tet nichts weiter, als daß Gott , der es gemacht hat,alles sehr schön und herrlich einrichtet.
5Z.
Von Abwendung der HungersnotH, nebst eini-gen Rathschlägen, wie man sich in Miß»jähren helfen soll.
Im Ueberfluß denk an die Noth!
Und kommt sie doch; so trau auf Gott !Er nährt dich auch wohl ohne Brod.
<^er liebe Gott hat uns nicht dazu erschaffen, daßwir alle Tage gut essen und trinken sollen: son-dern er giebt uns täglich Speise und Trank, damitwir leben, und so lange wir leben, immer besserwerden mögen. Und eben deswegen läßt er auchzuweilen Mißjahre und Theurung kommen. Dennin solchen Fällen sinnen wir fleißig nach, wie sich je-der helfen will, dieß macht uns klüger; wer etwasübrig hat, theilt es seinem armen Nächsten mit, da-durch werden wir gutthatiger, und in der Noth betetjeder gern zu Gott, das macht uns frömmer. Gott meints daher auch in Mißjahren gut mit uns. Hier folgeneinige Rathschläge, wie man sich in solchen helfen kann:
Das beste Mittel, der Hungcrsnolh zuvvrzukom-men, ist dieses: daß jeder Hausvater sich, wie Wil-helm Denker , befleißige, immer auf Ein Jahr unddrüber Vorrath zu haben. In Dörfern, die inwaldigen Gegenden liegen und nicht genug Getraidezeugen, hält dieses freylich schwer: aber Noth machtklug. Als in Beckmannshausen die große Theu-rung im Jahr 1771. und das darauf entstandeneSterben 1772- überstanden war, sprachen die Ein-wohner oft unter einander davon: ob man nichtfür die Zukunft einem solchen Unglücke vorbauen
könn-