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* Acesirnder, ein Griechischer geschicht-schreiber , hat dieHistorie der stadt Cyrene von Batto an, welcher den gründzu derselben gelegt, beschrieben, auch eine Mythologie verfer-tiget. Es wird seiner von den Scholiasten des Apoüonu undPindari zum öfftern gedacht. K«mg.
t Aceseus, Ein berühmter stidensticker von Patara inLycien , welcher mit einem andern dergleichen künstler,nahmensHelicvn aus Carysto, den geheiligten schleyer der Pallas ver-fertiget. Dieses und andere ihrer wercken wurden so. hochge-halten, daß wann man eine künstliche arbeit loben wollte, spruch-worts-weise gesagt wurde: Dieses kommt von der Hand Ace-sei und Heliconis. Erasmi adag. chil. II. cent. 6.
* Acesia, war der nähme eines gewissen cheiles der insulLemnus, welchen er daher bekommen, weil der Philoctetes anseiner wunde hier geheilet wurde. PhHoßratus.
Acesias, ein unerfahrener Artzt, welcher'einen armen men-schen von der gicht entledigen wollte, aber das übel ärger undunheilbar machte; daher die alten,wenn sie einer übel angestelltencur spotten wollten, sagten : Es hat Acesias Hand mit angelegt.
Aristophan. Eraßn. in adag.
Acesines, ein fluß , so in den grossen ström Indus fallt.Plinius schreibet, daß bey demselbkgen so dickes röhr wachse,daß dessen knoten und gelencke zu kühnen oder schifflein gebrauchtwerden können. Plin. üb. I. & VI. Strabo, lib. XV. Arrianus ,Üb. V. & VI.
Acesines, ein fluß in Sicilien , entspringt aus dem mitter-nächtigen theil des berges Aetna, und wird heut zu tage Al-<antara oder Lantara genennet. Es ist auch ein fluß diesesnahmens in dem Taurischen Chersoneso, welcher bey Penti-eape vorbey fließt. Pim. Fazei.
Acesius, ein abgott, siehe Telefphorus. ^
* Acesius, ein zunähme des Apollinis, welcher in der stadt
Epidaurus (so heutiges tages Malvasia heisset) in Pelopone-so , angebäten ward. Einige behaupten es seye eine anderegottheit als der Apollo, welche von andern völckern Telespho-rus genannt werde, und samt Aesculapio über die gesundheitaesetzet seye. Es findet sich eine alte müntze, welche d'ie stadtNicaa zu ehren Antonini Pii geschlagen hak, und auf welcherAcesius mit einem weiten kleid, fo ihme den köpf bedecket undbis auf die knie hinunter gehet, abgebildet wird. Pausan.l.L. Tristan , commentar. tom. I. p. S99. '
■ Acesius, ein Bifchoff der Novatianifchen kctzerey zugethan.Er fetzte sich der lehre der kirchen mif fcemCondlio ju Nicaa ent-gegen, so daß der Kayser Constantinus selbst dahin kommenmüste, um ihn wieder aufden rechten weg zu bringen. Er wolltekeinen abgefallenen Christen wieder aufnehmen, und wendetefür, daß solches nicht ein werck der Prediger und Lehrer wäre,sondern GOtt allein zustünde. Socrat. üb. I. Nweph. üb. VIII.
Sazom. üb. I. Baron.
* Aceso, eine tochter, wie man vorgiebt, des Aesculapii,die er mit seiner frau der Epionc gezeuget. den·, hist. de laMedecin. P. I. liv. I. c. 19.
* Acesodorus, der mit dem folgenden Acestadoro nichtzu confundiren ist, war ein Hiüoricus aus Meaalopolis,daneben mich ein geschicker Mythologns, und Hat ein besondereswerck de Urbibus geschrieben , dessen von Stephan'o Byzanpinoin seinem buch de Urbibus gedacht wird. Vojs. bist. Grase. III.
Acessäus, ein nachläßiger schiffet, der seine fahrt immerbis aufden nächsten vollen mond verzögerte, und dennoch diereise nicht bewcrckstelligte; dahero das fprüchwort entstanden ;auf des Acessäi Mondschein, womit diejenigen gemeynt wer-den , die täglich neue Ursachen zu aufschiebung einer fache er-drücken. Eraßn. in adag,
Aceftadorus oder Acestodorus, ein Griechischer Hiitoricus.Plutarchus führet in dem leben des Themistoclis aus demselbigenan, daß Lerxcs vor der Salaminischen schlacht in einer gewissengcgend aufden Megarischen grentzen die schlacht - ordnung derGriechen und auch die schiffsflotte angesehen habe. Vofl de hilt.Grase. ,
)lcestes, König in Sicilien , nchin den Aeneas mit seinemvatter Anchise nach der verstörung Troja auf, und als Anchisesdaselbst starb, beerdigte er ihn unter dem berg Erir.Aeneas balie-te hernach bey seiner zweyten ankunft in Sicilien, zum andenckendieses gastfreyen Königes, die stadt Acesta, heute zu tage Sige-sta genennet. Virg. iEn. V.
* Aceftium, eine tochter Tenoclis, erlebte, daß erstlich ihrgroß-vatter Leon, nachmals ihr bruder Sophocles, darauf ihrmann Themtstocles, und endlich nach dessen tobe ihr söhnTheophrastus Priester der Cereris waren. > Welches auch dieeinige ursach gewesen, darum ihr nähme bekannt worden.
Paujdnias , in Atticis.
* ACET ABULUM; ein kleines maas bey denen alten, wel-ches nach Plinii bericht zwey und eine halbe untzen, sowolflüßiger als trocknet waare hielte, und eine Halden evathumausmachele. Man nennete auch aeetabulum einen kleine phio-le oder büchse, in welcher die alten eßig und unzeitigcn trau-ben-saft sinnt andern zu denen suchen nöthigen specereyen,aufbehielten. Es wäre dieses gcfasse Pyramiden,förmig undin verschiedene fachen eingetheilet. Rostn, antiq. Rom .
* Accziah, eine insul aus der zahl derjenigen^ welche die Ara-ber Ranege heissen und in dem Oeeano jEthiopico gegen der kü-
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ste von Zanaebar über liegen. Die einwohnere dreser insir! sindfast alle Mahometaner und fremd. Sie ist zehrn Meilen vondem vesten land entfernet, und siehet gegen der stadt Bais.Ihr umkreis ist 400. meilen, und wächset kein gctreyde darinn.Die einwohnere ernehren sich mehrcntheils mit mays, welcheseine art Indianischen kornes ist. Nahe bey dieser insul ist nocheine andre weit kleinere, in deren mitte sich ein feuer-speyeyderberg findet. D’Herbelot,
* Acgia-Sarai, eine sehr schöne nordwerts an dem Caspi-schen meer gelegene stadt, zwischen Bulgarien und Turcke-stan. Die einwohnere derselben sind theils Heyden theils Ma-hometaner. (sie ist fünfzehen tagreisen von der stadt Äcgia Ker-men, die auch (sarai Kermen genennet wird, entlegen. Disseist denen kleinen Tartarn unterthänig, jene aber nrcht. JD’Hn-
belot.
Ach, eine kleine stadt nebst einem schlösse im Hegow inSchwaben , gegen dem Boden-see, auf einem lustigen rundenberge gelegen, gehört zu der Landgrafschafft Nellenburg. Zem-
ri topogr. Suev. p. i.
Ach, ein kleiner fluß, welcher von wald -wiesen her fliesschund eine meile von der Reichs-stadt Uberlingen in den boden-seefället. Auf der Thurgöwischen feiten rinnen gleichfalls r. Was-ser gleiches nahmens in besagten see, nemlich das eine vor derstadt Arbom, und das andere nächst bey Romanshorn .
Acha, ein kleiner fluß in Bayern , entspringet theils imSaltzburgischen, theils in Tyrol j gehet durch den see Chiem-see, und fliesset nicht weit vom einflusse der Saltza in den Inn.Es sind auch noch r. andere kleine flüsse dieses nahmens inBayern , so in die Donau fallen.
* Acha, ( Ras) ein berühmter Rabbine, hat A. M. ;;ro,gelebet, und ein buch von allen im gesetz vorgetragenen gebotenunter dem titul; Sehealtot Ras Aeha geschrieben. Woisit Bi.blioth. Ganz Zemach David.
Achab , oder AHab, der 7. König in Israel, des Amrisöhn, welcher alle seine vorfahren an gottlosigkeit übertroffen,und durch seine Vermählung mtt der Iesabel, des Königs zuSidon tochter, noch mehr in der bosheit verstärcket worden.Er trat die regierung allein an A. M. 5067. A. C. 917. GOUstrafte ibn mit dreyiähriger dürre des landes, die ihm Ellasvorher propheccyet hatte; und dieser Prophet machte, daß ingegenwart des Königs feuer vom Himmel siel, und das ovfer'verzehrte, wobey denn der Baals-priester betrug an den taggelegt, und ihrer desselben tags 45°. getödtet , von Ella aberder jo lange ausgebliebene regen wieder erlanget worden. Einezeit hernach A. M. zog;. A. C. 8yy. kam diesen König die lustan, des Naboths Weinberg zu haben , und dadurch seinengarten zu vergrössern; als es aber Naboth verweigerte, brach-te Iesabel falsche zeugm wider ihn auf, und ließ ihn unschul-Liger weise steinigen. Er überwand den Syrischen König Ben-Hadad in einer schlacht, und ließ ihn wider Göttliches verbotfrey nach hause ziehen, welches ihm GOtt durch den Prophe-ten Mich« hart verwiese. Darauf siena er mit Bcn-Hadadaufs neue krieg an, und verwickelte den Jüdischen König Iosa-phat auch mit darein: 400. seiner Propheten verhiessen ihm densieg, aber Micha sagte ihm frey unter die äugen, daß es ihmsein leben kosten würde, wodurch er entrüstet ward, und denMicha in ein gefängniß wcrffen ließ , um selbigen bey seinerrückkunft zu todten. Er ward aber selbst A. M. zog?. A. C.897- im streit erschossen , und leckten die Hunde sein blut, wiesie des Naboths blut geleckt hatten, nachdem er 22. jähr re-gieret hatte, nemlich die zeit mit zu rechnen, da ihn sein vat-ter zum Mit-Rcgenten gemacht hatte. Ihm folgte sein söhnAchazias. uRog. XVI. 2 .Cb,on. XVII. XVIII. Joseph. üb.VHLantiqu.
Achab und Zedekias sind, wie einige vorgeben, die nah-men der beyden Alten, die der Susanna, als sie in dem gar-ten badete, unzüchtig nachgestellet; wicwol sie auch von etli-chen Amidus und Abidus genennet werden. Sie werdenAlte genennet, vielmehr in anfchung ihrer würde, als wegender jähre ihres alters, gestalt denn solches das Hebräische Wortzekenim zu erkennen giebt. üng. epijh ad Aktie. JertnuXXIX. Huet. demonltr.
* Achabytos , ein hoher berg auf der insul Rhodus, aufHessen spitze ein tempcl des Iovis stunde. Diod. Sie.
'* Achachica, oder Achacica, Achtacica, eine kleine stadtin Mexico , in Nord-Amcrica, sie ist wegen der daselbst befind-lichen silber-gruben berühmt. Sie llegt nicht weit von der stadtMexico , und ig. Französische meilen von einer andern stadt,nahmens Puebla de los Angelos. Baudrand.
Achad oder Acad , eine stadt in Assyrien , wo Nimrod regierte , heut zu tage Nisibe genennet. Gen. c. 10. & ;o.
Achäa , diesen nahmen haben die alten der Ceres beygeleget'um ihre traurigkcit über die wegraubung ihrer tochter Pro'serpinä damit anzudeutm. Man pfleget lhn auch der Palla-di zu geben. Plutarch. lib. I. de Is. & Ofir.
* Achaea , ein städtlein in dem Asiatischen Sarmaticn, beydem schwartzen meere, welches eine colonie derer Orchomcnierwar. Ovid . Font. IV. 10. Ptolomaus. Strabo , Geogr. IX. p. 6z 7.
* Achai, ist der nähme eines volcks ill Thessalien, dessenvom Stephane Byz. gedacht wird. Eines andern bey dem ?0N-to Luxino; in dem Asiatischen Sarmatien von Ptolemrco-,
klu.