2 Eingang
und Wieſen/ Waͤlder vnd Felder angeſteket vnd be-ſchaͤdiget. Mythol. Nat. Com. Ic. i. pag. m. 2.
Wir laſſen zwar das Heidniſche gedicht dahingeſtellet ſeyn; ſagen aber/ die S N D/ wider diealler heiligſte Majeſtat deß hoͤchſten Gottes/ vnd wi-der fein allerheiligſtes Geſeze begangen/ ſey eine ſolchevergifftete vielloͤpffichte/ dem ganzen menſchlichen Ge-ſchlecht hoͤchſt ſchaͤdliche Schlang: wañ man dieſer ei -nen kopf abgehawen/ das iſt/ eine derſelben üͤberwun-den zu haben vermeint/ emſpringen alſo bald zwo vndmehr andere an derſelben kart/ welche den Menſchenvon newem mit macht angreiffen/ verwunden/ vndmit ihrem gifft alſo anſteken vnd verderben/ daß feinenverzweifelt boͤſen ſchaden/ feine groſſe miſſe-that und ſtarken Sünden, Jerem. zo. 15. keinebloſſe Creatur mehr heylen kan/ ſonder es wird darznerforderet das Blut deß Schlangen⸗tretters/ JeſinChriſti/ deß ewigen Sohns Gottes: die as allein/vnd ſonſt kein Kraut noch Pflaſter/ heilet die/ von deralten hoͤlliſchen Schlangen/ dem Menſchen gemachtetieffe vnd gefährliche Suͤnden wunden.
Die Alten Heiden haben ferner gedichtet/ es ha-be die Lerneiſche Waſſer⸗ſchlang niemand uͤber-winden koͤnnen/ biß der Held Hercules kom̃en/ wel-cher/ wann er derſelben einen Kopf abgeſchlagen/den Strumpf ſtraks mit einem gluͤenden Brandgebrennet habe/ daß kein anderer an feine ſtatt wider-umb wachſen koͤnnen.
Wir Chriſten haben welt einen gewiſſeren/
ſicherern