S 2 en.Gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonene n Bꝛhynon der Merzhen Elirſt.
— 1x Rynon iſt der Merꝛhen Fürſt geweſen/ welcheN Bern der Thonauw an dẽ geſtad gegen Mitternacht gewonet. Seine ſtett ware VNitrauwPꝛeßlauw/ vnd Bꝛinan fo von jhm genennet. Dieſetwarde auß liebe der waren Religion bewegt/ daß ermitt ſampt(einem Sohn Desilo zu Lud wigen derTeutſchen Konig kommen/ vnd 23 er welle jhn. Tauffen laſſen. Deßhalben hat jhn Ludwig freündtlich entpfangen/ vnd verſchaffet daß er in der reinenlehꝛ vnderꝛichtet worden. Nach dieſem hatt er jhn ʒuJ Traiſmain Oſterꝛeich/ welcher flecken dem Biſchoffu Saltzburg zugehoͤrig/ Tauffen vnnd in S. Mar-tin Kirchen laſſen ein Chꝛiſt werden/ da man zalt zy far. Auff ſollich es hat ermit jm bündtnuß gemachet/ vñ diſen Rhatboden einem dapfferen man/ welchen er zu einem Marggraffen in Oſterꝛeich geoꝛdnet/ ernſtlichen befolhen/damit er jn wider alle Barbaren vn vngleubigen voͤlcker der Chꝛiſten feindbeſchirmete. Dergeſtalt iſt durch Bꝛynons handlung der Chꝛiſtẽliche glaubzu den Merꝛhen kommen. Als aber harnoch ein ſchwerer krieg angefangen/vnd Bꝛynon manlich in dem ſtreyt gefochten/ iſt er von Ratißlao der Wen
Strabus ein Winch zu Hulda.— 59 Trabus iſt in der ſchul zu Fulda in allen gutenSer, vnderwiſen woꝛden/ vnd daſelben Kobanũ zu einẽ ſchulmeiſter gehabt. Als er aberin der geſchꝛifft ſehꝛ zugenom̃en/ vnd alle geheimnußbegeret zu erfoꝛſchen/ iſt er zu Fulda Münch woꝛdẽ.Er was einer ſehꝛ guten art/ vnd hat bald einen ſol-chen verſtand erlanget/ dañ es hat jn Rabanus wunderbar geliebet/ vñ jn zu feinem Cantzler veroꝛdnet.. Damit auch Strabuns ſeinen nam̃en bey allen nach-3 kom̃enden in friſcher gedechtnuß behielte/ hatt er in, MAL die bücher Moſis feine auß legung beſchꝛiben. Zu die/ ſem hat er zu erſt auß der heiligen Vatter lehꝛ die oꝛ-denliche Gloß über die Bibel geſtellet/ welche auch har noch von anderen ge-lehꝛten leüthen gemehꝛret woꝛden. Es iſt Strabus fürnemlich vnder Key-fer Lothario inn groſſem anſechen geweſen/ da man zalt von Chꝛiſtigeburt
45 jar. Trit. in Script. Eccleſ.
S. Vuighardt Hertzog in Schwaben .. DVIghardus iſt auß deß groſſen Keyſer CarleWG chter erboꝛen/ er hat einen ſcharpffen ver-X ſtand/ vñ was mit ſonderbarer Gottesfoꝛchtbeg abet. Deßhalben er auch mitt feinem bꝛuder Kupꝛecht Hertzog in Schwaben geoꝛdnet/ da man zalt845 jar. Als dieſer fein land gãtz glücklich geregieret/hat er auß groſſer and acht zu Lucern an dẽ Schwei5_| zer ſee ein nam̃hafftig Benedictiner Cloſter erbau-, wen/ da auff heutigen tag noch die Pꝛopſtey voꝛhan8 den. Auff ſolliches hat er ſelbs die ſoꝛg vnd haußhal-5 um tung dieſes kloſter angenom̃en vnd iſt der erſte Apedarinnẽ woꝛden. In dieſem ſtath hat er alle anderendermaſſen
Wos