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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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woselbst er den 16. jul. an. 139°. starb. Er hat unterschiedenefchristen hinterlassen, worunter insonderheit fern Stimulus Pa-storum ; Compendium spiritualis Doctrime ; Wie auch ein Cate-chismus in Portugiesischer spräche; rc. Sein leben hat Ludo-vicus 6ranacen6s zu beschreiben angefangen, daraus Ludovi,cus de Cacceas eine Historie zu verfertigen vorgehabt, welche Lu-dovicus de Souza vollendet, und an. 1619. heraus gegeben.Man hat auch eine lebens-beschreibung dieses manns in Franzö­ sischer sprach, welche Ant. Godeau verfertiget. Es handelt vonihm Rodriguez de Cunha in seiner kirchen-historie von Bra-ga, welche er an. 1634. und 3;. kdiret. Femandtz. Anton.

Spond. &C.

Bartholomäus de St. Marco, siehe Baccio della Porta.

Bartholomäus pisanuo ä S. Concordia, ein Dominica-ner, hat eine Summam de Castbus Conscientia», ingleichen eini-ge Predigten heraus gegeben, und ist an. 1347. gestorben. Pos-sen. Tritbem.

Bartholomäus de Sufa, (Henricus) ein Cardinal, istsonst unter dein nahmen Henricus de Segusio , welchen er vonseiner geburts-stadt in Piemont führte, bekannt. Er war einvortreflicher Redner, und in den Rechten dergestalt erfahren, daßer fous & splendor Juris genennel wurde. Er war anfänglichArchidiaconus zu Embrun , hernach Bischoff zu Sisteron , dar-auf Ertz-Bifchoff zu Embrun,und endlich Cardinal und Bischoffzu Ostia . Den Cardinals-hut erlangte er von Urbano IV. an.1262. Er starb an. 1272. zu Lyon , nachdem er zuvor das amteines Päpstlichen Legaten verwaltet, und hinterließ Summamutriusque Juris , welche insgemein Aurea Summa Ostienfis ge-nennet wird; ingleichen Expoiitiones in libros VI. Decretalium,&c. Matthäus Parts. bist. Angl. Tritbem. & Beilarm. de icr.eccl. Ughell. Ital. sacra tom. I. p. 68. Sammartb. Gall. Christ,tom. I. Ciacon. Frizon. Cave.

Bartholomäus von Savignano,siehe Baccio della Porta.

* Bartholomäus, ein Mönch von Edessa in Syrien , lebteim VIII. steeulo , und schrieb Confutationem Hagareni , iiveMahumedicx Legis , welche Stephanus le Meine in den erstentheil seiner Variorurn drucken lassen. Fabric.

* St. Bartholomäus , ein Eremit in der Englischen insulFarne, war von Christlichen elrern aus Engeüand , führte vonjugend auf ein frommes leben, durchreisete hernach viele

i remde länder, und wurde von dem Bischoff zu Bremen zumliacono , und ferner zum Priester gemacht. Hierauf gienger wieder nach Engelland, wurde zu Durham ein Mönch,erwehlle aber bald mit erlaubnis seines Abts das einsiedler-le-ben zu Farne, allwo er sich eines heiligen Wandels befliffe,des satans anfechtungen tapfer widerstund, zukünftige dingevorher sagte, und nebst andern wundern, welche man vorgiebt,todte auferweckte. Mit feinem gesellen Thoma, einem gewese-nen Prior aus Durham, gerieth er einsmals in eine Uneinig-keit , versöhnte sich aber bald wieder mit demselben, und starbaufobgedachter insul an. 1182. oder 1193. nachdem er 42. jährin der einöde gelebet hatte. Sein leib wurde in das dasige Ora-torium begraben, und viele krancke und besessene gelangten dar-bey zu ihrer gefundheit. Der 24. jun. wird ihm gefeyret.

IJmvevj'al-Lexicon.

* Bartholomäus , ein Canonicus zu Benevento , wurdevom (iapttul zu St. Agatha de Goti an ihres verstorbenen Bi-schoffs stelle erwehlet. Weil es aber mit solcher wähl nicht nachmasgebung des Lateranensischen Coneilü zugegangen, dieselbigeauch nicht pudlic gemacht worden , wehlte ihn Gregvrius IX.selbst darzu, und recommendirte ihn hernach unterm dato den15. may an. 1234. dem Ertz-Bischoffzu Benevento . Er mußnicht lange gesessen haben, weil seines Nachfolgers schon an.1236. gedacht wird. ügbell. Ital. sacr. tom. VIII. p. 348.

* Bartholomäus, ein Ober-aufseher der in Böhmen , Bul­ garien , Croatien, Dalmatien und Teutfchland zerstreuten Wal-densern, ward ohngefehr um das jähr 1223. nach Christi geburtberühmt. Matthäus Paris in dem leben Henrici III. nennetihne einen Gubernatorn, denn er beherrschte die kirchen, undversähe solche nach seinem gutbefinden mitBischöffen; er nähmegemeiniglich diesen titul an : Bartholomams , servus servorumsanfte stdei , salutem. Crantz. Metr. üb. VIII. c. 18. & Sax.lib. VIII. c. 16.

Bartholomäus Urbinas, ein Augustiner, welcher zu an-sang des XV. teculi um das jähr 1410. lebte,legte sich insonder-heit aus die lesung der wercken des H.Augustini und St.Ambro-sn, aus welchen er eine alphabetische sammlung machte unterdem titul: Milleloquium Augustini & Ambrofii. Er hinterließannoch andere tractaten, als: de Bello spiriwali Le. Trithem.de script. ecclesiast. Pampbil. bibüoth. Augustin. Le.

* Bartholomäus Conradi von Harlem , ward in dem XV.soculo unter denen Canonicis Regularibus der Niederlanden be-rühmt, hinterließ unterschiedliche theologische wercke, und starb

M dem jähr 1433. Pater. Andreas, biblioth. Belg. Le.

* Bartholomäus von Löln, lebte in dem jähr 1494. undwäre in den sprachen, wie auch in der poesie sehr wohl erfahren.Trithemius redt von ihme mit lob, und eignet ihme unterschied-liche wercke zu. Sylva Carminum ; de Secta Diogenis , Le.Trithemius , de script. eccles. Gejner. Pojfevin. Le.

Histor. Lexieon I. Theil.

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* Bartholomäus, der 94. Bischoff zu Verona , erwehletan. 1478. Er war vorher ein Benedictiner-Mvnch. Seine ein-weyhung geschahe mit vielen solennitäten, und in beyseyn vielerBischöffe. Nachdem er von seinem Bißthum besitz genommen,fertigte er einen freyheits - brief aus, und sprach darinnenden dasigen Archipresbyterum und Canonicos, samt ihren zu-ständigen kirchen und klöstern, von seiner gerichtsbarkeit los,mit der erklärung, daß sie von nun an dem Patriarchen zu Aqui-leja unterworffen seyn sollten. Ferner confirmirte er an. 1481.denen Dominicanern allda alle, sonderlich von seinem Vorfahr,Manfreds, ertheilte beneficia, schenckte ihnen auch neue dar,zu, worüber an. 1616. unterm 31. mart. die Päpstliche bestück«gung von Paulo V. erfolgte. Er ist ohngefehr ums jähr 149».den 8 . Nvvembr. gestorben. Ugheäus , Ital. sacr. tom. V. pag.844 . seqq.

* Bartholomäus, beygenannt Parvus oder der kleine,wäre von Bologna gebürtig, und lebte um das jähr 1302. Bu-maldus nennet ihn den Apostel der Armenier, weilen er nebstdem Missali, denen wercken St. Thomä, und denen moralischenfchristen Augustini, die gantze H. Schrift A. und N. Testamentsin die Armenische spräche übersetzet hat.

* Bartholomäiten, sind in der Catholischen kirche ClericiSseculares, welche in einem klvster sich beysammen aufhalten:Sie haben ihren nahmen von Barkholomäo Holshauser, wel-cher den 1. aug. an. 1640, zu Saltzburg diesen orden gestiftet.Er hat sich im Römischen Reich, Polen und Catalonien aus-gebreitet. Papst Innocentius XI. bestätigte diesen orden an.1680. in welchem jähre auch Kayser Leopoldus befehl gab,daß in seinen erb-landen derselbe bey allen geistlichen amtern,fürnemlich sollte befördert werden. Sie führen eine gute le-bens-art, und treiben die studia starck, insonderheit die Huma-niora. Wer noch nicht bey ihnen geweyhet worden, hat dieerlaubnis ihre gesellschafft wieder zu verlassen. Jaques Va-lauri , abrege de linstitution du Clerge vivant en commu-naute.

* Bartholotti von parthenfeld, ein ansehnliches ge-schlecht in den Kayserlichen erb-landen; Horatius Bartholotti,Freyherr von Parthenfeld, Kayserlicher wurcklicher Reichs-Hos-Rath, starb an. 1734. den 6. april zu Wien in dem 62. jähreseines alters , und hinterließ folgende zwey söhne: 1.) "lo-hnn,,em paulum Bartholotti, Freyherr» von Parthenfeld,Kayserl. Hof-Cammer-Rath. r.) Johannem IosephumBartholotti, Freyherr» von Parthenfeld, Herrn auf Prze,stawick, dessen gemahlin, Maria Anna Catharina, ge-bohrne von Lutzenthal, an. 1737. den 4. mertz in dem 43. jähreihres alters zu Wien das zeitliche gesegnete. Johannes Baptt-sta, des Heil. Röm. Reichs Graf von Parthenfeld, Herr derHerrschafften Alt-und Neu-Lenckbach, Thurn, Reinpolten-bach, Vestenleuten, Heydersfeld und Königsberg , war an.1736. Kayserlicher Hof-Cammer-Rath und Saltz-Ober-Amt-mann in Oesterreich unter der Ens. Lx manuseript. Calen.dar. S. Adalb.

* Bartholutius, (Rusinus) ein Italiänischer Francisca,ner-Mönch , und Alulieus, welcher sich zu Venedig , Padua und Bologna , durch verschiedene musicalische documenta be-rühmt gemacht, auch zuerst die art, aus von einander gesonder-ten chören zu musiciren, aufgebracht hat, welche Adrians fort-gesetzet. Freberi theatr. viror. erudit. claror. p. 296.

Barthon, (Elisabeth) von vielen die heilige jungfer vonRenk genannt. Sie war gebürtig aus der Englischen provintzKent, aus dem kirchspiel von Aldington, und rühmte sichhimmlischer offenbarungen, deren innhalt grösten theils dahingieng, daß die ehescheidung, welche damals König HenricusVIII. mit seiner gemahlin, Catharina von Aragonien, vorgenom-men, höchst ungerecht wäre, und daß derselbe, wofern er sie nichtwieder zu sich nähme, in kurtzem auf eine erschreckliche undschmähliche art sein leben endigen würde. Man sahe, wenn siedergleichen dinge vorbrachte, gantz ausserordenkliche convulsto-nes an ihr, welche vor mkzückungen gehalten wurden, und nichtnur einen grossen zulauf des volcks, sondern auch in dessen ge,müthern eine heftige bewegung verursachten, zumal da sie da-bey alle kennzeichen eines sehr heiligen Wandels sehen ließ. An-fänglich ward sie, nach gerichtlicher Untersuchung, nebst denvornehmsten ihreö anhangs, worunter einige Geistliche waren,weil man sie als wahnwitzig ansähe, blos zu einer öffentlichenabdicke, so sie in der St. Pauls-kirche zu London an.i;;;. würck-lich thäte, verdammt. Allein, da diese Nonne (denn nach-dem sie die erste vorgegebene entzückung gehabt,war sie in ein klo-ster gegangen) ihre gethane erklärungen widerrief, und nebstihren anhangern die vorige prophezeyunaen und drohungen mitder grösten Heftigkeit wiederholte, jo daß es beynahe zu einemallgemeinen aufstand des volcks gekommen wäre, welches ohnedem über die verstossung der Königin Catharina sehr schwürigwar; so stellte das Parlement eine schärfere inquisition an, dasie denn folgende umstände sollen gefunden haben: es sey dieseElisabeth ernsmals m,t einer gewissen kranckheit befallen worden,da sie gleichsam aus sich selbst gekommen, und allerhand ausser-vrdentliche dinge vorgebracht, deren sie sich hernach nicht mehrerinnern können., Richard Master, der Pfarrer zu Aldington,habe sie darauf überredet, es sey eine eingebung des heiligenGeistes gewesen, und sie muffe dabey beständig bleiben; jaendlich habe er sie dahin gebracht, daß sie alles, was er nur

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