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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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5000. Pfund Heller versetzet, aber an. ih& wieder eingelöset.Es hat sich auch ehemals ein adeliches geschlecht von diesem orteHorneck von weinheim genennet. Ausser den stadt - mauernliegt ein berq - schloß, Windeck genannt, welches die Baronenvon Rabenhaupt und die von Schmiedeberg bewohnen sollen.Tromvdorfs geogr. t'rebert orig. Palat. P. 11 . C. 7. p. 74.Humbracht, vom Rhein . Adel, rab. 194.

IVeiningen, ein schönes dorf und Herrschafft zwischen.rich und Baden in der Eydgenoßschafft, da nach Zürich diemannschaffl, nach Baden das malefitz, alle übrige rechte aberden edlen Meyern von Knonau zuqehoren. *

* IVetntngen, (Johann) ein alter Schwäbischer Theolo-ge , gebohren zu Tübingen an. 1549. Nachdem er seine stu-dien daselbst vollendet, ward -er erstlich zu Groß-Bottwar alsviao'onuz, und an verschiedenen andern orten in dem Wür «temdcrqischen als Pfarrer beruffen, demnach an. i;96. vondem Marggrafen Georg Friedrich zu Baden-Durlach zum Ge-neral-Superintendenten und Pastor zu Röteln gemacht, allwo eran. 1598. aus gelegenheit einer zu Weil bey Basel gehaltenen,und hernach zu Tübingen gedruckten Hochzeit - predigt, mit denBaselischen Theologen Grynäus und Polanus grosse verdries-lichkciten bekommen, als welche wider ihn drucken lassen:Christliche und treuhertzige Warnung der Pfarrherren undTheologen zu Basel , an die Gemeinde GOttes daselbst, voneiner Schmach-Predigt, so zu Weil rc. denen er hernach geant-wortet unter dem titul : Gründlicher und wahrhafftiger Be-richt von den 14. Calumnien, welche D. Jacob Grynäus, undI). Amanduö Polanus zu Basel Profeffores, M. Johann Wei«nmgen ungüllich anqetichtel rc. Tübingen 1S00. in 4. Von Rö-teln kam er nach Snltzderg, als Pastor und General-Superin«tcndent, und starb daselbst an. 1629. den 28. apr. Conc. sunebr.Wittm. diar. biogr. an. 1629. t'ecbt. epp. Theol. P. VI. pag.767. & apud Pipping. p. 117z. 1210. kiscbiini mem. Theol.Wiirt. P. I. p. 218.

* V Deinman n, (Johannes) ein Lutherischer Theologe,war Schweinfurt in Francken, woselbst sein vatter einbuchhändler war, den sept. an. 1^99. gebohren. Nachdemer erstlich auf der dasigen schtile in den freyen künsten und wis«senschafften einen sattsamen gründ geleget, bezog er an. 1616.die Universität Giessen, allwo er sich der Philologie und Welt-weisheit eifrigst befliß, bis er nach anderthalb »ahren wegen ei-ner kranckheit nach Hause zu kehren genöthiget wurde. Als eraber hieselbst seine vorige gesundhert wieder erlanget, verfügteer sich an. 1618. nach Jena , da er denn Gerhardum, undandere Theologos Hörte, daneben aber auch unter StaHIiound Ebelio einige mal über philosophische Materien disputirte,und nachdem er an. 1620. die würde eines Magistri erhalten,auch andere in der Logic und Metaphysic zu unterweisen ge-legenheit nahm. Hierauf gieng er wieder in seine geburls-stadt zurück, allwo sein vatter wenige tage hernach das zeitlicheverließ , und wendete sich von bannen nach Allorf, da er nochferner einige philosophische^ollegia besuchte, bald darauf aberselbst dergleichen eröfnete, und dadurch den gründ zu seinerBeförderung legte. Denn er wurde bald hernach an. 1624.InPpector Älumnorum, und als er in solchem amte eine un-gcmeine emsigkeit sehen lassen, an. 1628. Diaconus bey dasi-ger kirche, ingleichcn Profestor Theologie, endlich aber nachKönigii tobe an. 1654. Pastor und Prokestor primarie, da ersich denn auch den gradum eines Doctoris in Giessen anzuneh-men bewegen ließ. Einige jähre zuvor mischte er sich auch indie streitigkeiten der Helmstädtischen und Chur . SächsischenGottsgclehrten, wobey er denn die partey dieser letzter» ergriff,und einen so sonderbaren eifer bezeigte, daß der Rath zu Nürn­ berg ihm und allen unter der Repudlick stehenden Theologisdas fernere schreiben in dieser fache zu verbieten vor nöthig be,fand. Er hatte übrigens nur ein äuge, verheurathcte sichviermal hintereinander, und starb in der nacht zwischen dem29. und ;o. aug. an. 1672. Seine schriften sind: CollegiutnGalatinum , s. Excrcitationes Biblicae XVI. in Epist. Pauli adGalatas; Collegium Aphoristicum ; lnstitutiones Theologien;viele Disputationen rc. Zeltneri vitte Theol. Altorfinorum.

* IVeinrichius, (Valentinus) ein Philologe, war in demdorfe Steina an dem Hartz am tageJacobi an. 15;;. geboh-ren. Im ansang besuchte er verschiedene schulen, sodann aberdie Universitäten Jena und Witlenberg , wurde auch auf die.ser letzter» an. 1579. Magister, nachhero aber in Jena Ad-junctus der philosophischen Facultät, und an. Rectorzu Eilenach. Er starb den 26. sept. an. 1022. und hinterließeine Paraphrasm in ssonam , in Heroischen Versen ; sueoinctamAugustistim« Eamilise Saxonic-e Genealogiam; Exodum Gno.mologieam , Garmine Latiho & Grreco ; Manuductionem adGrammaticam, welche noch in einigen schulen gebrauchet wird;eine neue aufläge von Linacri Grammarica, mit seiner vorre-de , und anders mehr. Sein söhn, Jeremias, folgte ihm indem amte eines Reistoris, ward auch an. 16)9. zum Poetengecronet , und schrieb unter andern: Vicam, Mores & Gestadivje Elisabeths ; Augustissimum Divorum Theatrum , Car-mine Jambico &c. Val. Weinr. curric. vitstr. Joh. Mich.wetnrichs Henneb. kirchen- und schulen - staat.

"weinrichius, (Georg) ein Lutherischer Theologe, warzu Hirichberg in Schlesien an. 1^4. gebohren, und brachte

es so wett, daß er schon rm 14. jähre

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ck>isch als Lateinisch in gebundener und ungebundener rede fn.t a schreiben konnte. Nach der Hand war er anfänglich ei»Coüeae bey der Fürsten - schule zu Grimma , kam aber darausnam Saltze in das Predig - amt, und ferner an die Thomas,kwme ru Leipzig. An. 1594. wurde er daselbst Superinten-dent . Astestor des Lonststorii, ProfefforTheologia: , wie auchCanonicus tu Zeitz und nachgehends an. »604. in Missen.Er starb .nachdem er noch vorher an. IÜI0. dem zu Dreßdengehaltenen Synodo mit beygewvhnet, an, >617. den .7.jan.mit. hinterste« unter andern Commentarium m Epistolas Pau-S. Martvrologn Sanctorum P. II. unterschiedlich-Disput»,tionm K. iVitte, memoi. Theol. Frebert theatr. Vogtl, an-nal. Lips.

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* IVetnrichius, (Michael Henricus) ein Lutherischer Geist,licher, war zu Dettern, einem Freyherrlich - Thüngischen ortin Francken, den >». oct. an. »68;. gebohren. Anfänglichstudirte er auf dem Gymnasto zu Schleusinqen, nachmalsaber auf den Academien zu Jena , Leipzig , Erfurt und Halle.An. 1710. nahm er zu Erfurt den gradum eines Magistri an,disputirte auch daselbst etliche mal als Prdes , und ward r.jähre darauf lnspe<stor und Rector des Fürstlichen Lycei zuMeinungen, welches er in einen viel bessern stand gefetzt. Nachder Hand erlangte er an. 1722. die stelle eines Hof. Diaconi ,und setzte sich durch seinen im Predig-amt bezeigten eifer amHofe dergestalt in gnade, daß er von den Printzen und derPrin.tzeßin zu ihrem Beicht - vatter erwehlet wurde. Er starb ohn-verehlicht den »8. mertz an. 17-7. im 44. jähre seines alterS,und hinterließ eine feine bibliotheck und müntz - cadinct, welchebeyde in die Fürstliche bibliotheck gekommen, über die er inseinem leben die aufsieht gehabt. Seine eigene gedruckte schuf-ten sind: Nachricht von der Stadt Erfurt ; Hermanns Feld,See-Historie; Erleichterte Methode die Humaniora zu teacli-ren; Historische und theologische Betrachtungen der merckwür.digen Altcrthümmcr, davon er vier theile noch selbst herausgegeben; Rudimenra Gneca: Uinguse; Tabulae Philosophie* ;u. a. m. Sonstm aber hat er auch noch andere schüsten,als : Üistoriam Ecclesiasticam Status Erfurtensis; Animad·.vetliones ad Alcimi Aviti Opuseula ; Anmerckungen ÜberSpangenbergs Hennedergisches Ghronicon öec. geschriebennachgelassen. Neue Zeitung, von gelehrten fachen, an.1727.

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weinsperg, eine stadt, nebst einem schloß und Amle inden« Hertzoglyum Würtemberg, unweit Heildrunn an dengrentzen der Unter - Pfaltz gelegen. Die ehemaligen Baronendiejes nahmens sollen von den Hertzoge» zu Spoleto abgestam-met, und zu zeiten Kaysers Conradi lll. nach Teutschland ge.kommen seyn. Man hält sie also mit den Hertzogen von Urß »lingen oder Schiltach und den Baronen von Rappolstein voneinerley Ursprung , und haben sie mit ihnen auch einerlev wa.pen gefnhret. Ehe es noch an die Baronen von Weinfpcrg ge,kommen, hat es dem Hertzoge Gvelffen gehöret, welchem esConrad der 111 . durch eine belagerung abgenommen, und denSpyletanischen flüchklingen eingegeben. An. i;oz. gedencketKayser Albert in einem diplnmate eines Conrads vo» Wein.sperg, daß er im land - frieden begriffen gewesen. An. >;>r.war Conrad von Wcinsperg Kayserlicher Statthalter, durchwelchen der Kayser die execulion wider den Graf Eberhardvon Würtemberg verrichten ließ , der ihn auch von land undleuthen jagte, und das gantze Würlembergcr - land von demKayser zur versehung anvertrauet bekam. Ein anderer bicseSnahmens starb an. 1)96. als Ertz Bischoff zu Mayntz. An.i4>;. ist George von Weinsperg mit ,4. Rittern, undLonradvon Weinsperg auf dem Goncilio zu Costmtz gewesen. So istauch Johannes Schenck von Weinsperg an. 1487. HcKischer Ge-sandter auf dem Reichs - tage zu Nürnberg gewesen. Der legtedieses geschiechts soll Conrad geheissen haben, und an. »zis. orr,storben seyn. Es findet sich noch an. 1,2;. einer Sigismnndvon Weinsperg. Die stadt Weinsperg aber müssen ste schon an.1570. zu zeiten Kayser Friedrichs 111 . wie auch Kayser Carls IV.und Wenceslai nicht mehr besessen haben, weil sie als eine freyeReichS-stadt mit in dem land-frieden gestanden. Nachge-hends ist sie an die Herren von Urbach und von denselben anPfaltz gekommen, bis ste an. i;oo. Hertzoq Ulrich von Würlem-berg in der damals wider den geächteten Churfürsten von Pialtzaufgetragenen execution der Pfaltz wieder abgenommen, undin dem erfolgten vergleich behalten. Allein als an. >6;;. b>eKayserlichen über Würtemberg den Meister spielten, verfchencknder Kayser die Aemter Neustadt, Meckmühl und Weinlperg anGrafMaximilian von Trantmannsdorff, der es aber an. 164S.an Hertzog Eberharden zurück geben muste. Bey der lheilungnun der Slulkgardischen und Neustädtischen linie ist solches die-ser zugeschlagen worden. An. - 707. ist der ort bis aus;o. ha»-ser abgebrannt. Crußus , lib. X. P. II. c. arm. Suev. Dm.de pace pulst. lib. I. c. 6. Hiss. Ephem. VON lVurlemb. cit.ann. 1504. i6;;. 1646. .

t Diese stadt ist in der Historie sonderlich bekannt wegen deran. >140. gehaltenen schlacht mit dem Hertzog Welfodarauf erfolgten belagerung, auch der lustige» that der Mgenweiber, davon oben unter Conradus III. Römischer Kayjec, wlesen. An. r;»9. ward die stadt von dem Schwabijchen BUN

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