der landcs - qemeinfchafft, und doch jedem Herrn reit währen,der solcher communion zugetheilten einkünste auch anderer bey,fügnis halber vorgegangene brüderliche vergleichung mit getrof-fen , sich nach Eifenach begeben, und mit formirunq einer ge-wissen sonderlichen Hofstatt auch beziehunq seiner adstgiiirlcnportion daselbst zu refldiren angefangen, ist aber bald daraufan. 1668. gestorben, und hat mit seiner gemahlin, Maria Eli-sabetha, aus dem Braunschweiqischen Haufe, zwar fünf söhneqezeuget, die aber wegen frühen absterbens nicht succediret. Sogieng auch die von Hertzog Bernharden, der an. 1662. gebohren,angefangene Ienaifche linie bald wieder aus. Dann ob er zwarmit Maria,Hertzog Heinrichs von Tremouille und Thouars loch»ter, zwey kinder zeugte, auch in der zu seinen inkraden ihn, zuqe,schlagenen stadt und Amt Jena und andern stücken eine besonde-re Hofstatt anrichtete; so starb doch er an. 1632. und sein sechze-heniähriger Printz, Johann Wilhelm, unter der vormundschafftHertzog Johann Ernsts an. 1690. daß also nur zwey linien rndem Hause Weimar übrig blieben. Daß Hertzog Wilhelms äl.teilet söhn, Johann Ernst, der stamm-vatter von jetziger Weima-rijchen linie sey, ist schon beregt worden. Er war an. 1627. ge,bohren, und hielt an. 1696. mit Hertzog Johann Christrans vonHolstein tochter, Christianen Elisabethen, beylaqer. Unter denlanden, die ihm vach seines vatters tobe zufielen, war erstlichWeimar mit den dazu geschlagenen städten, Aemtern und schlos-sern,dabey er als ältester das Direktorium über die gemeine Rent-Cammer und Regierung so lange behielt, bis an. 1663. durchden todes -fall Hertzog Adolph Wilhelms, dessen angefallene lan-des-pvrtion, und die von Allenburq angcdiehene quarl eine thei-lunq veranlasseten. Da denn ihm noch ein besonderer antheil an-gewachsen, und kraffc des brüderlichen recesses die fache so vcr-mritell worden, daß unter seiner drrection die wichtigste» angele-genheiten, als Reichs- Kreis- und übrige zur allgemeinen landes-ersprieslichkeit dienende fachen erörtert werden sollten. Wiewolnach dem Jenaischen anfall und dem deshalben errichteten thei-Iiiiigs.reccsse von an. 1691. diese wieder geändert, und einigewichtige dingen in gesamtschafft behalten worden. Vorher» aberwar Johann Ernst an. rüg;. e «lorben, und seine beyde söhne,Hertzog Wilhelm Ernst und Hertzog Johann Ernst,succedirten ingemeinschafftlichcr posseßion und regierunq seiner lande. Zu ih-rer zeit war das Haupt-Directorium des Ernestinischen Hausesbey Hertzog Johann Georgen zu Eisenach als Leniore. Wegenihrer gcmeinschaffllichen administration, des landes Nutzbarkeitund der einkünfre richteten fie an. 168;. einen dreyjährigen ver»trag auf, und an. 168;. folgte ei» anderweit erörterter sonde-rungs-receß wegen der jurisdiction und Nutzbarkeit ihrer gücher.Die gesinnten lande aber, so ihnen nach heimfallung der Jenai-schen portion an. 1091. in der erb-theilnng zwischen Eisenach undWeimar ausgemacht worden, sind 1.) die stadt, Amt und residentzWeimar, r.) die Vogtey Brembach, das städtlein Rastenberg und Amt Hardisleben, 3.) das Ami Roßla und stadtlein L-ultza,4.1 das kloster und Amt Heußdorff, 9.) das Amt und städtleinDornburq, das Anet, Stift und stadtlein Bürgel, 7.) das Amtund schloß Cappelndorf, 8.) die Vogtey und kleine stadt Magda-la, 9.) das Amt und städtlcin Bercka, 10.) das Amt Crnmsborf,11. das stadtlein Neumarck, 12.) das ftädtlein Butstädt, iz.)die Vogte« Gebstetl, 14.) das städtlein Buttelstätt, 19.) das AmtOber-Weimar, 16.) das von Sachsen-Gotha wiederkäuflicherhandelte Amt, städtlein und schloß Cranichfcld, 17.) das Fürstl.Henncdergische Amt und stadt Ilmenau , weswegen auch Sach sen-Weimar an den Hennebergisch-Schleufingischen Reichs- undKreis-vocis participirchund solche alternative mit den andern in-lercssenten führet. Gleicher maßen hat Sachsen-Weimar wegenseines Fürstenthums Weimar ein besonderes Reichs- und Kreis,votum allein zu führen. Hertzog Johann Ernst ward an. 1664.gebohren, starb aber den 10. ju». an. 1707. und hinterlieft vonseiner ersten gemahlin Sophia Augusta, Fürst Johannis zuZerbst tochter, so an. 1694. gestorben, zwey kinder, nemlich Er-nestum Auqustum, der an. 1S88. gebohren, und Joh. Charlot-ten, gebohren an. 169z. Von der andern gemahlin aber Char,lvttt Sophia, LandgrafFriderici zu Hessen-Homburg tochter,nur einen Printz, Johann Ernst, der an. 1719. zu Franckfurtam Mayn verschieden ist. Hertzog Wilhelm Ernst ward an. 16S2.gebohren, und trat an. 168b mit der einzigen Jenischen Printzes-fin, Charlotte Maria, in eine unfruchtbare und unglückliche ehe,die „ach der ehescheidung der tod dieser Printzeßin völlig getren-net hat. Er selbst starb an. 1728. Seines bruders söhn, der ob«gedachte ErnestuS Augustus, gelangte hierauf zur völligen regie,rimg. Er hat sich an. 1716. den 24. ian. mit Eleonoren Wllhel,winkn aus dem Hanfe Anhalt-Köthen, Friedrich ErdmannS,Hertzoqs zu Sachsen-Mcrseburg, hinterlassenen wittwe, vermah-let, welche an. 1726. den 30. aug. das zeitliche gesegnet. Sie hatihm unterschiedliche kinder gebohren, von denen an. 17,1. nochfolgende viere lebten: 1.) Wilhelmina Augusta, geb. an. 1717.2.) Johannes Wilhelmus, geb. an. 1719. ;.)Ernestina Alberll-na, geb. an. 1722. 4.) Bernhardina Christian«, geb. an. 1724.
Meinfelden, ist ein lustiges schloß und flecken samt einerHerrschaffl in der Evdqcnoßifchen Landqraffchafft Thurgöw ge-legen, dessen Nieder-Gerichte an. 1614. von den Edlen von Gem-minqen dem Canton Zürich verkauft worden. Die hohen Gerich,tegehören in die Landvoqtey Frauenfelden. An. 1498. haben dieLncerner und übrige Eydgenossen das schloß zu Weinfelden , (sodamals einem bürger vvn Costantz zuständig war) eingenommen
und geplündert, weil ein Costantzer bürger einem von Lucern ei»nen alten Berner-plappart nicht abnehmen wollen, sondern sol-chen einen küh-plappart gescholten. An. 1929. ist allhier wegender glaubens- rcformation eine grosse Lands-gememde derThur-qöwischen Unterthanen gehalten worden, wordey sowol Gesandtevon Zürich,als auch von den fünf Catholischen Orten zugegen ge-Wesen, und ist der schloß der land-leuthe dahin ausgefallen, daßsie am Worte GOttes und dem H. Evangelio vest halten , übri-gens aber den regierenden Orten allen schuldige» gehorsam lei-sten wollten. Der Thurgöwische Gerichts - Herren - tag wirdallhier gehalten. Stumpf. Bullmg. u. Helv. manusc. Hui!er.hiit. Helv. manuscr. BlUNtschli. *
U)eingarten, eine ungefürstete in Schwaben gelegeneReichs-Adley, Benevictincr- ordens, so anfänglich Altomünstcrgeheissen. Mit ihrer stlstung hat es folgende bewandnis. An.749. nach Mavillons, oder im jähr 720. nach der meisten Teut-sehen scribenten meynung, soll der H. Alto, aus dem Königlich-Schottischen geschlechte entsprossen , durch Vorschub des Groß-Hofmeisters und nachmaligen Königs Pipini in Franckreich, inBayern angekommen seyn , und hierauf im Nortgau, in einerWildnis < zwischen den flüssen Paar und Blone, eine zelle erbauethaben, die hernach gedachter Pipinus an. 748. oder 790. erwei-tert und zu einem klöster gemacht, auch ihr den nahmen Alto«Münster gegeben, und den gottseligen Altoncm zum ersten Abt inselbiges gefetzet. Dieses hat hierauf Jsenbard, Hertzog imNort,gau und Graf zu Allorf, vortreflich begäbet, auch selbst in demflecken Altorf ein Frauen-kloster, Benebictiner-ordenü, an. 776.gestiftet, welches fein fohn, Guelpho I. dolirt. Ethico, Guelpho.nis I. söhn, hatte einen söhn, Hcnricuin, welcher sich dem Kayserunterwarf, worüber sich der valter Ethico dergestalt grämte, daßer feine regierung quittirte, und zu Ammergau i» Ober-Bayern ein kloster erbauete, solches mit genugfamen einkünften versähe,und sich mit zwölfen feiner besten freunde in selbiges begab.Diefes vereinigte an. 879. vorgemeldter Henricus mitAltomün»ster, und bauete auch hernach das von den Ungarn gäntzlich ver-wüstete Frauen-kloster zu Altorf wieder auf. Endlich traf Guel-pho ll. um das jähr 1047. einen tausch, und brachte die Kloster-Frauen von Altorf nach Altomünster , die Religiösen aber vonhier nach Altorf . Weil aber diefes an. 109;. im feuer aufgieng,fo transfcrirte selbiges Guelpho II). auf den nahe dabey gelegc,nen St. Martins-derg, und erbauete es allhier dem H. Martinaund Ofwaldo zu ehren, gab ihm den nahmen Weingarten, undbegabte dasselbe mit herrlichen gerechtsamen und vielen güthern,setzte es auch zu seinem universal-erben ein, womit aber des Te-statoris schwester Cuniza, eine Marggräfin von Este, nicht zufrie-den war, sondern die erbschafft ihres bruders, mit hülffe KayserSHenrici lll. vor ihren söhn Guelphum IV. erhielt. GedachterKayser nahm jedoch zu einiger ergötzlichkeit vor diesen vertust daskloster Weingarten in seinen und des Röm. Reichs besondernschütz, Henricus IV. aber an. 119;. zu einem unmittelbarenReichs-Stand auf, und Guelpho IV. ließ es auch nach der zeitseine gnade so reichlich genieffen , daß es billich ursach hat, thuvor einen seiner grdsten Wohlthäter zu halte». An. 1198. zog derPrälat zu Weingarten mit dem Kayser Fciderico l. wider die re-bellischen Maylander, und gerielh dadurch bey gedachtem Kayerin grosse gnade, sein Stift aber nach der zeit in solche confidera.lion, daß Kayser und Könige vor mehr als 20c». jähren dem Abtezu Weingarten den titul: Unserm Fürsten und lieben Andächti.gen, gegeben , auch er in den Reichs - abschieden von au. 1999.und 1999. zum perpetuirlichcn Deputirken der ungefürstctenReichs,Prälaten ernennet worden. Das kloster hat im dreißig-jährigen kriege gewaltig herhalten müssen; bann an. 1692. ha.den es die Schweden mit stürm eingenommen,und etlich hundertbanern darin« niedergehauen. An. 1634. kam der SchwedischeGeneral-Felb-Marschall Gustav Horn dafür, und nahm es zumandern mal ein. Es besitzet übrigens die Abtey Weingarten,nebst ihren Slists-güthern, auch die Maltheser-Commenthurcyin der stadt Feldkirch , welche es um 60000. ff. von dem Malthe-fer-vrden erkauft, jngleichen die vormalS den Grafen von Sultzzugehörig gewesene Herrschafft Blumeneck, die es von GrafRu.dolph UIN 190000. fl. erkauft hat. Imhof notit. Proc. S. R. Imp.Üb. III. c. 21. §. 6. Lunig. spicil. eccl. des Reichs-Archivs tom.III. Bilderbecks Teutsch. Reichs-Staal. Bucdm. *
IVeinqarken , eine stadt in der Unter-Pfaltz im Amte Bret te ». An. 1904. hat Churfürst Philipp dieselbigc MarggrafChri,stophen von Baden vor 12000. fl. wiederkäuflich abgehandelt,wiewol die Pfaltzqrafen schon zuvor einen theil von den Herrenvon Schwalenstein erkauft. Wie dann in der theilung zwischenKönig Ruperts söhnen befindlich, daß der ort Ottcn von Moß.dach zugeschlagen worden. Tolner. H. P. p. 94. & p. 6 ;.
U)einhausen, ein Jungfrauen-kloster im Lüneburgifchenan der Aller, oberhalb Zelt gelegen. Es ist ach 1241. vonAgnes, Marggräfin von Landsberg und wittib PfaltzgrafHein.richs am Rhein gestiftet worden, nachdem ihr gemahl an. 1227.ohne erben gestorben. Conrad, Bischoff zu Hildesheim , hat eseingeweyhel. Die stjfterin liegt darin» begraben. Sie ist an.126«. gestorben. *
U)einheirn, eine stadt nebst einem Amte in der Unter-Pfaltz an dem wasser Wißgetz oder Wctschnitz, nahe an demOdenwalde, zwey Meilen von Heidelberg , gelegen. Sie foll voralters mit andern fahn-lehn von dem kloster Lorsch an die Pfaltzgekommen seyn. Nach diesem ward sie an Chur-Mayntz vor