Võ Chriſti geburt ig jar.
Vniuerſtter in der Chriſten heit geweſen. Daſelben hat er ſich derm aſſen ge
BeyeriſchenGiſtorien beſchriben.
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. 9 2 darzu auß ſonderbarer liebe zu ſtudieren/ ſich ghenPar eyß inn die Hohe ſchůl gethon/ welches dann damalen die fuͤrnempſte
u bet/ d
cobus Faber Stapulenſis vnnd Jodocus Clithoueus ſeine Preceptores/
is er ſelbs in dem ſech ſten bůch feiner Hiſtorien bezeüget. Als er harnachwider in Teuſchland kommen zoge er im 1490 jar ghen Wien : wie er daſel/geweſen/ hatt er etlichen ſonderbaren ſtudenten ein theil Poeten vndOꝛatoꝛen fürgeleſen/ welches damalen gar ſeltzam. Auff ſolliches reiſet erghen Regẽſpurg/ warde kranck vn beleib über winter bey Andrea Bꝛyms.Nach dieſem kame er inn fein Vatterland/ vnd verharꝛet ein jar bey feinen
hen
freünd
Poeten/ Joanne Stabio dem Mathe matico/ Joanne Cuſpiniano/ Velosctano Pindero/ vnnd Joachimo Vadiano gantz freündtlich. Von dieſemoꝛch reiſet er ghen Cracauw/ vnd verlaſe offentlich die Griechiſche Gꝛam-maticam. Zu letſt keret er wider ghen Ingolſtatt/ vnd profitier et mit großſem lob deß Sciptonis traum/ vnd die Khetoꝛicam an Herennlum im 493
jar. W
hat er an Hertzog Albrecht in Beyeren ein freüd Carmen geſchꝛiben/ vnndjhm viel glück gewünſchet/ auch hiemit begeret/ er welle jhm einen ehꝛlichen
ſtath v
der jungen Fürſten Lud wigen vnd Ernſten Pꝛeceptoꝛ geoꝛdnet/ welche erauch zu Burckhanſen in den künſten vnderꝛichtet. Nach etlichen jaren zo-ge er mit Hertzog Ernſten in Italien / vnd ſahe daſelben viel ant iquit etenvnd ſchoͤner ſtett: damalen erkundiget er auch der welſchen geberden.Wie er nun das ampt eines Pꝛeceptoꝛis wol geendet/ fienge er an derBeyeren Hiſtorien vnnd tathen zubeſchreiben: als Wilhelm, Ludwig/
gGochuer:umpter Teütſcher Perſonen
Johannes Auen in go der Beher giſtorien-reiber.;
, Ohannes iſt zu Abenfperg einer ſtat in Obe-X ren Beyeren erboꝛen/ da man zalt 1466. Seinvatter hieß Johans Churmeyer/ fo daſelbenSpittalmeiſter geweſen. Er hat ſich ab er von demVatterland har Auentinum oder Aben ſper ger ge-nennet. Als der vatter ſeinen Sohn zu der ſchůl ge-i chon/ hat er bald die rechte fund amẽt in der Gꝛam-matica erlehꝛnet. Nach dieſem warde er von demvatter ghen Ingolſtatt abgefertiget: wie er daſel-ben in Philoſophia vnnd frey en künſten ſehr zuge-, nommen/ hat er auß feiner Pꝛeceptoꝛen rathſchlag/
aß er in ſiben freyen künſten Magiſter promouteret. Es waren Ja-
ie auch harnach der Beyeriſch krieg geweſen vnnd friden gemachet/
erleih en/ ſo jhm gebüre. Alſo warde er ghen München beruͤffet/ vnd
vnnd Ernſt die Fürſten in Beyeren dieſes verſtanden/ haben fie jhm zu-
eſagt
durch jhr freygebigkeit beholffen zuſein. Alſo hatt er von jhnen
rieff an alle Cloͤſter in Beyeren erlanget/ auch ober vnnd nider Bey eren
wol du
rchſuchet/ vnnd was er gefunden fleyſſig aufgezeichnet. Dergeſtalt
hatt er(ein bůch zum theil in feinem Vatterland/ zum cheil zu Regenſpurgaußgemachet. Wie er alſo dem ſtudieren fleyſſtg obgelegen/ vnnd biß inndas vier vnd ſechstzigſten jar feines alters kommen/ auch bißhar auſſerhalben dem eheſt and gelebet/ hat er zuletſt ein ſchwebin zu der ehe genommen/vnnd warde von einer alten frauwen/ ſo jhm dieſe als ein magt zugefůretbetrogen. Sie was gar arm vnnd haderig. Deßhalben hatt er zu Regen-
ſpurg ein hauß gekauffet/ vnnd ein zeytlang bey ſeiner frauwen gen,
lach