V
io;o wet
W e t
thun hatte, als der sonderlich unter dem scheine, ob wollte er inGriechisch argumenriren, ihm eine verwirrte sammlung verlege,ner und aus den ältesten Griechischen authoribus gezogener Wor-te vortrug, welchen knoten aber Meiste,» wider seines qegnersvermuthen sehr geschicklich aufzulösen, und jedes dieser dunckelnWörter gar nett zu erklären wußte. An. ,670. wurde er unterdie Kirchen-Dlener aufgenommen,wornach er eine reise antrat,daer sich der guten gelegenheit, sonderlich bey den bibltothecken, zusammlung eines guten vorraths treflich bediente, solchen auch innachgehender zeit nützlich anwandte. Er gieng über Genf nachFrankreich , Engelland und Holland , traf aber zu Leiden ebenbey damals graßirender pest ein, so daß er des Umgangs mit da-stgen Gelehrten, als welche schon meistentheils kranck oder todtwaren, wie lieb es ihm auch gewesen wäre, nicht qenicssen kön-nen , auch da er selbst an diesem orte von einem fieder ergriffenworden, sich aufeinrathen der Aledicomm schleunig wiederumhinweg und durch Teulschland nach Basel begab, allwo er, nochehe seine gesundheil wiederum hergestellet war, schon anhub,Photii kstomocanonem, so da in manuscript samt den Lommen.tarüs Zonarä und Balsamons über die canones Conciliorumauf der Univerfiläts-bibliotheck befindlich , zu untersuchen undzu conferiren, wie nicht weniger seine notas beyzufügen, alswomit er Johann Fellen, Bischofs von Oxford und Beveredgio,welcher damals an einer neuen ausgäbe der alten canonum ar»beitete, bcygesprungen. An. 1670. ward ihm die Logic an Sa.muelis Burchardi stelle zu lehren aufgetragen, welches er andert-halb lahr lang verrichtet da er immittelst sich mit den gelehrtestenmännern m Europa in einen brief-wechsel eingelassen hatte, wor-auf er an. 167;. Origenis Dialogum contra Marcionitas Lacini-tate donatum , zusamt dessen vcrmahnung zum Märtyrthumund einem schrelben an Africannm, die Historie von Eusanna be.treffend, heraus gegeben, welche er zuerst aus den Griechischenmanuscripken gezogen, selbige auch mit notis, tabulis. varianti-bus lectionibus und feinen eigenen conjectijris vermehret, wo-mit er seinem rühm nicht wenig beygeleget. Sodann find fernervon ihm heraus gekommen: Öratio pro Fide Helvet. wider eineschrift, so den titul la Suiffe demasquee führet; Orationes tresde Exilii Miscria & Solatiis; Orationes stpologeticaj pro Gneca& genuina Linguae Grxcx Pronuntiatione ; Dissertationes deAccentuum Graecorum Antiquitate, Usu; de Fatis ScriptorumHomeri; Flores Eloquentiae &c. Er würde zweifels ohne nochmehrere schriflen an das licht gegeben haben, sonderlich Home-rum, und einen traclat von den predigten der ersten Christen, so-wol als dem öffentlichen bcyfall, welchen das volck währenderpredigt zu geben pflegte, obwol Ferrarius schon vorhin diese ma,lerie verhandelt halte: welches alles aber wegen der ihm zuge.stvssenen auch bis in seinen tob anhaltenden blödigkeit des ge.sichts zurück geblieben; jedoch ward er darum in seinem vatter-jande nicht weniger nach verdienst befördert; wie er denn an..1676. zum Professore Oratorice , und an. 1684. zum Professoreder Griechischen spräche ernennet worden , worauf» an. 168;.die Doctor- roürte in Theologia und Professionem Contro-versiarum Theolog. & Locorum communium , an. 1696.die Profession des Alten und an. 170;. deEeuen Testamentserhalten, und in solcher zeit drey nial Rector bey der Univer-sität und acht mal Decanus der theologischen Facullät gewe-sen. Als er seines blöde» gesichts halber mit lesen und schreibennicht mehr wohl fortkommen konnte, suchte er den Studiosisdarinn hauptsächlich nutzen zu schaffen, daß er fie zu fleißigerÜbung in öffentlichem disputiren und predigen anwiese ■ hieltegleichwol noch eine disputation über die Historie Susannä,und eine andere über die Propheten. Er starb den 24. april an.'1711. Ex oratiune stmebri a J. C. Iselio Theol. Eros. bubita.Manuscr. *
wetstein, (Joh. Heinrich) ein berühmter buchhändler, söhnund brnder beyder Theologorum, von denen Hievor. Er war ge.bohren an. 1649. den 19. mertz. In der jugend wurde er diesprachen, die buchdruckerey und buchhandlung zu erlernen ange-halten ; er hat fich zu Amsterdam haushäblich niedergelassen,daselbst eine nahmhaffte familie gepflantzt, viele reisen gethan,und durch seine starcke correspondentz in allerhand sprachen, auchmit ausgebung vieler schönen buchet, worzu er selbst gelehrte undwohlqesektc vorreden gemacht, gezeigt, daß er eben so tüchtigwäre bücher zu schreiben, als zu verkauffen und zu drucken; erstarb den 4. april an. 1726. Mamscr. *
wettenhausen, eine Abtey und kloster regulirter Chor-Her.ren Augustiner-ordens, zwischen Ulm und Augspurg bey der Cal-mach, gelegen. Der Abt desselben ist ein unmittelbarer Reichs.Stand, und hat die Reichs-abschiede zu Augspurg von an. 1582.und zu Reqenspurg von an. 1594. 1S 98 * 160;. 1615.16*4. «n.terschrieden. Doch hat er den Reichs-anschlag zu den Römer-zügen und Cammer - Gerichte abzulehnen gesucht, und denReichs-Rittern darinn gleich seyn wollen , von welchen ein be-liebiger beytrug nach befindung der umstände erfordert wird;zu welchem ende er an. 1**0. eine supplication bey dem Reichs-tage überreichte, darinn er hauptsächlich urgirte, wie er und sei-ne vorfahren zu Ritter . tägen verschrieben worden , auch aufselbigen erschienen, und zu den bundes - und andern freywil-jigen anlagen ihren auferlegten theil gegeben hätten. Nachdemaber der Abt gesehen , daß die Reichs - Ritterfchafft gar von den
Ne,cya - tagen ausgeschlossen werden wollen, er aber b«» l,andern Schwäbischen Siebten darinn nicht unqktS SiSdaß » auf Reichs, lägen nicht hätte erscheinen dür§n - c» a k"'sich der verwandtschafft der Ritterfchafft begebe! und "andern Aedten auch darinn gleich machen lassen müsse»
» in einen ordentlichen Reichs-anschlagstlfter dieses klosters find Conrad und Werner, «tl 1‘ » Slegenstein , ober ihre Mutter Gertrud, welche ein stück inch-m sdh»» d«ju g,s»,°ck, bekam, aadaa \ Ä*«»bauete. Endlich liegt auch der letzte MarqqrafvonH"nnch , und viele der adeltchcn geschlechter von Rodend« '
lerbach allhier begraben. Uurgermeißer. de statu Equestrin,,Erntn*™ , tom. I. addit. üb. IV. c. 7. n. 56. ,0 ·
Suev. voce Wetterhausen. Rruschmi , de monast GermT 8 "lieb. Augspurg. chron. üb. II. p. Buutin de GermP. II. Europ. Herold, P. I. P . /98. m ' sacr '
Wetter, Stadtwetter, eine stadt in Ober-Hessen,meile von Marpurg. nach Hessen-Cassel gehörig. St hat emberühmtes gelst lches Jungftauen-Stift, so an.' i°i*.honnvichwestern, Adelmund und Dickmund, Königlichen qeblü,^Schottland , gestiftet,, und nachgehends von dem Landes!!Philipp dem großmüthigen zu einem Fräiilcin-Silft gemMworden, dVtnckelm. deschr. Hessen , p. 223. a ^
Wetterhorn , ein hohes schnee - gcbürge aufder mitternäck.tlgen feite des landes Waüis. * ^
wetterau, lat. Wetteravia, Vederovia, eine grosse land,schafft in dem Oder-Rheinischen kreise, welche von dem kleinenflusse Wetter, so nicht weit von Laubach bey dem dvrfe Weiler,selb entspringt, den nahmen bekommen. Sie erstreckt sich „onsüden gegen norden, von Francken und dem Ursprünge des stuf.ses Kintzi-g bis an das Hertzogrhum Berg , also, daßstedieErn.Stifter am Rhein gegen wessen, Hessen aber und die AbieyM.da gegen osten hat. Der fluß Löhn theilt fie in zwey theile. Dersüdliche, welcher die eigentlich sogenannte Wetterau ist, be-greift dre Nieder-Grafschafft Catzenelndogen, sodann die ©ras*schafften Nassau in befonderm verstände, ferner Dich, Asten,,Wisdaden, Weildurg, Solms , Ober - Isendurg oder Ist,dingen und Hanau , nebst den ReichS- stadlen, Francksm,Wetzlar , Friedberg und Gelnhausen . Die nördliche Wettera«ist der Westerwald.
wettin , lat. Vettinum , eine kleine stadt in dem Saal.freite des Hertzoqthums Magdeburg, zwey weilen von Halle.Sie ist die haüpt- stadt einer alten Graffchaffk, (davon derfolgende artickul handelt) und gehört dem Könige in Preus-sen. Man grübet hier gute stein - kohlen , und die eunvoh.ner brauen ein Weißbier, Keiterlinq genannt. Das schloßwettin hat die adellche familie aus dem Winckel in dem XV.iaeculo dem Ertz - Stifte Magdeburg abgekauft, und desttzt es bisdiese stunde.
wettin, ist eine uralte Grafschafft, aus welcher die Marg-graftn von Meiffen, und heutige Hertzoge von Sachsen ent-sprossen. Sie führet ihren nahmen von der reßdentz, wel-che an der Saale zwischen Hall und Berndurg gelegen.Der Ursprung wird hergeleitet von Wittckindi des grossenjünger» söhne, Wiffekindo II. Dieser hinterließ drey styne,Frtdericum < Wlttekindum III. von welchem einige die Cape-ttngtschen Könige in Franckreich herleiten wollen, und D>et-qremum , Grafen zu Wettin , welchen wir hier bemerkn.Dieser hatte zwey söhne hinterlassen, Fridericum, Grafen zuWettin , welcher einen söhn gleiches nahmens gezeugek , soerster Marggraf zu Meiffen worden, dessen stamm aber infeinem ur-enckel, Hermanno, an. 1002. aufhörte; undDitlmarum., yielcher sein geschlecht in zwey söhnen, Dietri-chen oder Theodorico, und Christiano oder Karsten forhetz«te. Dieser hatte zwar nachkommen, fie stürben aber Mitdessen ur. enckcl, Ottone, Margqrafen in der Lausttz, an.10; 1. ab. Jener, nemlich Dietrich ober Theodoricns, wardGraf zu Wettin , deffen söhn, Dedo, hat Graf Dietrichenzu Wettin , (welcher des vorgedachten letzkern Marggrafen juMeiffen, Hermanni , schwester Mathilden zur qemahlin hat-te , und ein erbe von der Marggrafschafft Meissen dadurchwurde) und Fridericum I. Pfaltzgrafen zu Sachsen , gssii-qet, der aber seine stamm - linie im fünften glicde mit,§«-derico V. endigte. Dietrich hingegen hinterließ von stmergemahlin, Mathildis, unterschiedene söhne, davon, weil v«andern ihr geschlecht theils nur bis ins andere,, theils aberbis in das dritte glied fortgepflantzet, nur der lungste loh»,Tbimo, zu mcrcken, welcher ein vatter wurde Conradi mfrommen, Marggrafen zu Meissen , der im iahr -nS. °r'storden und sechs männliche erben hinterlassen, als O lo denreichen, Marggrafen zu Meissen , der ein st an n in. oa t r e r a ü»heutigen Hertzoge von Sachsen in seinen nachkommen wden 2.) Dietrichen, Marggrafen ru LanMerg undsitz, dessen beyde söhne, Conrad und Dietrich, ohne erdengestorben. ) Hermannum, Bisthoff zu Bamberg . 4. )Henricum, Grafen zu Wettin , dessen enckel gleiches nahmens im fahr 12,7. »blos dieses zeitliche verließ, undGrafschafft Wettin an die Grafen von- Brene verfallete. wDedode! dicken, dessen stamm sich ebenfalls m seinen bj
V"
Im»
-jiiili*
illiife
40
sW®
ihritm
Jlfliiitt
Bit ß
•iwMi
Ms
ts »t auö
’stiw a•'riMifli(•pit, 1
Mmz
‘fti in d
iinVett
s-Mvet,
Wetze!Piiiayjrlschon,«dkWal^ize dentm (
»iPfsl
Na•(tat Sei
Äk»w
''-Aas
’hitnsSi
•w
AnlmÄnlich-A-km•" MhtB 1
wjer, <
kiib
7« rlü (
nta