Befchseibung/ der Ander theil. 5 87
Daſelben(ein zwentzig Xeürrer auff jn dahar gerennet/ vnd jnen fürge⸗ ps chriſt genommen dieſen einigen fůßknecht zufellen. Als er aber zu ruck einen alten burti gos jar
baum gehabt/ hat er ſich gegen jhnen mañlich zuwehr geſtellet/ vnd mit ſei-nem langen ſpieß welches wunderbar zuſagen) drey Reütter nach ein an-der auß dem Sattel gelüpffet/ vnd auff die erden hinab gefellet. Wie er alſomannlich für fein leben gefochten/ vnd nach mehꝛ Reütter zu den voꝛghenden kommen/ kame auch der wolgeboren Herz Nick von Brandis harzu.Dieſer hat ſich ab deß Johanſen mannheit vnd kriegs erfahꝛnuß ver wun-deret/ rennet nach hin zu vnd begeret mit froͤlichem angeſicht von Johañe/er ſolle fich jm gefangen geben/ doch mit dem geding/ daß jhm leib vnd gůterhalten wurde: welches dañ Johannes gern gethon. Es hatt der herz vonBrandis jhn mit ſich ghen Feldkirch , vnd dieſen, Reüt-ter verachtet/ anderen für ein wunder werck dargeſtellet. Nach die ſem hatter jn bald wider frey ledig gelaſſen/ auch durch fein brieff vnd ſiegel diſe feinmannheit offentlich bezeüg et. In dieſer zeit hatten die Eydgenoſſen dieſesheren von Brandis brůder zu Rapperſchweyl gefangen/ welchen fie vonVadutz dahin gefuͤret. Wie fie aber dieſe tath von Johanne verſtanden haben ſte jn auß gefencknuß erlediget/ vnd ſich gegen dem feind danckbar erzeiget. Durch dieſe freündſchafft fo die feind einanderen bewiſen/ hat ſich begeben das Keyſer Maximilian auch die vm̃ligende Für ſten vnd Fett mit denEydgnoſſen friden gemachet/ welch er noch biß auff heutigẽ tag(auß Gottes gnaden) verharꝛet. Ioan. Stumpff. lib. 6. cap. 31:
ebaldt Apt zu geilßbrunn.
; x Fkünſten in das Cloſter Heilßbruñ/ ſo in Fꝛan-AA O ckenland zwiſchen An ſpach vnd NuͤrenbergG| gelegen/ gezogen vnnd daſelben den Ciſter cier oderBernhardiner Orden angenommen. Es was dam a-len zu Heilßbrunn Petrus Wegelius Doctor derHeiligen geſchrifft Apt/ welches ein from̃er gelehr-ter herz geweſen. Als diſer deß Sebalden gutẽ kopffSy vermercket/ hatt er jhn für andere zu ſich gezogen/. A NM wind diefen in den freyen künſten vnd gutẽ ſprachenAll ZN N wol vnderꝛichtet. Nach diſem hat er jhn hin vnd win, m der auff die Vainuerſiteten geſendet/ vnnd in ſeinemCloſter erhalten:daſelben hat er dermaſſen fleyſſig geſtudiertt/ daß er Dosctoꝛ in der Heiligen geſchꝛifft woꝛden/ dar zu vnder die Profeſſores ange-nommen. Als aber Petrus vnd ſein nachfahr Apt Conradt geſtorben/ warde Sebaldus im 1498 jar mit gemeiner wahl Apt erkoꝛen. Dieſes ampt hatter loblich verwalten/ ſeine brüder zu tugendten ermanet/ vnnd iſt menckli-chem ein gut exempel geweſen. Wie die Margrauen zu Brandenburg die-ſes verſtanden/ haben ſie jhn ſehꝛ geliebet/ vnd jhn offt in jhꝛem namen auffdie Reichstag abgefertiget/ wie ſolliches auch von anderen vmbligendenFürſten beſchehen. Dann er was ein hochuerſtendig man/ vnnd von naturwol beredt/ alſ*' das jhm alle feine ſachen glücklich von ſtatt gangen. Wie eralſo das Cloſter wol auff gebracht/ vnd das einkommen gemehret/ iſt er indem xx jar feiner regierung geſtoꝛben/ vnnd in dem Creütz gang mit einer
ehꝛlichen Gꝛabgeſchꝛifft zu der erden beſtattet woꝛden/ an dem9 tag Heüwmonat/ da man zalt i518 jar.Bruſch. in Monaſt.
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Johannes
* Ebaldt Bamberger iſt auß liebe der guten;