mit mir aus seyn. Aber, was Gott thut, das ist wohlgethan! Durch den Tod meiner Frau bin ich wieder zumMann geworden. Eure Hand, Nachbar Christoph! Ihrseyd mem Schutzengel gewesen! Auf eurem Todtenbctre wirdsEuch Gott noch vergelten, was ihr an mir gethan habt! SehEr, mein guter Herr! solche Menschenfreunde hat er anfal-len feinen Reisen wohl wenig angetroffen, als der Christophist. Wie nun meine Frau unter die Erde gebracht werden sollte,da fehlte es am besten. Ich hatte keinen baaren Heller mehr inder Lasche. In dieser Noth sprach ich Nachbar Christophe»an, und der gute Herzcnsmann haifmir aus der Noth, und da--bcysagteer: Friedrich, verliebe Gott Hais gut gemeint, daßer dir die selige Frau genommen hat. Du hast dich die letz-ten Jahre her gebessert, und es wollte doch nicht recht fort:weil sie nicht mit anpackte. Nun kannst du wieder auf dieBeine kommen, wenn du fleißig und ordentlich seyn willst.Deine beyden Jungen kommen aus der Schule, die könnendir unter die Arme greifen. Schaff nun den Knecht ab. DeinMädchen ist auch groß genug, daß sie der Wirthschaft kannvorstehen, und daß du dich nicht auf die Magd zu verlassenbrauchst. Wenn sie etwas nicht weiß, so laß sie nur meineSuse fragen: die wird ihr recht gern aushclfen. Schreib miralle deine Schulden und Reste auf, und was du auf Pfän-der stehen hast, oder wo du mehr als 4 Proccnl Zinsen bezah-len mußt, da will ich dir so viel um 4 Procent vorstrecken.Dazu rathe ich dir, daß du lieber eine halbe Hufe Land ver-kaufst , und das übrige damit frey machst. Hernach sey bravhinter her, und laß dich keine Arbeit verdrießen! So denkeich, soll noch alles gut werden. So sagte der liebe Christoph,und, ein Wort ein Wort, ein Mann ein Mann: erthars auch, was er gesagt hatte; sonst wäre ich ganz verlorengewesen. Nun muß ich aber doch Tag und Nacht sorgen, wieich der Schuldenlast loswerden will, ob mir sie gleich derliebe Christoph so viel leichter gemacht M. Da ist Runzoben an der Ecke, der hals in seinen jünger» Jahren auchso gemacht wie ich, und hat sich noch dazu aufs Saufen ge-legt , und seine Kinder zu nichts angehalten: dem ist nundas Haus über dem Kopfe angeschlagen, und er kann denBettelsack ergreifen, wenn er will. Mein Glück ist, daß ichnoch gern arbeite, und daß ich noch zwey Jungen und dasMädchen habe. Warlich, Rinder sind wohl ein Gegendes Herrn und Leibesfrucht ist ein Geschenke: das er-
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