6
seines Stammes. Im Münster zu Freiburg im Breisgau liegter begraben. Seine Herrschaft zerfiel und seine Feinde hattendie gewaltige Hand nicht mehr zu fürchten.
2. Die Gründung der Ztadt.
Wenn militärische Rücksichten die Gründung einer Stadtnöthig machten, so war noch anderes, das dafür sprach. DieGegend um die Aare, das heutige Mittelland, war vielerortsbebaut; von Ortschaften und Weilern bestanden Snlgen, Enge,Wankdorf, Worblaufen, Wittigkosen, Muri, Münsingen, Tosten,Riggisberg,Rüeggisberg, Schwarzenbnrg, Könitz,Bümplih,LauPen,Bremgarten, Buchsee und andere. Da galt es, ein Verkehrs-centrum zu schaffen und einen Markt zu errichten für die Erzeug-nisse des Bodens. Die Märkte sind es, die vielen Städten zuAnsehen verholfen haben.
Kurz nach dem Sieg in Grindelwald legte Herzog BerchtoldHand an's Werk. Da wo die Aare in ihrem mittleren Laufeine kleinere Halbinsel fast völlig umschließt, in der Mitte unge-fähr der genannten Ortschaften, entschloß er sich im Jahr t19ldie Stadt anzulegen. Er hatte dort schon eine kleine Burg,die Nydegg; daß sonst schon eine Ortschaft da stand, ist nichtwahrscheinlich.
Die Sage weiß manches von dieser Gründung zu erzählen:wie der Herzog seinen Jägermeister nach einem geeigneten Platzfragte, wie ein erlegter Bär der neuen Schöpfung zum Namenverhelfen mußte, wie an Stelle des Eichenwaldes die Stadt sicherhob, größer, als zuerst beabsichtigt war.
Der Name der Stadt, berno, berne, ist viel gedeutet worden.Nach einigen soll es die deutsche Bezeichnung von Verona sein,das ja einst einem Zähringer gehört hat. Oder der Name sollvom Worte bar, Gericht, herrühren. Noch Andere halten ander Ableitung vom Worte Bär fest. Wirklich war dieser schon