Frag. Wie kanſtu aber hoffen von künden/ dzſy vom bund der Gnade ſeind/ ſeytemal ſy den
glaubẽ nit veriehen moͤgẽ Ant. Wie die kin
der Abꝛahe vom bund gottes alle gehaltẽ woꝛ
den ſeind. Gen. z. Alſo vn ſere kind/ die weil wirware nachkomen Abꝛahe ſein/ vnd vn die zů
ſagen Abꝛahe eigentlich belangen/ ſollen auch
vom bund der gnaden von vns gehalten wer-
den/ biß ſy erwachſen/ vñ das gegenteil in wercken erzeygẽ. Seßhalb ließ Chꝛiſtus die kind-
lin zů im tragen/ ſegnet ſy/ vnd ſpꝛach/ ſolcher
iſt das reych der hymel. Un ſer teuffen iſt zwar
nichts hoͤhers dañ der ſegẽ Chꝛiſti/ darumb ſo
ſy vom bund gottes ſein/ vnd wir hoffen můſ-
ſen/ das dz reych der hymel ir ſey/ gebürte ſich
das wir ſy in die euſſern gemeyn mit euſſern
zeychen annemen/ wie die altẽ mit der beſchnei
dung gethan haben. Frag. Seyg ein gebot an
das man kinder teuffen ſolle/ wie die alten von
der beſchneydung haben. Ant. Wir ſeind im
neijwen bund/ der im Bergen iſt/ vñ an keiner
euſſer lichen cerimonien hanget. Deßhalb vns
der gleichen zeytlichs nichts gebottẽ iſt/ ſonder
die gleubigẽ habẽ das einig gebot der lieb/ die
meyſtert alles euſſerlichs/ das ſunſt dem Chꝛi-
ſten frey iſt. Die alten waren noch vnder dem
ſchattẽ. Ilſo iſt vns das nacht mal nit gebottẽ/
ſender der herr ſagt/ So offt ir das thůn ꝛc.
2 Frag.