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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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marck, und bald darauf an. 1664. auf den Reichs-kagnachRegenfpurg. Daselbst überfiel ihn ein fieder, und ob es sichgleich , da er zurück nach Dresidcn gekommen, etwas desseranließ, starb er doch endlich den 6. jul. an. 1624. Seine er,ste stau war Sibylla, gebohrne Gritzmacherin, Christian Grä-fenthals, krotonotsril und Organisten zu Wlttendcrg, hinter-lassene wittwe, nach deren tobe er sich den 17. tul. an. ,638.mit Christinen Dorotheen Röberin, D. Pauli Röberi hinter-lassenen kvchtcr, verehlichet, und mit beyden zwey söhne undfünf töchler erzeuget. Seine vornehmsten schriften find: Spi-cilegium Quadtionum Ebrao-Syrarum; Grammatica Grseca ;Anacomiae Ghristophori Maslonii univcrs. Refutatio; Explica-tio Gap. LI1I. Esaj;c ; Expositio Psalmi primi ; DisputationesTheologicae Mart. Becano oppositac; de ldololatria Pontificia ;de Nominibus divinis ; Annotationes ad Epist. Pauli ad Ro-manos ; Wegweiser der Gottheit Christi rc. LucH conc. fune-bris. Dunid. Henrici & Jo. Sebaß. Mitternacht, oratio in ob.Welleri. Alberti apes Welleriame. Lammelii Wellerusiedivivus. '

Wellingborough , eine marckt-siadt in der östlichen gegendvon Northamptonshire . Sie liegt sehr lustig auf einem in diehöhe gehenden orte , an dem westlichen ufer des stusscs Nine,ist eine grosse und volckreiche stadt, treibet gute Handlung, hateine schöne kirche, und ist mit einer frey-fchule versehen. Sieliegt 65. Meilen von Londen . Camdenui. Mieg. p. 114.

Wellington , eine marckt-stadt in der Engelländischen pro-vintz Sommersetshire, liegt an dem flusse Tone, m. meilenvon Londen .

Wells, lat. Wellae, Belgae obet Theonodunum, EccleliaFontanensis, eine stadt in der Engelländischen provintz Som»mersetshire. Sie giebt nebst Bath dem Bischoffe von dieserDireces den titul von Bath und Wells. Sie liegt vhngefehr15. meilen von Bath, unten an dem fusse eines berges, zwi.schen lauter quellen und brunnen , woher fle auch den nahmenWells bekommen hat, welches wort in der Engelländischenspräche so viel heißt als ein brunnen oder quell. Sie ist einekleme stadl, aber wohl bewohnet, und mit schönen, beydesöffentlichen und privat-gebäuden gezieret. Die Dom-kirche,welche die vornehmste zrerde dieses orts ist, wurde von Ina,einem Könige der West-Sachsen < an. 704. erbauet, und demheil. Andrea gewicdmet. Nachdem sie aber ruinirt worden,hat man die anjetzo stehende Arche, so ebenfalls ein stattlichgcbäude ist, erbauet, und zwar meistentheils durch beförberungRoderli, des ,8. BlschvffS von dieser gegend, worauf Iocelus,de Westes zugenannl, sie vollendete. Gleich daran stdsset derBilchöffliche pallast, welcher auf die weise eines schlosses er-bauet ist. Auf der andern feite sind der Ganonicornin Häuser.Das marckt-hauS, welches auf starcken Pfeilern ruhet, ist auchein schönes gcbäude. An. 90;. wurde sie unter Eduardi desältern regierung zu einem Bischvsslichen sitz gemacht. Adel-mus, vorhero Abt von Glaffenbnry, war der erste Bischoff vonWells. Wie der titul von Bath hernach darzu gekommen,siehe unter dem lvorte Bath. Camdenui. Beeveretl. Mieg.pag. 134.

Welph, siehe Guelph .

Wels , lat. Faliiana ? ist eine kleine stadt in Ober-Oester-reich , vier meilen südwärts von Lintz, an dem fluß Traun ,gelegen. Sie ist eine von den Landes - Fürstlichen städtcn obder EnS , und hat ein schloß nebst einer Burgvogtey. DerHertzog von Lothringen , Carolus V. starb an. 1690. an diesemorte.

Wels , oder welz, ist der nähme zweyer nahe beysammengelegener örter in Ober-Steyermarck, von denen der eine, wel-cher sich auf einem berge befindet, Ober-Wels, der andere aberUnter-Wels heißt. Sie gehören zu dem Bißthum Freysin-geu. Das vcste schloß, so dabey liegt, wird Rotenfels genannt,siehe weltz.

Welsch, (Georg Hieronymus) ein berühmter MedicusunöTTfifelogus zu Augspurg, war den 23. oct. an. 1624. ge-bohren. Sein vattcr war Caspar Welsch, der vornehmsteapothecker daselbst ; die Mutter hieß Euphrosina Sighartin.Nachdem er in dem Gymnasto zu Augspurg den gründ seinerstudien geleget, und sich in der Griechischen , Lateinischen ,und Arabischen spräche ziemlich vest gesetzt, gieng er auf dieAcademie zu Tübingen , und von dar nach Straßburg , allwoer bey Dannhauern im Hause war. Nachdem er die Philo,sophie wohl gefasset, legte er sich mit steig auf die Medi-cin , und weil er durch seinen vatter bereits in der Phar-maceutic unterrichtet worden t hatte er darinn einen glückli-chen forlqana. Er fieng hierauf an zu reisen , besuchte dievornehmsten orter in Teutschland, gieng durch die Schwcitzin Italien , und machte sich überall mit den gelehrtesten leu-then bekannt. Er war auch gesonnen, eine reise in Egyptenzu thun , worein aber seine eitern nicht stimmen wollten.Er kam endlich wieder zurück, und ob er gleich den gradumDoctoris nicht angenommen, brachte er sich doch durch seineschriften in so grosses ansehen, daß, als die Societas NaturaeGuriosorum in Tentschland angieng » er bald als ein Mitgliedderselbe» angenommen wurde. Er hat sich bey dieser gele«gcnheit durch sehr viele schriften hervorgethan» aber sein lebenpicht allzuhoch gebracht, weil er von jugrnd auf mit sehr

vielen kranckhrtten befallen gewesen, zumal mit einer sehr ht.cfen Melancholie , welche ihn dergestalt eingenommen d»bey seiner ruckkunft auch mit seinen nächsten verwanLkaum «n Wort sprechen können. Ein jähr vor fernemwurde er von dem schlag geruhret, und starb endlichnem hitzigen fieder den n. nov. an. 167z. Er bats-kri,geschrieben, worunter das vornehmste ist : Sylloce cXnum & Observationum Medicinalium ; Dissertatio de MWgiopilis ; Excicitatio de Vena Medinenii; Exercitatio de V«nubus capdlaribus, lind sehr Viel Obscrvationes, welche de»Alisoellaneis dlatura- Guriosorum einverleibet find. Danebenhat er auch sehr viel fachen in manuseript hinterlassen.ckii memoria Welschiana. Almeloveen. bibliotheca ptomiffä& latens.

Weiser, eine ansehnliche Freyherrliche familie in Schwo.den, welche von Augspurg herstammet, allwo sie theils nochheut zu tage in dem Patricien-stande sich befindet. Julias W-l.scr, Ritter, hat zu den zeiten Kaysers Ottonis I. um das>adr979. floriret, und eine von Ramschwag zur ehe gehabt. Octa.vianus Weiser, Kaysers Conradi li. Rath, soll sich an mtzuerst zu Augspurg niedergelassen haben. Seine nachkommensind daselbst zu grossem reichthum und zu den höchsten bedie.nungen im stadt-regiment gelanget; auch hat stch eine branchedavon in dem XVI. steLulo zu Ülm vcste gesetzet. Bartholo-mäus Weiser zu Augspurg hat an. 1527. unterschiedmesMausgerüstet, welche das Amerikanische Königreich Peru zuerstentdecket. Um diese zeit bekam dieses geschlecht ein grosses In,fite , nachdem Philippma Welserin an. i;zo. des Ertz-HeryogiFcrdinandi in Oesterreich gemahlin wurde. Ihr äller-valler,Lucas Weiser, war Ralhsherr zu Augspurg gewesen. Ihr groß,valter aber, Antonius, hatte gezeuaet i.)vvrgedachlen Bar,tholvmäum, r.) Christophorum, Dom - Prvdsten zu Regen,spurg , und;.) Franciscum , der sich mit einer Baronesse vonZinnendorff auf Ziniwnberg vermählet, welche ihn, oe«bohren (1.) vorgcdachte Phrlippinam, u.) Carl Welscrn, erstenFreyherr» von Zinnendorff, Landvogten im Burgau , und(;.) Johann Georgen, Freyherrn, von deren beyder nachkom-men man weiter nichts aufgezeichnet findet. Crußm.mmnah Suev. P. lll. pag. 603. Bürgermeister, vom Schwab.Reichs-Adel, p. 365.

Welserus, siehe Velferus.

Welsperg, ein Gräfliches geschlecht, welches in Tyrol (all-wo auch das schloß und die Herrschafft Welsperg gelegen) dasErb-Stabel-undKüchenmeister-amt, und indem StifteBrirendas Erd-Marschall.amt besitzet. Stumpfius meynt, es habeseine ankunst aus Gralibündten, weil daselbst eine alle dnrg-stadt Wclffsderq oder Welffdcrg zu finden. Bcandis hingegenbringt aus de» geschlechts-documenten bey, daß es an. i^o.aus Florentz tu Tyrol gekommen, als zu welcher zeit Ewige,rus und Otto von Welsperg der Grafen von Tyrol Hof-Jun«cker, und der Grafen von Körtz Erb-Beamte gewesen, auchetliche lehn - leuthe gehabt haben. Friedrich flerirte »m dasjähr irgo. Paulus war an. 1309. nebst andern von AdelSchted-Richter, als sich die Grafen von Gbrtz,Heinrich und AI.brecht, in ihre länder theilten. Johannes, Kaysers Ferdinan-di I. geheimer Rath und Cammer.Hcrr, wurde i» den Zrcy>herrn-stand erhoben, und Wilhelm an. 1624. zum BischoffronBrixen erwehlet. Guidobald, Herr in Rosegg und Langen-stein, Kayserl. würckiicher geheimer Rath und Landvogl derGrasschafft Nellenburg, hat von dem Kayscr Leopold» denGräflichen character erhalten, öl. Kayserl. Oberster, blieb an.1690. in Belgrad , als sich die Türckcn davon mcister machten.Johann Frantz, Graf von Welsperg und Primbr, war an.i?°«.Kayserlicher Vörder-Ocsterreichischer Cammer-Raih. Wurm.stand, collectan. geneal. Austr. p. xgi. Brandts Tyrol. ehren-kräntzlein. Buoelini stemm. P. 111 .

Weltz, vor alters die weltzer, eines der ansehnlichstenGräflichen Häuser in den Kayscrlichesl erb-landen / welches dasErb-Städelmeister-aml in Kärndten besttzet, wostlbst es auchentsprossen, und von den schlössern Ober-und Unter,Wels dennahmen bekommen. Deren stamm-lasel führen die scrioenlenvon Sigfrivo her, welcher j» dem XIII. steculo qcledet, unowegen seiner treue, so er in deschützungdesHertzogthumSKariid,len wider die Venetianer erwiesen, der getreue lveltzer lougenennet worden seyn. Jacob Weltzer lebte um das mhr ir;°.und hinterließ Friedrichen, dessen in alten bricfcn an. 124z. ge-dacht wird. Hernach hat sich dieses geschlecht ch My hauA-linien, nemlich in die Spiegelfeldische und in die Ederstn»

"'Die' SMgelfeldische, von welcher die Oesterreichische

und Feistritzische neden-linien abgestammet^hat anfangs, eye

ste das schloß Spiegelfeld an sich gebracht' b'e pavrsdorstsche geheissen. Sie erkennet vor ihren stiflrConradM^dessen söhn Conradus 11 . um das jähr 13-»- gelobet, und k.omradum 111 . Herrn in Feistritz und Burggrafen >n vttllng , m cysich gelassen hat. Dieser zeugte zwey söhne, MAgmi»Johannen,. Wulffinger pflantzte denPayrsdorffifchmastMund ward ein groß-valter Sigismundi, welcher boy dem. ,ser Maximiliano 1 . die stelle eines qehelmeiiRa bs mdG aHalters in Kärndten vertreten. Dessen l^n.Gerhardus, bsich in Oesterreich nieder, und erhielt von dem Kayscr

nando 1 . die eyarge eines Kriegs - Raths. Er war ri^va« ^

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