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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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he, und an. 1546. von den Kayserlichen erobert. Im jähri;iz. wütete der bauern - krieg allda am heftigsten. HertzogUlrich hat diese stadt nicht an. isoo. sondern 1504. eingenom-

wen. Crußt annales paslim. WÜrtemb. Epbent.

U)etse, in Griechenland . Diesen nahmen haben sieben we-gen ihrer Weisheit lind klugheit berühmte Männer bekommen,nemlich Thales von Mileto , Pitlacus von Mitylene, Bias von Priene , Solon von Athen, Cleodulus von Lyndo, Perian-der, König von Corinlho, und Chilo von Lacebämon. Einigescribenten setzen Mison den Lacedämonier an des Perianders stel-le ; andere hingegen Anacharsin den Scythier, welcher zu glei-cher zeit lebte. Plutarchus berichtet, daß allezeit eine grosse cor-respondentz zwischen diesen Weisen gewesen, und daß sie sich nurvon physicalischen «ind moralischen Materien mit einander unter-redet haben. Einige wollen, daß auch Epimenides von Crelaeine stelle unter diesen Weisen verdient, welcher zu eben dersel.bigen zeit lebte, und von Paulo in seinem an Tilum abgelasse-nen send - schreiben angeführet wird. Etliche haben auch Aeso-pum unter sie gerechnet, welcher gleichfalls zu einer zeit mit ihmlebte. Plaro berichtet, daß Socrates einige von dessen fabelnin verse zu versetzen würdig geachtet habe. Sie haben von schrif.ten nichts hinterlassen, weil ihre gantze Philosophie, welche sieihren zuhörern vortrugen, in lauter kurtzen sprächen bestund.

plutarchus. Diogenes Ldirt. Cyriüus.

IVeise, (Christian ) wurde zu Zittau , allwo sein vatterCollega III. bey dem Gymnasio war, an. 1642. gebohren. An.j66o. gienq er auf die Universität zu Leipzig , und nahm daselbstan. 166;. den graäum eines Alagistri an. Hierauf erhielt eran. 1670. die stelle eines Profefloris Eloquentis und Politicae beydem Gymnasio jii Weissenfels, welche er aber an. 1678. mit demReckorat in seiner vatter - stadt vertauschte, und daselbst an.,708. sein leben endigte. Von seiner Oratorie und Poesie zeu-gen seine schriften.

* 1 Veise, (Christianus) ein Lutherischer Theologus, warzu Sioicfstu den 10. oct. an. 1671, gebohren. Weil er seinenvatter sehr frühzeitig eingebüsset, nahm ihn seine mutler indem achten jähre seines alters mit sich nach Dreßdcn, da erdenn von dem Rectore , Jona Gelenio, viele liebe, und in-sonderheit eine sehr getreue Unterweisung genoß. Nach vielenunangenehmen begebenheiten, welche ihn schon damals betra-fen, begab er sich an. 1688. nach Leipzig , hörte allda Alber-ti, Güntherum, Carpzovium, Schmidtium, Olearium, Re-chenbergium, redst vielen andern, und nahm sodann an. 169;.die würde eines Magistri an. Hierauf ward er in dem folgen-den jähre Diaconus zu Torgau , kam aber von dar bald wie,derum nach Leipzig , und wurde daselbst an. 1699. Diaconusund Vesper - Prediger an der Nicolai - kirche, an. 1708. mit-telster Diaconus , an. 1710. Archidiaconus an eben dieser kir-che, ingleichen an.i7li. Licendatus Theologie, und an.1714. Pastor zu St. Thomä, wobey er denn zugleich die in-spection über die dabey befindliche schule bekam. In dem iah.re 1715. verlohr er feine sonsten sehr helle und durchdringendestimme, so daß er in die 6. jähre wenig oder gar nicht mehrpredigen konnte, bekam aber dieselbe an. 1724. völlig wieder,und wurde sodann noch in eben diesem jähre zum DoctoreTheologie erkläret. Er starb den 10. decemb. an. I7;6. undhinterließ ausser einigen gelehrten dissertationcn, äs mnemo-nico Spiritus S. Officio ; de Affectu Amoris Christi &c. nochverschiedene andere schriften, alö da sind: Schriflmäßige Be-trachtung der Lehre vom Termino peremtorio ; Nutzen derGläubigen aus dem Sitzen Christi zur rechten Hand GOttes;Das von der Kirche mit Augustino aus der Schrift erkannteLicht der Wahrheit; Schriflmäßige Ermahnung zum Wachs-thum in der Gnade und Erkänntnis Christi; Fragen und Ant-worten über das Tridentinische Glaubens-Bekännlnis rc. Seinsöhn, gleiches nahmens, hat noch an. 1740. als Eicendatuslind Professor Theologia; extraordinarius , wie auch Diaconus,: an der Nicolai - kirche zu Leipzig gelobet. Neue Zeitung, vongelehrten fachen, 1716.

Weißbach, weissenbach, vor alters wittenbach, einansehnliches adelich gcschlecht, welches von dem Kanser Maxi-miliano I. nach abgang derer von Meldingen des H. Rom.Reichs Erb-Ritter - stand erhalten. Ihr stamm > haus Weis-senbach ist im Schöndurgischen gelegen. Hans von Weissen-bach hat sich an. 1019. auf dem turniere zu Trier mit befunden.Wolf und Conrad haben an. > 100. qelebet, von welchen jeneran. 1119. auf dem turniere zu Göttinqen erschienen. Claus,Jan und Bere von Weissenbach lebten an. i;88. Heinrich ,der von oben zuerst gedachtem Hansen hergestammet, hat sichin dem kriege hervor gethan, und die Ritter - güther Weissen-bach, Crimitzschau, Nobditz, Steinbrücken und Schonfelsan. 1217. besessen. Von seinen nachkommen fforirten einige zuManniswalde und zu Selcka, von welchen man aber in denletztern zetten keine weitere Nachricht findet; dergleichen auchvon den ästen zu Fuchshayn im Altenburgischen, jetzv Ehren-hayn genannt, und zu Ponitz geschiehet. Hans von Weissen-bach , einer von den ur - enckeln des vorgedachten Heinrichs,wurde ein groß-vatter Heinrichs II. und Conrads aufWeissen,dach; jener hat seinen äst mit Johanne, .J. U. D. und Dom-Probsten zu Zcitz, der um das jähr 1472. floriret, beschlossen;dieser aber, Conrad, ist ein stamm - vatter aller heut zu tage

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florirenden Herren von Weissenbach worden. Sein ur - enckel,Peter auf Weissenbach, wurde ein groß-vatter Ottonis, Rittersauf Weissenbach, dessen söhne waren: 1.) Johann, BischoffzuMeissen, von welchem hernach; und 2.) Hermann, welcher demTeutschen orden in Preussen wider die Polen gute kriegs - dienstegeleistet, und deswegen zum Ritter geschlagen worden. Um dasjähr 1476. besaß er Schönfels, und die charge eines Chur-Säch-sischen geheimen Raths und Ober-Hanptmanns des Voigkländi-schen kreises. Seine söhne waren : a) Otto, welcher an. 1 ;o6.obgedachlen Reichs-Erb-Ritter-stand auf sein gcschlecht gebracht,nachdem er in Kayserlichen kriegs-diensten durch seine tapferkcitsich hervor gethan gehabt, in welchen er auch an. 1509. in Im.lien zu Wncenza ohne erben verstorben, b) Wolf auf Schön­ fels und Thurm,Chur-Sächsischer Rath und Amts Hauptmannzu Zwickau , der in vielen wichtigen angelegenheiten des landcSgebraucht worden. Er ist an. 15zu Zeitz verstorben, undfind von feinen söhnen folgende zu merchen: 1.) Wolf II. aufSchönfels , ein vatter George Wilhelms auf Schönfels, dessensöhn, Wolf Dietrich auf Audigast, Chur-Sächsischer Oberst.Lieutenant, hat seinen staunn mit Hans George» ausAudigastfortgepflantzet, und Johann Bastians auf Schossendorss, dessensöhn, Johann, die güther Wolffersdorss und Meistersdorff er.heurathet. 2.) Hermann auf Schönfels und Altenberge , einvatter Hans Wilhelms, dessen söhn, Loth, bey dem Kayserl.Cammer-Gerichte zu Spcyer an. 161;. Astestor gewesen , undvermuthlich keine erben hinterlassen; und Loths, eines vattersDietrich Wilhelms zu Rudelswalde, und Hans Ernsts zu Lan-genhessen, von welchen beyden man nichts weiter aufgezeichnetfindet, z.) Hieronymus auf Weißbach, ein groß - vatter Geor«ge Ernestens, Chur-Sächsischen Ober-Forstmeisters. Vorge-dachter Hermann wurde auch ein vatter c) Hansens auf Crim«mitzschau und Thurm, Chur - Sächsischen Raths und Amts-Hauplmanns zu Werd«, der an. iz z6. verstoriien, unter ander»söhnen Hermannen und Hansen aufHeckstädt hinterlassend, wel-che beyde ihren stamm bis auf den heutigen tag fortgesetzet. Her»mann aufCrimmitzschau starb an. 1571. und huiterließ unterandern söhnen Hansen und Hermannen auf Thurm. Jener,nemlich^Hans, besaß Laulerbach, und wurde ein vatter Julii,Chur -Sachsischen Oberst-Lieutenants, der das guth Schönfels vor Lauterbach erhandelt, und Julium Hermannen auf Schön,fels, Tanhoff und Herrnmühl gczeuget, welcher folgende dreysöhne hinterlassen: 1.) Christian Ernsten, der das Ritter - guthReichstädt mit seiner gemahlin, einer von Schönberg, erhalten,und seinen äst mit vier männlichen erben fortgesetzet, welche indem kriege ihre fortun suchten, und war der älteste an. 1718.-nigl. Polnischer und Chur -Sächsischer Oberst-Lieutenant. 2.)Otto Haubolden aufLeibnitz bey Werda, so er erkauft, und fei-nen stainm mit zwey söhnen, Iulio Heinrichen, und Carl Hau-bolden fortgesetzet. ;.) Friedrich Carln auf Schinditz, wel.cher Julium Friedrich, Hans Hermannen und Carl Friedrichengezeugek. Vorgedachter Hermann auf Thurm, ein bruderHansens zu Laulerbach, hinterließ bey seinem an. 1596. erfolgtentobe Hans Hermannen auf Thurm und Niedermülsen , Marg-gräßich-Anfpachischen Ober - Hof-Marschall und Hauptmaiindes Amts Stein, der ein groß - vatter worden.Hans Heinrichsauf Thurm und Niedermülsen, Reichs-Gräflich-Schönburgi-scheu Raths und Hofmeisters , welcher an. 1710. mit tobe ab.gegangen; von seinen hinterlassenen söhnen war der mittleregleiches nahmens an. 1718. Oder-Cammer-Juncker bey demHertzoqe von Yorck und Bifchoffe zu Osnabrück ; der erste aber,Christian Loth, und der jüngste, Julius Hermann, florirtenzu dieser zeit auf ihren güthern, Thurm, Niedermülsen undAlderoda, und hatten männliche erben. Vorgedachter Hansauf Heckstädt, ein bruder des vorhergehenden Hermanns aufCrimmitzschau , wurde ein groß - vatter 1.) Wolf Georqens aufNethern ; dessen söhn, George Heinrich auf Altranstädt , Oetsch,Treben , Groß-Lehne und Klein-Miititz, hat diese güther aufseinen söhn gleiches nahmens acbracht, der als Dom-Herr zuMerseburg an. 1037. verstorben, seine gemahlin, eine vonBredow, schwanger hinterlassend, die nach vier wochen einensöhn, so den vätterlichen nahmen bekommen, zur weit gebracht,welcher Fürstlich-Zettzischer Ober-Aufseher zu Plauen , Vogts«berg und Pausa worden, und 2.) Joachims aufElster-Trebnitz,dessen enckel, Hans, das Ritter- guth Klein-Döltzig an sichgebracht.

Meißbach, (Johann von) Bischoff von Meissen , war ei»söhn Okkens von und zu Weißbach, wie im vorhergehenden er«wehnet worden. In seiner gelehrsamkeit brachte er es so weit,daß er J. U. v. wurde. Anfangs versirhe er die stelle eine-Raths und Oratoris bey den Heryvgen Alberto und Erncsto zuSachsen , wie auch bey dem Könige George Podiebrad inBöhmen , und bey dem Ertz-Bischosse zu Magdeburg . Umdas jähr 1474. ward er Dechant zu Meissen und Dom-Probstzu Zeitz , und an. 1476. erhielt er die Bischöffliche würde zuMeissen . Er verbesserte die schlösser zu Stolpcn und Wurtzc»,und in Meissen legte er eine Bischöffliche residentz an. Weiler an dem Churfürsten Ernesto zu Sachsen einen grossen eifervor seine religion spürte, so hielt er sich meistens an dessenHofe auf, und reisete mit demselben allenthalben hin, damit erimmer gelegenheit hätte, etwas vor sein Bißlhum bey ihm aus,zubitten. Als er mit demselben zu Rom gewesen, so erhielt dasStift Meissen die dem Churfürsten von dem Papste Sirto iv.

geschcnck-