Kinder ins Dorf laufen und schreyen: damit dir dei-ne Nachbarn zu Hülfe kommen , ehe die Gefahr großwird.
8. Kommt anderswo im Dorfe Feuer aus: soeile du, als Mann, deinem Mitnachbar flugs zuHülfe; aber nicht mit leeren Händen, sondern miteinem vollen Wasser-Eimer. Deine Frau, KinderUnd Gesinde müssen unterdessen gleich ein Kübel mitWasser auf den Boden tragen, Asche hinein werfenund es umrühren, daß es trübe wird; dazu einen klei-nen Eimer oder eine Handspritze. Dabey muß einePerson auf dem Boden bleiben, und Achthaben, daßsie die Funken die etwa herein fliegen, gleich auslösche.Gegen das Feuer zu, ist es gut, die Fensterladen zu-zumachen und alle Löcher mit feuchtem Mist zu versto-pfen. Isis ein Strohdach: so mag einer hinauf stei-gen und das ganze Dach nnt Wasser begießen, wozuleimigtes, oder mit Asche trübe gemachtes Wasser dasbeste ist. Flachs, Werrig, und dergleichen muß mauvon» Boden herunter bringen, und die besten Sacheneinstweilen zusammen tragen, daß sie, wenn das Feuernahe kommen sollte, geschwind fortgeschaft werdenkönnen.
9 . Beym Löschen eines großen Feuers kommtviel darauf an, daß man auf den Wind Acht habe,wo er hin blaset, und daß man die Spritzen ihm nichtentgegen, sondern ihm nach richte, und das Wassernicht hoch in die Flamme, sondern an den Ort brin-ge, von dem sie aufsteigt.
10. Wenn im Dorfe etwa ein schlammichter Teich,oder sonst viel Schlamm vorhanden ist: so nimm Leutemit Schaufeln und Schiebekarren und Tröge oderKübel und Fässer auf die Karre». Laß diese voll wei-chen nassen Schlamm laden und so nahe bey das Feuerfahren, als möglich. Alsdenn werfet mit Schaufeln
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