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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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man den ort von an. 1,07. bis 1522. in allen Schwäbischen bündnissen an. Dutt. de P. P. Brentius. Meriun. topogr. Suev.Knipscbiltl. de civ. lmp. lib. III. 48. Crusius , annal. Suev.

VDeil, eine kleine stadt in der Schweitz , innerhalb des ge-bielhs des Stifts St. Gallen , an den qrentzen des Thurgöwsund des Toggenburger-Iandes, allwo der Abt von St. Gallen ei.nen Statthalter hatte,auch der von denSchirm-Orten dem Stif.1e St. Gallen gegebene Landes-Hauptmann residtrte. An. 1712.haben die Cantonen Zürich und Bern diese stadt eingenommen.

+ Weilburg , lat. Vilburgum, eine kleine stadt nebst einemschönen derg - schlöffe an der Lohn in der Welterau, zwey Meilenvon Wetzlar gelegen. Sie war sonst die residentz einer beson-dern linie der Grafen von Nassau, welche der Graf Ernst Casi-mir gestiftet. Derselbe war den 1;. nov. an. 160;. gedohren,und hinterließ einen söhn, nahmens Friedrich, weicheren. 167;.gestorben. Desselben jüngster söhn, Friedrich Wilhelm, starb an.1684. an einer vor Ofen empfangenen wunde; der älteste aber,Johann Ernst , gebohren an. 1664. ist an. 1719. den i. mertzals Chur -Pfältzischer General-Feld-Marschall zu Heidelberg mittobe abgegangen, und hat diese linie nicht beschlossen, wie inden vorigen ausgaben dieses Lexici gemeldet worden, sondern vonseiner gemahlin, Maria Polyxena , Gräfin zu Leiningen-Har,tenburg, einen söhn, Carl August, jetzigen Fürsten zu Nassau-Weilburg, hinterlassen. Dieser ist gedohren den 17. sept. an.i<"-85. ward an. 1726. General der Ober-Rheinischen krets-trouppen, und an. 17?*». Kayserlicher General der cavalerie,nahm an. 17,7. den Fürstlichen titul an. Er hatte sich an.172;. mit Augusta Frtderica Wilhelmina, Fürst Georg Au-gust Samuels zu Nassau-Jdstein tochter, vermählet, und zeu-gete i.) Carolinam Aldertmam, gebohren den ;. sebr. an. 17,0.) Carl Christian , gebohren den x1. jan. an. 17,s, Geneal.Handbuch, i7\J* rc.

VOeile, ist eine kleine stadt in dem sstdlichen theile vonJütland,ungefehr drey Teutsche meilen von Coldingen, nordwärts gele-gen. Sie gehöret unter die Diceees von Rypen, und hat einenfeinen haftn an dem kleinen Belt. An diesem orte versammel-ten sich an. 152,. die Reichs-Rälhe, Btschöffc und Jülländi.sehe Edclleuthe» als sie dem Könige Christierno II wegen seinergrausamkeit den gehorsam aufzukündigen beschlossen.

Weile, (Friedrich Ragstat von) ein Teutscher Rabbi, dersich zeitig zu der Christlichen kirche gewandt hat. Er ließ sichzu Eleve bey den Reformirten taufen, und kriegte den nahmendes Churfürsten von Brandenburg, Friedrich. Er schrieb dar-auf Theatern» lucidurn exhibens verum Mesliam Dominum no-strum Jesum Christum, ejusque Honorem defendens contraAccusationes Judsorum in genere, speciatim R. Lipmanni Nit-zachon, welches zu Amsterdam an. 1671. in 12. gedruckt mor-den. Man findet darin» viele particularitäten, die den fal-schen Meßiam der Jüden in Orient, den Sabbathi Zevi, an,gehen. Unser von Weile ist nachgehends Prediger zu Spyckbey Gorcum in Holland worden, und hat an. 1686. den 10.ftbr. einen Portugiesischen Jüden getauft, der durch das gedach-te Theatrum gleichfalls überzeuget worden. A Lendt, de Pseu-do-Messiis. Bayle.

Weiler, eine adeliche familie an dem Rhein im Spessart ,deren stamm - reihe Humbracht mit einem Anonymo um diemitte des XIV. soculi anfängt; dessen ältester söhn, Friedrich,ist an. 1,97. als Abt zu Amordach verstorben. In dem dreißig-jährigen knege um das jähr 16,7. ist Johann Philipp, Dom,Herr zu Mayntz, von den Franzofen erschossen worden. Einanderer dieses nahmens, Fürstl. Heßischer Oberst-Lieutenant,muste an. 1647. weil er dem General Lamboy eine fchantze oh-ne ordre übergeben, den köpf hergeben. Humbracht, vomRhein . Adel, tab. 22,.

Weiler , eine alte adeliche familie in Schwaben , welchevon der vorhergehenden in dem wapen unterschieden. Ruper-tus lebte um das jähr 1290. Von seinen nachkommen hatsich Burcard an. i,$2. in der St. Georgen - fchilds-Gesellschafftgefunden; und war er vielleicht eine Person mit dem Burcar-den, welcher sich neben Conrad und Eberhard auch von Wei-lern , in dem Gesellfchaffts - briefe und Verain mit der stadtCostnitz von an. 1409. befindet. Auch werden Burcavd undEberhard in einem andern Gesellfchaffts - briefe von an. 14',.wiederum genennet. Dietrich war an. 1488. Rath der Ritter -schafft am Kocher und im Verain des St. Georgen - fchilds ,neben Burcarden. Dicther ward neben seinem söhne an. 152;.in der dauern - empörunq erschlagen. , Ein anderer gleichesnahmens war noch zuvor an. 1498. Furstl. WürtembergischerHofmeister. Dietrich war an. 1562. in dem comitat KaysersMarimiliani II. auf dem wähl - tage zu Franckfurt am Mayn.Ludewig florirte an. 1622. M Fürstl. Würtembergischer Haupt-mann. Hieher gehöret auch allem ansehen nach Ernst von Weiler , der sich als Chur-Brandenburgischer Artillerie - Ober-ster hervor gethan. Sein söhn Christian hat eben diese chargeerhalten, und sich an. 1676. bey bombardirung der vcstungStettin in Pommern ungemein signalisiret; er ist endlich inKayftrliche dienste getreten, zum General - Major der artilleriegemacht, und in den Freyherrn - stand erhoben ivorden. Le-ben Leopoldi, P. I. p. 276. Pufendorf. de rebus gestis Fri-jlerici Wilhelms Rucel. stemm. Germ. manuscr. *

Weilheim , ist eine feine stadt mit einem schlösse, in dem

Bayerischen Rent-Amte München, zwischen Murau x.«Amder- fte, an dem fluffe Amber, gelegen 5ÄS*d'e Grafen von Weilheim, so um das jahr i;,ian diesem orte residirel. Ertels Chur-Bayerifcher Atlas"Weilheim , -i«- on.'.-,-·.--. '

«· ^ 'eine kleine Würtembergifche stadt, -wis»-«

Klrchheun unter Teck, wohin/ie auch in das Amt gehörtt, n§

Wisensteig an der Lauter. Sie ist an. 1,19. von Gras lii»*von Aichelberg auf erlaubnis Kayser Friedrichs III dessen K?neral er war, aus einem dorfe zu einer stadt gemacht wo!den. An. 1,,4. wurde sie von Bruno, Herrn zu Kircbbman Wurtemderg verkauft. Nahe dabey ist der Micha ls-2'auf welchem vor zeiten die Herren von Limpurg ihren S ?habt haben. Crufii annal. waltz, Würl. Si. unoVVuZetlert topogr. Suev. M. Steitrweeg, MSct.

weiltingen, ein marckt - flecken in Schwaden, an der Wer.nitz, eine weile von Dunckelspiel gelegen, und demHertzvaevonWurtemberg gehörig. Es ist daselbst ein schloß, welches einerWurtembergifchen feiten-linie zu einer resident; gedienet, dieaber an. 170;. abgegangen. Siehe wurtemberg.

Weimar , eine Fürstlich - Sächsische residentz - stadt, fetzwuchen Jena und Erfurt , in einem lustigen thal an der Ilm Sie jvll den nahmen von wein haben, weil vor diesem miWeinberg daselbst gewesen , worauf man den um ftena ae.wachjenen wein zu verkauffen pflegen. Andere sagen, daßßeden nahmen von einem bekommen, der allhier gewöhnet, undden wein zu pflantzen angefangen , den man deswegen denWeinmayer genannt. Es ist daselbst das schloß sehenswür-dig, welches von dem Hertzoge Wilhelmo erbauet worden, unddahcro die Wilhelmsburg genannt wird, ingleichen der dar.auf befindliche künstliche grosse saaly die schloß-kirche, dievorlrejllche Fürstliche bibliotheck, die kunst-kammer und dasMedaillen - cabtnet, welche erst vor wenig jähren angerichletworden, nebst dem Fürstlichen lust-garten. In der siadl-kirche stehet man verschiedene epitaphia , sonderlich ChurfürstJohann Friedrichs, nebst seiner gemahlin, welche allda be-graben liegen. ' Es ist diese stadt sehr alt, und soll schon zuOltonis AI. zeiten bekannt gewesen seyn. Sie hat vormalsihre eigene Grasen gehabt, deren der letztere Graf Hermanngeweten , welcher, als er Landgraf Friedrichen den ernsthaff-ten von Thüringen in Erfurt sportlich gehalten, von ihmüberzogen ) und ihm. diese stadt nebst andern abgenommenworden; wiewol er solche auf lebenslang zu gemessen gehabt.Nach der zeit hat sie dem ältesten Hause von der Sachsen-Cr-ncstinischen linie zur residentz gedienet. An. 1S1;. ammay ergoß sich der fluß Jlm wegen des grossen regens der-massen, daß diese stadt 14. eüen hoch unter dem Wasser stund,wobey 65. Personen umkamen , 44. Häuser aber sorlschwum-men, und einfielen. Diese grosse wafferfluth wird inSgeme>ndie Thüringische sündflulh genennet, weil in selbiger an un-terschiedenen an dem Jlm - flusse gelegenen örtern zusammen900. Häuser weggeflössel worden , und ;ro. menschen ertrun-cken find. Grtgoni florirendes Thüringen , p. 67. Braun.DreJJ'erus, Reumerus, Zeileri itiner. Germ. Topogr. Saxm.super. Mutiert ann. Saxon. Olearii synt. rer. Thuring .

Weimar , (Hertzoge von dem Fürstlich - ErnestinischenHause Sachsen) ist eine besondere linie, welche von ihrer rest-dentz die Weimarische genennet, und, wie aus dem artickulSachsen zu ersehen, von dem Hertzoge Wilhelmo, IohanniSsöhne, gestiftet worden. ( Siehe IVilhelmus, Hertzog zuSachsen .) Nachdem er aus seinen seldzügen nach hause ge-kommen , ward ihm das Directorium in der gemeinschafft derLandes-Fürstlichen reqierung solennster unter gewisse» verglei,chen übergeben, welches er auch 14. jähr geführek. W aberan.;8- durch abgang Hertzog Johann Ernsts, der Coburgi-sche und Eisenachische anfaü geschehen, haben darauf an. >6;°.in die zum theil aus solcher Abschafft zugekommene und in dieandere schon vorhero gehabte lande, Hertzog Wilhelm und lei-ne noch übrige drüber, Hertzog Albrecht und Ernst, i>ch end«lich getheilet, und also die bisherige landes - qemeinschaffl a»i-gehoben. Da denn Hertzog Wilhelmen das Fürstcnthum Wei«mar < Hertzog Albrechte» Eisenach , und Hertzog Ernsten dasFürstenthum Golha zugefallen, anbey auch der Senior vielesHauses iedesmal zum Hirector über die commun geblledenendinge constituirel worden. Es ist aber Hertzog Albrecht ohne er-ben abgegangen, und sind also seine Eiienachische lande an lei«ne brüder gekommen, welche sie an. «Sgs. dergestmt unter umgetheilet, daß Hertzog Wilhelm in der einen helfte Egenach inuverschiedenen andern stücken, und Hertzog Ernst Heldburg nevnandern örtern erhalten. Es sind also diese beyde die stifür v»zwey noch übrigen Sachsen-Ernestinischen Hai>scr, nemllaiHN.yog Wilhelm des Weimarischen, und Hertzog Ernst des &otmscheu Hauses, wovon fich aber jedes wieder in beioiidere liiuengetheilet hat. An. 1660. bey zerlheilung der bisher ^wischenderÄlbertinischen und Ernestinischen Haupt - linie gemeinschalfiii>chen gesürsteten Grafschafft Henneberg, kam noch die stadt »no

das Amt Ilmenau, das Amt Kalten-Nordheim undZilbachan

den Hertzog Wilhelm, welcher an. 16*1. vuector ward, unoan. 1662. starb. Unter den Andern, die er mit Eleonora Dothea, Fürst Johann Georgs von Anhalt-Dessau kochter,gezget,hal Johann Ernst die Weimarische,und Bernhard die I

sche stni?gestiftet.' Hertzog Adolph Wilhelm ^^varnocheliistge zeit nach seines vallerS lobe gelebet, die an. issr. pornem^

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