Buch 
General Historien Erster Theil : Der aller Nammhafftigsten unnd Fürnemmsten Geschichten, Thaten und Handlungen, so sich bey ubergebung und ende des Grossmechtigsten Keyser Carols des Fünfften, unnd anfange Ferdinanden seines Bruders, Regierung: In Geistlichen und Weltlichen sachen, zu Wasser und Landt, nicht allein im H. Römischen Reich Teutscher Nation, sondern auch in anderen anstossenden Königreichen ... zugetragen und verhandlet worden: Sampt etlicher Fürsten und Herren leblichen und wahren Bildnussen ... / Alles ... zusammen gebracht: In sieben Bücher abgetheilt, und ordenlichen von dem 1555. Jar ... erstlichen zu schreiben angefangen. Durch Doctorem Adamum Henricpetri. Jetzund aber durch seinen Sohn Jacobum Henricpetri der Rechten Doctoren, von newem ubersehen, an vielen orten gemehret, und auff folgende Jar continuieret
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; Das Ander Buch. liegu jhꝛem Fuͤrſten / mit Brieff vnd Siegel. Aber die Liflaͤnden haben nichts gehalten.Es iſt voꝛgedachter Her: von Polweil vngefehꝛlich vm Johannis/ zu Kaniſcha ingrentzen Steyr vnd Hungern /mit den Teutſchen Knechten ankommen/ ſich von dan-nen/ ſampt den Huſſern Teutſchen // uch ſchwartzt Schuͤtzenpferdẽ erhebt auff Babotza/ vngefehꝛlich mitten im Julio da ankommen/ darauff der Haly Baſcha/ fo Sysget nun etlich Monat ſchwerlich belaͤgert/ den abzug zunem men/ getrungen/ vnd die uBabotza zu entſetzen mit einer groſſen mennig Geſchůuͤtz auff Rädern, enthalb der Rumnia/ ſo für Babotza fleuſſet/ in der Nacht ankommẽ/ vngefehꝛlich zu ende des MonatsJulif. Und gleich wol die vnſern der ankunfft gewar wo: den: jedoch haben ſie ſich nichtvaſt des Feindes beſoꝛget/ mit den Tuͤrcken Mannlich geſcharmuͤtzlet: inſon der h eit derGꝛaue von Serin ein redlicher Khrobat/ ðd mit dem verloꝛnẽ erſten Hauffen den Feindalßbald in die flucht geſchlagen hat: Darzwiſchen haben die Tuͤrcken dz groß Geſchuͤtzin ein hoͤhe bꝛacht/ darvon ſie den Vnſern vermeinten ſchaden zuzufügen/ wie es danngeſchehr/ in aller früh dermaſſen an viel oꝛten in die Chꝛiſtk/ ſo in b Nidere lagẽ in Thaͤlen/ getroffen haben daß viel guter tapfferer Mannen/ inſonderheit viel Pferd auffder Walſtat blieben In ſolchem Scharmuͤtzlen ſeind die Feind vber das Waſſer Rym-

nia kommen/ gegen weichen Herꝛ Nielaus von Polweil⸗ alß ein thewrer/ vnverzagterHeld/ die Wagenburg geſchlagen/ vnd dreyhnndert ſ chwartzer Schützen pferd Deſter-reicher/ vnder deren auß Deſterꝛeich Beſtallung/ dermaſſen dareyn geſetzt habẽ/ daß fiedie Feind zuruck vber das Waſſer mit groſſer Niderlag gejagt haben. Es hat ſich au chin ſolchem Scharmützel/ der ſchier einer Schlacht gleich geſehen/ der Gꝛaͤue von Se-rin/ ein Khꝛobat/ vaſt tapffer vnd redlich mit den feinen gehalten/ vnnd ander mehꝛ außden Hungern /jhzen Oberſten vnd Teutſchen wi dieweil ſie inn Schar můtzlen auch dzSchloß Bahotza zuſtuͤrmen vnderſtanden/ ſeind vmbkommen auſſerhalb der gemeinenBurß/ der von Steinbꝛunn ein Elſaͤſſer Feldmarſchalck: des Oberſten Herꝛ Jꝛiclauſenvon Pelweil leiblicher Bꝛuderr d Sigersdoꝛffer/ x Steyrer Fußknecht oberſter Hanpt-mann: Egenolff von Zell am Vnderſee /ſampt andern mehꝛ/ iſt gefangen woꝛden. Esſollen aber auff der Tuͤrcken ſeiten mehꝛ vmbkommen ſeyn/ vnd auſſerhalb viel Mann-haff tiger Turcken/ der Beg zu Koppan. Der gemein Conſenß iſt/ daß die dreyhunder tſchwartzt Schützen pferd auß Deſterꝛeich das beſt gethan ſollen haben/ darum hat dieRom . Kön. Met. jhꝛe oberſte Landfeſſen in Deſter: eich alda geboꝛn/ Herꝛn Htthein-sich von Půchatm/ den Nůber vnd den Gylis/ ſampt verehꝛung/ zu Ritter geſch lagen.Dieſer Scharmuͤtzel/ſo ſchier einer Schlacht anſehens gehabt/ hat den ganzen tag geswaͤret/ von moꝛgen früh an/ biß in die Nacht/ vnd gleich wol die vn ſern das Feld redlicherhalten hatten/ haben fie doch Pꝛouiand vnnd Puluers mangel halben den abzug ge-nommen/ zwo Meil wegs auff Czoꝛgo dahin fie das Geſch ttz ſampt aller Arteloꝛey vnverletzt gebꝛacht haben/ alda der Ro. Ko. Mt. weitern Beſcheid erwartend: die gleich derſelben zeit zu einem oberſten Haupt füͤrgenomner Gegenmpehꝛ vnd weitern Zugs/ jhꝛerMaſeſtat geliebſten Sohn Ertzhertzogen Ferdinand/ von Pꝛag gen Wien erfoꝛderthette: den auch nach weiter berhatſchlagung/ ſampt tauſent ſchwartzer Schuͤtʒenpferdauß Behem /Schleſien vnd Maͤrhern geſchickt/ vnder dem Fuͤrſten von Plawen/ vndHerz Carl von Czerotyn/ dergleichen fuͤnff hundert ſchwartzer Reuter/ Hofgeſind/ vnddreyen Fahnlein der Landtſchafft/ den vnfern zu hilff in Hungerland abgefertigt.

umphiſch vnd zierlich geweſen(Auff ſolches if er etlich tag am Hof blieben/ vnd König

Vietoꝛia genennet/ auß dem Tauff gehebt. öEs ließ der König Heinrich zwey kauſent Gaſconier zu Tolone in die Schiff ſetzen/vnd ſonſt tauſent auff die Inſel Coꝛſicam fuͤhꝛen/ darmit Palian zu verwaren.Der Durchleuchtig/ Jochgeboꝛen Fuͤrſt⸗ Marggraff Carle von Baden/ enderetdie Baͤpſtliche Religion/ ond nimpt an die Jugſpurgiſche Confeſſlon/ braucht zur Re-foꝛmation

Heinrichen)vnd Fraw ECatharinen von Mebicis(einer Gemahel/ ein Tochter bie e*

1558.

DYngeriſcheyug.

Der Cardinal Caraffa thet demnach fein Eynritt im Junio zu Paris / der gantz tri 12a.