Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 25ſůnet/ einem yeden(eine grentzen fürgeſchꝛiben. Als aber fein vatter Lud vs Chriſtig-wig geſtoꝛben/ har er etliche krieg wider feine brůder Cotharium/ Carolum/ burt 844 jar.vnnd Pipinum gefüret/ welche zu letſt durch weyſer leuthen rathſchlag wi-der befridiget, Nach dieſem hat er feine waaffen wider Ratißlaum der Merrhen Fürſten gewendet/ iſt über die Thonauw gerucket vnd den feind zu Donina in einem veſten oꝛth ernſtlichen belegeret/ der geſtalt hat er Ratißlaumgenoͤtiget daß er můſſen demuͤtigklich den friden begeren/ bürgen geben/ſich Katholden vnd erwerffen. Wie er dieſes alles noch feinem gefallen voll-bꝛacht/ kame er wider inn Beyeren gehn Regenſpurg/ da er die hauptſtattſeines Reichs veroꝛdnet..

Er hat auch mit feinen Soͤhnen Carolomanno Lud wigen/ vnd Carolo Cudwigenetliche geſpen/ dieweil er aber allzeit das beſtendige glück erfaren/ hat er diſe tuget.in gehoꝛſam̃e erhalten. Wie er dergeſtalt Teut ſchland za jar/ vnd Franckreichz6 ſar mitt groſſem lob geregieret/ iſt er zu letſt inn dem 70 jar ſeines alters daman zalt zy/ zu Franckfurt geſtoꝛben fein Leichnam warde zu Latißheimin Wurmbſer Biſtumb begraben. Er iſt ein frommer Ffürſt geweſen/ ſo mitkeinem angeb oꝛnen laſter beflecket worden. Er hatt einen geraden ſtarckenleib/ glantzende augen/ vnd ein ſtarcke red/ ſonſt hat er ein frid ſam angeſicht/alſo daß er dem anſch auwenden fein traurigkeit hingenommen, Er hatt einſchoͤne liebliche geſtalt/ vnd mocht ſehꝛ wol arbeit erleiden. Faulkeit/ muͤſſig-gang/ mut will vnd hoffart/ haſſet er wie ein Peſtilentz/ in widerwertigen ſa-chen was er beſtendig vnd mannlich/ in waffen froͤlich vnd glückhafftig. Hiemit was er auch in burgerlichen vnd Goͤttlichen künſten wol geuͤbet. Er be:dacht auch viel mehꝛ wie er die kirchen mit fromkeit vnd heiligkeit dañ mittgold erfüllen mochte. Hiemit hat er auch den Chꝛiſten in Aſia fein ſteür vndhilff zu geſendet/ die boßhafftigen menſchen ſtrieffe er hartigklich/ vnd ver-bot feinen kriegslenthen gold oder ſeydene kleider zu tragen. Er verließ vierkinder/ dieß Sohn vnd ein Dochter/ welche deß vatters Reich vnder ſich außgetheilet. Auentin. lib..

Gttido Apt zu Schwartzach.| Dido was mit hochem verſtand vnd weißheit 845.Been. welche er durch ſein fleiſſig ſtudierenbey Apt Agoalden in dem loſter zu Schwartzach bekom̃en/ in welchem er den Benedictiner Oꝛ-den angenom̃en. Deßhalben er auch har noch daſel-5 VS@| ben mit gemeiner wahl zu einem Apt erkoꝛen. Weil., N aber bey feiner zeit durch die Fꝛenckiſchen KoͤnigA AA groſſe 2 krieg angangen/ vnd hat ſein Clo

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ſer/ ſo zu Arnolffiſauw in de Eiſaß gelegen/ jn mehꝛ

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malen beſchediget/ hatt er dieſes mit Bertholdi deß

= Biſchoff zu Straßburg verwilligung über Khein2 und WISS, wald,.. einem ö ſo Schwar-tz ach genennet/ ein meyl wegs von Marggraffen Baden gelegen. Zu die-fem was jm Graffe Erchengarius derſelbige Landsher:(eh: beholffen/ dañer verhoffet wenn fein kloſter inn Teutſchemland vnder den Francken vnndSaliſchen geſatzen gelegen/ wurde es frid erlangen/ vnd deſſelbigen ein wo-ner Gott deſter fleiſſiger dienen mögen/ wie dann ſollich es auch beſche-chen/ alſo das es biß zu vnſerer zeit an dieſem oꝛth nochvoꝛhanden. Croneck Schuuartzach.

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