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Das grosse Narrenspiel : Sprechtondichtung / Suite für grosses Orchester von Paul Colberg zu einem Gedichtezyklus von F.E. Köhler-Haussen
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HANNS

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Verlangst, was Dir versagt.

Wenn Dich Dein eignes Herz verklagt,

Daß du es frech belügst

Und um sein Glück betrügst,

Nachhastend dem, was nie Dein Eigen wird,

Das Sinn und Seele Dir verwirrt.

So ist die Liebe.

Und zu sagen all ihr Leid

Ist keines Menschen Sprache ganz bereit.

Drum helft mir, Töne, sagen, was mich bindet,Was mich mit heißem Weh umwindet,

Was mich zu Tode quält und mich befreitStimmt an und klingt! Ich bin bereit.

1.

Sieh, rings die Welt spielt Maskerade,Rings Mummenschanz, was wir erspäh'n,Ein Narrenkleid trägt Wald und Hügel,Dran wir nur halb die Deutung seh'n.

Ist nicht der Strom, der silbern schläftIn seiner Ufer sanfter Böschung,Ein ungeheures Raubtier, wenn er jeAus seinem Bett sich schäumend bäumt?

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Schlicht.