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IV. Band.
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und den Bollwerken donnerte unterdessen das grobe Geschütz. AlleStraßen, Fenster und Dächer waren dicht mit Menschen besetzt. VomThore St. Antoine ritt man über die klsce ro^sle durch die Straße6 k 5 krsncs-Lourßeois , die alte Tempclstraße / die I^U 6 6 e 8 t. Lroix,6 e 13 Hl-etonnierre und kam endlich bei dunkler Nacht, aber beimScheine unzähliger Lichter und unter dem lärmendsten Jubel de 6 Volkesin der schönen Straße St. Martin an, wo die Gesandten durch eigendsdazu verordnete Quartiermeister in dieser und andern Straßen in ihreHerbergen geführt wurden. Die Züricher brachte man in das pressoirä'or, rue 8 t. Nsi-tin ; in der nämlichen Straße hatten auch die Ber-ner wohnen sollen. Mehrerer Bequemlichkeit halber aber wies manihnen ihren Aufenthalt iM Hotel I3 sortune, in tuubourß 8 t.Oel-l» 3 iri an. Das schöne Haus der Wittwe le Bref/ an der StraßeSt. Martin/ wurde für die Versammlungen der eidgenössischen Ge-sandten eingerichtet 0 .

Sonnabend/ den 10. November/ wurden die Letzter« noch einmaldurch den prevot äes M 3 rcli 3 n 6 s und die übrige Stadtmagistraturbewillkomm und mit 216 runden Drucken mit köstlichem Zuckerwerkund Konfekten/ 216 Flaschen Klaret und eben so viel anderm gutenWeine beschenkt. Am nämlichen Tage erhielten sie Audienz bei demHerrn von Lionne. Am Sonntage wurden sie in mehr als zwanzigWagen zu einem Gastmahle beim Kanzler abgeholt und dann am Abendein königlichen Kutschen zur ersten Audienz beim Könige in den Louvregeführt. Unten an der Treppe wurden sie von dem Herzoge von Enghienempfangen und durch die Leibwachen des Königs hindurch in denAudienzsaal geführt/ wo Ludwig XIV. ihrer harrte. Der Herzog vonOrleans stand auf seiner Rechten/ der Prinz von Conds auf seinerLinken. Mit entblößtem Haupte reichte der König den schweizerischenGesandten/ einem nach dem andern/ seine Rechte dar und bedeckte sichdann/ ohne daß dieses von jemand Anderm geschah/ um die deutscheRede deS Bürgermeisters Maser anzuhören, die der Dolmetscher Vigieralsogleich übersetzte/ worauf der König auch die mit Ehrerbietung über-reichte Denkschrift/ welche die schweizerischen Beschwerden enthielt/abnahm und die Anrede des schweizerischen Gesandten mit einer kurze»/aber kräftigen und freundlichen Gegenrede beantwortete/ in der er ver-sicherte/ man würde aus seinem Benehmen erfahre»/ in welcher hohenAchtung das schweizerische Volk bei ihm stände. Nachdem der König

i) Hauptmann Johann Georg Wagner's, Ritter/ Stadtschreiber und deSgeheimen Raths zu Solothurn parißsche Reiß/ Handlung und Pundt-schwur. Solothurn 1664.