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Musik mit der ganzen Gemeine einstimmte. DieMusikanten traten vor, daß sie vor dem Herrn vonMildheim und den zwölf Aeltesten her giengen, undhinten an schloffen sich erst die Kinder, hernach dieErwachsenen von beyden Seiten in schöner Ordnungnach einander an, so daß sie alle paarweise kamen, im«mer ein Knabe und ein Mädchen mit einander, und zu.letzt jeder Mann mit seiner Frau. Auf solche Art sahendie Aeltern alle erst ihre Kinder vor sich vorbey kommenund so gieng der schöne Zug unter dem Gesänge bis inden Schloßhof. Hier machten sie einen Kreis um denHerrn von Mildheim, und der Herr Pastor bezeugteihm die Freude aller Anwesenden über seine glücklicheWiederkunft durch eine kurze Anrede, welche mit einemdreymaligen lauten Vivat beschlossen wurde. Davonward der liebe Herr so gerührt, daß er sich der Freuden,thränen nicht enthalten konnte, als er seinen Dank fürdie ihm erwiesene Liebe abstattete. Alles dieses geschahin guter Ordnung und es wurde nicht mit Flinten undPistolen dabey geschossen: weil sich das nur für Sol-daten schicket und leicht Unglück verursacht.
Nun war das ganze Dorf neugierig, wenn und wiedie von dem Herrn von Mildheim vor seiner Abreiseversprochenen Belohnungen würden ausgetheilt wer.den? Weil er aber beschlossen hatte, daß die verständig,sie» Einwohner selbst darüber urtheilen sollten, wer diePreise verdient habe: so dachte er, es könne nicht scha.den, wenn er ihnen vorher etwas von seiner Reisebe-schreibung bekannt machen ließ. Denn daraus wür-den sie richtiger urtheilen lernen, wer die von ihm aufge.gebenen Punkte am besten ausgerichtet habe. Er nahmdaher die Abrede mit dem Herrn Pastor, daß dieser 24verständige Hausväter und eben so viel Hausmütterdazu erwählte und sie am 2. Pfingsttage Nachmittagszu sich kommen ließ. Hier erzählte er ihnen kürzlich,
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