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cus III. hat gleichfalls zu Verbesserung dieses Gerichts an. 144».und Maximilianus I. an. 1495. eines und das andere constituirt.Endlich ist es unter dem jetztgedachren Kayser Maximiliano I. an.i ? i2. abgeschafft worden, und wiewol es nach diesem sich eini-ger Massen wieder hervor chun wollen, (gleichwie man aus derCammer-Gerichts-ordnung von dem jähre 15;;. P. II. art. 20.
8. urtheilen kan) so ist es doch zuletzt dergestalt verloschen, daßman heutiges tages, auch nicht einmal in Westphalen selbst,die geringsten merckmale davon findet. Was den nahmen Vehm-Gericht antrift, so meynen einige, es sey so viel als qeheem,oderheimlich; andere sagen,daß vemeding vor alters einen richt-stuhlbedeutet; andere aber derioiren dieses Wort von dem alten Gothi-schen fampt,d. i. fünfe, weil nemlich innerhalb 5. oder innerhalbi;.tagen vor diesemGerichte alles habe müssen geendiget werden.An statt ^uüicium Vemicum haben einige aus irrthum MliciumVetitum geschrieben. Baluz. p. 250. Meibom. tom. I. p. Ü89.Jlo. S'ylv. in Europ. c. 59. Chytraus, Saxon. lib. III. Goldaß.const. Imp. P. I. p. 16;. Lampad. de Rep. Rom. Germ. P. III.c. 17. Corning, de orig. Jur. Germ. c. 19. Werlich. in chron.Auguftan. P. II. c. i. Schüler. inst. J. P. lib. IV. tit. 10. Coccej.J. P. prud. c. 32. Eric. Maurit. de Jud. Rotwil. Winckelm. not."Westph. Freber. de secretis Judiciis in 'Westphalia .
Mestphaluo, (Ioachimus) war an. i;ro. zu Hamburg ge,bohren, und wurde Gonrector in der St. Johannis-schule, her-nach an. 154Prediger zu St. Catharmen, endlich aber an.,;7l. Senior daselbst. Es erregten sich zu seiner zeit allerhandliiiruhen in Hamburg , indem einige gantz gelinde, andere aberscharf waren, unter welchen letzter» er sich mit befand, undda'n-nenhero wider bie Reformirten mit der grösten Heftigkeit schrieb.Insonderheit muß jederman ärgerlich vorkommen, daß er so gardie schändlichste Verleumdungen der Papisten wider Calvinumund andere Reformirle Theologos , als daß jenes mutter einesPriesters beyschläferin gewesen rc. begierig angewandt; ja gardie Französische Reformirte, welche zu selbiger zeit in grosser an-zahl für das Evangelium gemartert wurden, nur weil sie in demPuncte von dem H. Abendmahl von der Lutherischen lehre ab-giengen, mit bittern Worten ausgespottet und verdammet hat.Es wollen ihn einige unter die Ubiquittsten setzen, tarinn sie aberfehlen, Massen er sich im gegcnlheil dieser lehre mit eben so grosserHeftigkeit widersetzet hat, als den Meynungen der Reformirlen.
Mollerus, isagog. ad histor. Chers. Cirnb. Tetßitr, elog. Bayle.Davidis Schüttelt innocentia Theologor. Hamburg . Arnolds
kircben - und ketzer - bist. *
Mestsek, ist eines von den 7. Königreichen genennet worden,aus welchen ehemals gantz Enqelland bestanden. Es degriffdielandschaffren, welche anjctzo Cornwall , Devvnshire, Sommer-setshire, Dorseishire, Wiltshire , Soulhampton und Berkshireheissen. Die absonderliche Könige, welche darüber geherrscht,werden in folgender orbnung gezehll:
A. C. ;i9. Kerdic.
S3?. Kenne.
562. Celing oder Cheulme.
592. Kelrie. -
598. Kcolwolf.
612. Kinail.
643. Kenewalchin.
674. Stgebert oder Serburga.
67?. Escwm.
677. Kentwin.
686. St. Kebwalla.
690. Ina.
72;. Ethelard.
733. Sigebertll.
776. Kmulph.
787. Bithrick.
800. Egbert.
Dieser letzte König Egbert brachte es dahin, daß nicht nur West-ssr, sondern auch die andern 6. Königreiche, ihm unterworffenseyn neusten, und warb demnach an. 827. der erste König übergantz Engelland. Camden’s Britann. The compleat biß. of Eng-land, volum. I. Hey/yns help to Englishhistory, p. 20.
U)ctsteitt, (Johann Rudolph) Bürgermeister zu Bastl, einsöhn Ioh. Friedrich Welsteins, des grossen Raths und Spital-meisters daselbst, ward gebohren den 27. oct. an. 1594. und inder »igend zu erlernung der sprachen,schreiberey und anderer wis-senschafflen angehalten. An. 1616. hat er sich als commandiren-der Hauptmann in Venetianische krieqs-dienste begeben. Nachseiner Wiederkunft warb er bald in consideration gezogen, und an.1619. an das Stadt-Gerichte, an. 1620. in den Rath, und sofort staffels-weise zu den wichtigsten und höchsten ämtern beför-dert, endlich an. 163;. zu einem obersten Zunftmeister, und an.164;. zu einem Bürgermeister erwehlt; hiermit zu dem höchstengrad der ehren in seinem vatterlande erhaben. Er hat über 100.Eydgenoßischen Tagsatzungen und confercntzen beygewohnet,auch sonst viel wichtige commißionen ausserhalb bey hohenHäuptern undStänden mit gutem succeß verrichtet,sonderlich,alsdie Schweitzerische sonverainität, freyhett und exemption wollenangefochten werden , ist er in gemeinem der Cantonen nahmen,um die absteüung dergleichen Unternehmungen auszuwürcken ,zu ende des 1646. jahrs zu den Westfälischen friedens-tractaten«ach Münster und Osnabrück abgesandt worden, welches so hochHistor. Lextcon VI. Theil.
importirende geschafft er durch seine dcxteritähmuhe und sorgfaltzu des vatterlandcs höchstem nutz und frommen zu einem er-wünschten ausgang gebracht, inmassen in dem an. 1648. aufge-richteten friedens-instrument durch einen besondern artickul dersuchen Vorsehung gethan worden. Indem aber der verhoffle es-fect so bald nicht erfolget, haben die sämtliche Cantonen wieber-malen an. i6;o. denselben mit einem andern EydgenoßischenHerrn, zu Ihro Röm. Kaystrlichen Maiestät, Ferdinando III.abgeordnet, wodurch denn eine schleunigste exvcdilio» und er,wünschte nachdrückliche remedur erfolget, zugleich er, Bürger-meister Wetstein, mit besondern Kayscrlichen gnaden angesehen,und samt alle» dessen männliche» und weiblichen descendenten inden Kaystrlichen und Rcichs-Adel-stand erhaben worden. Beyjeweiligen deliderationen, und von zeit zu zeit in dem vatterlandeentstandenen mißhelligkeiten, hat das gemeine beste bey demsel-ben allen andern confiderationen vorgetroffen, und er sich durchseine Slaats-kluqheit, friedliebend, aufrichtig und patriotisch ge-müth bey ausländischen und. einheimischen in solche achtunq ge-setzek, daß männiglich zu dessen gutem rath und Vermittelung einsonderbares vertrauen getragen. Er starb den -2. aprll an. iü^s.und bleibet dessen gedächlniS billich im stqen. Er hinterließ vonAnna Maria Falckner, seiner gewesenen ehefrauen, eine fginilie,welche bey seinen lebzeiten und hernach in den descendenten bisauf diese stunde, in dem regimente, kirchen und hohen sthule,ansehnliche ehren - stellen bedienet; unter welche» sein ältestersöhn, (a) Johann Rudolph, Doctor und Professor Theologis,von dem hernach ; der zweyte söhn, (b) Hans Jacob, geboh-rcn den 9. septembr. an. >621. ein mitglied des grossen Rathsund Gerichts-Beyfitzer, auch des stadt - Wechsels und der müntzeVerwalter, starb den 24. mertz an. 1693. (o Johann Friedrich,gebohren den 7. iul. an. 1S32. war Schultheiß der mindern stadt,nachwärts des Raths und Statthalter des Schulthcissen-amts,Dreyzehnerherr, und Ober-Vogt zu Riehen , ward zu unter-schiedlichen Eydgenoßischen Tagsatzunqen und andern auslän-dischen wichtigen commißionen als Gesandter employirt, wurdebald nach einerArauischen conferentz kranck,und starb den 1. fcbr.an. 169,. dessen ältestersohn, Ioh. Rudolph, ward erstlich desRaths und Deputat der kirchen und schulen, zuletzt aber Bür.germeister, und starb den 21. ju». an. 1734. Manufir. *
VOetssein, (Ioh. Rudolphusi s. Theol. Doct. und Pros. zuBasel , obigen Bürgermeister Wetsteins ältester söhn, ist gebohrenim anfange des 1614. jahrs. Nachdem er die gradus Acad. inArtibus empfangen, legte er sich auf die Theologie, und wurdean. 1634. in die zahl der Mnistrorum aufgenommen; unterließdoch nicht die Humaniora, sonderlich die Griechische spräche fleij-sig zu studiren; daher er auch in eben diesem jähre die Profisso-nem Graecam an I. Jac. Freyen statt, welcher damals in Jrr-lanb war, als Viearius versehen : und da dieser an. 1636. gewor-ben, ihm darin» succedirt. Das folgende jähr that er eine reisedurch Franckreich, Engclland und Niederland, machte dekannt-schassl mit den fürnehmsten Gelehrten, mit denen er auch her.nach und sonderlich mit den Schweitzerische» Theologis immereine sehr weitläufM correspondentz gepflogen. Nachdem er dieProfession der Griechischen spräche worinn er excellirte, 7. jährversehen, nahm er die Profess. Organi Aristot. an, und ward auchBibliothecarius. An. 1649. erlangte er den Doctorat in Theol .an. i6?e. die Profess. Loeor. commun. und ein jähr hernachPros. Novi Testamenti, welcher er bis an sein ende mit deson-derm fleiffe vorgestanden. In dem studio der Kirchen - Vätterwar er ungemetn versiret; dahero er Casp. Sutcero zu seinemThefauro ecclesiast. viel gelehrte anmerckungen communicirt.Zu seiner zeit ward die sogenannte kormula Lonfenfus in dieBaselische kirchen eingeführt; weil er nun in eben denen an denSalmuriensischen Gottesgelehrten verworffenen meynungenstund, widersetzte er sich, doch vergeblich, der einführunq dieserformul. Erst nach seinem tobe, als dieselbe schon längst in ab.gang gekommen, ward sie durch öffentliche, geistlich und weltli-che authorikät völlig aberkannt; doch hatte man schon bey ein,führung derselben für Wetstein so grosse achtung, daß er zu derensubscription keinesweges angehalten, oder damit beunruhigetworden. Von ihm hat man neben unterschiedlichen Dissertatt.Theol. eertum Anims Solatium in Rom . VIII. 14. Marci Dia-dochi Zerrn, contra Arianos , welchen er mit einer LateinischenÜbersetzung zuerst aus einem manuscripte der Biblioth. publ. her.aus gegeben, und Origeni de Precatione beygefüget hat; Vinc.Bandelst Tract. de Conceptione B. Virg. Maris &c. Seineantwort aufDorschei schrifk; seine Hilf. de 8. Ursula & 11000.Virginibus, und anders mehr ist niemals im druck erschienen.Er starb den > i. dec. an. 1634.7. söhne und 3. töchter hinterlas.send, aus welchen neben den 2. altern (von denen hernach) Ioh.Ludwig, des Raths, an. 1711. verstorben. Orat. funebr. hab.ä J. R. Wetß. Paß. Manufir. *
Metstein, (Johann Rudolph) ein söhn des vorigen, Theo.logis Doctor und Professor zu Basel , ist gebohren den I. sept. an.1647. Im izten jähre seines alterS ward er von seinem vakternach Zürich gesandt, um daselbst seine studia sonderlich in derGriechischen spräche unter dem gelehrten Suicero fortzusetzen,darinn er es auch weit gebracht. Nach seiner rückkunft empfienger die gradus Academicos in PhiIofophia,unb ergriff hernach dasStudium Theologiae. Als er das 2vste jähr noch nicht völlig zu.rück qeleget, disputirte er um die Profession der Griechischen spra.che, da er es mit einem alten und treflich geübten Academico ,u
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