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de dahero nach Amantii tode einhellig zur Bischöfflichen würdeerhoben, und breitete hierauf seinen rühm nach gerade mehraus. Er war sehr eifrig in Vertheidigung der reinen Wahrheitdes Evanqelii wider die sogenannten ketzer; darum er auch vondem Papst Leone I. sonst auch der Grosse genannt, für tüchtig er-achtet wurde, nach Constantinopel gesandt zu werden, damitman, wo möglich, diese streitigkeiten beylegen mochte. Er wirdvon der kirche zu Como als ein Patron und Heiliger verehret,undder 2. april, als der tage seines todes, ihme zu ehren gefeyert.
* Adundius, ein Priester aus dem dorfe Ananello, bey Cor-dua m Spanien gebürtig, wurde allda zum Priester bestellet.Die Saracenen haben ihn an. 8 c 4. schrecklich gemartert, undendlich wegen seiner standhafftigkeit im Christlichen glauben ge-tödtet, und seinen leichnam den wilden thieren zu fressen vor-geworffen. Zu seinem gedächtnls ist der 2. julii zu feyren ver-ordnet. Universal - Lexicon.
* Abundus, ein Mönch zu Villars in Brabant,, führeteeinen sehr heiligen lebens-wandel, und wurde oft entzückt, hatteauch einen prophetischen geist, und starb an. 1234. Es wirdihm zu ehren der 19. mark. gefeyert. Universal - Lexicon.
* Abu-Obetdah Mamar Ben Almothani, aus dem stam-me Teim, und gebürtig von Bassora , wäre ein furtrefllcherArabischer Grammaticus ; und hat auch zwey verschiedene dü-cher über die grammatick geschrieben unter dem titul: Al Moc-caddeinat, welche der Calif Harum Raschid von dem authoreselbsten sich erklären liesse. Er hat noch ein ander werck vonde-nen gleichnissen des Alcorans geschrieben, und nennet es: Me-giaz Alcoran. Abu Othman wäre aus der zahl seiner lehrjun-gern. Übrigens führte er ein freyes und ziemlich ausgelassenesleben, und starb zu Bassora im jähr der Hegira 209. und Chri-sti 824. Er wäre in seinem 99. jähr als er mit tod abgienge,und niemand begleitete seine leich, weilen er in seinem gantzenleben niemand durch seinen zuspruch zu der Mahometanischenlehr gebracht hatte. D’Herbelot , biblioth. Orient.
* Abu-Dssaiba Ben Abi Ossaiba , hat eine HistoriamMedicorum geschrieben , welche 0mn al enba ü rbabacat al at-hebba, betitelt ist. D’Herbelot , biblioth. Orient.
* Aburia, wäre ein geschlecht zu Rom , von welchem unge-wiß , ob es unter die Patricias oder Plebejas gentes zu zehlen,indeme man von demselben nur wenig Nachricht findet, Livius üb. XXXIX. nennet einen M. Aburium, welcher A. V. C. <, 66 .Tribunus Pl. gewesen, und M. Fulvio, als er aus Aetolia zu-rück kommend den triumph beachrete, eine zeitlang widerstün-de , sich aber doch endlich erbitten und bewegen liesse. Ebenderselbe nennet üb. XLI. einen M. Aburium, welcher A. V. 577.Prxtor gewesen, und die jurisdiction zwischen bürgern undftemden gehabt. Daher zwar einige schliessen wollen, es seyenzwey geftylechter dieses nahmens gewesen, deren eines Plebeja,aus welchem der erstere; das andere Patricia , aus welchein derzweyte gewesen. Allein da sich diese meynung auf einen falschengründ stützet; daß die Pratura bis auf diese zeit keinen andernals Patriciis zu theil worden; da doch gewiß ist, daß schon vonA. V. 416. exempel vorhanden von Plebejis , welche diese würdegetragen : so fället sie von selbsten weg. Es kommet ferner A.V. 582. bey Liv. lib. XLIL C. Aburius vor, welcher nebst an-dern zu Mafanissa und den Carthaginensern geschickt worden:welcher nähme auf einigen müntzen vorkommt, mit der bey-
e GEM. daraus Gemimis oder Gemellus , ein zunähme,
! gemachet werden. Eines andern C. Aburii, wie auchverschiedener weibs-personen dieses geschlechts wird auf einer al-ten Inscription zu Cäre gedacht. Fätini famil. Rom .
* Abu-Rihan, mit dem zunahmen Alkhovarezini al Bi-runi, von seiner vatter-stadt Birun in der provins Khovarezm,also genannt, war ein scharfsinniger und grund-gelehrter rnann,welches ihm Avtcenna, zu dessen zeit er lebte, wie er denn an.Chr. 1029. gestorben, selbsten zugestehet. Aufseincr 40. jährigenretfe durch gantz Indien hatte er in der Philosophie, besondersaber in der Astrologie eine grosse wissenfchafft erlanget, von wel-cher letzter» er einsmals an dem Hofe des Sultans MahmudBen Massud verschiedene proben sehen ließ. Mit denen amu-leten, zauber - pfcnnigen, und andern dergleichen dingen wüsteer sehr wohl umzugehen, wodurch denn die leuthe in grosse Ver-wunderung gesetzet, gegen ihn selber aber zu einer ausnehmen-den hochschätzung gebracht wurden, wozu denn seine schriftendas ihrige nicht wenig beytrugen, unter denen fein Canoun alMassoudi oder Cosmoaraphie, die er dem Sultan Massud de-dicirct, die vornehmste ist, und von Abulpheda öfters citiretwird. Über dieses hat er auch eine Theoriam ltellarum fixa-rum , ingleichen ein buch de SphEeris , und eine einlcitung indie Ailrologiam judiciariam geschrieben. D’Herbelot.
* Aburra, ein fruchtbares thal in Neu-Granada in Ameri ca , jenseit des gebürges Ardes. Universal . Lexicon.
* 1 ein fluß in Epiro. Es ist auch der alte nähme ei-
nes flusses in Engelland, oder besser, einer art ineer-busens, inwelchen viele kleine flusse sich ergiessen, zwischen denen provin-tzen Dorck und Lincoln. Maltet. Hȧn Lexicon Universale.
* Abus, ein berg in Groß - Armenien , aüwo der Euphrat entspringt. Thevet sagt, es heisse dieser berg heutiges tagesCaicol.
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te denen Rhodistr- Rittern 3. jähr lang viel zu schaffen. Uni-
versal - Lexicon.
* Abu-Sahal, mit dem zunahmen al Masihi, der Christ,war des Avicenna lehrmeister in der Artzney-kunst, und mach-te sich durch ein buch, Miat , oder Centiloquium , bekannt.
Universal - Lexicon.
* Abu-Sahal, zugenannt Al Armem, hat in Arabischer sprach die Historie der kirchen in Egypten, Nubien , Ethiopien,Libyen , Nmnidien, Mauritanien, Ost-Indien rc. beschrieben.Es fanget diese Historie an im jähr der Hegira 564. und Chri-sti 1168. und erstrecket sich bis m das jähr der Hegira 738.oder Christi 153 7. Es findet sich dieses buch in der Königlich-Französischen biblivtheck. D’He.belot.
* Abu-Salem, ein Christlicher Medicus, von der secte derJacobiten, ward zugenannt Ben Caraba. Er wäre zu Ma-laria oder Melitene in Armenien gebohren, und wäre Leib-Artzt des Sultans in Iconicn, nahmens Aladin aus dem ge-schlecht der Selgiuciden. Als dieser Abu-Salem vermeynte erstehe in Ungnaden bey dem Sultan, geriethe er darüber in Ver-zweifelung und vergiftete sich selbst. D Herbelot.
* Abusayd , ein söhn Algiapsu, und Sultan der Mogols,aus dem geschlecht Genghiz-Khan, folgete seinem vatter in derrcgierung im jähr der Hegira 739. und Christi 1358. Er ernen-ncte zum Generalißimo seiner armeen den Emir Giudan,deme er seine schwester zur ehe gab, nachdeme er viele und gutedienste von ihme empfangen hatte. Als aber in folgenden zei-tcn der Sultan sich in Bagded-Khatun die tochter des Emirverliebt hatte, und vergeblich begehrte daß Schereck Hussain,an dene sie verheurathet wäre, sich von ihro scheiden sollte,damit er der Sultan sich mit ihro vermählen könnte, so wi-dersetzte sich Giuban diesem vorschläg, dadurch er bann sich undseinem söhn den tod zugezogen. Hussain entschlösse sich end-lich dem Sultan sein weib abzutretten. Der Sultan vermahl-te sich mit ihro, und räumte derselben einen fast unumschränck»ten gemalt ein, dessen sie aber sich wider den Sultan selbst ge-brauchte, und ihne, aus forcht, er möchte ihro etwan-auchden abscheid geben, mit gift hinrichtete itt dem 32. jähr seinesalters, und in dem 19. seiner rcgierung. 5 Oieses geschahe imjähr der Hegira 739. und Christi 1337. Arbah, der nachfol-get des Abusayd, strafete aber die trculosigkcit dieses weibs nachverdienst. Einige scribenteu wollen es feye Abusayd eines na-türlichen todes gestorben. Er ward zu Sultania, als in sei-ner gewöhnlichen residentz-stadt begraben. Nach vielen gesche-henen Veränderungen gertethe sein Reich endlich unter den ge-malt der Tartarn. D’ Herbeiot, biblioth. Orient.
* Abu-Sayd, ein König zu Fez und Marocco , kehrete, weilseine fachen in Spanien wider die Christen übel ablieffcn,von dar wiederum nach Africa zurück, allwo er an. 1302.gestorben. Marmol.
* Abusayd Mirza, König in Indien , aus denen nachkom-men des Tamerlan , ober gar, wie einige wollen, dessen groß-sohns söhn; starb an. 1463. Sein vatter, der ihm in der regie-rung vorgegangen, hieß Sultan Mahomet. Er vermehrte feinReich mit vielen landschafftm von Caschgar bis Tauris in dielänge, und von Kirman und Multan bis Khovarezm in diebreite; endlich aber wurde er von Lusun Caffan überwunden.Ihm folgte in der rcgierung Hameth Saheck. D’Herbewt ,biblioth. Orient.
* Abu-Schamah, sonsten genannt Schehabbeddin Ben Istmael, wäre von Damasco gebürtig, und hat das leben zwcvcrgrossen Fürsten geschrieben , nemlrch des Nureddin, den einigeKorandin nennen, und des Salaheddin oder Saladins . Erhat dieses werck genennet : Aznar al raudhanin &c. d. i, diedlumen zweyer garten rc. Man hat auch von eben dicstmscribenten eine austegung über die sieden gcuchlc des Sakhao-Vi. D'Herbelot , biblioth. Orient.
* Abu-Seif, der söhn Dhu Königs in Jemen oder glückseligArabien, lebte kurtz vor des Mahomets zeircn. Die Abyßi-nier verjagten ihne aus seinen landen, aber Chosroes zugenanntNuschirvan, setzte ihne wieder in die besitzung derselbigcn ein.
D’ Herbelot.
* Abu Tamam , oder Habib Ben Aus-a!-Hareth BenLais, mit dem bcynahmen al-Ehaji, ein berühmter Arabi-scher Poet, war aus einem flecken bey Damastus gebürtig,und in Egypten auferzogcn. Im jähr der Heg. 190. an.Chr.792.wurde er gebohren. Er lebte nicht lange, welches ihm einermit nahmen Filsof, vorher prophezeyet und gesaget hat, daßwie der Indianische stahl die degen-scheide, also sein hitzigerund scharfsinniger geist seinen schwachen leib auch gar baldverzehren würde. Er hat auf verschiedene Califen, die ihmeinige wohlthaten erwiesen, wohlgesctzte lod-redcn verfertiget,und unter dem titul al Hammassah einen Divan oder samm-lung seiner gctichte gemacht, daher er sich den rühm einesder besten Dichter seines volcks zuwege gebracht. D’Herbelot.
* Abu-Te-Chifien, ein Africanischer Morabite, der sich imjähr Christi 1031. in Biledulgerid oder dem mittägigen theilvon Africa emvörte. Er hatte sich in diese gc zcndcn begebenum der herrschafft der Araber zu entgehen, und zöge eine gros-se menge volcks an sich, unter dem fürwand sich des jochs derMahometaner sowol in der Barbarcy, als in Svanicn zudefrcycn. Er zöge also mit einer mächtigen armee durch die
Atlas.