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Bern's Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700jährigen Gründungsfeier / von Wolfg. Friedrich von Mülinen
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zurückgeben, aber er ließ sie nicht aus den Augen. Trotzdem erso feindliche Absichten hegte, blieben ihm die Schweizer ergebenund lehnten den Beitritt zur Tripelallianz Schwedens, Hollandsund Englands gegen Frankreich ab. Aber als Ludwig Hollandmit Krieg überzog, das glaubensverwandte befreundete Land, dawollte Bern das Regiment von Erlach zurückberufen und beruhigtesich erst, als es nach Flandern zurückgezogen worden war. ImFrieden von Nymwegen (1678), der den zweiten Eroberungs-krieg beschloß, verblieb die Freigrafschaft Frankreich, dessen Königsie selbst erobert hatte

In allen seinen Schlachten standen von nun an Schweizer-regimenter, die den alten Ruhm kriegerischer Tüchtigkeit undTapferkeit neu erstrahlen ließen.

S. Ausnahme von Flüchtlingen.

Wie die katholischen Orte an Frankreich und Spanien guteFreunde hatten, so verbanden sich die evangelischen mit den beidenentfernten protestantischen Mächten Holland und England. Hollandhatte auch in langem Kriege seine Freiheit erstritten, und Eng-land neigte nach Karls I. Sturze unter dem Protectorat OliverCromwells strengen puritanischen Ansichten zu. So intervenirtendie Evangelischen im holländisch-englischen Kriege 1653 und diebeiden Mächte waren 1656 unter den Vermittlern in der Schweiz.

Als im Jahre 1660 die Stuart den englischen Thron wiedereinnahmen, brannte Karl II. vor Begierde, sich an den Repn-blicanern, den Mördern seines Vaters, zu rächen. Viele gingenin die Verbannung. Drei frühere Gefährten Cromwells trafenin Genf zusammen, der General Edmund Ludlow, einer derRichter Karls I., der Staatskanzler John Lisle und WilliamCawley. Der erste dieser drei verdient hier besonders erwähntzu werden. Er soll uns die Melodie mitgebracht haben, die unsin Fleisch und Blut übergegangen ist, den Bernermarsch.