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Das grosse Narrenspiel : Sprechtondichtung / Suite für grosses Orchester von Paul Colberg zu einem Gedichtezyklus von F.E. Köhler-Haussen
Entstehung
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Und auf des Vorhangs Fläche seh' ich sich täglich

Die Schatten zweier küssenden Köpfe malen."

Die Verzweiflung überkommt ihn in einem gellenden Schrei:

dessen Höhepunkt bezeichnenderweise die sämtlichen Töne der C- moll-Skala in sich birgt. Pierrot wird nun ganz zum Mondschein- Narren.Er irrt durch die Gassen, spielt im Mondschein mit seinem blutendenHerzen und sieht zugleich im Mondlicht tief hinab in das Weh der inder Liebe gequälten Menschheit. Das süße Mondschein motiv

Solo Ver linge

Lento

kontrastiert aufs lebhafteste mit den in höchster rhythmischer Buntheitwiedergegebenen Ausbrüchen seiner Leidenschaft und Verzweiflung.Als gar eine zart- graziöse Tanzweise

Tauzmotiv. Fliten.

Horn

Ac

Strei shar

die Gleichgültigkeit und spottende Kälte der Colombine darstellt,steigert sich Pierrots Verrücktheit bis zum vollen Wahnsinn:

,, Ich bin der Mondscheinnarr der alten Lieder nicht.

Ich bin der Narr in Eurer eignen Brust,

Der Euch aus Sehnsuchtsqual und ungenossner LustUnlösbar fest die Leidenskette flicht!"

Ein formschönes Sonett, das zugleich die symbolische Bedeutung des,, Narrenspiels" erläutert, wird durch diese Zeilen eingeleitet.- Aberim Augenblick höchster Qual erreicht den Narren der erste Strahl derMorgensonne! Damit setzt die Erlösung ein. Das Versöhnungs-motiv

Trompete

Audante.

Je

löst den ganzen Mondscheinspuk in Licht, Sonne und Lenzesfreude auf,aus denen neue, gesunde und kräftige Leidenschaft emporklingt.