Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Befchseibung/ der Ander theil. 5 87

Daſelben(ein zwentzig Xeürrer auff jn dahar gerennet/ vnd jnen fürge⸗ ps chriſt genommen dieſen einigen fůßknecht zufellen. Als er aber zu ruck einen alten burti gos jar

baum gehabt/ hat er ſich gegen jhnen mañlich zuwehr geſtellet/ vnd mit ſei-nem langen ſpieß welches wunderbar zuſagen) drey Reütter nach ein an-der auß dem Sattel gelüpffet/ vnd auff die erden hinab gefellet. Wie er alſomannlich für fein leben gefochten/ vnd nach mehꝛ Reütter zu den voꝛghenden kommen/ kame auch der wolgeboren Herz Nick von Brandis harzu.Dieſer hat ſich ab deß Johanſen mannheit vnd kriegs erfahꝛnuß ver wun-deret/ rennet nach hin zu vnd begeret mit froͤlichem angeſicht von Johañe/er ſolle fich jm gefangen geben/ doch mit dem geding/ daß jhm leib vnd gůterhalten wurde: welches dañ Johannes gern gethon. Es hatt der herz vonBrandis jhn mit ſich ghen Feldkirch , vnd dieſen, Reüt-ter verachtet/ anderen für ein wunder werck dargeſtellet. Nach die ſem hatter jn bald wider frey ledig gelaſſen/ auch durch fein brieff vnd ſiegel diſe feinmannheit offentlich bezeüg et. In dieſer zeit hatten die Eydgenoſſen dieſesheren von Brandis brůder zu Rapperſchweyl gefangen/ welchen fie vonVadutz dahin gefuͤret. Wie fie aber dieſe tath von Johanne verſtanden haben ſte jn auß gefencknuß erlediget/ vnd ſich gegen dem feind danckbar erzeiget. Durch dieſe freündſchafft fo die feind einanderen bewiſen/ hat ſich begeben das Keyſer Maximilian auch die vm̃ligende Für ſten vnd Fett mit denEydgnoſſen friden gemachet/ welch er noch biß auff heutigẽ tag(auß Gottes gnaden) verharꝛet. Ioan. Stumpff. lib. 6. cap. 31:

ebaldt Apt zu geilßbrunn.

; x Fkünſten in das Cloſter Heilßbruñ/ ſo in Fꝛan-AA O ckenland zwiſchen An ſpach vnd NuͤrenbergG| gelegen/ gezogen vnnd daſelben den Ciſter cier oderBernhardiner Orden angenommen. Es was dam a-len zu Heilßbrunn Petrus Wegelius Doctor derHeiligen geſchrifft Apt/ welches ein from̃er gelehr-ter herz geweſen. Als diſer deß Sebalden gutẽ kopffSy vermercket/ hatt er jhn für andere zu ſich gezogen/. A NM wind diefen in den freyen künſten vnd gutẽ ſprachenAll ZN N wol vnderꝛichtet. Nach diſem hat er jhn hin vnd win, m der auff die Vainuerſiteten geſendet/ vnnd in ſeinemCloſter erhalten:daſelben hat er dermaſſen fleyſſig geſtudiertt/ daß er Dosctoꝛ in der Heiligen geſchꝛifft woꝛden/ dar zu vnder die Profeſſores ange-nommen. Als aber Petrus vnd ſein nachfahr Apt Conradt geſtorben/ warde Sebaldus im 1498 jar mit gemeiner wahl Apt erkoꝛen. Dieſes ampt hatter loblich verwalten/ ſeine brüder zu tugendten ermanet/ vnnd iſt menckli-chem ein gut exempel geweſen. Wie die Margrauen zu Brandenburg die-ſes verſtanden/ haben ſie jhn ſehꝛ geliebet/ vnd jhn offt in jhꝛem namen auffdie Reichstag abgefertiget/ wie ſolliches auch von anderen vmbligendenFürſten beſchehen. Dann er was ein hochuerſtendig man/ vnnd von naturwol beredt/ alſ*' das jhm alle feine ſachen glücklich von ſtatt gangen. Wie eralſo das Cloſter wol auff gebracht/ vnd das einkommen gemehret/ iſt er indem xx jar feiner regierung geſtoꝛben/ vnnd in dem Creütz gang mit einer

ehꝛlichen Gꝛabgeſchꝛifft zu der erden beſtattet woꝛden/ an dem9 tag Heüwmonat/ da man zalt i518 jar.Bruſch. in Monaſt.

Johannes

* Ebaldt Bamberger iſt auß liebe der guten;