Buch 
Geneviève, oder, Die Kinder von Port Royal : eine Geschichte aus dem Frankreich vergangener Tage / von D. Alcock ; übersetzt von Elisabeth Klee
Entstehung
Seite
2
JPEG-Download
 

denke und besonders daran, daß ich nun Soldat werden soll,wie es mein Vater war und der Großvater und unser ganzesGeschlecht, dann freue ich mich. Aber betrübt und das doch nochmehr als froh, bin ich in dem Gedanken, daß ich von Hanse fortsoll, von Dir, Geneviöve, und von Vater und Mutter. Doch laßuns nicht weiter davon reden!"

Mir liegt sicher nichts daran, davon zu reden; ich für mein

Teil." Hier brach Genevsiwe plötzlich ab; der weinerliche Ton,

damit sie begann, endete in einem fast Aufschluchzen zu nennende» Laut.

Schwesterchen, schau', ich wollt' Dich noch bitten du mochtestDich recht soviel Du irgend kannst, um mein armes Häuschenbekümmern. Ich kann ihn doch nicht mit nach Paris nehmen, sollja dort meine eignen Pferde haben und Reitburschen und Lakaienund auch einen Pagen, der mich beim Reiten begleiten soll, sagtmein Herr Onkel;" nicht ohne sich dabeietwas zu fühlen", setzteder Knabe dies hinzu.

Woher weißt Du denn das alles?" fragte Geneviövc verwundert.

Woher? Nun, von Herrn Honditüt natürlich; der hat mir dasalles erzählt. Es war doch recht freundlich von meinem Onkel,daß er mir seinen ersten Kavalier herschickte, um mich nach Pariszu geleiten, obgleich ich meine, er hätte sich diese Mühe sparenkönnen. Ich Hütte sehr gut auch allein mich hingcfnndcn. Doch,vermutlich hat er das nicht für passend gehalten. Aber was ichnoch von Häuschen sagen wollte, nicht wahr, Gencviövc, Du sorgstdafür, daß er nicht schlecht behandelt wird oder gar zu harteArbeit verrichten muß, sondern daß er immer hübsch heraus aufdie Weide kommt, wenn Du nimmer darauf reiten kannst, denn er-wirb ja schon alt."

Sei sicher, ich vergesse nichts, und thäte ich's selbst, was gar-nicht anzunehmen ist, so würde Vater sich schon um ihn kümmern.Er duldet es doch nirgends, daß man ein Tier übel behandelt odergar quält. Was soll aber mit Tirenr werden, Eduard?"

O, den nehme ich mit mir! Ein Hund ist nie im Wege.Doch, ich glaube, wir müssen jetzt hcimtrcibcn; es wird dunkel.Gencvwve, ich habe aber noch etwas, das ich Dich zu behalten undin gute Hut zu nehmen bitten möchte."