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An. ,6r». wohnten Balthasar und Eusebius von Rotenburg zuMärkhe. An. >6;4. war Leßel von Rotenburg aus Schönaich ,Chur - Brandenburgischer Commilsarius in Sorau , verheura-thet mit Calharina von Wiededach, nachmals mit Susannavon Maxen; wo le nicht zwev Herren von Rotenburg diesesvornahmens gewesen, deren einer die erste, der andere die zwey-te davon zur ehe gehabt. Das letzte scheinet fast glaubwürdi-ger , weil der letztere in einigen schriften Leßel von Rotenburg zuLinderode genennet wird , da der erste den beynahmen aufSchönaich geführet. Dem zu Linderobe wird auch ein soynGeorg Heinrich zugeschrieben. So geschiehet auch um diesezeit Sigmund Seyfrreden von Rotenburg aufNießmenau , alsHofmeisters in Sorau , sodann Carls und Adrians von Role»-burg, aller auf Schönaich , Meldung. An. 1640. flonrte Chri-stian von Rotenburg auf Märkhe, Hof - Richter zu Forst.An. rü;;. ward Lcßel von Rotenburg auiRechfen, wie es shei-net , «dermal von den a. vorigen unterschieden, mit Magdale-ua von Schlichltngen getraut. An. 16^4. wird Carl Slgmundvon Rotenburg auf Altwasser , und Hans Melchior vowRoten-burg auf Märkhe,. als in oder um Sommerfeld wohnhassl,angezogen; deren letzterm auch an. i6üz. ein föhnlem, Bal-lhasar Christian gebohren worden; ferner Carl Christoph vonRokenburg auf Nißbenau, Reichs - Gräflicher PromnitzischerHauptmann der Herrschafften Sorau , Triebe! und Nauin-lmrg, dem nachmals darin» ein Leß/l von Rotenburg aufSchönaich gefolget. An. 16;;. vermahlte sich ein Leßel vonRotenburg mit Dorothea Maqdalena von Schönaich auf Ha-sel , dem folgends ein söhnlein Philipp gebohren worden, soaber bald wieder verstorben, ferncrs eine tochter Ursula Catha«rina, und ein anderer söhn Christoph Adrian, gebohren an.iSüi. Carl Christoph von Rotenburg aufAltwasser, von demvon Nißbenau unterschieden. An. >6;y. findet sich ein Hein-rich von Rotenburg in Sommers ldischen schriften. An. 1664.geschiehet Meldung Haus Christophen , wie auch ChristianAdolphs von Rotenburg auf Märkhe. An. 1667. verstarbGeorg Adrian von Rotenburg auf Schönaich , Regent derHerrschafft Pleß , wo der ledoch mit dem oben bemeltken Adriannicht eine person ist. Um gleiche zeit lebte auch Leßel von Ro-lenburg auf Röschen , Rtttmelstcr. An. >6üg. findet sich Stg-inund Seysried von Rotenburg, auch Georg Heinrich von Rö-tenburg auf Schönaich , ein söhn Laßels gleicher nahmen undbeynahmen , dem an. 1671. ein söhn Lasse! Gottlob gebohrenward. An. 1680. findet sich wieder ein, Georg Heinrich vonRotenburg mit dem beynahmen auf Möllendorss, dahero ervon dem obigen scheinet unterschieben zu seyn. Sodann CarlChristoph von Rotenburg auf Nißbenau, Hauptmann zu So rau , vereine von Bunau zur ehe gehabt. An. 1674. wirdErdmann Christians von Rotenburg auf Drencke gedacht; auchan. 1686. Erdmann Seyfrieds von Rotenburg , zusamt dessenbruder Christoph Ferdinand von Rotenburg aus Schönaich ,ferner Balthasar Christians von Rotenburg onf Märkhe, dernachmals an. >701. im z4. jähre seines allers verstorben. An.1699. starb Johann Friedrich von Rolendurg auf Rechsen.An. 1701. floriere noch Carl Sigmund von Rotenburg aufRechsen, wird auch aus Märkh zugenannt, war Lieutenant;demselben ward an. ,711. ein söhn Georg Ernst gebohren ;und an. 1716. ein anderer nahmens Lasset Christian, sodannzu Breßlau ^ Melchior von Rotenburg, Cantzler zur Neisse .Heinrich Sigmund befände sich noch an. 1706. auf demGymnasio z„ Landen. Sommerfelds Sorau- und CrvßnifcheArchen - und stadt- bücher. Sw <pii Schlefische cur. ^Cu-ca Schlefiiebe chronlck. Magm Sorauische chronick. Jetzt-lebendeö Dreßlau. Varia Lpitapbia. Carmina kunebr. Cunc.sunebr. & alia documenta familiae. *
* Rolendurg , ( Conrad Alexander, Gras von) Herr vonMvissevaux, Rvugemont, Krioenheim, Seinkein und Ober-bruck , war ein söhn Nicolas Friedrichs , Grafen von Rolen-burg, den ihm seine gemahkin Anna Johanna von Rosen an.1684. den aü. fcbr. gebohren. Anfangs kienete er der CroneFranckreich im kriege, und stieg wegen seiner erwiesenen bra-vour bald von einer charge zu der andern , bis er Obersterüber ein Teutsches regiment cavalerie, und hernach Alarecsialde Camp wurde. Weil aber am Hofe dessen vollkommene rin-sicht »n Skaats-sachen und gefchicklichkeit dieicibe auf unge-meine art zu lrackiren, bald bekannt wurde, »achdein er alsgevollinächttgter Minister aus dem congreß zu Cambray gewe-sen , ward er als Ambassador an den Königlich . PreußischenHos gesendet, und hat er sich zu Berlin vom jähr l?>7. bis1720. aufgehalten , gleichwie er lahres darauf, und, nachdemer an. 1724. auf dem congreß zu Cambray gewesen, im >ahr172s. abermal als ausserordentlicher Abgesandter an den Preus,fischen Hof gesendet ivorden , worauf er in gleicher charge sichan den Spanischen Hof begeben müssen , da er durch seineklugheit nicht wenig beygetragen, daß im jähr 1728. die actewegen der execulion der Präliminarien des friedens - congreffeszu Svtssons, von den Kayferlichen, Spanischen und Holländi-schen Ministern , gleichwie von feiten Franckrerchs von ihm un-terzeichnet worden. Daß der Svanuche Hof mit feinem be-tragen sehr vergnügt müsse gewc»en seyn , ist daraus zu erse-hen , weil ihm der König Philippus V. bey seinem abschiedeim jähr *7*1. sein vortrart mit >$o. diamanten besitzet, undvon 20000. thalern werth, verehrt, ihn auch zum Ritter desgüldenen Viresses und Grand von Spamen gemacht. Nach
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feiner rückkunst in Franckreich ward er Gouverneur zu Ques-noy , und Ritter der Königlichen orden. Er starb im ,ahri7;z. den 4. april zu PariS seines alters 52. jähr, zu nichtgeringem lcydwesen seines Königs, als der grosses vertrauenzu dessen glücklicher und geschickter ausführung wichtiger fa-chen halte, da er auch schon ernennet war, so er genesen würbe,als gevvllmächtigter Minister nach dem Haag zu gehen Erhatte sich im >ahr ,721. den »o. apr. mit Johanna Maqda.leua, emer tochter Bleicards, Grasen von Helmstadl, vermäh.let , die aber nn ersten jähre der ehe in der gebnrr ei-nes föhnleins kodeö verblichen , worauf er im wiltwer - ständegeblieben , und toll er feiner schwestcr, der Gräfin von VaudreySt. Remi, lohn zum universal - erden eingesetzet habe» , wie»wol nach anderweitigem bericht zwey seiner gefchlechlü-vettern,die zu Luneville dur studten obgelegen, die güther im Elfaßererbet haben sollen , auf welchen er den armen 10000. li-vres, und denen zu St. Sulpice, wo er gewöhnet, yoooo. li«vres vermacht hat. : an temu Anjeme , geneal.
tom. IX. p. ;oo. Ranfts geneal. Archivarius , tom. XVII.
р. 168.
* Kotenby, Rotemby, oder Ronneby , lat. Korenbium,emc tieme stadt nebst einem guten haftn in Gothland , in derSchwedischen pxovintz Blcckmgen , zwischen Carlscrona undCailshaven.
Rotenfels , ein schloß und städtlein am Mayn, zwischenden Ciranchasslen Reineck und Wcrtheim gelegen , den Psaltz«grasen am Rhein und Btschoff zu Wurndurg gemeuischaffllichzugehörig. Der erste erdauer ist Marquard von Grumbach ge-wesen , welcher des ohnfern gelegenen klosters Neuenstadl amMayn Schutzherr und Vogt war. Weil aber seine wohnunggar weit entfernet lag, wurde er mit dem Abt Rcinhardo eins,daß er ihm einen sitz «n der nähe auf des klosters gründ und bo,den zu bauen erlaubte. Alö er aber dieses wohl verwahrteschloß dahin setzte, und selbiges deswegen Roteusels nennete,weil es auf emem rothen felscn erbauet, besorgte der Abt, esmöchte d e,e bürg seinem klvster künftig zu einem zäun werden,und beschwerte sich bey den, Blschoffe zu Würtzbura darüber,welcher beyde dahin verglich, daß das schloß, nach absterben desvon Grumbach und seines sohns, an das kloster fallen sollte.AIs nun der fall sich ereignet, ist das schloß an das kloster ge-diehen , welllzcü dasselbigc dem Stifte Würtzburg zugestellt, vondem es die Grafen von Reineck zu lehn empfangen. ' Als hier-auf an. i; 42. Graf Ludwig von Rotenfels, von Reineck ge-nannt , ohne erden verstarb, hatte der ort dem Stifte wiederanheim fallen sollen; es hat aber Blschoff Otto , Kayser Lud-wigs söhnen zwev dritlheil davon abgeben müssen, welche sievon dem Stifte zu lehn empfangen. Fns. chron. Würtzb.apud Lude'wig. pag. z >0. 62z.
t Es ist auch eine linie dieses nahmens in der Gräflichenfamtlie von Königseck gewesen. Masers fortfetzung Crusii,
с. 16. Das schloß Rotenfels , wovon selbige den »ahmen füh,ret, und der gautze district < welchen sie inne hat, und inwelchem das städtlein Jmenstadt der fürnehmste ort ist, liegtim Algöw, zwischen der Grasschafft Breqentz, der HerrschafftZeyl und dem Btßthum Augfvurg am fluß Jler. Cmßi para-iip. c. 19. M. Steinmeeg. manuscr.
Aotenhahn , eine uralte adeliche famikie in Francken, wel-che an stall des Churfürsten zu Brandenburg daS Erb - Cäm-merer - amt in dem Brßthum Bambcrg verwaltet. Wolf hatan. 996. zu Braunschweig , Hippvld an. 1042. zu Hall, Wil-helm an. nüz. zu Zürich , und Egenolph an. 1209. zu WormS dem lurnler beygewohnet. Antonius hat an. 1440. das Biß-lhum Bamberg erhalten. Sebastian, Ritter und Docto,, leb-te gegen die nulle des XVI. fecali. Er hat 12. Türckuche Kö-nigreiche durchreiset, und eine beschreibung von Francken, wieauch den alten Hiltoricum Reginonem Prumiensetn heraus ge-geben. Alexander war an. i^a. Abt zu Bantz, und an. 1560.gieng Martin, Bambergischer Rath und Hof - MarschaÜ, mitlobe av. Georg Wilhelm, Schwedischer Oberster, starb an.i6;8- an denen »n dem treffen bey Wlttenweyer empfangenenwunde». Adam Georg florirte »och an. 16^0. und hatte 4.männliche erben. In dem 1717. jähre that sich ei» Baron vonRoicnhahn als Kayseriicher General-Major in Ungarn widerdie Türcken hervor, und hat also eine brauche dieses geschlechtsden Freuherrljchen character erlanget. ltemmat. P. 111 .
Spangenvergs Adel - fpiegel, P. 11 . p. 190.
\ In den ältern zeite» soll Heinrich von Rotenhahn einenstreit mit Johann von Werdenberg gehabt haben, welchenBalthasar, Hertzvq von Teck, nebst andern Herren und Ritternerörtert. Maltz, Würrembergis. St. und N. Qu. p. 214.Lutz von Rotenhahn war an. 148«. auf dem 29. turnier zuManntz. Crujmi , P. III. lib. Vlll. c. 16. Um die mitte desXV, soc. vereinigten sich Johann, Matthäus, Lutz und Veitnebst dem Bamberglfchcn Bischoffe Anton aus dieser familiemit Marggraf Aldrechlen von Brandenburg im kriege widerdie städle. Crufius , P. 111 . lib. VII. c. 7. Siehe auch vondieser familie Bürgermeisters Reichs-Abel, passun. M. Stein.
■weeg. manuscr.
Kotenljctug, ein schönes schloß, nebst einer dazu gehörigenHerrschafft m Böhmen , in dem Satzer-kreise, hart an denMeißnischen grentzen gelegen. A». ie>;9. nahm es der Schwe.dtsche General Banner ein, und bekam darauf den Chur -Säch-
fischen