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nedictmorum in Anglia, darinnen er einige sonderbare meynun-gen von der kirchen-disciplin vertheidiget. Rainaidus , in syn-
tagm. de libris propr. Saylt.
* Barnes, (Richardus) ein Engelländffcher Bischoff, hatzu Orford studiret, ist darauf Weyh-Bischoff zu Nottingham ,und vollends an. 1370. Bischoff zu Carlilc , von dar aber an.i 377. ins Bißthum Durham versetzet worden. Er hat ohnge-fehr II. jähr gesessen. Godwin , de Praeful. Angl. P. II. p.140.
* Barnes , ( Josua) Professor der Griechischen sprach zuCanrdridge zu ansang des XVIll. f-ecull , war den 10. jen-ncr an. 1654. zu Londen gedohren , allwo sein vatter einhandwercks-mann wäre. Er ward naher Cambridge auf dieUniversität geschickt, und allda als ein famulus angenommenin dein Collegio Emanuelis in dem Monat decembr. an. 1671.In dem zunio an. 1678. erlangte er die stelle eines Socii inbesagtem Collegio , und an. 1693. ward er zu>N Professore Re-gio der Griechischen sprach ernennet. Er hatte sich sehr frühein dieser sprach hervor gethan , und redte und schriebe sie mitgröster fertigkeit. Ehe er noch auf die Universität käme, hatteer schon verfchiedene Lateinische und Englische getichte geschrie-ben. In dem jähr 1679. gab er zu Londen eine in Griechi-schen versen verfaßte Historie der Königin Ester aus. Er leg-te sich hernach aus die Englische geschichten, und gab in demjähr 1688. das leben Königs Eduardi 111 . aus , in welcher erdiesen König lange mit grossem nachsinnen verfaßte reden hal-ten machet, welche aber mehr seiner eigenen einbildung, undder Nachahmung Thucydidis und andrer alten geschieht - fchrei-bern zuzuschreiben sind. An. 1694. gab er seinen EURIPI-DEM in folio aus , samt einer zuschrift an den Hertzog vonSomerset . In dem jähr 1700. käme eine zwischen 40. und30. jähr alte, und mit 200. pfund sterling jährlichen einkom-mens versehene wittib, nahmens Mason von Hemmingford inHuntinglonschire, naher Cambridge , und bäte ihn um die er-laubnis , daß sie, als eine Verehrerin seiner herrlichen gaaben ,ihme in ihrem testament hundert pfund sterling vermachen börs-te. Er wollte aber solches nicht geschehen lassen, es wäredann stich, daß sie ihne heurathen wollte, «sie antwortete,weilen Josua ehemals die sonne habe können machen still ste-hen , so könne sie auch diesem Josua nichts abschlagen, undheurathete ihn kurtz hernach. An. 170;. gab er zu Cambrid ge seinen ANACREONTEM auä, und dedicirte ihn dem Her-tzog von Marlborough. An. 1710. trat sein HOMERUS andas licht ; die llias wäre dem Grafen von Pemdroke, dieOdyssea aber dem von Nottingham gewiedmet. Als diestrsein Uomerus zum druck fertig wäre , schrieb er ein weitläufi-ges Englisches geticht, in welchem er bewiese, daß Salomonselbst der urheber dieses recht göttlichen werckes seye. Manhält dafür, er habe dabey nicht so fast zum zweck gehabt sei-ne meynung an den tag zu geben, als aber sein weid zu belu-stigen , und sie dadurch desto williger zu machen, daß sie vonihren Mitteln die zu der so kostbarn ausgab des Homeri nö-thige unkösten Herschiessen möchte. Er starb den auq. an.1712. in seinem 38. jähre, und ward zu Hemmingford begra-ben , allwo seine wittib ihme ein schönes grabmahl mit folgen-der aufschrift hat ausrichten lassen: H. S. E. JOSHUA BAR NES S. T. B. Collegii Emanuelis Socius , Linguae Grases inAcademia Cantabrigienfi Professor Regius peritissitnus. Pluraeruditionis & induitriae monument. reliquit. Ob. Aug. 3. A.D. 1712. aetat. 58. MARIA BARNES Conjugi dilectiilimoΜ. k.
Bttpniss /Οί cd ctTtav ΤΛ{
Ni'i£»<re πολύτίχνος ,
Aoyo·} ζχφων φίξίς-ος ,
“Ανθος τί των άοκΡων.
Των ις-όξων μί·ρις·ος ,
Καί ρ«τ όξων αρις·ος ,
Καί ΜΛντίων ζαθις·ος ,
Βζίτ Ίαννικιίς αξ^ξιις.
Nebst denen bishero nahmhajst gemachten schriften, hatBarnes noch eine erstaunliche menge Griechischer, Lateini-scher und Englischer schriften verfertiget , deren wir hiernur einige der wichtigsten nennen wollen: Άγ^λοβίλγομα.
■χία ; Όξ&Λο'} ,'α j ’ Αλαιτςνοααχία ,; ; Φλ«ϊα«Γβ;,
welches alles Griechische getichte sind; Lexicon poeticum Grs-co-Latinum, fol.1673. Tractatus de Accentibus Graecis ; Histo-ria eccleliattica ä mundo condito usque ad Afcensionem Serva-toris noitri, fol. Dissertatio de Obelifcis, Pyramidibus &c.169a. de Sibyllis libri III. viele Predigten; Oraciones &c. &c.Englischer B.yie.
* Barnesley, ist ein in dem abendlichen theil der GraffchafftYorck gelegener, sehr wohl-gebauter, 126. meilen von Londen entfernter, und wegen seinen inanufacturen hoch gehaltener fle-cken. Drfi. Αηφιν.
* Barnet , oder High Barnet, d. i. Hoch-Barnet , ist einflecken in der gegend Caisho in dem mittäglichen theil derGraffchafft Hartford , auf einem derg zehen meilen von Londen gelegen. Er ist wegen seinen gesund-brünnen, deren geschmackein wenig aufalaun sticht, etwas angesehen, insonderheit aber
Htstor. Lexkon l. Theil.
bar 779
wegen der alldort an dem Ostertag an. 1471. zwischen denenzweyen familien von Zorck und Lancaster vorgegangenenWacht, da die erste den sieg davon trüge, berühmt. Ditt.
Angkis.
* Barnet , (Johannes) ein Engelländischer Bischoff, warerst Archidiaconus zu Londen , wurde darausdcn io. jan. an.1 jdi. zum Bischoff von Worchcster durch ein Päpstlich Breve er-nennet , und an. 1362, eingeweyhet, von dar aber an. i;6;.nach Bath und Wels versetzt, und endlich an. i;66. bey schonziemlich hohem aller zum Bischoff von Eli erwehlet, worauf erden 7. jun. an. i;?;. gestorben. Godvpin , de Pneful. Angl.P. I. p. 32?. 430. & 316.
Barneveldt, oder Johann von Oldenbarneveldt, sieheOldenbarneveldt.
* Barneveldt-Schans, ein Eon derer Holländer auf derMoluckifchen inful Bachian. Universal- l.exicon.
* Barniche, ist ein fluß in Peloponnefo, vorhero Enipeusgenannt, der sich in den fluß Alpheum ergeußt. Home.i Odyf-sea. Strabo , üb. VII.
Barnim I. der gütige, ein söhn Bogislai II. Hertzog übergantz Vor-Pommern , trat an. 1222. die regierung an, undverwaltete dieselbe rühmlich. Er bauete an. 1233. einige städte,als Greifenhagen in Pommern , und Prentzlau in der Ucker-marck , wie auch an. 1238. Gartz , welche alle bisher nur dör-fer gewesen. Er übergab die stadt Colberg dem Stift zu Cammin,und erbaute die Stists-kirche zu Stettin . Er nahm den Ru-gianern Loitz und Demmin wieder ab, und verfiel mit demMarggrafen von Brandenburg, Johanne, wegen der neuenMarck in einen krieg, welcher aber also beygelegt wurde, daßHedwig Barnimi töchter an Marggraf Johannem vermähletwurde, und zum braut-schatz Prentzlau und die Uckermarckbekam. Der friede währte aber nicht lange, und Barnim be-kam auch wegen stiner Hinter-Pommerischen vettern krieg mitPolen , worüber er zu Dam, wo er mehrentheils residirte, an.1278. starb. Mierai. Pommerl. lib. III. p. 312. feg.
Barnim II. war ein söhn Barnimi I. aus der dritten ehe.Es schenckte demselben sein anverwandler Mestovinus einigeHerrschafflen in Htnter-Pommern, um das jähr 1293.; alleindie Polen verhinderten ihn, daß er nicht zum besitz gelangenkonnte. Er wurde aber in stlbigem jähr von einem Pommeri-sche» Edelmann, nahmens Wiqand Muckerwitz, >veil ihn der»selbe im ehebruch mit seinem weibe ertappet, in dem Uckermun-dischen walde erstochen, woselbst lange hernach des Barnims
crMtz zu sehen gewesen. Frideborn. Spener.
Barnim 111 . der grosse, Hertzog Ottonis zu Stettin söhn,führte noch bey lebzeiten seines vatters im nahmen der sämtli-chen Pommerischen Hertzoge wider Marggraf Ludwigen vonBrandenburg krieg, und erlangte den rühm eines tapfern Hel-den , wie denn sonderlich die an. i; 29. und die am Cremmer»tham an. 1334. gehaltene schlachten sehr merckwürdig sind.Hierauf erfolgte zwar an. 1338. der friede, und erb-vereinigung,wie in Ottonis leben zu ersehen, doch es währete nicht lange,so machte der subornirte Jacob Rehcbock unter dem vorgeben,daß er der alte MargqrafWaldemarsey, Maragraf Ludwigenviel zu schaffen, und unser Hertzog, der mit um den betrugwüste, bediente sich der gelegenheit die Uckcr-und neue Marckwieder zu erlangen. Er gewann auch unterschiedene städte,und befand sich an. 134s. mit bey der vergeblichen belagerungder stadt Franckfurt. Als darauf nach entdecktem betrug Lud wig der Römer die Marck von seinem bruder bekam, Sachsenund Anhalt aber ihm dieselbe, als die nächsten »«verwandtender vorigen Marggrafen, abnehmen wollten, auch die städtePafewalck und Prentzlau einnahmen, verglich sich unser Hertzogmit Marggraf Ludwigen, und nachdem er die Mecklenburger,so ihm in das land gefallen waren, für Loitz an dem Vchup-pentham geschlagen, und ihnen Grimmen , Barth und Pafe-walck wieder abgenommen, half er demselben die Marck wiederunter seinen gehorsanr bringen , und vertrug sich mit ihm we-gen der eingenommenen örter in der Uckermarck dergestalt, daßer unter andern Neu-Angermünde , Schwel, Stolpe rc. be-hielt. An. 1335. hat er die lehen nochmals von Carolo IV.empfangen, welches schon sieben jähr vorher geschehen war,ehe sich Carolus vest gefetzt hatte. Er erhielt auch an. 1337.eine cassation aller vorhergehenden und folgenden vereigenungenund theilungen des Hertzogthums Stcttm. Um diöse zeit istauch mit den Hertzogen von Mecklenburg ein beständiger friedegemacht worden, in welchem sich dieselben, sonderlich der prä,tension an Rügen, welches auf die Pommerifche Hertzoge zuWolgast gefallen war, begaben. An. 1337. ist den Pommeri-schen Hertzogen die Graffchafft Gutzkow Heimgefallen, und un-ter sie getheilet worden. Unser Hertzog hat die adelichen Erb-äm-ter in seinem lande aufgerichtet, und dadurch einige familienin die höhe gebracht. An. 1339. bekam er noch einmal mitMarggraf Ludwigen dem Römer wegen der Uckermarck zuthun ; doch ist die fache bald verglichen worden , daß die Her-tzoge von Pommern Pafewalck nebst Alt - und Neu - Targelauso lange behalten sollten, bis ihnen 13000. marck löthigen sil-bers davor erleget würde. In seinem alter hat dieser Hertzogdie Carthause vor alten Stettin , wo nachgehends die Oderburg gestanden, gebauet, und sie zur Gottes cznade genennet. Esstarb an. 1361. und hat mit seinen heldcn-chaten den nahmen desgrossen erlanget. Johann von der Osten, ein Ritter von derUuu» Wal-