phadri, rc. gedruckt zu werden. Wem» er gestor-ben, ist ungeiviß, doch scheinet er nicht viel »der - gelebt zuhaben, zu »velcher zeit er seine vorrede über den Aurel. Victor zuVenedig hat drucken lassen, ßayie.
ABS TINENTES , sind gewisse ketzer gewesen, so sich zu en-de des III. steculi inFranckreich undSpanien yerfür gethan, undvon den Gnosticis undManichäern eirtfprossc»» sind. Sie vcrivar-fen den ehestand,und hielten die speise des fleizches als eine sache,süvon dem teufet erschaffen,vor verdammlich,setzten auch dcnHeili-gen Geist unter die zahl der creaturen. Siehe Hierax. Pbtiaßr.c. 26. Baron, an 288.
Msyrtides, siehe Osero.
Absyrtus, sonst auch Aegialeus genannt, des Königs AetiSin Colchos und der Jpfte söhn. Er musteaufdefehl seines oat-ters,seiner fthwester, welche mit dem Iason entflohen, nachsetze»»,hatte aber das Unglück, daß er von derselben grausamer »veiftumgebracht »vard, denn sie hieb seinen leid in rause»»d stücke, undsireuete selbige auf den »veg, um ihren valter, wenn er ihr gleich-falls nachjagen »nöchte, durch diesen anblick aufzuhalten. Sera-bo , lib. Vil. Apollon. lib. IV. Ovid. lib. III. trist, wiewvl Piin ,lib. III. c. 26. und Cicero , lib. III. de nat. deor. solche gefthichtetwas anders erzehlen.
* Absyrtus, ein Nicomedier, welcher unter Constantino AI.krieges-dienste gethan, auch ein gutes buch von besorgung derthiere und pflegung der Pferde geschrieben, »velches, >vie uns Ca-lepinus versichern »vill, in des Heryogs von Mayland bibliotheckaufbehalten worden. Suidas . Üniverfal-Lexicon.
* Absyrtus, ein fluß in Colchis , der in das Adriatische meersich ergiesset, und seinen nahrncn hat von Abfyrta, »vclche vonMedea getödtet lvorden. Lucan. lib. 111 . Piin. üb. III. c. 2 6.Strabo , lib. VII.
Abt, von dein Hebräischen »vort Ab, oder dem SyrischenAbba, »velches einen vatter bedeutet, ist heutiges tages ein titulderjenigen, »velche einem zu einer Prälatur erhobenen kloster,undden darinnen befindlichen Mönchen vorstehen. Man hält diesewürde vor eben so alt, als die Mönche, weil billig zu glauben,daß eine jede gesellschafft der brüder jemand aus ihren» mittetzu ihrem Aufseher werde gehabt haben, den sie in den erstengottseligen zeiten nicht höher als mit dem liebreichen titul einesvatters oder Abts haben ehren können. Gicichrvie aber dieMönche selbst den Bischöffen unterworssen waren, und vor sichkeine Paera üben konnten, sondern allemal in das nächste kirchspielgehörten, also stunden auch die Aebte »»nter der geistlichen bot-maßigkeit der Bischöffe, »vorunter sie sich auch ordentlicher »veiftnoch befinden, wenn sie nicht durch ein besonderes privilegiumvon den Bißthümern ausgezogen, und dein Römischen stuhl un-mittelbar untergeben seyn, davon man die exernpel an der», Abtzu Clugny, und dem Abt zu Kempten , nebst vielen andern hat.siehe Rempten. Die ernennung der Aebte geschahe anfangsdurch die »vahl der Mönche, nachgehends aber haben an denmeisten orten die Landesherren das recht solche zu nominirenund hernach in dein Päpstlichen Confistorio zur ausfertign»»»der dißfalls darzu benöthigten bullen vortragen zu lassen, an sichgezogen. Die ceremonien, woinit man sie »veyhet, »vird Bene-dictio genennet. Sie sind schuldig, sich des gewöhnlichen Ha-bits ihres ordens zu bedienen, es sey denn, daß sie Abbates infu-lati oder mitrati waren, welche bloß dem »»ahmen nach von,denBischöffen unterschieden,und sich des BifchöMchen ornats völliggebrauchen mögen. Die gemalt der Aebte über ihre Mönche istgar unterschiedlich. An einigen orten haben sie macht ihrenMönchen die tonsur zu geben, in andern aber können sie die sogenannten geistlichen geringern orden mittheilen. In Teutsch-land haben sie meistens die hohe landes-obrigkeitliche gemalt ingeistlichen und »veltlichen dingen ai» sich gebracht, »velche sichauch ausserhalb ihres klosters aufihr territorium , wenn sie euncs besitzen, erstrecket.- Allein dieses alles ist nur von den rcgu-lairen Aebten zu verstehen, denei» die Abbate 8 commendatariientgegen gestehet werden, welches solche si»»d, denen der Papst diesruchtnieffung einer Abtey nebst der darzn gehörigen geistlichengervalt auf ihre lebens-zeit giebt, ohiraeachtd sie keinem geistli-chen orden zugethai», auch n»ehre»»thcils »veiter nicht, als durchdie blosse toniur dem geistlichen stand ge»viedn»et sind. In denPäpstlichen bullen wird ordentlich solchen Aebten auferlegt, daßsie nach erreichtem 25.jähr ihres alters sich zu Priestern »veyhenlassen, damit sie nachgehends auch die geistliche gemalt exercirenmögen. Allein solche Priestcr-weybe »vird insgemein unterlasse»»,da denn der Prior des klosters die geistliche gemalt über dieMönche führet, »vclche er auch behalt, »venn schon der Abbascommendatarius sich zum Priester weyhen lassen, nicht aber ih-rein orden zugethan istziviewol die Cardinäle,»venn sie auf solcheart Abteyen'besitze»,, alle gemalt gleich den regulairen Aebtenprätendiren, »velches ihnen aber, wenn die Päpstlichen bullen »licht ausdrücklich darauf gerichtet seyn, nicht zugestanden »vird.Zr» den zeitenCarls desGrossenmnd dessen nächsten Nachfolger,
ar es sehr gemein, daß Kriegs-Officirern und andern weltli-chen Herren die aufsichten und beschutzungen der Abteyen nebstder gerichtbarkeit im lande aufgetragen »vurde, daher sie hernachAbba-Comites genennet wurden, weil sie beyde chargen zu-gleich besassen. Vom Kayftr Carl demGrossen, sagt der authorD 4 vitse