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ftoricum eingerichtet. An. iz;r. ward er wieder an dem Wurtz-burgischen Hofe angenommen, und das jähr darauf nebst Henri-co,Grafen von Cassehund Johann Zobeln aufdie tractaten nachPassau geschicket. An. 15?;. begab er sich nach Padua , und stu-dirte am einrathen Melanchthonis die Medicin daselbst, besuchteauch Rvm und andere vornehmeAcademien in Italien,und wardzu FerraraDodor Juris. Als ihn hieraufan. der Bischoffzurück beruffen, ward er nebst andern auf den Reichs-tag nachAugspurg geschickt; und weil er sich zur Lutherischen re-tigion bekannte, hatte er viel feinde, derohalben er fei-ne dimißion bey dem Bifchoff suchte, welche er aber nicht ehererhalten konnte, als bis er an. iss9. von dem Churfürsten zuPfaltz, Ottone Henrico, zum Kirchen-Rath und Bibliothecariobestellet wurde. Nach dessen tobe begab er sich nach Oppenheim ,und entsagte allen politischen geschäfften, machte auch am ersteneinen kurtzen innhalt über jegliches capitel in der Bibel. AIs eran. 1562. mit auf dem wahl-tage Maximiliani II. war, trat erin den ehestand. Das folgende jähr durchsuchte er der antiqui-täten halber alle Sächsische Academien und stadte. An. 1565.ward er Professor Historiarum zu Straßburg , und starb endlichdaselbst den 27. oct.an. 1587. Er hat verschiedene theologische,juristische und historische bücher geschrieben; wie er denn in allenwiffenschafften und m den meisten Europäischen sprachen wohlerfahren war. Die vornehmsten sind: Animadversionum, seuDisceptationum tarn historicarum quam chronographicarum Bi-ber ; Opus Faftorum Antiquitatis Romane; Continuatio Hi-storie Sleidani; Fasti Hebreorum, Athenienfium & Romano-rum; Praxis rerum criminalium; de Globo Astronomico &Circulis, &c. Er hinterließ drey söhne : I.) Michael Philippusistlheologie voAor und General-Superintendent bey demHer-tzvge von Zweybrück gewesen. 2.) Johann Michael wurde Do-ctor Juris UNd Philosophie Professor zu Straßburg , allwv er im5;. jähr seines alters an. 1618. starb, und nicht allein selbst deJure Prelationis; de Appellationibus; Compendium Terre mo-tuumä C. n. adan. 16x1. Tractat. Feudal. &c. geschrieben, son-dern auch einige tractate seines vatters mit anmerckungen herausgegeben. z.) Jacob Ludwig hat im amt Bergzabern einen land-schreiber abgegeben. Ncaxd. in erotem.Hebraic. p. 567. Adam.vit. Philos. Freber. theatr . Eben. elogia JCtor. Hendr.
Beutrich, (Petrus ) war zu Mömpelgard aus einer gutenfamilie gebohren, und nachdem er die ersten ssudia in seinem vat-terlande getrieben, kam er nach Franckreich, und wurde zu Da-lence in Dauphine der Rechten Doctor. Als er wieder zurück ge-kommen, machte ihn Fridericus III. von der Pfaltz zu seinemRath, gab ihn auch hernach seinem Printzen Johanni Casimiromit, als er denselben an. 1563. in Franckreich schickte,den Prote-stirenden hülffs-völcker zuzuführen. An. 1577. gieng er nebst an-dern zu dem Könige in Franckreich, sich bey demselben zu be-schweren, daß das versprochene geld nicht wäre bezahlet worden,da ihm denn ein vornehmer Herr,der ihn zu gaste gebäten,gift sollbeygebracht haben, davon er aber nicht gestorben. Als folgendsder Churfürst zu Cöln, Gebhard von Truchseß , in gefahr stund,schickte ihm der Pfaltzgraf, Johann Casimir, unter dem com-mando dieses Beutrichs auserlesene tronppen zu hülffe, mitdenen sich Beutrich durch die feinde schlug , alle hie feinenglücklich in Bonn brachte, und hernach auf andere weise demfeinde abbruch that. Als er sein übriges leben zum dienst seinesvatterlandes aufgewendet, starb er zu Heidelberg den i2.febr. an.
1 ^87-im 49. iahre seines alters. Er war ein liebhaber der Gelehr-ten, dabey selbst beredt, und in der Griechischen und LateinischenHistorie wohl erfahren. Er hielt auch sehr scharfe kriegs-disciplin,und erstach einen diener mit eigener Hand, der in einer erobertenstadt wider sein verbot eine kiste aufbrechen wollen. Er hinterließeinen söhn, gleichfalls Petrus genannt, welcher auf dem schloßNeidenfelß, so Pfaltzgraf Johann Casimir seinem vatter ge-schenckt, gewöhnet, aber ohne Ander gestorben. Adam. vit.
JCtor. Germ. Tbuan. Strada. Freberui , theatr.
Beuvray oder Beureet, ein flecken in dem gebieth von Au-tun, wird vor der Alten Bidracte gehalten, davon Cäsar lib.VII. comment. gedencket, daß daselbst seine trouppen öfters diewinter-quartiere genommen, und da eine zusammenkunft derDeputirten aus gantz Gallien gewesen. Es war also dieser platzeiner der vornehmsten desselben landes, und wurde nach seinemnahmen Julia genennet. Vaießm im Wort Auguitod. /Eduor.
Beup, ein dorf nahe bey Seignelay in Burgund , woselbstder berühmte Artzt Couaillier gewöhnet, welcher daher derArtzt von Beux genennet wird. Er war sonst nur ein bauer, hat-te aber von sich selbst eine so ungemeine wissenschafft in der Artz-ney-kunst erlanget, daß er von allen orten besuchet, und von Joh.Bapt. Colberten, sich nach Seignelay zu begeben, war bewogenworden. Als er starb, hinterließ er über 100000. thaler.
Bewdley, oder Beawdley, lat. Bellus Locus, ist eine kleinestadt in Engelland, in Worcestershire , an dem fluß Severn , nahebey den grentzen von Stafford und Shropshire . Sie liegt auf ei-nem Hügel, in einer überaus anmuthigen gegend, wovon sie auchden nahmen bekommm, und treibt starcken Handel mit leder, in-gleichen mit körn. Der König Jacobus I. bat ihr das recht ge-geben, einen einzigen Deputirten zu den Parlements-vcrsamm-lungen abzufertigen. Nahe dabey ist ein Königl. Haus, nahmensTtckenhall, gewesen, welches der König Henricus VII. vor seinenCron-Prmtz, Arthnrum, gebauet, und welches bey den innerli-chen kriegen, zu Caroli I. zeiten,durch dessen feinde ruinirt wor-den. Catnden i Brit. Beevn ei, del. de l’Angl. p. 480.
Bep, lat. Bactiaeum , ein grosses dorf m dem Cantvn Bern,
wn ii'vjiumimi» ^ivuverukiucni rngle Mangräbt allda einen reinen natürlichen durchsichtigen fchwesel, dchwind-schwefel genannt, dessen rauch wider die lähmungen anmenschen und viehe nützlich gebraucht wird. Nicht weit da-von liegt auch in der nemlichen Land-vogtey eine merckwürdiqesaltz-quelle. Siehe Bern. viantm. abrege p.475. ScheucbzerB. R. tom. III. pag. 144· *
Bey, ist der nähme, welchen die Türcken einem Gouverneureiner see-küste beylegen. Bey-Curde wird der Fürst des landesCurdistan zwischen Armenien und Persien genennet. Es giebtauch noch mehr dergleichen Fürsten , welche sich zwischen den qe-bürgen veste gesttzt, und weder dem Türckischcn Kayser noch demKönige in Persien unterworffm sind, weil sie gewisse enge päffebesitzen, durch die sie nicht können angegriffen werden. Doch etli-che stehen unter dem schütz der Turcken oder Perser. Tavemw,Persian. reise-beschreib.
Beyer , (George) Pandedamm P. P. zu Wittenbcrg , wardden 10. sept. 1665. zu Leipzig gebohren von ehrlichen, aber durchden 3°. jährigen krieg ziemlich in die armuth herunter gebrachteneltern. Sein valter wäre Georg Beyer, der in seiner jugend erst-lich einen diener abgegeben, hernach aber, als er naher Dreßdengekommen, durch Vorschub RudolffTrauboths es so weil ge-bracht, daß er endlich vom Churfürsten zum .Ober-Hofgerichts-schreiber gemacht worden, welchem dienst er über 40. jähre vor-gestanden. Seine begierde zu den wissenfchaffren zeigte sichschon im sechsten jähr seines alters durch eine zwar kindische,doch artige begebenheit. Er wäre neinlich gar nicht zufrieden,daß weder sein Preceptor, noch sein vatter, ihn noch nicht woll-ten schreiben lehren, darnach ihm sein Hertz und gedancken stun-den. Derohalben, als eines tags sein vatter nicht zu Haus wäre,gieng er ihm über das pult, nähme viele bogen papier daraus,setzte sich dazu, und überschmierte einen nach dem andern mitkindischen zügen, linien rc. und versteckte sie hernach unternbanck. Als aber feig vatter naher Haus gekommen und das pa-pier gemissen, muste das gute kind mit seiner arbeit Herfür, seinestraf aber wäre nebst dem auslachen, daß er auf eben diese bogensollte das A B C schreiben lernen, welches dann eben seines her-tzens Wunsch gewesen. Nachdem er nun in denen ersten ansän-gen starck, zumalen unter AI. Gottfried Herrich, Rector der schulzu St. Niclaus, zugenommen, wurde er an. 1632. adledionespublicas in Academia zugelassen, auch in die zahl der Alumno.rum Regiorum aufgenommen. Er hörte in der Philosophie Va-lentinum Alberti, und in der Jurisprudentz, Christianum Tho-masium,hielt auch unter des letztem presidio an. 1687. zwey di.fputationes de Crimine Bigamie & de Bigamie Prefcriptione.Hierauf gieng er nach Franckfurt an der Oder, wo er Schulzi-um, sonderlich aber Sam. Strykium, hörte, auch, nachdem erbey einem Westphälischen von Adel von Cornberg als Hofmeister angekommen, sich andere zu lehren übete, und noch zuletzt einedifputation de Citatione edietaü vertheidigte. Sein vatter ver-langte ihn wieder nach Leipzig , wo er bald mit der würde einesBaccalaurei Juris, und,nachdem er noch etwas von Schwenden-dörffero und Ludero Menckenio, unter welchem er dreymal di-sputtrt hat, profitiret, an. 160;. mit dem Dochor-hut beehretwurde. Er befand bey sich, daß er zu der theorie der Rechte ge-schickter sey als zu der praxi , und beschloß daher, auf solche artder weit zu dienen, worzu er an. 1706. gelegenheit fand, als ernachWittenberg zum Professore Juris ernennet wurde,da er beimdie Inltitutiones , von an. 1707. das Digestum infortiatum&novum, von an. 171;. aber das Digestum vetus, öffentlich do-ciret, und dabey als Assessor der Wittenbergifchcn judiciorumsein amt treulich verrichtet hat. Sein frühzeitiger tob erfolgtean. 1714. den 21. aug. Seine schriftm sind folgende: Delinea-tiojuris lecundum lnstitutiones & Pandectas; Delineatio Jurisfeudalis ; Volckmannus emendatus; Notitie Authorum Juri-dicorum Specimina III ; Unvorgreiflich Bedencken vom rechte dessabbaths ; Ihernata ex vario Jure felecta ; Delineatio Juris di-vini; Delineatio Juris criminalis ; Specimen Juris Germanici;Dissertationes academice. Ausser dem Hat er Hottomanni Au.ti-Iribonianurn ; die peinliche Hals-gerichts-vrdnnng; ZiegleriDissertationes und die Opufcula Frid. Brummeri wieder auflegenlassen. Es sind svnsten noch viele dieses nahmens gewesen, welchesich in der gelehrten weit bekannt gemacht haben, als Joh. Ja-cob Baier Aled. D. & Pros. Civit. Norimb. Phyf. & Poiiat. Al-ters. und Mitglied der Kayserl. Academie Natur.Curiof. welcherunter anderm eine beschreibung von Altorff heraus gegeben hak.Gerhard Beyer, der ein Compendium iheologieum geschrie-ben Hat. Wilhelm Beier, der erstlich Uissorie, hernach Ideolo-gie Professor zu Halle gewesen, letztlich Sachsen-WeimarischecHof-Prediger und General-Superintendent geworden, und an.169;. gestorben ist. Von diesem hat man eine Theologiam soll-tivam. Siehe auch von solchem den besondern art.Baier. Jo hann Bayer von Epcries aus Ungarn , gewesener Prediger zuHeusel,welcher eine Logicam und Phyiicam geschrieben. AdrianLeier, welcher oberster Helffer zu Jena gewestn, und einen 5 yi-labum Redtorum & Profeilorum Jenensium heraus gegeben.Adrian Beier , gewesener Professor Juris zu Jena , welcher tbneu tractat geschrieben de Receptu tarn Peribnarum, quam Re-rum, Uhe stlid) DtC Harmoniam Struvio-Schnobelianam. Hartmann Beyer von Nürnberg , welcher über die Bibel commcn-tirt hahund sein söhn Johann Hartmann, Aled.D. welcher vorvielen andern sich durch sein buch,so er de Laitis ejusque partium
Natur»