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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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16.) la Saintc Mairc ou la Vie de Sainte Tsabelle ou Eliza-beth de France, ibid. 1619. IN 8. l?.) Vie de Jaques Amiot,Eveque dAuxerre , so ein auszug ist aus dessen leben, das erin Lateinischer spräche beschrieben, und in seinen unter mim.i.angeführten alterthümmern von Melun p. 60;. und f.f. stehet;18.) la Vie de Bourchard, aus dem Lateinischen übersetzt,Paris . Liron, bibl. Chartraine. Nicero», memoir. tom.XXVll.Le Lang, bibl. bist. de France. Barberiui bibl.

* KoutUe, oder Rouville, (Wilhelm le) ein Licentiat derRechten von Alenqon , lebte um das jähr 1330, und verfer-tigte unterschiedliche historische und juristische bücher» von de.nen folgende bekannt: r.) le grand Coütumier du Pais &Cornce du Maine avec la Glose , Addition; & Concordan-ces, Paris I?;;. in fol. 2.) Recueil de lAntiquite & Pre-excellence de la Gaule & des Gaulois , ibid. 1331. in 8. 3.)Promtuarium Iconum insigniorum a Saeculo Hominum cumVitis eorum , in zwey theilen, Lyon 1333. in 4. 4.) De-scriptionem Justitiae & Injustitiae. La Croix du Maine , bibl.de France. Verdier , bibl. Francoise. Le Lang , bibl. hilt.deFrance.

Rovito, (Scipio) ein Rechtsgelehrter, war zu Tortorelloin dem Königreiche Neapolis an. 1339- gebohren. Anfangsbekleidete er die stelle eines Advocaten zu Neapolis, nachmalseines Raths, hierauf eines Präsidenten bey der KöniglichenSammet, und endlich eines Regenten bey dem Goncilio aLatere. Man hat von ihm Comment, in Prag . Regn! Neap.Consil. tom. II. &c. Sein tob ist an. 1656. im 76. jähre seinesalters erfolget. Crajso , negli elog. P.II. Topp. bibl.Nap. p.282.

* Kou6, ober Rousi, (Frantz) ein Puritaner, von Haltonin Cornwaü, war em Advoeat, oder, wie andere wollen, einPrediger in Saltasch, wurde öfters ein Mitglied im Parle.ment, und weil er sich sehr eiferig wider den König und dieBischösse erwies, vom Cromwel zum geheimen Rath gemacht.Er schrieb : l.) Interiora Regni Dei , 1674. und 1724. zuBüdingen in 12. welches buch ins Teutsche übersetzt, und an.1S78. und 1682. zu Duisburg heraus kommen ist ; 2.) Mel-la Patrum, Londen 1630. in 8. im Englischen ; 3) ArtemFelicitatis , ibid. 1619. in 8^ 4- ) Oleum Scorpionum, Lvn,den 1623. 3.) Academiam coelestem, ibid. 1638- in 8- ü.)Cbaritatem Catbolicam , ibid. 1641. in 8- 7 -) Nuptiäs my-sticas; 8-) Parlemenks-Reden rc. und starb an. >639. den 7.jan. Seine theologischen schriften sind zu Londen an. 1637.in fol. zusammen gedruckt. Als er noch zu Orford in demMertonenser-Collegio studirte, gab er daselbst im Englischen Archäologie Attice libros VII. heraus, welche zu Orford an.1634 . in 4 . zum vierten mal gedruckt. Wood, Athen . Oxon.

Rousseau , Roussel, oder le «oux, (Gerard) Abt vonNerac , und hernach Bischoff zu Oleron , in Bear ». Er warein Dominicaner-Mönch, legte aber den Mönchs - Habit ab,reisete in Teutschland, und begriff daselbst die Lutherische lehre,die er hernach an der Königin von Navarra Hofe ausbreitete,welche «hm die Abtey von Nerac , und hernach an. 1540. dasBißthum von Oleron verschaffte, ihn «vider die Sorbonne be-schützte, und wiederum in freyheit setzte, da er gefänglich ein-gezogen war. Dieser Roussel führte ein exemplarisch leben,und «var der erste, «vclcher unter beyderley gestalt das Abend-mahl gebrauchte. Man sagt, daß er weder Lutheri noch Cal-vini lehre gantz und gar gebilliget habe. Er starb an. 133°.oder 1331. Petrus Arnaldus von Maitie soll zu seinem tobeviel geholffen haben, dessen söhn Arnoldus nachgehends Bischoffvon Oleron worden. Sammartb. Ga'll. Christ, lib. II. p. 8,2.

* Rousseau , (Joh. Baptist«) ein berühmter Französischer Tichker , welcher an. 1670. zu Paris von geringen eitern,und zwar von einem schnster soll erzeuget worden seyn. Inseinen jungen jähren that er sich schon durch seine ungemei-nen gaaden hervor , und ergab sich nachwärts gantzlich derTicht-kunst, in welcher er es so weit gebracht, daß er billichfür den vortreflichsten Lichter, den Franckreich je gezeuqet, ge.halten wird. Nur wäre zu wünschen, daß er diejenige ftder,welche er zu so ausnehmenden geistlichen getichten gebrauchet,nicht auch mit garstigen zotten, atheistischen gedanckcn und eh-renrührenden stich-schriften entweyhet und befiecket halle. Sei.ne mit dem Saurin wegen gewissen laster - schriften gehab,te Händel trieben ihn endlich von Paris und aus Franck-reich. Er fand aber ausserhalb allezeit hohe gönner, die sei-nen durchdringenden geist und vortrefliche verse nach verdienstzu schätzen wußten. Solothurn, Wien und Brüssel waren diedrey vornehmsten orte , an welchen er bey dem Grafen duLuc, Printzen Eugenio und andern hohen gönnern sein lebenzugebracht, wie er denn auch den «7. mertz an. 1741. zuBrüssel todes verblichen. In feinem testamente hat er demGrafen von Launoi, Gouverneur zu Brüssel , als seinem be-sondern beschirmer, drey schöne original-qemählde, dem HerrnBoutet de Monteri zu Paris seine übrigen schildereyen undseine actionen bey der Ostendischen Compagnie, und dem HerrnSegny, Hofmeister des jungen Printzen von Thurn und TaßiS,seine bücher und schriften vermachet. Seine schriften sind anverschiedenen orten zusammen gedruckt worden. Der bekannteGacon hat sich insonderheit geübt, den Rousseau in seinemTAnti-Rousseau betitelten buche zu verfolgen, und zu lästern.Nach des Rousseau tobe sind seine wercke auf das prächtigstezu Brüssel in verschiedenen quart-bänden an daS licht gelre.

&"· Ein aufrichtiger Verehrer seines gedächtnisses hat folgemde verse unter sein btldnis setzen lassen: "

Tel fut le celebre Rousseau

Dont les vers fönt graves au remple de Memoire.

II triomphe en mourant dune cabale noire,

Et revit glorieux en depit du tombeau.

Memoires.

I^oufftau , (Jacob) ein Französischer Prediger an derkirche des H. Romani zu Sens, starb an. 1713. und hinter,ließ Hsstoire de la Ville de Sens, so noch in handschnst lie»stkt. Sie gehet bis aufs jähr 1674. ist aber ziemlich schlechtgesthrleben , doch trift man viele mit grossem steiß gesammel-te documente darin» an. Le Long , bibl. bist. de France.

* Roussel, (Wilhelm) ein Benedictincr- Mönch von derCongregalion St. Mauri, war zu Conches, einer kleinen stadtm der Normandie in der Dioeces Evreur gelegen, an. 16^9.gebohren, und begab sich den 23. stpt. an. iögo. in der Ad-tey zu unser Lieben Frauen zu Lire in ermeldte Congregalion,wo er sich durch seinen herrlichen verstand und gelehrsamkeit,w«e auch seine vortresijche gemüths-eigenschafften gar sonder-lich hervor that. Er hätte es auch gar leicht, «penn er sichaufö predigen legen «vollen, seiner gcschicklichkeit halben diSauf den höchsten grad damit bringen können , er erwehlte aberd«e ruhe eines einsamen lebens, und retirirte sich in ein klo-ster st» RHeims , wo er die briefe des heiligen Hieronyini in

n »^nzösische spräche zu übersetzen avfieng , davon die zweyersten bände in 8. zu Pariü an. 1703. und der dritte ebendaselbst an. 1707. zum Vorschein gekommen. Es fehlen aber»n diesem letzter» bände etliche briefe , welche dem Übersetzerwegen der darinn vorgekommenen Griechischen schiveren »vör-ter, u««d die sich nicht wohl nach dem geschinack und genie derFranzösischen spräche haben geben lassen, vorbey zu gehen dien-lich geschienen. Er hat auch eine lobschrift auf den verstorbe-nen P. Madillon verfertiget, welche von den kennern sehr ästi,miret wird. Er wollte auch auf die ark, wie du Pin in fei-ner bibliotheque ecclesiastique gethan , eine bibliolheck vonden historien-schreibern in Franckreich von zeit zu zeit zu schrei-ben anfangen , der tod aber verhinderte ihn daran, und raff-te ihn den 3. oct. an. 1717. aus dem kloster zn unser LiebenFrauen zu Argcnteuil zu sich. Le Cerf, bibl. de la Congre-gation de S. Maur , p. 432.

Rousselet Chateaurenaud, eine alte berühmte familie inFranckreich, «vie man denn schon an. 1330. findet, daß Johannund Gottfried de Rousselet sich in dem kriege zwischen Jvhan,ne IV. dem Hertzoge von Bretagne und dem Ritter Carolo vonBlois , welcher das geineldte Hertzogthum von wegen seinergemahlin Jeanne de Pcnthievre, einer tochter des letzten Her-tzogs Johannis III. ansprach, und sonderlich in demjenigen ge-fechte bekannt gemacht haben, welches an. >33r. den 27. mertzvon 30. Franzosen Pgen eben so viel theils Engelländer, theilsauch Bretons und Teutsche nach einem förmlichen ausdotzwischen Josselin und Ploermel ist gehalten worden, da dieFranzosen die oberhand erhalten; wobey jedoch nicht zu ver-gessen ist, daß die beste qeschicht-schreiber von Bretagne , in an-führung der nah,nen derer, so da gefochten , nur allein denJean Rousselet anziehen, welcher dabey sehr soll seyn ver-wundet worden, aber keines Geoffroi mit dem zunahinenRousselet gcdencken. Gervasius de Rousselet, von dem manan. 1331. 1390. und 1402. crwehnung findet, zeugte Olivierde Rousselet, der Echanson unter Caroli VII. regierung inFranckreich «var. Dessen söhn Johannes de Rousselet I. hin-terließ einen söhn gleiches nahmens, welcher an. 1320. inDauphine gestorben. Seine gemahlin Jeanne Lallemanl hat-te ihm einen söhn Franciscum gebohren, dieser schrieb sich Herrde la Pardieu, de la Batiede-Monluel und von Jaunage, undhatte sich an. 1333. mit Meraude von Gondy, der sch«vester desnachinaligen Hcrtzogs von Retz , vermählet. Aus dieser ehewar Albert de Rousselet gezeuget, der an dem Savoyischen Ho-fe erzogen, und nach seiner zurückkunft in Franckreich Ritterdes Königlichen ordens, geheimer und Slaats.Rath, auchGouverneur von Chateaur de Machecoul und Belle-Jsle, wor-den. Sein söhn Franciscus, der sich an. 1622. verheurathet,und an. 1677. gestorben, hinterließ einen söhn Franciscum,von dem «vir bald mit mehrern handeln wollen , ferner Älbcr-tum , Abt von Pornic in Bretagne , Balthasarn, gleichfallsAbt von Pornic, von Fontaines-les-blanches in Touraine und von Landevence in Bretagne . Der jüngste söhn, Fran-ciscus Ludovicus, Graf von Chateaurenaud, Vice-Admiralund Marschall von Franckreich, von dem unter Chasteau-Rmaud (Frantz Ludewig von Rousselet, Graf von ) eineigener artickul nachzusehen, hat seinem vatterlande zursee etliche mal gute dienste gethan, muste aber an. 17o2.se,hen, wie die von ihm aus America in den Hafen Vigos ge-brachte flotte von den Alliirten ruiniret ward. Franciscus, derälteste fohn Francisci, Marquis de Chateaurenaud, Lieute-nant Mestre de Camp über das regiment der garde, verheura-thete sich an. 1638. an Marie le Gai, und starb an. 1S81.Seine kinder sind r.) Albertus Franciscus, Colonei des regi-ments von Cambresis, und Intpecteur-General über die infante-rie in Provence . Er starb unverheurathet an. 1693. zu Ca«al.2.) Henricus Carolus, Abt von Pornic, starb an. 1693. 3.) Üu«dovicus,<2chlffs-Fähndrich,starb zu Brest an. «684. 4-)Ballha-

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