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Sohn , und mein Vater seliger hinterließ mir das Gütchenim besten Stande. Nur stunden noch ?c>v Gulden vom Groß,vater her darauf. Aber mit meiner lieben Frau bekam ,cheinen hübschen Thaler Geld, daß ich diese Schuld abtragenkonnte. Nun ists wahr, ich bin fleißig daran gewesen.Mein Vater hatte mich die Regel gelehrt ; wer vom Pflugereich werden will, muß ihn selbst anfassen. Darum brnich des Morgens immer Zuerst, und des Abends zuletzt ausden Beinen. . Mit den Steuern und Gaben halte ichs so.Wie ich anfieng hauszuhalten, legte ich den ersten Terminvoraus parat, und dachte nun schon an den zweyten. Sohabe ichs fortgesetzt, und es hat mir niemals gefehlt. Ichhabe immer auf den Tag können einhalten; es hat keinExe-quirer meine schwelle betreten und mein Name ist niemalsins Rcstantenregister gekommen. Ich konnte das freilichleicht ausführen: weil mir meine Frau so viel mitbrachte,daß ich Schulden frey war, und noch ein 50 Thaler in derHand behielt. Das wandte ich nicht an Land, sondernlegte es als einen Nothpfennig zurücke. Da brauchte ich nundas Getraide nicht gleich von der Tenne weg los zu schlagen»Ich konnte immer eine Erndte-auf dem Boden behalten, bisich sahe, wie die folgende ausfiel, und konnte die besten Preiseabwarten. Unterdessen zehrten wir vvm Nothpfennig, undwenn ich verkaufte, legte ich so viel, als davon gekommenwar, wieder dazu. Auf solche Art brauchte ich niemals zu bor »gen, ich brauchte niemanden zu schmeicheln, niemanden zu be-trügen und konnte immer aufdie alte Regel halten: ein Workein Wort, ein Mann, ein Mann. Ich konnte auch man-chem Nachbar aus der Noth helfen, daß ich Dank und Segenvon ihm bekam. Fleißige Arbeit und ein ruhiges Gemüthsind die besten Arzneyen r darum bin ich auch mit Frau undKinder metstentheils gesund gewesen,und weiß wenigstens,Gottsey Dank! von keiner schweren Krankheit zu sagen. So ist mirsbis aufden heutigen Tag gegangen, und ich tauschte mit keinemvon den vornehmen Leuten, die lauter Gold und Seide auf demLeibe haben, und kein ruhiges Gemüth dabey, und die amvollen Tische oft nicht essen können. Mir lacht die liebeSonne, wenn ich die Augen austhue, schon entgegen. Nunguckt mich meine liebe Suse an und freut flch, daß ich nochda bin. Hernach springen die Kinder, wie die Lämmer, ummich herum. Nun gehts in den Stall: da fteut stch das