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monät lang, aber vergebens, und sie bekamen es erst im Pyre-näischen frieden wieder an. 1639. An. 1693. verlohren sie eswieder, es ward ihnen aber zu Ryslwick an. 1697. wieder ge-geben. Der Golfs von Roses hat 4. weilen im umfange,und fängt sich an bey einer spitze des Pyrenäifchen gedürgcs,bey dem casiell de la Trinile, und endiget sich ohngrfehr beydem siädtgen Empurias. Es können aber keine schifte oder ga-leercn da anlanden, weil es nicht wasssr genug hat. Zwilchendem casiell cle la Trinite und der ftadt ist eine kleine meer - tiefe,wo grosse schiffe zur noth sich einige zeit aufhalten können. Aberanderthalbe messe jenseit des castelles gegen Roußtllon und aus-ser dem Golfo ist ein flecken mit nahmen Capdeguierü, der un-ter dem Gouvernement von Roses stehet, und einen guten Ha-fen hat. Strato. Eivius , üb. XXXIV. c. 8- Grut. inscr.Baudnind. Relation du fiege de Rojet an, 1695. Cohnenar ,stelle, de l’Espagne. Bajle. *
* Koset , ( Michael) war ein söhn Claudii Rofet, welcherbey der Republick Genf Syndicus unt> üsiiats»Secretarius ge-wesen. Nach seines vatters tode, der an. 1553. erfolgte, wur-de er gleichfalls Staats - 8ecrerarius, ohnqeachtet er nur 22.jähr alt war, und stund diesem amte mit grosser geschickstchrcilvor, bis er an. 1360. sinn Syndico ernennet wurde. Ob ernun gleich die wichtigsten Verrichtungen beständig zu besorgenhatte; so schrieb er dennoch eine Historie von seinem vattcrlan-de, welche biö an. 1602. gehet, und noch im manufcript ver-wahret wird. Er starb an. 1613. im august. spo«, hiitoir. dcGeneve.
Kofetta , eine stadt und see-hafen an der Eqyvtischen see, inAfrica, nahe bey den ausfliiffen des Nili. Die Alten nennerensie Metelis, und die Türcken heissen sie anjetzo Rafchit. Zwi-schen Rofelta und Alexandria wurden vor zelten in dem landeunterschiedliche stücke von alter müntze gefunden. In diesergegend giebt es sehr viel ziegen mit so langen ohren, daß sieselbige auf der erde schleppen, ungeachtet sie noch drey finger hoch in die höhe gerichtet sind. Rosette ist, wie Thevenot be-richtet , nebst Cairo eine von den besten städten in Egyplen,kommt noch immer in grösser ansehen durch die starcke Hand-lung , liegt sehr lustig, ist mit schönen gärten umgeben , undmit sehr hohen wohlgebauten Häusern angefüllet. Man findetdaselbst allen Überfluß von lebens-Mitteln, die sehr wohlfeil zuhaben. Allein im jul. und aug. haben die einwohner nichts an-ders als cistern - Wasser zu trinckeu. Bdon , des sing. d’Aiie,d’Egypte &c.
Kosetti, siehe Roseneck.
Kosetti, (Carvlus) war an. 1613. zuFerrara gebvhren,und hatte den Grafen Alerander Rosetti zum vatler. Er fiengsich bald an aufdie Rechtsgelehrsamkeit zu legen, und an. 16,9.ward er als Nuncius an die Königin in Engelland nach Londen abgeschickt. Daselbst bemühete er sich nebst der Königin ihrerFrau Mutter» die eben damals auch in Engelland war, garsehr, den Catholicken einige Vortheile zu verschaffen, machtesich aber dadurch, und durch die zu solchem ende heraus ge-gebene schriflen, bey dem Englischen pöbel so verhaßt, daßsie in sein Haus einfielen, und thn daselbst ermorden wollten,wodurch er sich genöthiget sahe, in verwechselten kleidern zuder Königlichen Mutter zu fliehen , wiewol er auch daselbst vorden Verfolgungen des aufgebrachten volcks nicht sicher war.Er muste >tch also aus Engelland nach Holland begeben , wo erbefehliget ward, dem Cölnischen ftledens - congreß als Nan-dus extraordinarius beyzuwohnen. Doch ward da seine auf-führung nicht zum höchsten gebilligct, Massen er sich gar zuparteyisch für Spanien soll ausgeführet haben. Auch konnteer sich, zum theil aus eben dieser ursach, mit seinem alldasi-gen Collega dem Cardinal Chigi so wenig vertragen, daß dar-aus diejenige feindschafft zwischen ihnen entstanden, welcheverursacht, daß er im folgenden Conclave der einige gewesen»welcher dem Chigi seine stimme nicht geben wollen. Hieselbstnun hielt er sich zwey jähr auf, und hatte gelegenheit, beydem tobe der Königlichen Frau Mutter aus Franckreich, die sichauch nach Cöln gewendet hatte, gegenwärtig zu seyn, wardauch während seines auftnthaltS daselbst zum Bischoss zu Faen-za, und an. 164;. zum Cardinal-Diacono von Urbano VIII. er-nennet. Einen monat darauf schickte man ihn als Legatum &latere nach Münster , wo er nebst dem Cardinal Chigi dasPäpstliche intereffe beobachten sollte. Nach Urbani VIII. todehalf er Innocentium X. erwehlen, und begab sich sodann insein Bißthum, wo er selbst gevrediget, und die Sacramentenadministriret, auch sonst durch einen löblichen lebens-Wandelseiner gemeine durchqehends mit einem guten exempel vorgegan-gen. Er ward nach der zelt Presbvcer Cardinalis unter dem ti-kul 8. Silvestri in capite , und starb endlich an. lüzi. in seinemBißthum als 8ub-Decanus des heiligen Collegii. Balatii faltiCardinal. II Cardmalismo. *·
* Kosh, (Carl) Ritter, Königlich-Groß-Britannischer Ge-neral - Lieutenant und Schottländischer Deputlrter zum Groß-Britannischen Parlemente wegen der Grafschafft Rosh; er istschon im iahr 1708. General-Lieutenant worden, man weißaber von seinen kriegs - thaten wenig oder nichts zu berichten.Allein in dem Parlemente hat er seinen nahmen sehr berühmtgemacht, indem er jederzeit sich als einen sehr eiferiqen Whigerwiesen, und es daher bald mit der Hof-partey gehalten,
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bald auch derselben sich entgegen gesetzt. Int jähr 1741. warder zu einem Mitglied Derjenigen Committe ernennet, welche dieaufführunq der Diredotum von der Süder-Compagnie unter»suchen sollte. Er starb den iz.aug. an. 1732. zu Bath nacheinem langwierigen lager. Ranfts genealvg. Archivarius,auflas ,ahr 1733. p. 342.
Kooheim»eine ehemals freye ReichS-stadt in Nicder-EIsaß,3. meilen von Straßburg an der Möge! gelegen., Sie ist durchden Westphalischen friedrns - schluß unter Französische botmäs-sigkeit gekommen. An. 138?. entstund hier durch Verwahrlo-sung eines kmdes ein so grosses feuer, daß die gantze stadt bisauf 30. Häuser, und zugleich auf die 80. menschen von dessenstamme verzehret wurden. Sebaßian, Brand. fol. 302.
Kosienie, die Haupt - stadt in der Polnischen landschafftSamvgmen, an dem flusse Dudissa gelegen. Sie ist kleinund ichiccht gebauet.
*Kosier, ( Hugo Sureau du) oder des Rosieres, auf lat.Hugo Suraeus Rosarius, von Rosoi in der Ptcardie gebürtig ,war.anfänglich zur zeit Carls IX. Königs m Franckreich, einRefornurter Prediger zu Orkans, und ward daselbst an.i?S6. ms gefängnlS geworffen < weil man ihn vor den Urhe-ber einer aufrühr>sck>en schrist angab, die den litul führte: laDefense civile & militaire des Innocens & de l’Eglise deChrist, und ehcdcffcn dem Carolo Molinäo ist zugeschriebenworden. Allem er ward bald unschuldig befunden, und auffreyen fuß gestellt. In eben diesem jähre muste er nebst ei-nem andern Reformirlen Prediger sich mu 2. Doctorn von derSorbonne aus vorbilte des Hertzogs von Montpensier, 1» einreligions-gespräch einlassen , indem dieser Hertzog, wiewol ver-geblich, hoffte, seine lochtet, die Hertzogin von Bouillon, da-durch wieder zu der Caloolischen religidn zu bringen. Inzwi-schen erfolgte das bekannte blut - bad zu Paris , da denn Rösteraus furcht die Refornurle religion abschwur, und daraufden König von Navarra , den Printzen von Conde , und an-dere Standes - Personen beredete, ei» gleiches zu thun. DieCatholicken bedienten sich auch seiner an mehr orten mit er-wünschtem fucceß, und gaben ihm zu mehrerer sicherheit denJesuiten Maldonatum mit. Allein Röster, der entweder injeinem hertzen immer Reformirt geblieben war, oder sich durchdas zureden einiger Reformirten Prediger bewegen lasse» , ent.wich an. 1372. von Metz nach Heidelberg , und bekannte sichdaselbst zu seiner alten religion. Gleichwol bekam er dadurchdie ehemalige Hochachtung bey seinen glaubenS - genossen nichtwieder, und es würde ihm gar elend gegangen seyn, wennnicht Andreas Wechelius, ein berühmter buchdrucker, ihmdie stelle eines Correctors gegeben hätte. Bey demselben starber nebst seiner gantzen familie zu Franckfurl an der pest, ohn»gefehr um das jähr 1373. und verließ verschiedene schriftcn,in welchen insonderheit streit - fragen abgehandelt werden.Man sagt, daß er ein zanckischer und zu fanatischen Meynun-gen sehr geneigter mann gewesen , auch wahrend seines auf,enthalls in Orleans zu vielen zwistigkeiten anlas gegeben habe.
Daniel , tom. VI. 8e2a , bist. eccl. Tnuanui. liayle.
Kosseres, lat. Rosaria:, eine kleine stadt in Lothringen ,zwischen Nancy und Gerdcville, an dem flusse Meurte, wel-cher sie von einem gerade gegen über gelegenen orte, nahmensSt. Nicolas , unterscheidet. Es wird daselbst überaus schönweiß saltz gemacht, daher man sie auch Rolides aux Salineszu nennen pflegt.
Kosimunda, siehe Alboinus, der Longobarden König.
Kosinus, (Johannes) war i» den antiquitatibus wohlerfahren, und zu Eisenach in Thüringen an. 1382. gebohren.Den ansang seiner studie» machte er zu Eisenach und Weimar ,von dar kam er nach Jena , allwo er nebst der Theologiehauptsächlich die Humaniora und antiguitäten triebe. Mit derzeit wurde er Conredor an dem poetischen Gymnaiio zuRegenspurg, und von dar wurde er nach Wickenstädt imWeimarischen zu einem Pfarr - dienste beruften, auch endlichzu Naumburg auf der freyheit zum Prediger bestellet. Er starban der pest zu Aschersleden in dem 66. jähre seines allers.Seinen lod setzen einige in das jähr 1606. andere aber in dasjähr 1613. und noch andere in das iahr 1619. Seine vor-nehmsten schriftcn sind: Antiquitates Roman* , darzu nach-mals Thomas Dempsterus Earaüpomena gemacht; ferner einAppendix zu dem Chronieo Drechsleri de Turcis, und drittensF.xempla Pietatis illustris, h. e. Vitae trium Electorum,Friderici Sapientis , Johan. Constantis & Johannis FridericiMagnanimi. Es. Leicbfelder. in ipsius vica MSC. ü.·»*ckius > de Rom. rer. script. P. I. cap. 80. & P. II. ib, Wit·te , in diario biogr. an. 160 6 . Pauüini , in annal . Isena-cens. &c.
* Kosinus, (Barthvlomäusi gebohren zu Peßnic im Voigt-lande an. 1320. studirte zu Wittenberg unter Luther » undMelanchthon, ward erstlich Redor, denn Diaconus zu Eise nach , ferner Superintendent zu Weimar , und Fürstlich-Säch-sischer Beicht-valter, und wohnete dem Colloguio zu Altenvurgin den jähren 1368. und 1369. bey. Er ist im iahr 137;- vonWeimar , weil er dem 8ynergismo nicht favorisiren wollte,ins elend gejagt, und a». 1374. von dem Magistrat zu Re-genspurg zum Superintendenten angenommeii worden, allwoer mit dem Rath zu Steyer einige verdrieslichkeit hatte. Es
schickt«