den Schlamm ins Feuer, wo es am stärksten brennt,und so weit ihr werfen könnt. Eine Schaufel vollSchlamm löscht mehr aus, als ein großer Eimer Was.ser. Um darinne geschickt zu werden, könnten diejungen Bursche steh an Feyertagen eine Lust damit ma-chen , Schlamm weit und ficher mit Schaufeln nacheinem Ziele zu werfen , wie die Schäfer mit ihremSchäferstabe zu werfen verstehen. Die Mädchen könn-ten den Schlamm beyfahren, und einen Gewinn daraufsetzen, wer binnen einer gewissen Zeit die meisten Kar-§eu voll brächte: dies wäre ein so lustiges Spiel, alsdas Kegelschieben oder Vogelschießen, und hätte dochgroßen Nutzen in Feuersnoth.
n. Steht bey einer Feuersbrunst dein Haus,Scheure oder Stall so, daß wenn er niedergerissen wür-de , der Flamme dadurch Einhalt geschähe: so laß esohne Verzug niederreißen. Deine gnädige Obrigkeitwird dafür sorgen, daß dir der Schaden ersetzt werde.Durch das Niederretssen eines einzigen Gebäudes kannman zuweilen ein ganzes Dorf retten.
i2. Hat deinen Nachbar das Unglück betroffen,daß sein Haus abgebrannt ist: so sey barmherzig, giebihm Dach und Fach in deinem, und hilf ihm, wo dukannst, daß er wieder aufbaue. Gott wird dir unddeinen Kindern zehnfach vergelte», und der NachbarWird dir wieder helfen, wenn du in Noth kommst.
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