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Geneviève, oder, Die Kinder von Port Royal : eine Geschichte aus dem Frankreich vergangener Tage / von D. Alcock ; übersetzt von Elisabeth Klee
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daß sich eine unendliche Scheidewand zwischen der Tochter desAdvokaten und dem Neffen des Herzogs erhebt. Nein, nein, meinSohn, bitte, keinerlei Widerspruch! Ich verlange auch keine roman-tischen Gelübde, keine unbedacht hingesprochenen knabenhaften Ver-sprechungen, sondern nur, was Du mit gutem Gewissen und ohneBedenken geben kannst, nämlich: daß Du mit wohlwollendem Herzen,mit schützender Hand, mit soviel Freundschaft, als bei so verschiedengestellten Menschen sein kann, die Gattin und Tochter des Mannesim Auge behältst, der Dich so innig geliebt, um Deines Vaterswillen."

Und der mir fast mein ganzes Leben hindurch ein Vater-gewesen ist, und den ich so aufrichtig liebhabe, wie nur je einSohn seinen Vater geliebt," erwiderte Eduard, ohne Rückhalt jetztweinend und schluchzend.

Es ist genug und mehr als genug," sagte jener,und nun,mein Sohn, gehe hinaus! Ich muß allein sein, und die Mntterhat auch noch, glaube ich, Worte des Abschieds für Dich."

Da kniete Eduard vor seinem Vater nieder und bat:Segnemich!" Dieser richtete ihn wieder auf, drückte ihn innig an seinHerz, küßte ihn auf beide Wangen und wies dann, ohne ein Wortweiter zu reden, zur Thür.

Am andern Morgen verließ Eduard das Haus seiner Pflege-eltern, um es nimmer wieder zu betreten.