tät
lischen mit seinem König in eines zu verschmelzen. Er stieß aufgroße Schwierigkeiten. Warum sollte man dem König eine neueGefälligkeit erweisen, der seine Schulden nie zahlte, die evange-lischen Glaubensgenossen hart bedrückte und die Neutralität vonBurgund nie garantiren wollte? Zwei Jahre gingen unter Ver-handlungen hin, bis wieder der Franzose sein Ziel erreichte. Aufder Tagsatzung von Solothurn im September 1663 vereinbarteman sich über die Gesandtschaft, die mit dem König in Parisden Bund beschwören sollte. Mitte October reiste die berauscheGesandtschaft ab. Sie bestand aus dem Schultheißen Anton vonGraffenried und dem Venner Bücher, die ihre Söhne mitnahmenund sich noch von Anton Archer und Jakob Tillier vom GroßenRath, sowie von Emanuel Steiger, Anton May, Daniel Lerber,Johann Philipp Cerjat und Jakob Whttenbach begleiten ließen.
Von der Grenze an reiste man auf des Königs Kosten. InCharenton trafen sie die übrigen Gesandten. Am 9. Novembererreichten sie die Hauptstadt. Beim Einzug ritten Edelleute desKönigs voran, die zum Empfang entgegengekommen waren, dannfolgten die Gesandten, der Bürgermeister Maser von Zürich,neben ihm der Botschafter de la Barde und dem Range derOrte nach die Uebrigen, jedem zur Seite ein französischer Edel-mann. In Vincennes wurde ein großes Mahl genommen, beidem auf den König und seine Familie und wieder auf die eid-genössischen Stände toastirt wurde. Auf dem weitern Marscherschien zur Bewillkommnung der Gouverneur von Paris niitvielem Gefolge, darnach der Prevot des Marchands (Bürgermeistervon Paris) mit den Schöffen. Unter dem Donner der Kanonen,! umgeben von der größten Menschenmasse, kam man Abends schon
^ bei Lichterschein im Stadttheil an, der zum Quartier der Ge-
j sandten bestimmt war. Die Berner wohnten im Faubourg^ St. Germain.
! Die folgenden Tage vergiengen unter geschäftlichen Verhand-! lungen, mehr noch unter Festlichkeiten aller Art. In königlichen